Hallo zusammen
Folgende Situation: meine Eltern haben ein Grundstück von ca 8000m2 Fläche (davon ca. 6500m2 innerhalb der Baugrenze) in einem Vorort einer mittelgroßen Stadt (bisschen weniger als 100.000 Einwohner) in einer Metropolregion. Aktuell betreiben sie hier u.a. eine Tankstelle. Wollen nun aber in Rente gehen und das Gewerbe beenden. Die Frage ist nun: was machen wir mit dem Grundstück. Es handelt sich um Mischgewerbe (bis zu 3 Vollgeschosse, 1,2 Geschossflächenzahl, 0,6 Grundflächenzahl)
Aus meiner Sicht gibt es vier Varianten:
- das gesamte Grundstück verkaufen (in Summe oder in Teilen)
- Vermieten oder verpachten
- das Grundstück selbst für ein Gewerbe/Immobilien nutzen
- eine Mischung aus den Varianten 1 - 3
Mein Favorit bisher:
ca. die Hälfte an einen Einzelhändler verpachten (lange Laufzeit, sichere Einnahmen - es gibt prinzipielles Interesse mehrere großer Ketten).
Auf der anderen Hälfte eine / mehrere Wohnanlagen mit möglichst viel Wohnfläche bauen und anschließend vermieten (denkbar z.B. 40 Einheiten auf 3500 - 4000 m2, Mietspiegel etwa 8,5€)
Natürlich könnte man auch einfach verkaufen (offizieller Bodenrichtwert etwa 250€), mich reizt aber der langfristige Vermögensaufbau der Wohnimmobilien in Kombination mit stetigem Einkommen.
Was möchte ich nun von euch:
- was sind eure allgemeinen Gedanken zu dem Vorhaben. Würdet ihr ein anderes Szenario bevorzugen? Wieso?
- Speziell zur Variante mit eigener Wohnanlage: Worauf muss ich achten? Mit wem muss ich hierzu am besten sprechen?
- Wo finde ich allgemeine Hinweise zum wirtschaftlichen Bau und Betrieb einer solchen Wohnanlage? Mit welchen Kosten pro m2 kann ich beim Bau in angegebener Größenordnung rechnen?
- Was ist eine denkbare Zeitschiene von jetzt bis Fertigstellung erster / aller Gebäude?
- kann ich eine Wohnanlage in der Größenordnung prinzipiell schlüsselfertig erwerben? Welcher Arbeitsaufwand kommt dennoch auf mich als Besitzer in der Planungs- und Bauphase zu?
- Gelten die Angaben zur Geschossflächenzahl nur für die Fläche innerhalb der Baugrenze, oder ist das Gesamtgrundstück die Basis?
Ich weiß es sind viele Fragen, aber wie ihr seht bin ich noch ganz am Anfang meiner Überlegungen und freue mich auf die Diskussion mit euch.
Danke vorab für eure Rückmeldungen.
Folgende Situation: meine Eltern haben ein Grundstück von ca 8000m2 Fläche (davon ca. 6500m2 innerhalb der Baugrenze) in einem Vorort einer mittelgroßen Stadt (bisschen weniger als 100.000 Einwohner) in einer Metropolregion. Aktuell betreiben sie hier u.a. eine Tankstelle. Wollen nun aber in Rente gehen und das Gewerbe beenden. Die Frage ist nun: was machen wir mit dem Grundstück. Es handelt sich um Mischgewerbe (bis zu 3 Vollgeschosse, 1,2 Geschossflächenzahl, 0,6 Grundflächenzahl)
Aus meiner Sicht gibt es vier Varianten:
- das gesamte Grundstück verkaufen (in Summe oder in Teilen)
- Vermieten oder verpachten
- das Grundstück selbst für ein Gewerbe/Immobilien nutzen
- eine Mischung aus den Varianten 1 - 3
Mein Favorit bisher:
ca. die Hälfte an einen Einzelhändler verpachten (lange Laufzeit, sichere Einnahmen - es gibt prinzipielles Interesse mehrere großer Ketten).
Auf der anderen Hälfte eine / mehrere Wohnanlagen mit möglichst viel Wohnfläche bauen und anschließend vermieten (denkbar z.B. 40 Einheiten auf 3500 - 4000 m2, Mietspiegel etwa 8,5€)
Natürlich könnte man auch einfach verkaufen (offizieller Bodenrichtwert etwa 250€), mich reizt aber der langfristige Vermögensaufbau der Wohnimmobilien in Kombination mit stetigem Einkommen.
Was möchte ich nun von euch:
- was sind eure allgemeinen Gedanken zu dem Vorhaben. Würdet ihr ein anderes Szenario bevorzugen? Wieso?
