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ᐅ Dämmung oberste Geschossdecke (110 m² Kehlbalkendecke)


Erstellt am: 08.01.20 16:44

C
ChristianKro
08.01.20 16:44
Moin liebe Dämmexperten,

erst einmal ein frohes Neues! … und habe auch gleich drei Anliegen.

1.
In unserem Split-Level-Haus (Baujahr 78) steht nun die Dämmung der obersten Geschossdecke zum kalten Dachboden an. Zum einen, da die derzeitige Dämmung bereits 40 Jahre alt und von ursprünglich 100mm auf 50mm und weniger zerfallen ist, zum anderen, da insbesondere bei windigem Wetter ein Luftzug im Wohnbereich spürbar ist.
Ich habe unten mal ein paar Bilder vom Ist-Stand und meinem Plan angehängt.

IST-Zustand: Querschnitt einer Wand mit Gipskarton, Lattung, Kehlbalken, Glaswolle und Ringanker

IST-Zustand: Wandaufbau mit Gipskarton, Lattung, braunem Kehlbalken, Ringanker und Mauerwerk.

Deckenaufbau-Plan mit farbiger Legende der Materialien (Gipskarton, Dampfbremse, Mineralwolle).

Querschnitt eines Bauplans mit Gipskarton, Dämmung, Unterdeckbahn, OSB, Ringanker und Mauerwerk.

Gelblich-grüne, grob texturierte steinartige Isolationsoberfläche.

Kellerboden mit Holzbalken links, rauem Beton, Rostkante und Staub.

Hier nun meine Fragen:
  • Ist die Dampfbremse sinnvoll oder sollte ich lieber eine Klimamembran nutzen?
  • Wenn ja, wie weit klebe ich diese aufs Mauerwerk?
  • Ist die Trittschalldämmung zwischen Gipskartonplatte und Dampfbremse sinnvoll?Brauche ich zwischen Unterdeckbahn und OSB oder Rauspund einen Luftspalt zur Zirkulation?
  • Welche Dicke der Mineralwolle sollte ich bei 150 mm Kehlbalken nehmen – 140 mm oder 160 mm??
2.
Außerdem ist eine Innenwand unverputzt und sollte mit gedämmt werden. Ratet ihr mir hier zu einer Verklebung mit Polystyrolplatten oder ebenfalls Kehlbalken hochziehen und mit Mineralwolle dämmen? Brauche ich hierbei eine Dampfbremse oder genügt das Mauerwerk?

Metallleiter vor unbeheiztem Keller, gelbe Dämmung liegt oben an der Decke.


3.
Und nun noch die Dämmung der Schornsteine. Der Plan ist ebenfalls PS-Platte 50cm hoch zu verkleben. Korrekt?

Betonpfeiler unter Holzbalkendecke; Kabel und Dämmmaterial liegen um den Pfeiler verstreut.


Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und besten Dank vorab!

Beste Grüße

Christian
V
Vicky Pedia
08.01.20 22:12
So viele Fragen,

Du sprichst ein immer wieder gern diskutiertes Problem an und ich verspreche schon jetzt, Du wirst hier viele kontroverse Beiträge erhalten:

Zunächst mal sind deine Pläne io. Das alte Zeugs muss raus, ganz klar.

Zum Rest meine Meinung/Erfahrung:

  • Dampfbremse
  • 2 egal, aber winddicht verklebt (5-10 cm)
  • Trittschalldämmung nein, lieber Rauspund, da OSB aufgrund Leim eher zum schimmeln neigt, bei guter Belüftung aber egal
  • Mineralwolle 140, da sie sonst gequetscht wird und anliegt
  • Nix Polystyrol (Schimmelgefahr) Mineralwolle, Mauerwerk würde reichen
  • Warum Schonstein überhaupt dämmen??
Und jetzt Feuer! Es wird 99 andere Meinungen geben.
D
Dr Hix
09.01.20 01:22
ChristianKro schrieb:

Hier nun meine Fragen:

1) Ist die Dampfbremse sinnvoll oder sollte ich lieber eine Klimamembran nutzen?

Klimamembran hat den Vorteil des Rücktrocknungsvermögens. An Nachteilen würde mir hingegen nur der etwas höhere Preis einfallen.

2) Wenn ja, wie weit klebe ich diese aufs Mauerwerk?

Die Fugen des Mauerwerks sind nicht luftdicht, d.h. wenn du es richtig machen willst muss die Dampfbremse auch die Mauer mit einschließen. Alternativ die Mauer verputzen; dann kannst du die Dampfbremse oben/unten ankleben und das Klebeband mit einputzen.

3) Ist die Trittschalldämmung zwischen Gipskartonplatte und Dampfbremse sinnvoll?

Die verbessert etwas den Schallschutz zum Dachboden hin. Solange ihr dort aber niemanden eingesperrt habt, hat das natürlich keinen spürbaren Effekt.

4) Brauche ich zwischen Unterdeckbahn und OSB oder Rauspund einen Luftspalt zur Zirkulation?

Welchen Zweck soll die Unterdeckbahn an dieser Stelle erfüllen? Sehe ich spontan keine Notwendigkeit für. OSB hat den Nachteil, dass es ebenfalls als Dampfbremse fungiert und du somit deine Dämmung und die Balkenlage zwischen zwei luftdichten Schichten "einsperrst". Das sollte man vermeiden, besser Rauspund nehmen.

5) Welche Dicke der Mineralwolle sollte ich bei 150 mm Kehlbalken nehmen – 140 mm oder 160 mm??

Wie mein Vorredner schrieb: 140 - Quetschen ist nicht gut

6) Außerdem ist eine Innenwand unverputzt und sollte mit gedämmt werden. Ratet ihr mir hier zu einer Verklebung mit Polystyrolplatten oder ebenfalls Kehlbalken hochziehen und mit Mineralwolle dämmen? Brauche ich hierbei eine Dampfbremse oder genügt das Mauerwerk?

Kannst du imho beides machen. Wieso EPS schimmeln sollte erschließt sich mir zumindest nicht, befindet es sich doch auf der Kaltseite. Dampfbremse siehe oben; das unverputzte Mauerwerk ist nicht luftdicht.

7) Und nun noch die Dämmung der Schornsteine. Der Plan ist ebenfalls PS-Platte 50cm hoch zu verkleben. Korrekt?

Der Schornstein stellt eine Wärmebrücke dar, diese sollte man idealerweise ein stückweit Mitdämmen. Ich würde hier aber kein EPS nehmen (Hitze), sondern Steinwolle.
epsdampfbremsemauerwerktrittschalldämmungmineralwolleosbrauspunddachbodenklimamembranunterdeckbahn