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ᐅ Wasserschaden auf Verbundestrich


Erstellt am: 04.01.26 17:05

A
Alex2023
04.01.26 17:05
Hallo zusammen,
mein Nachbar (Reihenhaus) hatte einen größeren Wasserschaden und anscheinend ist das Wasser über die gemeinsame Bodenplatte zu uns herüber gekommen (die Keller sind durch 2 Hochloch Ziegelwände getrennt, WU Beton nur nach außen). Es stand für ca. 3 Stunden etwa 2 cm in unserem Keller.
Die Trocknungsfirma hat direkt losgelegt aber in zwei unserer Kellerräume gibt es keine Estrichdämmschicht, sondern der Estrich scheint direkt auf der Bodenplatte zu liegen, es gibt auch keine Folie dazwischen. Kurioserweise findet sich am Rand aber der typische Randdämmstreifen aus Kunststoff, wie man in von schwimmendem Estrich gewohnt ist. Versteht einer, wieso man das so gebaut hat?

Die aktuelle Situation:
Raum 1: 8cm Nackter Estrich (ohne Bodenbelag): Nach 3 Wochen Trocknung mit Kondenstrocknern sieht der Boden wieder gut aus. Am Rand ist es aber noch feuchter als in der Mitte, vermutlich weil das Wasser über die Randdämmstreifen bis auf die Bodenplatte vordringen konnte. Die unterste Ziegelreihe (darüber ist eine Horizontalsperre) normalisieren sich auch wieder vom Feuchtegrad (35 digits vs 18 Digits an trockener Ziegel weiter oben)
Wie seht ihr die Chancen, dass es einfach eine Frage der Zeit ist, bis der Estrich wieder komplett durchtrocknet? Wie lange wird das wohl dauern? Das Wasser konnte ja von oben ca. 3 Stunden lang auf der gesamten Fläche einwirken und am Rand in die Tiefe vordringen.

Raum 2: Hier hatte ich Fliesen verlegt, Fugen sind in einem guten Zustand. Ebenfalls 8cm Estrich bis auf die Bodenplattte darunter, am Rand auch die Randdämmstreifen + Fliesensockel + Silikonfuge. An 3 Stellen am Rand messe ich erhöhte Feuchtigkeit, hier war die Silikonfuge nicht geschlossen (60 digits vs 44 Digits an den anderen Stellen des Raums, trockene Fliesen in einem anderen Raum haben 35-40 Digits).
Die Trocknungsfirma behauptet ich solle die Sockelleisten einfach dran lassen, das wird über die Zeit über die Fugen, bzw die Ziegel von selbst abtrocknen. Wie seht ihr diese Behauptung? Der Randdämmstreifen verhindert doch eigentlich dass die Feuchtigkeit aus dem Estrich in die Ziegel ziehen kann, oder?

Als Messgerät verwende ich das Trotec BM31 (Kugelkopf).

Danke für Eure Einschätzungen!
N
Nauer
04.01.26 17:11
Hi,

estrich direkt auf Bodenplatte ohne Dämmung war früher nicht unüblich, der Randdämmstreifen diente oft nur als Trennlage gegen Schall und Zwang, nicht als Feuchtesperre. Dass sich die Randzonen langsamer beruhigen, passt ins Bild, dort sammelt sich die Feuchte gern, weil sie seitlich kaum weg kann. Nach 3Wochen ist da noch nix entschieden, 8cm Estrich brauchen realistisch eher 6–10Wochen, v.a. wenn unten Beton sitzt und keine Folie trennt. Die Digits sind dabei eher Trendanzeige als Wahrheit, das weißt du vermutlich selbst. Raum2 sehe ich kritischer, Fliesen bremsen die Abgabe massiv und der Randdämmstreifen verhindert eben nicht nur den Übergang in die Wand, sondern auch das Abtrocknen. Über Fugen trocknet da kaum was, das ist eher Beruhigungstheorie. Warum die Trocknungsfirma so entspannt ist, frage ich mich ehrlich, evtl. weil kein sichtbarer Schaden droht.
A
Alex2023
04.01.26 17:55
Was wäre denn der mögliche unsichtbare Schaden? Wenn da unten irgendwas anfängt zu schimmeln würde man das wohl riechen, oder? Und damit wäre der Schaden dann ja schon sichtbar und reklamierbar? Oder wie ist das mit der Gewährleistung von Trocknungsfirmen, habe da leider null Erfahrung. Es handelt sich um eine große deutschlandweit tätige Firma..
N
Nauer
04.01.26 18:14
Die unsichtbaren Schäden sind leider genau die, die man nicht riecht, zumindest nicht sofort. Schimmel braucht Sauerstoff und organisches Material, beides ist im Estrich kaum vorhanden, aber in Randzonen, Staubschichten oder am Übergang zur Wand reicht es manchmal schon, vor allem wenn über Monate eine Grundfeuchte bleibt. Dass man das immer riecht, ist so ein beliebter Mythos, oft passiert da lange gar nix und irgendwann gibt es dann Verfärbungen oder Ausblühungen, was dann keiner mehr dem Wasserschaden zuordnen will. Gewährleistung bei Trocknungsfirmen ist tricky, die sichern sich gern über Messprotokolle ab, Digits reichen da intern oft schon, obwohl sie physikalisch wenig aussagen. Wenn die Sockel dran bleiben, trocknet es halt sehr sehr langsam, das kann funktionieren, muss aber nicht, Zeit ist hier der einzige Faktor und davon redet man eher über Monate als Wochen.
A
Alex2023
04.01.26 18:22
Kann ich mich gegen diese Messprotokolle irgendwie absichern? Indem ich noch einen eigenen Gutachter hinzuziehe? Oder die Protokolle gegenüber meiner Versicherung anzweifeln? Reguliert wird das ganze über unsere Gebäudeversicherung, die wiederrum die Haftpflicht des Nachbarn in Regress nehmen wird.
N
Nauer
04.01.26 20:20
ja, genau da setzt man am besten an, wenn man auf Nummer sicher gehen will. Ein eigener Bausachverständiger oder Feuchtigkeitsgutachter kann unabhängig prüfen, wie hoch die Restfeuchte wirklich ist, ob die Randbereiche kritisch sind und ob die Trocknung fachgerecht durchgeführt wurde. Diese Gutachten werden dann von Versicherungen in der Regel ernst genommen, vor allem wenn sie zeitnah nach dem Schaden erstellt werden. Die Protokolle der Trocknungsfirma kannst du nicht einfach „ignorieren“, aber du kannst sie qualifizieren lassen: Vergleichsmessungen an den gleichen Stellen zeigen, ob die Firma korrekt arbeitet und ob die Werte realistisch sind. Bei einer Regressregelung gegen den Nachbarn kann so ein Gutachten auch helfen, Streitigkeiten über Ursache und Umfang der Schäden zu vermeiden. Ein wichtiger Punkt ist, dass du den eigenen Gutachter möglichst vor der endgültigen Trocknung einbindest, sonst sieht man die kritischen Stellen vielleicht nicht mehr.
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