ᐅ KFW70-Photovoltaik statt Solarthermie, wie viel Kollektorfläche?
Erstellt am: 27.03.13 03:14
Hallo,
ich plane gerade einen Bungalow für meine Eltern, bzw ist dieser schon geplant in Kfw70 Anforderung. Vorgesehen ist dort eine Gasbrennwerttherme mit Warmwasser Erwärmung mit Solarthermie 2 Kollektoren mit insgesamt 5,5qm Fläche. Das Haus hat eine Wohnfläche von 110qm.
Nun hab ich mir gerade eine Photovoltaikanlage auf mein eigens Haus gesetzt und hatte darüber nachgedacht dieses auch bei meine Eltern zu tun. Mein Photovoltaik Anlagenbauer fragte mich dann warum ich dann überhaupt noch Solarthermie verbaue. Ich solle denn doch lieber die volle Dachfläche mit der Photovoltaikanlage nutzen. Da selbsterzeugter und verbrauchter Strom auch nach Energieeinsparverordnung 2009 angerechnet wird. Natürlich nur der Selbstvertrauens Anteil des erzeugten Stromes.
nun stellt sich mir die Frage, wie viel Kollektorfläche benötige ich mindestens um die wegfallende Solarthermie aufzufangen bei einem Jahresstromvebrauch von 2800KWh. Wovon man ja nicht alles Selbsterzeugt. Laut dem Paragraphen 5 der Energieeinsparverordnung ist die Berechnung wohl recht kompliziert mit monatlicher Auswertung etc.
Hat jemand von Euch damit schon Erfahrung? Also auf das Dach würde min. eine 8Kwp Anlage passen.
Ich würde dieses wirklich gerne umsetzen da ich einmal mir gerne den 300L Warmwasserspeicher im Hauswirtschaftsraum sparen würde und 2. Von dem "Kosten-Nutzenfaktor" einer Solarthermie nicht wirklich überzeugt bin.
Natürlich werde ich diese Frage dem Photovoltaik Analagenbauer + Statiker /energiepassberechner stellen, aber bevor man alle Pferde verrückt macht hab ich gedacht ich hol mir vielleicht vorab ein paar Infos oder Erfahrungen.
Nico
ich plane gerade einen Bungalow für meine Eltern, bzw ist dieser schon geplant in Kfw70 Anforderung. Vorgesehen ist dort eine Gasbrennwerttherme mit Warmwasser Erwärmung mit Solarthermie 2 Kollektoren mit insgesamt 5,5qm Fläche. Das Haus hat eine Wohnfläche von 110qm.
Nun hab ich mir gerade eine Photovoltaikanlage auf mein eigens Haus gesetzt und hatte darüber nachgedacht dieses auch bei meine Eltern zu tun. Mein Photovoltaik Anlagenbauer fragte mich dann warum ich dann überhaupt noch Solarthermie verbaue. Ich solle denn doch lieber die volle Dachfläche mit der Photovoltaikanlage nutzen. Da selbsterzeugter und verbrauchter Strom auch nach Energieeinsparverordnung 2009 angerechnet wird. Natürlich nur der Selbstvertrauens Anteil des erzeugten Stromes.
nun stellt sich mir die Frage, wie viel Kollektorfläche benötige ich mindestens um die wegfallende Solarthermie aufzufangen bei einem Jahresstromvebrauch von 2800KWh. Wovon man ja nicht alles Selbsterzeugt. Laut dem Paragraphen 5 der Energieeinsparverordnung ist die Berechnung wohl recht kompliziert mit monatlicher Auswertung etc.
Hat jemand von Euch damit schon Erfahrung? Also auf das Dach würde min. eine 8Kwp Anlage passen.
Ich würde dieses wirklich gerne umsetzen da ich einmal mir gerne den 300L Warmwasserspeicher im Hauswirtschaftsraum sparen würde und 2. Von dem "Kosten-Nutzenfaktor" einer Solarthermie nicht wirklich überzeugt bin.
Natürlich werde ich diese Frage dem Photovoltaik Analagenbauer + Statiker /energiepassberechner stellen, aber bevor man alle Pferde verrückt macht hab ich gedacht ich hol mir vielleicht vorab ein paar Infos oder Erfahrungen.
Nico
Hallo,
v.g.
Nico2xl schrieb:Hierbei hat er nicht Unrecht. Um den Selbstverbrauchsanteil möglichst hoch zu halten, wird Photovoltaik meist mit einer Wärmepumpe kombiniert.
... Mein Photovoltaik Anlagenbauer fragte mich dann warum ich dann überhaupt noch Solarthermie verbaue. Ich solle denn doch lieber die volle Dachfläche mit der Photovoltaikanlage nutzen. Da selbsterzeugter und verbrauchter Strom auch nach Energieeinsparverordnung 2009 angerechnet wird.
Nico2xl schrieb:Angerechnet wird nur der Verbrauch, der zeitnah zur "Ernte" liegt. Hierzu wird eine entsprechende Software verwendet, über welche der Nachweisersteller mit Sicherheit verfügt.
... Wovon man ja nicht alles Selbsterzeugt. Laut dem Paragraphen 5 der Energieeinsparverordnung ist die Berechnung wohl recht kompliziert mit monatlicher Auswertung etc.
v.g.
P
Philiboy8329.04.13 17:39Zumal die Photovoltaikgeschichten wesentlich günstiger geworden sind in der letzten Zeit (unsere Firma vertreibt die für Landwirtschaftliche Objekte usw.) im Vergleich zu Solarthermiemodulen die nur minimal günstiger geworden sind. Zudem lässt sich aus Solarstrom im Sommer mehr erreich als mit Solarwärme.
