ᐅ Fragwürdiger Zustand einer alten Stützmauer beim Neukauf einer Doppelhaushälfte
Erstellt am: 09.02.25 16:04
Hallo zusammen,
zwar kein klassischer Hausbau, da fertig (geplantes) Objekt vom Bauträger, aber vielleicht habt ihr trotzdem ein paar Tipsp.
Es geht um den Kauf einer Doppelhaushälfte auf einem Hanggrundstück. Vorher Stand dort wohl ein etwas größeren Gebäude und auf dem Grundstück werden jetzt insgesamt 6 Doppelhaushälfte gebaut.
Die für uns interessante Doppelhaushälfte liegt seitlich an einer Straße, die deutlich niedriger ist. Eine alte Stützmauer ist bereits vorhanden und soll laut Bauträger auch erhalten bleiben.
Ich hatte mir diese daher mal genauer angesehen und für mich ist diese in einem fragwürdigen Zustand. Ich bin zwar Bauingenieur, allerdings habe ich mit Stützmauern oder Statik das letzte Mal im Studium zu tun. Die Mauer läuft über die gesamte Tiefe des Grundstücks und hat eine Höhe von ca. 1,50 - 2,00 m. Daher wäre ein späterer Austausch mit erheblichen Kosten verbunden. Vor allem, da 2 m hinter dieser Mauer noch eine zweite von 1,50 m Höhe erstellt wird. Ein Freilegen der unteren könnte dadurch erheblich erschwert werden.
Die Mauer selbst ist an einigen Stellen nass, Fugen sind teilweise schon lose sowie einige Abdeckplatten. Das schlimmste wäre aber wohl eine Schiefstellung dort, wo die Mauer am höchsten ist. Dies kann man am besten erkennen wenn man mit dem Lichtmast vergleicht.
Darauf angesprochen hieß es, dass deren Bauleiter mal vor Ort war und keine Probleme gesehen hat. Klar, die Erneuerung solch einer Mauer wäre auch sehr kostspielig.
Was wäre euer Vorgehen? Selbst einen Gutachter beauftragen?





zwar kein klassischer Hausbau, da fertig (geplantes) Objekt vom Bauträger, aber vielleicht habt ihr trotzdem ein paar Tipsp.
Es geht um den Kauf einer Doppelhaushälfte auf einem Hanggrundstück. Vorher Stand dort wohl ein etwas größeren Gebäude und auf dem Grundstück werden jetzt insgesamt 6 Doppelhaushälfte gebaut.
Die für uns interessante Doppelhaushälfte liegt seitlich an einer Straße, die deutlich niedriger ist. Eine alte Stützmauer ist bereits vorhanden und soll laut Bauträger auch erhalten bleiben.
Ich hatte mir diese daher mal genauer angesehen und für mich ist diese in einem fragwürdigen Zustand. Ich bin zwar Bauingenieur, allerdings habe ich mit Stützmauern oder Statik das letzte Mal im Studium zu tun. Die Mauer läuft über die gesamte Tiefe des Grundstücks und hat eine Höhe von ca. 1,50 - 2,00 m. Daher wäre ein späterer Austausch mit erheblichen Kosten verbunden. Vor allem, da 2 m hinter dieser Mauer noch eine zweite von 1,50 m Höhe erstellt wird. Ein Freilegen der unteren könnte dadurch erheblich erschwert werden.
Die Mauer selbst ist an einigen Stellen nass, Fugen sind teilweise schon lose sowie einige Abdeckplatten. Das schlimmste wäre aber wohl eine Schiefstellung dort, wo die Mauer am höchsten ist. Dies kann man am besten erkennen wenn man mit dem Lichtmast vergleicht.
Darauf angesprochen hieß es, dass deren Bauleiter mal vor Ort war und keine Probleme gesehen hat. Klar, die Erneuerung solch einer Mauer wäre auch sehr kostspielig.
Was wäre euer Vorgehen? Selbst einen Gutachter beauftragen?
W
wiltshire09.02.25 16:32Das ist eine schöne Mauer aus Naturstein, die eine lebendige Patina hat (Geschmackssache). Gründe für statische Bedenken kann ich nicht erkennen.
Ich würde die Mauer genau so lassen wie sie ist und mich daran freuen.
Dass hier und da etwas nicht ganz gerade ist ergibt einen Charme.
Wenn das aber überhaupt nicht Euer Geschmack ist - dann werdet ihr sowieso anders handeln.
Ich würde die Mauer genau so lassen wie sie ist und mich daran freuen.
Dass hier und da etwas nicht ganz gerade ist ergibt einen Charme.
Wenn das aber überhaupt nicht Euer Geschmack ist - dann werdet ihr sowieso anders handeln.
Es geht mir dabei nicht um optische Aspekte. Ich würde sie sowieso nie sehen, da der Eingang oben von einer anderen Straße erfolgt.
Ich habe nicht nachgemessen, aber den Fotos nach zu urteilen ist die Oberkante der Mauer ca. 10-20cm in Richtung Gehweg gewandert. Dort wo die Mauer um die Ecke geht (siehe ersten Post) sind die Fugen auch dementsprechend gerissen. Das bedeutet für mich, dass diese dem Erddruck nicht standhalten konnte.
Mit der zweiten, versetzten Stützmauer werden die Belastungen auch nicht geringer.
Daher habe ich Zweifel, dass diese noch ein paar Jahrzehnte so stehen bleibt.

Ich habe nicht nachgemessen, aber den Fotos nach zu urteilen ist die Oberkante der Mauer ca. 10-20cm in Richtung Gehweg gewandert. Dort wo die Mauer um die Ecke geht (siehe ersten Post) sind die Fugen auch dementsprechend gerissen. Das bedeutet für mich, dass diese dem Erddruck nicht standhalten konnte.
Mit der zweiten, versetzten Stützmauer werden die Belastungen auch nicht geringer.
Daher habe ich Zweifel, dass diese noch ein paar Jahrzehnte so stehen bleibt.
H
hanghaus202309.02.25 17:31Ich sehe das Problem auch eher in der Zusatzlast aus der neuen 1,5 m Mauer und der entsprechenden Erdlast. Der Vermarkter wird das hoffentlich von einem Statiker rechnen lassen.
W
wiltshire09.02.25 20:19Der Wandaufbau ist unklar, denn man kann nicht erkennen ob das ein- oder mehrlagig ist. Diese Mauern sind das, was uns im Straßenbild in Urlaubsregionen besonders gut gefällt.
Lass mal einen Fachmann dran.
Lass mal einen Fachmann dran.
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