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ᐅ Neubau Einfamilienhaus in Süddeutschland

Erstellt am: 18.11.20 00:43
W
WilderSueden
Hallo zusammen,
nachdem ich mit dem Kellerthread quasi mit der Tür ins Haus gefallen bin, will ich das mal als Vorstellungs- und Ideensammelthread benutzen. Einiges wirkt vielleicht ein bisschen chaotisch aber das lichtet sich sicherlich.
Wir bekommen im Februar unser erstes Kind. Da 2 Zimmer auf Dauer ein bisschen arg wenig sind, muss was größeres her. Der Wohnungsmarkt hier in Konstanz ist zurecht berüchtigt sodass wir hier gar nicht lange direkt gesucht haben sondern gleich (Corona Home Office sei dank) uns auf die etwas weiter entfernteren Gegenden konzentriert haben. Anfangs haben wir mehr so auf dem Bestandsmarkt gesucht aber bei dem Schrott der so verkauft wird sind wir jetzt unverhofft zum bauen gekommen und hatten tatsächlich das Glück in einem Neubaugebiet im Bereich Stockach-Pfullendorf noch einen Platz zu bekommen. Das Gebiet wird seit dieser Woche erschlossen und wird dann vermutlich ab Sommer bebaubar sein.

Hier mal ein bisschen die Eckdaten:
- er/ich 33 in der Software Branche tätig, Arbeitsort Konstanz, kommt vom Land
- sie 41 und Lehrerin im Hegau, kommt aus einer Stadt die es nicht gibt.
- ein Kind im baldigen Anflug, keine weiteren geplant und aufgrund ihres Alters eher unwahrscheinlich
- bisher 2,5 Zimmer ca 65qm in einem wunderschönen Wohnblock...
- grundsätzlich brauchen wir nichts was total fancy ist, keine großartige Heimautomatisierung, keine Luxusbude mit Marmor und pipapo, einfach was solides und schönes. Wir bauen nicht um einen langen Traum zu verwirklichen sondern um nicht an einem alten Haus für eine halbe Million rum zu Renovieren. Raufaser und Laminat wären für uns OK wenn die Qualität stimmt
- entsprechend sehen wir eher weniger Probleme damit einen "Standard" Grundriss vom Fertighausbauer oder Typenhaus zu nehmen
- wenn wir schon bauen soll es aber auch energetisch vernünftig sein und wir wollen nicht Konzepten bauen die politisch auf der Abschussliste stehen
- Eigenleistungen nur in begrenztem Umfang da weder vom Fach noch entsprechende Kontakte. Außerdem liegt das neue Haus ein Stück weiter weg sodass schnell mal Abends machen nicht realistisch ist. Vor dem Einzug ein Wochenende Streichen ist kein Problem, auch nach dem Einzug Carport, Terrasse und Garten ist kein Problem
- Baupartner muss verlässlich sein

Grundstück und finanzielles
- Grundstück ca 700qm a 98€ -> 70 TE, relativ rechteckig
- 120 TE Eigenkapital (ein bisschen Reserve wäre noch vorhanden)
- Finanzierung und entsprechend Eigentum läuft komplett auf mich (da unverheiratet und kein gemeinsames Vermögen beabsichtigt)
- anvisiertes Budget über alles ca 500TE
- anvisierte Rate 1500€
- entsprechend Tilgung nur mit Rate in 25 Jahren, mittelfristig sind auch noch ein paar Sondertilgungen angedacht sodass das Ziel eher bei 20 Jahren liegt

Budget Überschlag:
- Grundstück 70 TE
- Grundstücksnebenkosten 5 TE
- Baunebenkosten 60 TE
- Keller 50 TE
- Küche 10 TE
- Einfahrt, Carport, Terrasse in Eigenleistung 15 TE
----------------
210 TE
Bleiben fürs Haus im Budget noch ca 290 TE, beim geplanten ist das sicherlich eher knapp
Budget müsste noch für Puffer angepasst werden


Bisher haben wir so etwa folgende Wunschliste
- nicht übermäßig groß, eher so 120-130qm
- effizientes, modernes Haus
- Photovoltaik (evtl mit Speicher)
- Fußbodenheizung mit Wärmepumpe
- Arbeitszimmer für mich im Erdgeschoss (macht nur Sinn so weit rauszuziehen wenn ich hauptsächlich von zu Hause arbeite)
- Schlafzimmer oben, 1 Arbeitszimmer für sie das gleichzeitig auch als Gästezimmer und Reserve-Kinderzimmer dient
- große Wohnküche
- Keller
- Zisterne
- Carport für 2 Autos und 1 Anhänger

Erstkontakt zum Thema Bauen war über ein Inserat des örtlichen Town & Country Partners. Berater ist sympathisch, Musterhaus in Geisingen sieht auch ganz nett aus aber irgendwie ist mir das alles etwas zu konservativ. Bau nach Energieeinsparverordnung 16, Gasheizung im Standard, Klar lässt sich das upgraden aber ob Wärmepumpe bei Energieeinsparverordnung noch so eine gute Idee ist...ich weiß nicht. Und wenn ein Musterhaus an einigen Stellen Risse im Putz hat ist das auch nicht gerade förderlich. Dafür günstiger Grundpreis. Aktueller Status: 2 Gesprächstermine, Musterhaus besichtigt, Bauleistungsbeschreibung noch nicht angefordert

Dann ein bisschen auf das Thema Fertighaus gekommen. Die meisten bieten KfW55 im Standard das geht schon eher in die Richtung und wäre auch eine gute Basis um auf KfW40+ zu gehen da eine Photovoltaikanlage eh schon gesetzt wäre (wenn auch wahrscheinlich nur mit Speichervorbereitung). Besuch im Park in Villingen-Schwenningen. Mit Schwabenhaus etwas verquatscht, Eindruck der Berater versucht die Kosten klein zu rechnen und will auch unbedingt noch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Sondenbohrung verkaufen. Ausbaustufe der Aktionshäuser lässt eher noch größere Kosten befürchten. Besuch bei Heldhaus, gefällt eigentlich recht gut aber Kostenskizze sprengt das Budget in der Größenordnung von 100TE.

Heute Termin bei Schwörerhaus. Grundriss für eines der Aktionshäuser passt recht gut, Keller und KfW40+ scheint in Kombination eher problematisch. Sonst eigentlich ganz guter Eindruck auch die kurz überflogene Bauleistungsbeschreibung macht jetzt keinen Eindruck dass man in dem Haus schlecht lebt. Mal schauen was im ersten Angebot rauskommt. Habe jetzt nicht das Gefühl dass man da viel falsch machen würde.
Nächste Woche noch ein Termin bei Weberhaus. Da haben wir einen Grundriss rausgesucht der uns ganz gut gefällt. Preis ist aber erstmal der teuerste dafür sind die Preisbeispiele von vorne herein 40+ und Heimautomatisierung mit drin.

Ziel wäre bis Weihnachten die Anzahl der Firmen mit denen wir weiter machen auf maximal 2 einzugrenzen und dann im neuen Jahr auf einen Baupartner festzulegen. Im Frühjahr soll dann auch Zeit fürs Baby sein und nicht nur fürs Hausbau planen

Ein paar Überlegungen zum Thema Keller bzw. Kellerersatzraum hatte ich ja schon gepostet. Die Dämmkosten scheinen beim Keller ja die Zusatzförderung schon komplett aufzufressen sodass der Photovoltaik Speicher dann wieder auf eigene Kasse geht. Eine Überlegung auf der Rückfahrt vom Termin war ob es sich nicht lohnt das Haus erstmal als KfW55 zu bauen ohne die Zusatzdämmung. Bezüglich Heizkosten ist der Unterschied ja eher gering. Vom Hersteller dann erstmal nur das Leerrohr für die Photovoltaik und die mit Speichervorbereitung installieren lassen. In ein paar Jahren dann einen Speicher nachrüsten wenn die günstiger werden. Damit würde das Haus auch sicherlich eher dem geplanten Budget entsprechen als ein 40+

Soweit bisher meine Überlegungen. Habe ich irgendwas wichtiges vergessen?
11ant20.12.20 18:52
WilderSueden schrieb:

Notwendige Änderungen für Technikraum im Dach: richtige Treppe zum Dachboden, Dachboden richtig Ausbauen, komplette Änderung der Installationen.
Derlei erinnere ich vom verlinkten Beispiel nicht.
WilderSueden schrieb:

Denke das geht dann nur mit einer Firma die nicht von jedem Haus viel Geld für Vertrieb raushaut
Ja, dann nimm´ doch das Geld, das so eine eine Firma für Vertrieb raushaut und stecke es in die die Förderung des Architektenunwesens 🙂
WilderSueden schrieb:

Kellerformel kenne ich nicht.
11ant schrieb:

je 20 cm Geländehöhenunterschied im Baufenster zehn Prozent des Kellerpreises auch dafür, daß man ihn nicht baut (und mit L-Stein-Gedöns & Co substituiert).

https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
W
WilderSueden
20.12.20 19:12
11ant schrieb:

Derlei erinnere ich vom verlinkten Beispiel nicht.
Ne steht da nicht drin. Aber die komplette Haustechnik durch die Einschubtreppe schleppen die ja mehr eine Leiter ist als eine Treppe, das kann ich mir schwer vorstellen. Also müsste eigentlich schon eine richtige Treppe hin. Und der Dachboden muss ja dann auch soweit frostsicher gemacht werden und in dem Thread oder irgendwo anders im Internet wurde auch noch angemerkt dass mehrere Bohrungen durch die eigentlich luftdichte Gebäudehülle nicht ganz unproblematisch sind.

Was die Kellerformel anbelangt, ich schätze mal wie haben über das ganze Grundstück so 50 cm Unterschied. Ist aber schwierig das so ohne technische Hilfsmittel abzuschätzen, besonders wenn man auch die genauen Grundstücksgrenzen mangels Vermessung nicht kennt. Auf jeden Fall fällt es am stärksten im westlichen Bereich, also im vorgesehen Garten ab. Im Bereich des Hauses also maximal 20% nach Kellerformel, eher 15%. Das ist noch nicht so wirklich zwingend für den Keller und es gibt eben die Arsen Problematik die sich erst endgültig klären lässt wenn man einen Bodengutachter schickt.
W
WilderSueden
20.12.20 19:25
Auf der anderen Seite...eine richtige Treppe nach oben hätte natürlich auch was dafür den Dachboden wirklich zu nutzen. Mit einem alten Sessel durch die Luke ist sicherlich kein Spaß den man sich öfters gibt. Dann ist nur noch das Problem dass wir plötzlich dreistöckig sind mit allen Implikationen.
Nunja, ich warte mal ab was der lokale GU in seinem Angebot schreibt und dann schauen wir weiter. Ich gehe davon aus dass er gut in der Mitte liegt. Mangels teurem Vertrieb deutlich unter Weberhaus, dank hochwertigerer Ausstattung auch Stück über Town & Country. Dann wäre ohnehin angesagt sich mal auch persönlich mit dem Bauplaner zu treffen und aus dem Vorentwurf aus der Schublade einen konkreten spezifischen Entwurf zu machen.
11ant20.12.20 19:43
WilderSueden schrieb:

Was die Kellerformel anbelangt, ich schätze mal wie haben über das ganze Grundstück so 50 cm Unterschied.
Der Nachbar Ost hat seine Bezugshöhe einen ganzen Meter höher, der Nachbar Nord 40 cm und der Nachbar Süd wie bei Dir. Das klingt soweit nach zum einen Bodenplattenhaus möglich und zum anderen lese ich daraus schon, daß Du eine Grenzgarage geistig vom Haus abkoppeln darfst, da sie sonst ein Wandhöhenproblem hätte (wobei ich aus der Einfahrtslage an der Südostecke darauf schließe, daß sich hier am ehesten eine Grenzgarage zum Nachbarn Ost hin anböte).
https://www.instagram.com/11antgmxde/
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Y
ypg
20.12.20 20:09
WilderSueden schrieb:

Allraum in L ergibt dann entweder den Allraum über Süd und die leicht zurückgesetzt Küche in Ost, erge das Arbeitszimmer in West. Oder alternativ Küche und Esszimmer über West auf der langen Seite des L und das Wohnzimmer auf der kurzen. Dann das Arbeitszimmer in Südost/OSO. Defintiv ausgeschlossen ist das Arbeitszimmer in Nordost da das die unschönere Ecke des Grundstücks wird.
WilderSueden schrieb:

der aber zu schade zum Wegwerfen ist,
WilderSueden schrieb:

Da die Häuser aus dem Katalog mit der Wunschliste schon an der Grenze des Budgets sind, sprengen die Änderungen sicherlich selbiges. Denke das geht dann nur mit einer Firma die nicht von jedem Haus viel Geld für Vertrieb raushaut
😀 😱
W
WilderSueden
20.12.20 20:38
Ich glaube es ist am besten ich lade mal hoch wie wir uns das in der Variante mit Technikraum Anbau so grob vorgestellt haben. Das unbeschriftete Ding südwestlich am Hauseck soll die Terrasse sein 😉

Haus und Garage abgekoppelt macht absolut Sinn da sonst die Einfahrt einmal quer durchs Grundstück geht. Und man will ja nicht direkt den Nachbarn oder dessen Hecke vor dem Wohnzimmerfenster haben. Bezüglich Garage ist die aktuelle Idee eine Fertiggarage zu nehmen und dann einen Carport anzubauen sodass man mit dem Anhänger (in rot gezeichnet) noch durchfahren kann.

Ich finde die Idee mit dem Anbau schließt das Haus ganz nett in Richtung Eingang/Einfahrt hin ab

Großer Grundriss aus zugeschnittenem Graphpapier auf braunem Karton; rote Außenlinie.
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