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ᐅ Anbau eines 60er Jahre Hauses und energetischer Sanierung

Erstellt am: 21.04.17 13:34
E
El_Burrito
Hallo zusammen,

das Bestandsobjekt wurde gebaut in den 1960er Jahren. Über die Jahre wurden immer wieder Renovierungsarbeiten daran gemacht (Elektrik, Fenster, Böden im EG, Treppenhaus ...) Allerdings ist die Elektroheizung ein Energiefresser. Die Räume sind klein geschnitten und für 2 Parteien ist die jetzige Form nicht mehr zeitgemäß. Auf der Nordseite verbirgt auf einer Halbetage zwischen Keller und EG die Garage auf der gesamten Länge des Hauses.

Die Idee:
Nachdem wir lange überlegt haben, erscheint uns eine Erweiterung des Bestandsobjekts in Richtung Süd-Ost sinnvoll. Es würde somit ein Baukörper von 14x9m entstehen (Bestand 8x9m + Anbau 6x9m = 126 qm Grundfläche). Letztlich sollen zwei von einander getrennte Wohneinheiten entstehen. Ein Hauswirtschaftsraum für jede Wohnung ist Pflicht. Zusätzlich wäre es gut, wenn die Wohnung im OG das DG als Wohnraum mitnutzen könnte. Das kann man sicher auch offen gestalten, jedoch fehlt mir dazu die Fantasie was die Raumaufteilung angeht. Ich weiß auch nicht inwieweit sich die Außenwand des Altbaus als störend für die Planung entpuppt. Die wird ja sicherlich in jedem Fall stehen bleiben müssen.

Die Krux am Bestandsobjekt ist, dass man einmal rund ums Haus gehen muss, um an die Eingangstür (Westseite) zu gelangen. Damit der Besuch für das OG nicht am EG vorbei defilieren muss, sollte der Eingangsbereich von der Straße (Südseite) direkt erreichbar sein. Die Frage ist nur: was macht man mit dem bestehenden Treppenhaus. Wegreißen geht schlecht, da es den Zugang zum Keller bietet. Bleibt der alte Eingang bestehen für das EG und nur das OG bekommt einen neuen Zugang von der Südseite? Ich bin mir unschlüssig. Unterkellern möchte ich den Anbau nicht zwingend - das hat vor allem natürlich Kostengründe, außerdem ist der bestehende Keller eigentlich groß genug.

Technik:
Ich würde die alte Elektroheizung gerne gegen eine luftwärmepumpe mit Fußbodenheizung austauschen. Dazu ist die Dacheindeckung bald fällig. Wenn man anbaut, muss das Dach sowieso neu gemacht werden. In diesem Zuge könnte man auch über eine Photovoltaikanlage nachdenken. Außerdem kämen überall neue Fenster rein und die Außenfassade muss gedämmt werden. Macht es Sinn, den Anbau gleich mit einer eingebauten Dämmung zu erstellen? Wie dämmt man am Besten den Altbau ab?

Was sagt der Bebauungsplan?
Art der baulichen Nutzung = "Allgemeines Wohngebiet"
Grundflächenzahl = 0,3.
Die zulässige Grundfläche baulicher Anlagen darf jedoch maximal 200 qm pro Einzelhaus bzw. maximal 100 qm pro Doppelhaushälfte betragen (maßgebend ist die Grundfläche der Hauptanlage ohne Terrassen und Balkone).
Geschossflächenzahl = 0,6 (max. 2 Vollgeschosse)

Für Gebäude mit Satteldach (SD), Walmdach (WD) oder Zeltdach (ZD) gilt:
- maximale Firsthöhe (FHmax) 10,5 m
- maximale Traufhöhe (THmax) 7 m
Für Gebäude mit Flachdach (FD) oder Pultdach (PD) gilt:
- maximale Höhe der Gebäudeoberkante (OKmax) 7,5 m