Wir selbst haben weder das eine noch das andere, jedoch hat ein Nachbar aus unserer Straße Photovoltaik auf dem Dach und nutzt den Solarenstrom für die Brauchwassererwärmungm alternativ zur Gastherme. Funktioniert wohl wunderbar, sonstigen Strom nutzt er tagsüber selbst (Waschmaschine und Spülmaschine sind auf Tageszeiten programmiert) soviel wie es geht und der Rest wird eben eingespeist.
War auch mal unser Gedanke, aber die Dimensionierung der Photovoltaikanlage konnte keiner so richtig ermitteln und wenn es dann die Solargeschichte eh wieder übersteigt wg. Verkaufsgeilheit dann macht es auch wieder keinen Sinn, zumal ich nicht so begeistert davon mir über mein bzw. des Kindesbett eine elektromagnetische Wand zu errichten. Bei Nachbars Bungalow ist da ja schon mehr Abstand zwischen als bei einem Einfamilienhaus. Bin da aber auch ein gebranntes Kind nachdem ich gesundheitlich angeschlagen war als ich mein Büro neben der Bahnstrecke (Hochspannung) hatte und keiner wusste woran es liegt, nach Bürowechsel wars wieder ok =)
Wie sieht es denn bei euch mit Thema Windenergie für den Hausgebrauch aus? Wäre das auch noch eine Option?
Wir selbst haben weder das eine noch das andere, jedoch hat ein Nachbar aus unserer Straße Photovoltaik auf dem Dach und nutzt den Solarenstrom für die Brauchwassererwärmungm alternativ zur Gastherme. Funktioniert wohl wunderbar, sonstigen Strom nutzt er tagsüber selbst (Waschmaschine und Spülmaschine sind auf Tageszeiten programmiert) soviel wie es geht und der Rest wird eben eingespeist.
War auch mal unser Gedanke, aber die Dimensionierung der Photovoltaikanlage konnte keiner so richtig ermitteln und wenn es dann die Solargeschichte eh wieder übersteigt wg. Verkaufsgeilheit dann macht es auch wieder keinen Sinn, zumal ich nicht so begeistert davon mir über mein bzw. des Kindesbett eine elektromagnetische Wand zu errichten. Bei Nachbars Bungalow ist da ja schon mehr Abstand zwischen als bei einem Einfamilienhaus. Bin da aber auch ein gebranntes Kind nachdem ich gesundheitlich angeschlagen war als ich mein Büro neben der Bahnstrecke (Hochspannung) hatte und keiner wusste woran es liegt, nach Bürowechsel wars wieder ok =)
Wie sieht es denn bei euch mit Thema Windenergie für den Hausgebrauch aus? Wäre das auch noch eine Option?
€uro schrieb:
Hallo,
Hierbei hat er nicht Unrecht. Um den Selbstverbrauchsanteil möglichst hoch zu halten, wird Photovoltaik meist mit einer Wärmepumpe kombiniert.
Angerechnet wird nur der Verbrauch, der zeitnah zur "Ernte" liegt. Hierzu wird eine entsprechende Software verwendet, über welche der Nachweisersteller mit Sicherheit verfügt.
v.g.Kannst du das eventuell etwas genauer erläutern? Ich lese aus dem Paragraphen raus, dass nur der Strom welcher zur Wärmegewinnung / Wärmerückgewinnung / Heizungsanlage / Brauchwasser genutzt wird herangezogen werden kann? Das heißt, wenn man 2 Zähler im Keller hat – einen für die Wärmepumpe (mit Wärmepumpe-Tarif) und einen für den Haushaltsstrom und den Photovoltaik-Strom an den Haushaltsstromzähler angeschlossen hat (da dort der Einkauf teurer ist als beim Wärmepumpe-Zähler) dann kann man den Eigenverbrauch des Stroms aus der Photovoltaikanlage nicht anrechnen lassen?! Oder habe ich da was übersehen?Wastl schrieb:
Ich lese aus dem Paragraphen raus, dass nur der Strom welcher zur Wärmegewinnung / Wärmerückgewinnung / Heizungsanlage / Brauchwasser genutzt wird herangezogen werden kann? Man sollte zwischen Nachweisführung (Anrechenbarkeit) und realer Nutzung differenzieren.Bei Letzterer, machte es durchaus Sinn, den Verbrauch, nicht nur Heizung etc., sondern auch "normalen" Hausverbrauch (z.B. Waschmaschine, Spülmaschine..) auf Zeiten des maximalen Ertrags einer Photovoltaikanlage zu orientieren.
Typische Wärmepumpe Tarife (HT, NT, Abschaltung) sind heute nicht immer mehr sinnvoll. Der, sofern überhaupt noch vorhandene Preisvorteil, wird nicht selten durch ungünstige Nebeneffekte "aufgefressen".
Hier existieren regional recht starke Unterschiede, die eine Verallgemeinerung nicht zulassen.
Vorteilhaft in jedem Fall, möglichst viel von der eigenen "Ernte" selbst verbrauchen.
Das lässt sich z.B. auch bei der Dimensionierung von Heizung, Warmwasser entsprechend berücksichtigen.
Nicht zu vergessen. Wärmepumpe-Tarife sind Sondertarife und jederzeit vom Anbieter einseitig kündbar! In vielen Regionen waren hier die Preissteigerungen erheblich höher, als die für normalen Haushaltsstrom. In nicht wenigen Fällen ist man inzwischen bei den Größenordnungen für normalen Haushaltsstrom angelangt. Damit taucht dann schnell die Frage nach dem Sinn des zusätzlichen Zählers auf. Rückbauen ?
v.g.
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