ᐅ Einheimischenmodell - ist das noch rechtens?
Erstellt am: 12.06.18 11:55
C
Camille198414.05.19 17:26Würde die Gemeinde für 200€ verkaufen, wären die privaten Preise viel niedriger. Nimm es mir nicht übel, aber ich habe im Moment das Gefühl, dass auch die Gemeinden am Betongold (Bodengold) ihren Anteil haben wollen.
Und ja, ich finde, die Politik hat die Pflicht bezahlbaren Wohnraum zur Miete oder Boden zum Hausbau zur Verfügung zu stellen. Es gibt hier weder ausreichend bezahlbare Mietwohnungen noch ausreichend bezahlbare Grundstücke. Wohnen ist ein Grundrecht und kein Spekulationsobjekt.
Und ja, ich finde, die Politik hat die Pflicht bezahlbaren Wohnraum zur Miete oder Boden zum Hausbau zur Verfügung zu stellen. Es gibt hier weder ausreichend bezahlbare Mietwohnungen noch ausreichend bezahlbare Grundstücke. Wohnen ist ein Grundrecht und kein Spekulationsobjekt.
Meine Begeisterung hat das Vorgehen der Stadt ganz sicher nicht!
Jedoch: unsere Stadt liegt im Talkessel, die Möglichkeiten sind begrenzt. Die Berghänge hoch ist Natur- oder Landschaftsschutzgebiet, die Stadt reicht wie ein Krake die Flusstäler entlang... Die Wege werden weit, die ÖPNV reicht irgendwann nicht mehr hin. Was soll man denn machen?? Jetzt werden am Hang rundum die Kleingartenanlagen platt gemacht (man sieht tatsächlich, wie es sich rundherum frisst: Neubaugebiet, Wüste, Gartenanlage und ein halbes Jahr später ist alles eins weiter gerückt) und man kann, wieder im Gebotsverfahren, die Baugrundstücke erwerben. Die 1000€/qm wurden neulich geknackt...
Bauland bekommt man am ehesten in den eingemeindeten Dörfern. Eins dieser Dörfer läge für mich logistisch sinnvoll, auch nur 1km von der Endhaltestelle der Straßenbahn entfernt - jedoch kann man zu Fuß eigentlich nur die Landstraße entlang gehen. Der Bus (Stadtlinie!) fährt alle 3h bis 19:30 dann ist Schluss. Ich habe mit Grausen überlegt, dass ich (bin allein) dann permanent die Kinder dort abholen müsste, weil sie nicht nach Hause kommen. Vielen Dank, das wird nichts... Bin froh, dass ich in einem Dorf 800m neben meiner Arbeit (eingemeindet, ÖPNV, Stadt ist bis ran gewachsen) was "ergattert" habe. Hier gäbe es sicher auch noch ein paar bebaubare Flächen, flach, "im" Dorf... Privatbesitz und wird nicht rausgerückt...
Jedoch: unsere Stadt liegt im Talkessel, die Möglichkeiten sind begrenzt. Die Berghänge hoch ist Natur- oder Landschaftsschutzgebiet, die Stadt reicht wie ein Krake die Flusstäler entlang... Die Wege werden weit, die ÖPNV reicht irgendwann nicht mehr hin. Was soll man denn machen?? Jetzt werden am Hang rundum die Kleingartenanlagen platt gemacht (man sieht tatsächlich, wie es sich rundherum frisst: Neubaugebiet, Wüste, Gartenanlage und ein halbes Jahr später ist alles eins weiter gerückt) und man kann, wieder im Gebotsverfahren, die Baugrundstücke erwerben. