ᐅ 70er Doppelhaushälfte Kostenschätzung zur Sanierung nach KfW oder BAFA
Erstellt am: 19.12.24 02:11
L
Lawriee
Hallo zusammen,
wir stehen kurz vor dem Kauf einer Doppelhaushälfte Bj. 1970 welches bis auf eine Gasbrennwertzentrale aus 2018 bisher noch nicht saniert wurde.
Nach Besichtigung mit einem Bausachverständiger/Energieberater (auf der EEE gelistet) ist das Haus (unter der Berücksichtigung, dass bisher nichts gemacht wurde) in einem guten Zustand.
Ich möchte eure Expertise bzw. Meinung einholen, da die Spanne der Kostenschätzung des Bausachverständiger/EB und meinen Recherchen im Netz, Youtube zu den Sanierungsmaßnahmen doch sehr weit auseinander liegen.
Ein paar Eckdaten zum Objekt im Umkreis Köln/Bonn (Kaufpreis 300TEUR):
- Wohn-/Nutzfläche gesamt 141qm
- vollunterkellert (Vorrats-, Heizungs-, Hobbyraum und Waschküche
- EG (Gäste-WC, Windfang/Flur, Küche und Wohnraum
- OG (Bad, 2 Kinderzimmer, Elternzimmer)
- DG (Bad, weitere Wohn-/Schlaffläche )
Nun zur Kostenschätzung des Bausachverständiger:
1. Dach Zwischensparrendämmung + Dämmung oberste Geschossdecke (da Spitzboden ungenutzt bleibt): 60TEUR
2. Austausch Fenster + Haustür: 25TEUR
3. Fassade 50TEUR
4. Fußbodenheizung: 25TEUR (bei Erhalt der Heizung) oder 50TEUR (mit Wärmepumpe)
5. Lüftungsanlage: 35TEUR
6. Photovoltaikanlage: 30TEUR
7. Kellerdämmung (von außen inkl. Abdichtung und Ausschachtung): 45TEUR
8. Erneuerung aller Wasserleitungen: 10TEUR
9. Elektrik: 20TEUR
10. Badezimmer: 30TEUR
11. Malerarbeiten: 25TEUR
12. Innenarbeiten: 10TEUR
Gesamt: 390TEUR
Ursprünglich hatten wir die Baufinanzierung neben dem Bankkredit mit der KfW Förderung Jung kauft alt (alle Voraussetzungen sind erfüllt) und in Kombination mit KfW 261 mit Ziel KfW 55 EE geplant, da ich mit meiner Inet und Youtube Recherche eher zwischen 160-200TEUR gerechnet hatte. Aber allein mit den geschätzen Kosten der Maßnahmen 1. bis 7. mit insgesamt 295TEUR wurd mir dann doch schlecht und ist aus finanzieller Sicht nicht umsetzbar. Oder hier gibt es jemanden von euch, der mir doch vielleicht noch Hoffnung macht und es noch andere Lösungen gibt, um KfW 55 EE zu erreichen? Hab ich wirklich so schlecht recherchiert und habe geglaubt mit 500TEUR (Haus + Sanierung) ein Eigenheim für uns als 5 köpfige Familie erfüllen zu können?
Bei den Maßnahmen 8. bis 12. mit insgesamt 95TEUR könnte ich bei neuen Wasserleitungen und Badezimmern einen großteil an Arbeitskosten sparen (Freunde im Sanitär/Heizungs Fachbetrieb) und mit Unterstützung auch über Eigenleistung bzw. mit Freundeskreis umsetzbar.
Der Bausachverständiger hat mir aber auch gesagt, dass man das Haus auf einen guten energetischen Standard bzw. auch den Wert des Hauses heben kann, wenn man z.B. nur die Maßnahmen 1.,2., 4. und die Maßnahmen 8. bis 12. umsetzt.
Wie ist eure Meinung dazu?
Grundrisse, Querschnitte, Baubeschreibung hänge ich zusätzlich an.









wir stehen kurz vor dem Kauf einer Doppelhaushälfte Bj. 1970 welches bis auf eine Gasbrennwertzentrale aus 2018 bisher noch nicht saniert wurde.
Nach Besichtigung mit einem Bausachverständiger/Energieberater (auf der EEE gelistet) ist das Haus (unter der Berücksichtigung, dass bisher nichts gemacht wurde) in einem guten Zustand.
