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ᐅ Aktuelle Bearbeitungsdauer Baufinanzierungs-Antrag bei den Banken


Erstellt am: 23.12.20 20:11

Winniefred27.12.20 10:44
Specki schrieb:

Ich hab vor kurzem zwei Wohnungen gekauft.
Am 7. Oktober hatte ich dazu einen Banktermin. Dort sind wir alle unterlagen durchgegangen und haben das Derlehen fix gemacht. Alles besprochen etc.
Er sagte, bis wir die Verträge haben und unterschreiben können, wird es etwas dauern.
Notartermin für die 1. Wohnung war dann der 21. Oktober.
Notartermin für die 2. Wohnung war der 19. November.

Seit dem sind natürlich regelmäßig Rechnungen für Notar, Grundbuch, Kaufpreiszahlung, Makler etc. eingegangen.

Dafür haben wir dann einfach mein Konto überzogen.
Letzte Woche kam endlich der Anruf, dass wir am 29.12. die Notarverträge unterschreiben können.

Also... es zieht sich derzeit extrem bei den Banken.

Und übrigens. So eine Vorgehensweise würde ich niemand empfehlen, der nicht ein absolut gutes Verhältnis zu seiner Bank und seinem Bearbeiter hat, da das schon ein gewisses Risiko birgt.

Überziehungszinsen muss ich übrigens keine zahlen 😀
ach ja, die Bank ist eine regionale Sparkasse.

Gut, dass du es schon selbst gesagt hast: Sowas ist ein Spiel mit dem Feuer. Es sei denn man hat extrem gute Finanzen. Denn "Rechnungen für Notar, Grundbuch, Kaufpreiszahlung, Makler etc" mal eben vom Girokonto und mit Überziehung zu bezahlen dürfte den meisten Bauherren nicht möglich sein.
Hausbautraum2027.12.20 12:34
Thomas911 schrieb:

Darlehen: 550T
Eigenkapital: 50T
Netto-Einkommen: 5T
Autokredit: noch 16T offen 400€/Monat

Also wir haben auch 5k netto, allerdings 200k Eigenkapital und ein Berater der holländischen Bank meinte, dass sie uns bis zu 500k finanzieren würden. Deswegen verstehe ich nicht, warum eure Finanzierung kein Problem sein soll.
Ihr wollt mehr Geld als wir und habt weniger Eigenkapital.

Wir haben den Ing-Diba-Plan aber nicht weiter verfolgt, weil die Sparkasse bessere Konditionen angeboten hat. Hier würde man uns auch bis 550k finanzieren.
(Nur mündliche Aussagen, aber wir wollten wissen, wie hoch unser Spielraum für Nachfinanzierungen im schlimmsten Fall wäre.)
Thomas91127.12.20 16:27
Hausbautraum20 schrieb:

Also wir haben auch 5k netto, allerdings 200k Eigenkapital und ein Berater der holländischen Bank meinte, dass sie uns bis zu 500k finanzieren würden. Deswegen verstehe ich nicht, warum eure Finanzierung kein Problem sein soll.
Ihr wollt mehr Geld als wir und habt weniger Eigenkapital.

Wir haben den Ing-Diba-Plan aber nicht weiter verfolgt, weil die Sparkasse bessere Konditionen angeboten hat. Hier würde man uns auch bis 550k finanzieren.
(Nur mündliche Aussagen, aber wir wollten wissen, wie hoch unser Spielraum für Nachfinanzierungen im schlimmsten Fall wäre.)

In eurem Fall sehe ich es so: die Bank war bereit euch das 100-fache zu finanzieren.
In unserem Fall wären es tatsächlich 110%, die wurden uns vorher bei der Konditionsabfrage aber zugesagt. Nach meinem Wissen geht Ing-Diba auch bis 110% ohne Problem, wir hatten das vorab geklärt. Die Höhe des Eigenkapital ist nicht in jedem Einzelfall entscheidend, vielleicht hat die Bank in eurem Fall euer Hausbauprojekt nicht mit 750T Objektwert gewertet.

