ᐅ Erdwärmetauscher an Kontrollierte-Wohnraumlüftung bei Neubau
Erstellt am: 27.05.25 15:54
R
Romeostar27.05.25 15:54Hallo zusammen,
ich überlege, bei einer neuen zentralen Lüftungsanlage im Einfamilienhaus-Neubau einen Luft-Erdwärmetauscher einzubauen. Mich interessiert, ob sich der Komfortgewinn und die Energieeinsparung im Alltag wirklich messbar bemerkbar machen – also z.B. spürbar kühlere Zuluft im Sommer und geringere Heizkosten im Winter.
Allerdings liest man immer wieder von hygienischen Problemen bei Luft-EWT, etwa durch Kondensat und Schmutzablagerungen in den Rohren.
Hat jemand dazu praktische Erfahrungen oder fundiertes theoretisches Wissen?
Ist der Nutzen den Aufwand und das Risiko wert, oder würdet ihr eher abraten, weil die moderne Wärmerückgewinnung ohnehin ausreicht? Und gekühlt wird im Hochsommer dann halt über die Fußbodenheizung?
Liebe Grüße
ich überlege, bei einer neuen zentralen Lüftungsanlage im Einfamilienhaus-Neubau einen Luft-Erdwärmetauscher einzubauen. Mich interessiert, ob sich der Komfortgewinn und die Energieeinsparung im Alltag wirklich messbar bemerkbar machen – also z.B. spürbar kühlere Zuluft im Sommer und geringere Heizkosten im Winter.
Allerdings liest man immer wieder von hygienischen Problemen bei Luft-EWT, etwa durch Kondensat und Schmutzablagerungen in den Rohren.
Hat jemand dazu praktische Erfahrungen oder fundiertes theoretisches Wissen?
Ist der Nutzen den Aufwand und das Risiko wert, oder würdet ihr eher abraten, weil die moderne Wärmerückgewinnung ohnehin ausreicht? Und gekühlt wird im Hochsommer dann halt über die Fußbodenheizung?
Liebe Grüße
Moin,
wir haben als Luft-Erdwärmetauscher etwa 40 m KG2000 Rohr in 200 mm Durchmesser im Garten verlegt. Das ist innen glatt und es ist mit leichtem Gefälle zum Haus in verlegt, so das Kondenswasser dort gesammelt und abgeführt werden kann.
Der erste F7 Filter sitzt natürlich an der Außenluftansaugung und damit vor dem Erdwärmetauscher. Ansonsten würde der der schnell zugammeln.
Es ist schon eine deutliche Wirkung zu spüren. Erwarte keine echte Kühlfunktion aber du ziehst dir im Hochsommer keine Luft mit +35 Grad mehr ins Haus sondern nur +22 Grad und damit heizt du das Haus wenigstens nicht mehr weiter auf. Etwas Luftfeuchtigkeit fällst du auch aus der Luft durch das Abkühlen von 35 auf 22 Grad.
Im Winter kannst du dir das Vorheizregister und ähnliche Scherze komplett sparen. Auch bei sehr strengen Frost von -15 Grad kommt die Luft am Haus mit Plusgraden an.
Also bei uns klappt das prima.
Viele Grüße,
Andreas
wir haben als Luft-Erdwärmetauscher etwa 40 m KG2000 Rohr in 200 mm Durchmesser im Garten verlegt. Das ist innen glatt und es ist mit leichtem Gefälle zum Haus in verlegt, so das Kondenswasser dort gesammelt und abgeführt werden kann.
Der erste F7 Filter sitzt natürlich an der Außenluftansaugung und damit vor dem Erdwärmetauscher. Ansonsten würde der der schnell zugammeln.
Es ist schon eine deutliche Wirkung zu spüren. Erwarte keine echte Kühlfunktion aber du ziehst dir im Hochsommer keine Luft mit +35 Grad mehr ins Haus sondern nur +22 Grad und damit heizt du das Haus wenigstens nicht mehr weiter auf. Etwas Luftfeuchtigkeit fällst du auch aus der Luft durch das Abkühlen von 35 auf 22 Grad.
Im Winter kannst du dir das Vorheizregister und ähnliche Scherze komplett sparen. Auch bei sehr strengen Frost von -15 Grad kommt die Luft am Haus mit Plusgraden an.
Also bei uns klappt das prima.
Viele Grüße,
Andreas
R
RotorMotor27.05.25 17:17Also ich würde sowas aus hygienischen Gründen nicht verbauen.
Der Vorteil ist extrem klein, denn eine zentrale Kontrollierte-Wohnraumlüftung hat ja immer einen Wärmetauscher, der im Winter die Wärme rückgewinnt und im Sommer eben auch entsprechend die "Kälte rückgewinnt".