- Speziell zur Variante mit eigener Wohnanlage: Worauf muss ich achten? Mit wem muss ich hierzu am besten sprechen?
- Wo finde ich allgemeine Hinweise zum wirtschaftlichen Bau und Betrieb einer solchen Wohnanlage? Mit welchen Kosten pro m2 kann ich beim Bau in angegebener Größenordnung rechnen?
- Was ist eine denkbare Zeitschiene von jetzt bis Fertigstellung erster / aller Gebäude?
- kann ich eine Wohnanlage in der Größenordnung prinzipiell schlüsselfertig erwerben? Welcher Arbeitsaufwand kommt dennoch auf mich als Besitzer in der Planungs- und Bauphase zu?
- Gelten die Angaben zur Geschossflächenzahl nur für die Fläche innerhalb der Baugrenze, oder ist das Gesamtgrundstück die Basis?
Ich weiß es sind viele Fragen, aber wie ihr seht bin ich noch ganz am Anfang meiner Überlegungen und freue mich auf die Diskussion mit euch.
Danke vorab für eure Rückmeldungen.
Wir haben ja das selbe "Problem" ebenfalls 8000m², allerdings mitten in Dresden im Wohngebiet. Wir haben das schon paar mal hin und her überlegt. Wohnbebauung lohnt sich rein finanziell für uns nicht. Vermietung an anderes Gewerbe ist bislang die beste Lösung. Obwohl wir auch gern Wohnungen bauen würden, ist die Vermietung an Gewerbe sehr viel einfacher und sogar einträglicher, da wir den Bestand nutzen können.
Wohnungsneubau wäre dagegen unerschwinglich wobei bei uns noch ein zusätzlicher Megagau hinsichtlich Gründung die Sache deutlich erschweren würde.
Wenn bei Euch "Edeka" und Co an der Tür klopft, würde ich nicht zögern. Wenn die einziehen, kann man sich paar Jahre auf's Sofa legen. Ein entfernter Bekannter hat sein Objekt an die Armee vermieten können - der braucht nie wieder nen Finger rühren.
Wohnungsneubau wäre dagegen unerschwinglich wobei bei uns noch ein zusätzlicher Megagau hinsichtlich Gründung die Sache deutlich erschweren würde.
Wenn bei Euch "Edeka" und Co an der Tür klopft, würde ich nicht zögern. Wenn die einziehen, kann man sich paar Jahre auf's Sofa legen. Ein entfernter Bekannter hat sein Objekt an die Armee vermieten können - der braucht nie wieder nen Finger rühren.
Danke für eure Antworten. Ich denke, am besten ich spreche mal mit ein paar Projektentwicklern und treibe parallel die Diskussion mit möglichen Pächtern.
Welche Art von Projektentwicklern ist dafür geeignet? Wie finde ich die?
Einzelhändler würden natürlich nicht die bisherige Immobilie nutzen, sondern abreißen und neu bauen. Ist so ein Szenario als Pacht denkbar? Mit welchen Einnahmen kann ich hier rechnen?
Welche Art von Projektentwicklern ist dafür geeignet? Wie finde ich die?
Einzelhändler würden natürlich nicht die bisherige Immobilie nutzen, sondern abreißen und neu bauen. Ist so ein Szenario als Pacht denkbar? Mit welchen Einnahmen kann ich hier rechnen?
N
nordanney11.02.20 07:28benno77 schrieb:
Einzelhändler würden natürlich nicht die bisherige Immobilie nutzen, sondern abreißen und neu bauen. Ist so ein Szenario als Pacht denkbar? Mit welchen Einnahmen kann ich hier rechnen?Abreißen und bauen musst DU. Das macht kein Einzelhändler.Und welche Pacht Du bekommst, hängt davon ab, wo das Grundstück liegt, wer Mieter wird und wie lange gemietet wird. Auf das Grundstück insgesamt passt ja auch z.B. ein kleines FMZ.
P.S. Tankstelle = Altlastenverdachtsfläche = teurer Abriss?
N
nordanney11.02.20 07:29P.S. Als Miete bei Einzelhändlern liegst Du bei ca. 11-25€ den qm.
H
hampshire11.02.20 09:21Welches Interesse hat denn die Kommune an der Entwicklung Deines Grundstücks? Je nach dem wie die so darauf sind kannst Du dort Hilfe oder Behinderung erwarten. Da brauchst Du Kenntnisse. Bist Du lokal gut vernetzt?
benno77 schrieb:
Ich denke, am besten ich spreche mal mit ein paar Projektentwicklern ..Ja, das haben wir auch versucht. Will nur zur Vorsicht raten. Die wirbeln ganz schnell mit den Millionen rum und dabei bleibt es meist noch unterfinanziert.Ähnliche Themen