Ich möchte eure Expertise bzw. Meinung einholen, da die Spanne der Kostenschätzung des Bausachverständiger/EB und meinen Recherchen im Netz, Youtube zu den Sanierungsmaßnahmen doch sehr weit auseinander liegen.
Ein paar Eckdaten zum Objekt im Umkreis Köln/Bonn (Kaufpreis 300TEUR):
- Wohn-/Nutzfläche gesamt 141qm
- vollunterkellert (Vorrats-, Heizungs-, Hobbyraum und Waschküche
- EG (Gäste-WC, Windfang/Flur, Küche und Wohnraum
- OG (Bad, 2 Kinderzimmer, Elternzimmer)
- DG (Bad, weitere Wohn-/Schlaffläche )
Nun zur Kostenschätzung des Bausachverständiger:
1. Dach Zwischensparrendämmung + Dämmung oberste Geschossdecke (da Spitzboden ungenutzt bleibt): 60TEUR
2. Austausch Fenster + Haustür: 25TEUR
3. Fassade 50TEUR
4. Fußbodenheizung: 25TEUR (bei Erhalt der Heizung) oder 50TEUR (mit Wärmepumpe)
5. Lüftungsanlage: 35TEUR
6. Photovoltaikanlage: 30TEUR
7. Kellerdämmung (von außen inkl. Abdichtung und Ausschachtung): 45TEUR
8. Erneuerung aller Wasserleitungen: 10TEUR
9. Elektrik: 20TEUR
10. Badezimmer: 30TEUR
11. Malerarbeiten: 25TEUR
12. Innenarbeiten: 10TEUR
Gesamt: 390TEUR
Ursprünglich hatten wir die Baufinanzierung neben dem Bankkredit mit der KfW Förderung Jung kauft alt (alle Voraussetzungen sind erfüllt) und in Kombination mit KfW 261 mit Ziel KfW 55 EE geplant, da ich mit meiner Inet und Youtube Recherche eher zwischen 160-200TEUR gerechnet hatte. Aber allein mit den geschätzen Kosten der Maßnahmen 1. bis 7. mit insgesamt 295TEUR wurd mir dann doch schlecht und ist aus finanzieller Sicht nicht umsetzbar. Oder hier gibt es jemanden von euch, der mir doch vielleicht noch Hoffnung macht und es noch andere Lösungen gibt, um KfW 55 EE zu erreichen? Hab ich wirklich so schlecht recherchiert und habe geglaubt mit 500TEUR (Haus + Sanierung) ein Eigenheim für uns als 5 köpfige Familie erfüllen zu können?
Bei den Maßnahmen 8. bis 12. mit insgesamt 95TEUR könnte ich bei neuen Wasserleitungen und Badezimmern einen großteil an Arbeitskosten sparen (Freunde im Sanitär/Heizungs Fachbetrieb) und mit Unterstützung auch über Eigenleistung bzw. mit Freundeskreis umsetzbar.
Der Bausachverständiger hat mir aber auch gesagt, dass man das Haus auf einen guten energetischen Standard bzw. auch den Wert des Hauses heben kann, wenn man z.B. nur die Maßnahmen 1.,2., 4. und die Maßnahmen 8. bis 12. umsetzt.
Wie ist eure Meinung dazu?
Grundrisse, Querschnitte, Baubeschreibung hänge ich zusätzlich an.
leschaf schrieb:
Würde ich dementsprechend ein komplett neues Dach der vorgeschlagenen Lösung vorziehen. Wir hatten z.B. Ziegel aus den 80ern drauf, bei denen der Dachdecker schon Sorge hatte, die Photovoltaik zu verankern.Wir hatten da gerade (bei meinen Eltern) das gegenteilige Beispiel. Scheune aus den 70ern mit noch Originaldach. Photovoltaik war angefragt und wir dachten, das geht da bestimmt nicht drauf oder wenn dann muss das ganze Dach erneuert werden. Aber der Dachdecker hatte keine Bedenken und Statiker hat auch nochmal draufgeschaut. Also wie so oft (gerade bei Bestand) "kommt drauf an"Wow Wahnsinn... Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen. Heute Abend werde ich in aller Ruhe durchgehen und auch versuchen auf alles einzugehen. Allgemein lese ich aber auch schon heraus "verabschiede dich von KfW 55 EE und pack die Gewerke an die sinnvoll sind und mit EL wird es auch deutlisch günstiger als 395TEUR". So war auch das Resümee des Bausachverständiger.