Dachneigung bei Sattel-/ Walm-/ Zeltdach = 25-40 Grad
Dachneigung bei Pultdach = max. 10 Grad
Doppelhäuser sowie doppel- oder reihenhausartige Einzelhäuser sind mit einheitlicher Hauptfirstrichtung und einheitlicher Dachneigung zu errichten.
Dachaufbauten und -einschnitte wie Gauben, Zwerchhäuser und Loggias sind zulässig, wenn deren Gesamtbreite je Dachseite maximal 1/2 der Breite der darunter liegenden Außenwand beträgt. Die Breite von Zwerchhäusern darf je Dachseite jedoch maximal 1/3 der Breite der darunter liegenden Außenwand betragen.
Die Höhe von Gauben und Zwerchhäusern (gemessen von OK Rohfussboden
Dachgeschoss bis OK Gauben-/ Zwerchhausdach) sowie Dacheinschnitten darf
maximal 75 % der Gesamthöhe des Daches (gemessen von OK Rohfussboden
Dachgeschoss bis OK First) betragen.
Gauben und Dacheinschnitte müssen mindestens 0,5 m hinter die Außenkante
der darunter liegenden Außenwand zurückspringen.
Dachaufbauten und -einschnitte haben mindestens 1,25 m Abstand von Giebeln,
Graten und Kehlen, gemessen an der engsten Stelle, einzuhalten.
Die Ansichtsflächen von Gauben sind als Fenster auszubilden.


Ja nun hoffe ich auf die ein oder andere Idee. Das Projekt befindet sich noch im Entwurf. Ich bin für alle Vorschläge offen.

Viele Grüße
Sven

Lageplan eines Baugrundstücks mit blauer Umrandung, roten Gebäuden und grauen Bauteilen.


3D-Hausmodell auf Grundstück mit Zufahrt und Gartenbereich


3D-Hausmodell auf Grundstück mit Zufahrt, Vorgarten und Grasfläche


3D-Hausmodell auf Grundstück mit Zufahrt, Garten und Begrünung


3D-Hausmodell mit grünem Grundstück, Zufahrt und Gartenanlage
11ant05.05.17 14:36
El_Burrito schrieb:
Zum vermieten ist es ehrlich gesagt nicht gedacht

Aber wenn Du mal umziehen willst bevor es abbezahlt ist, dann wäre ein Mieter schon hilfreich. Und den juckt es nicht, ob es nach Deinem Geschmack o.k. ist, vom Schlafzimmer durchs Esszimmer auf den Balkon zu gehen. Sondern der findet eine andere Wohnung dann schöner geschnitten.

Insofern würde ich auch für "nur Eigennutzung" keine nur mäßig attraktive Immobilie "erzeugen" wollen.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
E
El_Burrito
05.05.17 19:02
Beim zweiten Entwurf (OG) würden die Schlafräume im DG Platz finden. Erschlossen werden diese Räume durch die Treppe in der Diele. Hier hätte man keinen schlauchförmigen Flur. Allerdings gibt es in diesem Konzept einen Raum zwischen Wohn/Essbereich und Balkon, den ich noch nicht so recht zu nutzen weiß.

Detaillierter Hausgrundriss mit Wohnzimmer, Küche, Bad, Flur und Terrasse.
Y
ypg
05.05.17 19:50
Mir ist die Beschreibung in Deinem Eingangspost etwas zu wirr. Zum anderen habe ich erwähnt, dass mal das EG als Jpg eingestellt wird.
Was zur Übersicht fehlt, wäre mal ein Lageplan vom Grundstück, Bestand und gedachter Anbau in anderer Farbe.
Außerdem Grundriss vom Bestand und in anderer Farbe neue Wände und ggf. Abriss.

Dein 3D wirkt und wird wohl auch real zu klobig.
In der 3D-Ansicht ist außerdem eine Erweiterung im EG (Osten) zu sehen: wer wird das nutzen?
Ist es nicht sinnvoller, dort unten im Anbau im Osten den Eingang vom OG zu legen?
Was ich mitgenommen habe: 7,5 Meter Gesamt-Höhe... das bedeutet, dass Ihr kaum ein gängiges Zimmer im DG hättet.



Gruß, Yvonne
Y
ypg
05.05.17 19:57
Grundsätzlich würde ich aber bei so einem Projekt einen Architekten nehmen, der ja mit viel mehr Raffinesse und Können das Ultimative aus dem BePlan und Euren Anforderungen rauszukitzeln vermag.

Seine Ausarbeitung kannst Du ja mal hier einstellen.


Gruß, Yvonne
balkonanbaufarbe