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ᐅ Anfängerfragen zum Hausbau

Erstellt am: 27.07.17 10:47
K
kauderwelsch
Hallo zusammen!

Nachdem ich hier schon länger lesenderweise unterwegs bin, habe ich nun beschlossen, mich hier auch aktiv (mit Fragen! Für Antworten reicht mein Fachwissen leider nicht) einzubringen.

Wer wir sind:
Kurz zu uns: wir sind eine sechsköpfige Familie, der (jobbedingt) ein Umzug bevorsteht. Das Ganze muss nicht übermorgen erfolgen. Aktuell pendelt mein Mann und der Leidensdruck ist nicht immens hoch. Mittelfristig würden wir unseren Lebensmittelpunkt aber gerne Richtung Job verlegen.

Wir sind nicht wirklich festgelegt aufs Bauen, stellen aber bei längerer Beobachtung des Marktes fest, dass wir entweder eine Bruchbude mieten oder horrend viel Geld ausgeben müssen - oder eben auf einen Glückstreffer hoffen (Der Immobilienmarkt ist leider nicht für Großfamilien ausgelegt. Fast alle Angebote sind falsch geschnitten / zu klein. manchmal gibt es die trotzdem. Aber wir sind, entfernungsbedingt, häufig einfach zu langsam). Ähnliches gilt für den Kauf von Häusern. Irgendwie ist der Markt ziemlich leergefischt.

Wir überlegen nun also, quasi als Plan B, das Bauen und tasten uns da langsam ran. Nur sind wir (noch!) absolute Anfänger und haben nicht viel Plan. Insofern hoffe ich hier auf Antworten auf viele dumme Fragen.

Was wir suchen:
Wir brauchen keinen Luxus, möchten vorausschauend planen (irgendwann sind die Kinder aus dem Haus), einigermaßen energieeffizient und (wenn möglich) mit einer klaren, unverschnörkelten Architektur. Heißt konkret: ein Haus ohne unnötigen Schnickschnack. Im Idealfall als Haus mit "zwei Wohneinheiten" geplant. Ncht nur der doppelten KFW Förderprämie wegen (wobei ich als Laie da noch nicht wirklich durchsteige und mir nicht sicher bin, ob die KFW Darlehen wirklich auf der Hitliste ganz oben stehen. vermutlich ein Thema, über das man an späterer Stelle mal gesondert nachdenken muss) - sondern eben auch, um später, wenn die Kinder aus dem Haus sind, zu zweit nicht in einem viel zu großen Haus zu sitzen.

Wir möchten gerne günstig bauen, aber nicht billig. Konkret also gut überlegt, was wirklich benötigt wird, auf das Wesentliche reduziert und (in vielen, nicht allen (!), Bereichen gerne in relativ einfacher Ausstattung. Momentan leben wir in einem (ziemlich perfekt geschnittenen!) Haus mit 140 qm. Viel mehr muss es unserer Meinung nach bei einer überlegten Architektur auch nicht sein.

Wie teuer wird das Ganze?
Nun stolpere ich immer wieder über Quadratmeterpreise, was das Bauen betrifft. Angegeben wird oft, dass man (bei einer einfachen Ausstattung) für 1100€ pro qm bauen kann, bis hin zu 2000 für ein Haus mit gehobenerer Ausstattung (Grenze natürlich nach oben offen). Nun frage ich mich aber: kann man wirklich für 1500€ pro qm ein anständiges Haus bauen? Bei der Durchsicht diverser Fertighauskataloge scheint mir das viel zu niedrig angesetzt. ich lasse mich aber sehr gerne eines Gegenteils belehren.

Kostenkalkulation:
Wir wollen nicht auf Teufel komm raus bauen. In erster Linie sind wir gerade dabei zu überlegen, ob wir uns einen Bau überhaupt leisten können. Daher mal eine Beispielrechnung, die mir im Kopf herumspukt für euch zur Durchsicht. Bitte: wo sitzt der Denkfehler? Was habe ich übersehen?

