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ᐅ Massivbau mit Holzfassade -> KfW70?


Erstellt am: 05.01.14 17:29

D
Dipl-WiING
05.01.14 17:29
Hallo,

ich bin weiterhin beim Ideensammeln für unser Haus, nun habe ich da jedoch eine Frage zur potenziellen Fassade.

Eigentlich sind wir soweit das wir sagen würden wir möchten massiv bauen mit einem 36er Ziegel ohne weitere Dämmung etc.. Ich habe das bei einem Kollegen gesehen der mit Wärme-Sole Pumpe Kfw70 erreicht hat (natürlich verputzt, 3-fach Glas etc.).

Nun haben wir einige Häuser gesehen, ich bilde mir ein die waren Massiv gebaut und hatten zum Mindest zum Teil eine Holzfassade. Und gerade die würde uns besser gefallen als Putz -> Ich hänge mal 2 Bilder an.



Eine andere Option, falls das mit dem Holz zu aufwendig würde wäre eine Steinfassade:



Nun folgende Fragen:
1. Kann man auch (ohne extremen Aufwand) KfW70 mit einem Gasbrennwertgerät bei mit 36er Ziegel ohne extra Dämmung erreichen?
2. Sind Holzfassaden anstelle Putz (siehe Bild) sehr Kosten- und Pflegeintensive, würde die Holzfassade ggf. als Teil der Dämmung angerechnet werden und somit das erreichen des KfW70 vereinfachen; wie viel teurer ist so eine Fassade in etwa?
3. Wie 2. nur wie sieht es im Vergleich mit einer Steinfassade (siehe Bild aus)?


Danke!

Gruß
Pit

Eingangsbereich eines Hauses mit verglastem Vordach und Eingangstür


Außenansicht eines Hauses mit Steinfassade und Fenster
D
Dipl-WiING
05.01.14 19:47
Ach ja, ich hatte vergessen das ich weiss das KfW nur mit zusätzlichem Solarkollektoren erreichbar ist, hierzu habe ich 5-7m2 auf dem Dach eingeplant...

Gruß

Pit
B
Bauexperte
05.01.14 20:08
Guten Abend Pit,
Dipl-WiING schrieb:

1. Kann man auch (ohne extremen Aufwand) KfW70 mit einem Gasbrennwertgerät bei mit 36er Ziegel ohne extra Dämmung erreichen?
Das läßt sich nicht abschließend beantworten, da es u.a. auf die Lage des Grundstückes zur Sonne ankommt. Wenn Du auf ein "mehr" an Dämmung verzichten möchtest, kommst Du vlt. mit einer Lüftungsanlage zum Ziel, sollten die übrigen Parameter nicht reichen.
Dipl-WiING schrieb:

2. Sind Holzfassaden anstelle Putz (siehe Bild) sehr Kosten- und Pflegeintensive, würde die Holzfassade ggf. als Teil der Dämmung angerechnet werden und somit das erreichen des KfW70 vereinfachen; wie viel teurer ist so eine Fassade in etwa?
Auch das läßt sich kaum belastbar beantworten; jedes BV ist singulär zu betrachten.

Sicher ist jedoch, daß die Holzfassade - wenn sie denn wertig ausgeführt werden soll - nicht aus schlichtem Tannen- oder Fichtenholz bestehen sollte. Ein Beispiel eines unserer Kundenhäuser habe ich angehängt; hier wurde Douglasie verwendet. Der Aufbau des Mauerwerks hinter der Holzfassade ist ein anderer, als am restlichen Haus; insgesamt keine preiswerte Optik.
Dipl-WiING schrieb:

3. Wie 2. nur wie sieht es im Vergleich mit einer Steinfassade (siehe Bild aus)?
Bei Deinem Bildbeispiel ist reichlich "Hand"Arbeit im Spiel; also auch keine preiswerte Variante.

Grüße, Bauexperte

Moderne weiße Einfamilienhaus-Villa mit schwarzen Akzenten, großer Fensterfront und Garage.
Y
ypg
05.01.14 23:23
Ist Dein 2tes Foto ein illusioniertes Bild? Sieht etwas unecht aus. Ich glaube auch nicht, dass es bezahlbar wäre

Wir haben Mischfassade: WDVS (Putz) und ein paar Qm Holzverschalung. Dort wurde vor den Mauersteinen (Poroton) mit Dämmwolle und Folie gearbeitet. (technische Details fehlen mir natürlich, da Laie :cool
B
Bauexperte
06.01.14 12:16
Hallo Pit,
Dipl-WiING schrieb:

Ist es es den so, wenn ich die Holzverkleidung ( Denke es wird eine Traglattung auf die Ziegel geschraubt) anbaue, müssen dann die Ziegel noch gesondert behandelt/verputzt werden oder reicht da ein Luftspalt als Dämmung mit einzuplanen ?
Yvonne hat es dem Grunde nach treffend beschrieben.

Auf das innere Mauerwerk wird Dämmung aufgebracht, dann die Unterkonstruktion mit der Trägerplatte für die Teilholzfassade. Das innere Mauerwerk - oder die innere Schale - muß dafür nicht gesondert behandelt werden. Ich kann Dir leider kein Bild von diesem Bautenstand anhängen; hoffe, Du kannst mir auch so folgen.

Wichtig ist, daß sorgfältig gearbeitet wird, die hintere Schale keine Zicken macht, wenn die Dübel für die Unterkonstruktion angebracht werden und natürlich, daß das Sichtholz eine gute Qualität aufweist. Es wäre fatal, wenn der Handwerker, welcher das Holz anbringt, einen Riss im Holz antreffen würde. Denn dann wächst er und Du hast wenig Freude an der Fassade

Grüße, Bauexperte
D
Dipl-WiING
06.01.14 18:57
Hallo und dank Euch für die Antworten!

Zur Steinfassade kann ich nicht viel sage, das Bild hatte ich nur im Netz als Beispiel gefunden...

Um noch mal zusammen zu fassen was ich verstanden habe... Auf den Ziegel, das innere Mauerwerk, wird eine Dämmung aufgebracht (ich denke die wird nicht mehr so dick sein wenn ich einen 36er Ziegel habe!??). Aus was besteht den so eine Dämmung?, ich frage da ich Syropro etc. gerne vermeiden würde. Auf diese Dämmung kommt dann eine Traglatte die auf mit Hilfe von Dübeln an dem Ziegel befestigt wird (quasi geht sie Schraube durch die Latte, die Dichtung in den Stein?) . Darauf wird dann die eigentliche Holzfassade verschraubt.

Ich hoffe ich have das richtig verstanden, d.h. der Ziegel müsste nicht extra verputzt werden. Wahrscheinlich wird die zusätzliche Dämmung die Gesammtdämmung der Wand im Vergleich zu einer rein verputzten Wand eher verbessern. Ein Anbringen ohne Dämmung, nur mit Luftspalt, wäre nicht genug.

Kann jemand schätzen wie teuer eine solche Verschalung mit Holz gegenüber dem üblichen Außenputz kostet?

Ach ja, nur weil mein Nachbar heute meinte Holz wäre eh keine gute Idee er würde Faserzementplatten in Holzoptik nehmen da diese nicht verwittern und viel günstiger wären. Wäre der Aufwand hiermit der gleiche?

Vielen dank für jeden weiteren Tipp!

Pit
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