Ich füge hier noch ein paar Bilder zu den Bädern im OG und DG, (Gäste-WC im EG hab ich kein Bild), die Räumlichkeiten im DG und den Heizungsraum (der Ölkessel ist still gelegt) an und noch 2 Dokumente (Technischer Ausbau und Zustand - Gutachten von 1999).








Ich füge hier noch ein paar Bilder zu den Bädern im OG und DG, (Gäste-WC im EG hab ich kein Bild), die Räumlichkeiten im DG und den Heizungsraum (der Ölkessel ist still gelegt) an und noch 2 Dokumente (Technischer Ausbau und Zustand - Gutachten von 1999).
Lieber zu hoch angesetzt als Überraschungen...
Hier aber wird es teuer. Vor allem bei der extremen Sanierung könnte die Basis schon besser sein, nicht im Sinne der Substanz sondern Standort Lage und vor allem keine Doppelhaushälfte.
Selbst wenn ihr günstig seit werdet ihr irgendwo bei 50.0000 plus gibt es da nix besseres in eurer Gegend?
Hier aber wird es teuer. Vor allem bei der extremen Sanierung könnte die Basis schon besser sein, nicht im Sinne der Substanz sondern Standort Lage und vor allem keine Doppelhaushälfte.
Selbst wenn ihr günstig seit werdet ihr irgendwo bei 50.0000 plus gibt es da nix besseres in eurer Gegend?
N
nordanney19.12.24 16:36tomtom79 schrieb:
Selbst wenn ihr günstig seit werdet ihr irgendwo bei 500000 plus gibt es da nix besseres in eurer Gegend?Hihi. Das ist die Region Köln/Bonn. Für was „gutes“ gibst du da im Umkreis eher das doppelte aus und bist immer noch nicht in der Stadt.Wenn man jetzt nicht das Komplettpaket stemmen kann, würde ich überlegen, welche Maßnahmen man nicht machen möchte, wenn man schon drin wohnt. Die würde ich dann nach vorne schieben. Elektrik (Sauerei ohne Ende) und Fußbodenheizung wären solche Punkte, Wasserleitungen ggf auch.
Ich weiß nicht, ob man jetzt die junge Gasheizung unbedingt rauswerfen muss. Ich würde dann lieber das Haus Wärmepumpen ready umbauen (Fußbodenheizung) und mindestens die Fenster erneuern, da spart man ja auch schon Energie. Fassade auch dämmen, wenn finanziell möglich. Dann tauscht man irgendwann später nur noch den Wärmeerzeuger.
Warum Photovoltaik, ist das Pflicht? Ich habe selbst eine und freue mich dran, aber wenn das Budget nicht für alles reicht, wäre es bei mir nicht ganz vorne auf der Liste.
Wenn man Dinge auf später verschiebt (nicht St. Nimmerleinstag sondern GrO 5...10 Jahre), muss man natürlich auch bis dahin was ansparen können, sonst wird es ja nichts. Man sollte also mit dem Kredit für Hauskauf und Sofortmaßnahmen und den normalen Lebenshaltungskosten nicht gerade so über den Monat krauchen können.
Ich weiß nicht, ob man jetzt die junge Gasheizung unbedingt rauswerfen muss. Ich würde dann lieber das Haus Wärmepumpen ready umbauen (Fußbodenheizung) und mindestens die Fenster erneuern, da spart man ja auch schon Energie. Fassade auch dämmen, wenn finanziell möglich. Dann tauscht man irgendwann später nur noch den Wärmeerzeuger.
Warum Photovoltaik, ist das Pflicht? Ich habe selbst eine und freue mich dran, aber wenn das Budget nicht für alles reicht, wäre es bei mir nicht ganz vorne auf der Liste.
Wenn man Dinge auf später verschiebt (nicht St. Nimmerleinstag sondern GrO 5...10 Jahre), muss man natürlich auch bis dahin was ansparen können, sonst wird es ja nichts. Man sollte also mit dem Kredit für Hauskauf und Sofortmaßnahmen und den normalen Lebenshaltungskosten nicht gerade so über den Monat krauchen können.
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