Dadurch kommt auch im Sommer über die Kontrollierte-Wohnraumlüftung nur kaum Wärme ins Haus.
Auch die Luftfeuchtigkeit kondensiert ensprechend im Wärmetauscher.
Das heißt man kann da nur noch sehr wenig durch so ein Rohr im Erdreich rausholen und holt sich dadurch unter Umständen Schimmel und co. ins Haus.
Kühlen über Fußbodenheizung funktioniert sehr gut bei uns!
Der Vorteil ist extrem klein, denn eine zentrale Kontrollierte-Wohnraumlüftung hat ja immer einen Wärmetauscher, der im Winter die Wärme rückgewinnt und im Sommer eben auch entsprechend die "Kälte rückgewinnt".
Dadurch kommt auch im Sommer über die Kontrollierte-Wohnraumlüftung nur kaum Wärme ins Haus.
Auch die Luftfeuchtigkeit kondensiert ensprechend im Wärmetauscher.
Das heißt man kann da nur noch sehr wenig durch so ein Rohr im Erdreich rausholen und holt sich dadurch unter Umständen Schimmel und co. ins Haus.
Kühlen über Fußbodenheizung funktioniert sehr gut bei uns!
Moin,
"Kälte rückgewinnen" klappt halt nur bedingt, weil ein Wärmetauscher nie die Temperatordifferenzen komplett ausgleichen kann.
Im Sommer hat die Luft im Haus sagen wir 24 Grad, die Außenluft über 30 Grad. Der Wärmetauscher kann dann die Zuluft vielleicht auf 25-26 Grad "kühlen" aber es bleibt immer noch ein positiver Wärmeeintrag ins Haus. Wenn du deine Fußbodenheizung als Kühlung nutzen kannst, wird das allerdings in der Tat nicht mehr entscheidend sein.
Nur, was passiert bei dir, wenn du im Winter die Luft mit -10 Grad ansaugst? Friert euch nicht der Wärmetauscher zu? Ich wollte damals kein Vorheizregister verbauen.
Viele Grüße,
Andreas
RotorMotor schrieb:
der im Winter die Wärme rückgewinnt und im Sommer eben auch entsprechend die "Kälte rückgewinnt".
"Kälte rückgewinnen" klappt halt nur bedingt, weil ein Wärmetauscher nie die Temperatordifferenzen komplett ausgleichen kann.
Im Sommer hat die Luft im Haus sagen wir 24 Grad, die Außenluft über 30 Grad. Der Wärmetauscher kann dann die Zuluft vielleicht auf 25-26 Grad "kühlen" aber es bleibt immer noch ein positiver Wärmeeintrag ins Haus. Wenn du deine Fußbodenheizung als Kühlung nutzen kannst, wird das allerdings in der Tat nicht mehr entscheidend sein.
Nur, was passiert bei dir, wenn du im Winter die Luft mit -10 Grad ansaugst? Friert euch nicht der Wärmetauscher zu? Ich wollte damals kein Vorheizregister verbauen.
Viele Grüße,
Andreas
R
RotorMotor27.05.25 19:27andimann schrieb:
"Kälte rückgewinnen" klappt halt nur bedingt, weil ein Wärmetauscher nie die Temperatordifferenzen komplett ausgleichen kann.
Im Sommer hat die Luft im Haus sagen wir 24 Grad, die Außenluft über 30 Grad. Der Wärmetauscher kann dann die Zuluft vielleicht auf 25-26 Grad "kühlen" aber es bleibt immer noch ein positiver Wärmeeintrag ins Haus.Ich habe das mal bei mir nachgeschaut vom letzten Sommer. Deine Angaben passen grob.Aber bei 24 Grad innen und 25 Grad Zuluft reden wir halt von einem delta T von gerade mal einem Grad!
Das ist bei 150m³/h eine Heizleistung von 50W. 50W im ganzen Haus verteilt. Da macht eine anwesende Person deutlich mehr aus.
Bei zwei Grad delta T wären es halt 100W.
Die Kühlleistung der Fußbodenheizung lag in dem Moment bei über 3500W zum Vergleich.
Also selbst wenn der Erdwärmetauscher das eine Grad delta T noch weg bekommt, wäre die Wirkung nicht wahrnehmbar.
andimann schrieb:
Nur, was passiert bei dir, wenn du im Winter die Luft mit -10 Grad ansaugst? Friert euch nicht der Wärmetauscher zu?Dafür habe ich ein Vorheizregister. Funktioniert ohne Probleme.andimann schrieb:
Ich wollte damals kein Vorheizregister verbauen.Warum das?R
Romeostar28.05.25 22:00Vielen Dank für euren konstruktiven und respektvollen Austausch der Argumente. Das ist hier im Forum nicht selbstverständlich
Ähnliche Themen