Zusätzlich zum erwähnten Eigenkapital haben wir auch noch etwas Puffer, was wir durch Kontoauszüge nachgewiesen haben. Ich gehe nicht davon aus, das ihnen die Bonität nicht zugesagt hat. Mehr erfahren wir erst nach den Feiertagen, deswegen lehnen wir uns bewusst zurück – es macht jetzt nur noch Stress, uns mit unnötigen Annahmen den Kopf zu zerbrechen
Thomas91127.12.20 16:32
Ich lese eure Antworten in Ruhe durch, eine Frage habe ich aber tatsächlich noch. Vielleicht weiß es jemand unter euch: sollten wir jetzt eine finale Ablehnung von der Ing-Diba erhalten, heißt es dass sie in der Schufa ein Jahr lang vermerkt ist und es keinen Sinn macht, bei den anderen Banken einen Antrag zu stellen? Würden sie uns wegen der Ing-Diba Ablehnung auch ablehnen ? Was ist, wenn wir uns für einen anderen, etwas günstigeren Objekt entscheiden (eine Doppelhaushälfte bspw)? Müssen wir 1Jahr lang warten, bis der Eintrag gelöscht wird?
BackSteinGotik27.12.20 17:44
Thomas911 schrieb:

In eurem Fall sehe ich es so: die Bank war bereit euch das 100-fache zu finanzieren.
In unserem Fall wären es tatsächlich 110%, die wurden uns vorher bei der Konditionsabfrage aber zugesagt. Nach meinem Wissen geht Ing-Diba auch bis 110% ohne Problem, wir hatten das vorab geklärt. Die Höhe des Eigenkapital ist nicht in jedem Einzelfall entscheidend, vielleicht hat die Bank in eurem Fall euer Hausbauprojekt nicht mit 750T Objektwert gewertet.

Zusätzlich zum erwähnten Eigenkapital haben wir auch noch etwas Puffer, was wir durch Kontoauszüge nachgewiesen haben. Ich gehe nicht davon aus, das ihnen die Bonität nicht zugesagt hat.

Es ist schon länger zu beobachten, dass die Banken nicht mehr alles voll finanzieren. Geht es bei dir um einen Neubau - vermute ich mal wg. der genannten geringen Kaufnebenkosten. Die 110% beschreiben ja nur den Beleihungsauslauf. Die Bank müsste dir mehr Kredit (550.000€) geben, als sie beim Beleihungswert des Hauses (540.000€) annimmt. Vielleicht rechnen sie sogar mittlerweile noch konservativer.

Wie ist denn der Grundstückspreis, und wie hat der sich in den letzten Jahren so entwickelt?

Die andere Richtgröße dreht sich um die Dimensionierung des Kredits - also das Verhältnis eures Haushaltseinkommens zum Kreditvolumen. Die obere Grenze liegt da bei 100 - 110. Und dort kratzt ihr schon dran.
BackSteinGotik27.12.20 17:59
Pinkiponk schrieb:

Hast Du Zeit und Lust das etwas näher zu erläutern? Es ist etwas, was ich nicht so ganz verstehe, bin auch nicht vom Fach. Ich ging davon aus, dass auf Grund der enormen Schuldenaufnahme und Geldschwemme Immobilien/Häuser eine gute Geldanlage sind, zumal viele internationale Konzerne, wenn ich es richtig weiß, in Deutschland Häuser und Grundbesitz aufkaufen. Weshalb ist für eine Bank "das Geld auf der Bank" wertvoller als (vorerst Anteile an) Grundbesitz und Häuser?

Wenn jeder so denkt wie du, sollte man anfangen nachzudenken. Siehe Hausfrauen-Hausse. Jeder ist der Meinung, dass man an der Börse, mit ETF, mit BitCoin oder Immobilien NUR gewinnen kann. Risiko gibt es nicht, es geht nur aufwärts. Bis vermeintliche Gewissheiten getestet werden..

Welcher Konzern kauft in der Pampa Einfamilienhaus oder Doppelhaushälfte? Es sind normale Menschen, die immer mehr Kredit aufnehmen, um noch ein vermeintlich rares Objekt zu ergattern und dabei bis an die Grenzen gehen. Siehe aktuelles Beispiel hier im Thread.

Die Banken werden vorsichtiger, das neue Corona-K dominiert - wer hat (viel Eigenkapital + Einkommen), der kriegt noch was, die anderen sind raus. Und die spannende Frage hast du doch selbst gestellt - warum tun die Banken das? Weil das Risiko weiter steigt, und man vermutlich die Übertreibungen nur mit Eigenkapital finanzieren kann - nicht durch die Bank.

Wenn ein 700.000€ Objekt, was vor 2 Jahren bei 550.000€ lag, finanziert werden soll, kriegst du es hin, wenn du die 150.000€ "Wertzuwachs" selbst mitbringst. Die Banken gehen wohl verstärkt davon aus, dass sie es im Notverkauf eben nicht wieder realisieren können, und gehen nicht stumpf mit -10% vom beliebig gesteigerten Verkaufspreis in den Beleihungswert.
ing-dibasparkasseeigenkapitalfinanzierendoppelhaushälftekreditbeleihungswert