ᐅ Altbau mit neuen Fenstern: wie zusätzliche Belüftung errichten?
Erstellt am: 15.06.17 17:45
Altbau193015.06.17 17:45
Hallo,
Dienstag war unser betreuender Energieberater zur Besichtigung in unserem Haus und er soll uns das Dach mit Dämmung planen, sowie Vorgaben für die neuen Fenster machen.
Das Gute zuerst: Der Berater ist gelernter Zimmermann und nach Inspizierung des Gebälks sagte er, der Dachstuhl sei bis auf einen kleinen Balken völlig in Ordnung. Also entgegen gesetzt der Meinung des Gutachters der meinte, dass der Holzwurm schon ordentlich gewütet hatte. Das hat der Energieberater nicht bestätigt, nur an einem Balken war wohl mal ein Wurm drin, aber Holzspäne sind in den letzten Jahren keine mehr auf dem Boden zu sehen. Kurzum: das Dach wird neu gedeckt und gedämmt, aber das (teure) Gebälk kann erhalten bleiben.
Montag kommt der Energieberater mit einem Dachdecker, dann wird das Dach geplant und es soll am Ende KFW-fähig und förderbar sein.
Ebenso wie die Fenster, von denen haben wir schon einen Kostenvoranschlag, allerdings mit 2-fach Verglasung. Der Berater rät zu 3-facher Verglasung, das wird auch nicht erheblich teurer.
Da wir aber die Wände nicht dämmen wollen, werden wir laut Aussage nach Einbau neuer Fenster mit Sicherheit Schimmel bekommen. Das soll vermieden werden.
Da gäbe es 2 Möglichkeiten:
- in jeden Raum eine Belüftung durch die Außenwand errichten. Bedeutet: Kernbohrungen und Lüfter rein (schlechtere Variante, wird wohl teuer und aufwendig?)
- Fenster mit eigener Belüftung einbauen (wäre interessant).
Wie habt ihr das Problem Schimmelbildung nach neuen Fenstern gelöst und wie sieht eure Belüftung aus?
Ich bin dankbar für Tipps!
Dienstag war unser betreuender Energieberater zur Besichtigung in unserem Haus und er soll uns das Dach mit Dämmung planen, sowie Vorgaben für die neuen Fenster machen.
Das Gute zuerst: Der Berater ist gelernter Zimmermann und nach Inspizierung des Gebälks sagte er, der Dachstuhl sei bis auf einen kleinen Balken völlig in Ordnung. Also entgegen gesetzt der Meinung des Gutachters der meinte, dass der Holzwurm schon ordentlich gewütet hatte. Das hat der Energieberater nicht bestätigt, nur an einem Balken war wohl mal ein Wurm drin, aber Holzspäne sind in den letzten Jahren keine mehr auf dem Boden zu sehen. Kurzum: das Dach wird neu gedeckt und gedämmt, aber das (teure) Gebälk kann erhalten bleiben.
Montag kommt der Energieberater mit einem Dachdecker, dann wird das Dach geplant und es soll am Ende KFW-fähig und förderbar sein.
Ebenso wie die Fenster, von denen haben wir schon einen Kostenvoranschlag, allerdings mit 2-fach Verglasung. Der Berater rät zu 3-facher Verglasung, das wird auch nicht erheblich teurer.
Da wir aber die Wände nicht dämmen wollen, werden wir laut Aussage nach Einbau neuer Fenster mit Sicherheit Schimmel bekommen. Das soll vermieden werden.
Da gäbe es 2 Möglichkeiten:
- in jeden Raum eine Belüftung durch die Außenwand errichten. Bedeutet: Kernbohrungen und Lüfter rein (schlechtere Variante, wird wohl teuer und aufwendig?)
- Fenster mit eigener Belüftung einbauen (wäre interessant).
Wie habt ihr das Problem Schimmelbildung nach neuen Fenstern gelöst und wie sieht eure Belüftung aus?
Ich bin dankbar für Tipps!
wpic15.06.17 18:33
Wenn die Fenstererneuerung als Einzelmaßname KfW-förderfähig sein soll, darf der U-Wert der Wand nicht niedriger sein, als der des Fensters. Das muß überprüft werden, da sonst in der Tat die Gefahr von Kondensatausfall und Schimmelbildung an besonders kalten Teilen der ungekämmten Außenwand besteht. Das sollte Dein Energieberater wissen, erst recht, wenn er die KfW-Maßnahmen als Qualifizierter Sachverständiger beantragt und betreut.
Beim Fenstertausch muß zudem ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erstellt werden. Die notwendige Luftwechselrate kann z.B. durch eine dezentrale Lüftung erfolgen. Ggf. reichen auch sog. Fensterfalzlüfter, die im Fensterrahmen eingebaut werden. Das muß rechnerisch nachgewiesen werden.
Du benötigst einen Energieberater, der für das Gebäude in seiner Gesamtheit ein Sanierungskonzept entwickelt. Alle Maßnahmen müssen aufeinander abgestimmt und an den Übergängen koordiniert werden.
Beim Fenstertausch muß zudem ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erstellt werden. Die notwendige Luftwechselrate kann z.B. durch eine dezentrale Lüftung erfolgen. Ggf. reichen auch sog. Fensterfalzlüfter, die im Fensterrahmen eingebaut werden. Das muß rechnerisch nachgewiesen werden.
Du benötigst einen Energieberater, der für das Gebäude in seiner Gesamtheit ein Sanierungskonzept entwickelt. Alle Maßnahmen müssen aufeinander abgestimmt und an den Übergängen koordiniert werden.
Joedreck15.06.17 19:47
Der einfache weg wären tatsächlich Fensterfalzlüfter.
Es gibt aber auch recht gute dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Diese sind preislich an sich im Rahmen.
Es gibt aber auch recht gute dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Diese sind preislich an sich im Rahmen.
Mycraft15.06.17 19:57
Es muss ein Konzept her da hat wpic schon den Nagel auf den Kopf getroffen...die oder die Lüfter oder Fensterfalzlüfter oder nicht das ist ein stochern im Nebel...
Altbau193015.06.17 22:03
Danke bis hier hin!
Die Fenster müssen nicht zwingend in die KfW-Maßnahme (schön wäre es, aber das Dach sollte das aber schon), trotzdem wollen wir aber die Schimmelbildung verhindern. Ich muss morgen mal mit der Fensterfirma sprechen, ob die entsprechende belüftete Modelle anbieten und wenn ja, soll sich der Energieberater das ansehen. Oder Alternativen vorschlagen.
Die Fenster müssen nicht zwingend in die KfW-Maßnahme (schön wäre es, aber das Dach sollte das aber schon), trotzdem wollen wir aber die Schimmelbildung verhindern. Ich muss morgen mal mit der Fensterfirma sprechen, ob die entsprechende belüftete Modelle anbieten und wenn ja, soll sich der Energieberater das ansehen. Oder Alternativen vorschlagen.
Joedreck16.06.17 07:39
Google mal nach Bayernlüfter. Nur mal als Anhalt für dich. Habe persönlich keine Erfahrungen.
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