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ᐅ RFugen in Parkett oder Laminat nach Verlegung (mit Silikon) versiegeln?


Erstellt am: 05.02.26 09:31

P
pystein
05.02.26 09:31
Angenommen in einem Raum wurde Laminat (oder Parkett) neu verlegt.

Jetzt befürchte ich, dass später mal ein Glas wasser und eine Weinflasche umkippen könnte und die Flüssigkeit in die Ritzen/Fugen läuft und das Holz aufquellen lassen.

Ist es daher sinnvoll das Laminat/Parkett nach der Verlegung nochmal zu versiegeln?
Welche (genauen) Produkte sind dafür geeignet?

Parkett öl an sich ist ja eigentlich nur für die Versiegelung der Oberflächen, aber nicht der Ritzen/Fugen.

Kann überhaupt Parkett-Öl auch für Laminat verwendet werden?
N
nordanney
05.02.26 10:20
pystein schrieb:
Angenommen in einem Raum wurde Laminat (oder Parkett) neu verlegt.

Schwimmend oder verklebt? Click oder Nut/Feder?

pystein schrieb:
Jetzt befürchte ich, dass später mal ein Glas wasser und eine Weinflasche umkippen könnte und die Flüssigkeit in die Ritzen/Fugen läuft und das Holz aufquellen lassen.

Kann immer mal passieren. Man kann aber auch die Flüssigkeit wieder aufwischen. Ansonsten hängen die möglichen Folgen auch der Beantwortung der ersten Frage.

pystein schrieb:
Ist es daher sinnvoll das Laminat/Parkett nach der Verlegung nochmal zu versiegeln?

Physisch nicht machbar, daher ist die Frage nach der Sinnhaftigkeit entbehrlich.

pystein schrieb:
Kann überhaupt Parkett-Öl auch für Laminat verwendet werden?

Kannst Du mit Olivenöl Dein Geschirr versiegeln? Falls ja, kannst Du auch Öl fürs Plastiklaminat verwenden. Falls nein, klappt das wohl nicht.

pystein schrieb:
Angenommen in einem Raum wurde Laminat (oder Parkett) neu verlegt.

Gut, dass Du nur hypothetisch fragst. Oder ist es für einen Freund?



K
KlaRa
05.02.26 13:40
Im Prinzip hat "nordanney" alle Fragen umfänglich beantwortet.
Offen bleibt -nach meinem Verständnis- nun noch die Antwort auf Fugenverschluss im Wandübergang.
Die Vermutung, dass Wasser oder Flüssigkeiten -aus welchen Gründen auch immer- den Laminat- oder auch Parkettboden unterlaufen kann ist praktisch wenig relevant.
Ein umkippender Eimer Wasser ist im Zuge der Vorsorgepflicht zu vermeiden, wenn es dennoch geschieht, ist es ein Fall für die Hausratversicherung (soweit denn abgeschlossen).
Mir ist diese Angst der Bauherrn schon oft zu Ohren gekommen, und die Maßnahmen, die aus Gründen der vorauseilender Gefahrenabwehr getroffen wurden, haben sich letzlich auch ohne Flüssigkeitseintrag als schadensursächlich erwiesen.
Wieso das?
Nun, ich selbst hatte einmal versucht, eine mit Silikon im Wand- wie auch Bodenbereich fixierte Sockelleiste aufzunehmen.
Die dabei notwendigen Kräfte waren erheblich, da der "Klebstoff" die Schichten unglaublich fest hielt!
In der Praxis muss ein insbesondere lose, damit "schwimmend" verlegter Bodenbelag aus Laminat, Holz und Holzwerkstoffen sine thermisch wie auch luftfeuchtebedingten Längenänderungen wahrnehmen können.
Gleiches gilt auch für fest verklebte Bodenbeläge, wobei Laminatfußböden grundsätzlich (gemäß allen Herstellerangaben zufolge) nur lose verlegt wird.
Wer also aus einer rein fixiven Angst heraus seinen Laminatfußboden schützen möchte, sollte eher vorausschauend handeln, als in ihm bauphysikalisch unbekannte Mechanismen eingreifen.
Kurzum: Fugenverschluss im Wandanschluss mit Acrylat (niemals Silikon, das schmutzt schnell an) nur dann, wenn der Dichtstoff unterhalb der Sockelleiste nach seinem Aushärten mit einer scharfen Cutter-Klinge horizontal wieder durchtrennt wird. Der "Dichtigkeit" tut das keinen Abbruch, aber der Bodenbelag kann spannungsfrei expandieren oder kontrahieren.
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Gruß in die Runde:  KlaRa
laminatparkettfugenholzversiegelnschwimmendsilikonsockelleistebodenbelag