Haus, 150 qm - 225000€
Grundstück, vollerschlossen (mal ein beliebiges herausgepickt - es geht etwas günstiger, aber auch viel teurer) - 35000€
Baunebenkosten (laut Forum hier) - 40000€
Garten - 10000€ (sicher niedrig angesetzt. Ist aber definitiv ein Bereich, in dem wir viel selbst machen können)
Rücklage für: irgendwas geht schief / wird teurer / was auch immer: 10000€
Rücklage für Extraposten (im Zweifelsfall eine neue Küche oder ein Carport): 10000€
macht alles zusammen 320000€

Kosten für einen Architekten sind noch nicht drin. Keine Ahnung, was der kostet.

Gebe ich das in einem Finanzierungsrechner ein, spuckt der mir ein Angebot (Kreditsumme minus unser Eigenkapital)15 Jahre Laufzeit, zwei Prozent effektiver Jahreszins für ca 900€ aus.
Es gäbe aber neben der KFW Nummer noch die Möglichkeit, von der INvestitions und Strukturbank RLP ein Darlehen in Höhe von 125000€ zu bekommen. Laufzeit ebenfalls 15 Jahre zu 2,0% oder 10 Jahre zu 1,6%. Nicht wirklich günstiger, aber Sondertilgungen in Höhe von 10% / Jahre sind möglich. Spannend für uns, weil in ein paar Jahren ein zweites Einkommen kommt, das wir nicht voll für den Lebensunterhalt brauchen (aktuell reicht eines ja gut aus).

Ich finde das wahnsinnig günstig und frage mich: was habe ich übersehen? Wo liegt der Fehler? Wen diese Kalkulation auch nur im Ansatz realistisch ist, wäre ein Hausbau sogar sehr angenehm zu machen.
Kalkuliert man noch 400€ Nebenkosten im Monat, zahlen wir das selbe wie aktuell zur Miete. Bei einem Neubau in Jobnähe würden aber die Kitagebühren wegfallen (+ 250€ monatlich) und die Fahrtkosten meines Mannes würden sich etwa halbieren (+250€). Wr hätten also ein Plus von 500€, das wir zurücklegen könnten.

Aktuell leben wir nur von einem Einkommen. In spätestens fünf Jahren wir ein zweites Einkommen hinzukommen. Bei Ablauf des Kreditvertrages wären mindestens zwei, eher drei Kinder aus dem Haus, man könnte die "Einliegerwohnung" also vermieten.

Ansonsten frage ich mich ganz grundsätzlich, wie man das Thema sinnvoll angeht. Wie finde ich jemanden, der mir zu o.g. Preis baut (falls das finanziell zu stemmen ist. Wenn wir bauen wollen, dann solide finanziert. Sicher müssen dann nicht weiterhin drei Urlaube im Jahr drin sein. Aber die Kinder sollten schon weiter zum Reiten oder Musikunterricht gehen können ). Wie kann ich den (für mich völlig unübersichtlichen) Markt sondieren? Gibt es ein gutes Buch zum Thema? Oder anderweitig Tipps für unsere ersten Schritte?

Schon an dieser Stelle herzlichen Dank,

kauderwelsch (so kommt mir das Bauthema gerade vor)
N
Nordlys
27.07.17 21:48
Und wenn die KZ nur zehn haben. Das Schlafzimmer der Eltern 15, die Küche 12, die Wohnzimmereinheit nur 40? Etc. Und wenn die Kids meckern, dann sagt man eben, mehr Geld haben wir nicht. Aus die Maus. Karsten
Y
ypg
27.07.17 21:49
Marvinius II schrieb:
Schöne Kinderzimmer haben 15m2, dazu braucht Ihr ein Kinderbad. Großzügig berechnet: 70m2;
Dann Wohn- und Esszimmer 60m2, Küche 15m2 mit Speisekammer 5m2. Damit haben wir die 150m2 voll!
Jetzt braucht Ihr noch einen Hauswirtschaftsraum (10m2) und einen weiteren Abstellraum/Gästezimmer 10m2. Dazu kommen die Flure im EG und OG, jeweils mindestens 10m2. Damit lande ich bei mindestens 190m2. Vielleicht wird auch noch ein Arbeitszimmer benötigt?

Schön, wenn man sich das leisten kann.

Wenn man allerdings hier mal die Beiträge verfolgt hat, muss auch die Familie von @kauderwelsch rechnen, und überlegt, ob überhaupt ein Hausbau bezahlbar ist.
Und das sollte nicht das einzige Argument dafür sein, dass man bzw. Kinder und Eltern auch auf kleinerer Fläche glücklich werden können. Somit ist es keine Schande , wenn man nur mit 12qm pro Kind und ohne Ankleide für die Eltern plant. Auch für Kochen, Essen und Wohnen müssen es keine ü60qm sein.
Ja, schön wärs , aber ist wohl etwas unter der Gürtellinie, wenn man hier mit Mindestmaßen kommt, die eben nicht dem Standard entsprechen.
Marvinius II27.07.17 22:11
Ich hatte aber auch den Eindruck, dass Kauderwelsch mit der aktuellen Wohnsituation ganz zufrieden ist. Wozu dann bauen, wenn man sich von m2 Zahl oder Grundriss, bzw. Grundstück nicht deutlich verbessert?
N
Nordlys
27.07.17 22:14
Die zahlen 1400 Miete und können nie Du zum Haus sagen. Dazu pendelt einer. Grund genug für Eigentum.
C
Caspar2020
28.07.17 08:57
Evolith schrieb:
Nichtsdestotrotz ist der Gang zu Hausbank zusätzlich immer ratsam. Die können auch gute Konditionen haben. Bei uns waren sie miserabel. Da waren wir beim Finanzmakler deutlich besser aufgehoben.
kauderwelsch schrieb:
ie Konditionen der Hausbank sollten wir mal klären. Ist aber so ein ethisch korrekter Verein. Ich gehe davon aus, es gibt Günstigeres.

Auch wenn man seine Hausbank liebt und unbekannte Bräute ehr scheut. Man sollte sich immer 2-3 Vergleichsangebote reinholen, bzw. "Beratungen" reinziehen.

Ansonsten merkt man gar nicht selber wo es bei dem einem oder anderen Konzept klemmt.

Insbesondere, ist bei den meisten Banken das Produkt bzw. die Konzepte klar von der Leitung vorgeben (z.b. unsere örtliche Sparkasse; 10-15 Zinsfest; alles andere über LBS Bausparverträge).

Banken und Berater unterscheiden sich im übrigen nicht nur an der %-Zahl des Darlehens, sondern auch an der Abwicklung, sowie an Dingen wie Haushaltsrechnung / Eigenkapital"zwängen" etc.

Also nicht direkt vom ersten Gespräch ins Bockshorn jagen lassen; oder denken man hat den absoluten Schnapper bekommen.

Im übrigen, auch wenn man nicht zur ner "Online-Bank bzw. ner Bank ohne Vorort-Filiale" will, oft lässt sich der Wunschpartner durch konkrete Zahlen desjenigen in die richtige Richtung bewegen, was die Zinsen angeht.
bau.herr29.07.17 10:50
Knallkörper schrieb:
Im Preis sind keine Bodenbeläge enthalten

Das verfälscht aber auch den Preis pro Quadratmeter etwas. Auch wenn die Garage mit drin ist. Meiner Meinung nach sollte so ein Preis immer auf ein bezugsfertiges Haus gerechnet sein. Und das auch nur als erster Anhaltspunkt.

Als Anhaltspunkt für den TE unsere Kosten.

Grundstück inkl. Kaufnebenkosten 51.000€
(651m2)

Haus bezugsfertig 2.025€/m2
(Gute Ausstattung)

Baunebenkosten 13.500€

Küche 17.500€

Außenanlage 12.000€
(Eigenleistung)

Sonstiges 10.000€

Gesamt liegen wir bei ca. 425.000€

@kauderwelsch
Du hast ja schon gute Hinweise/Tipps bekommen. Eure Finanzen könnt nur ihr einschätzen.

Gruß
sparkasseküchegrundstück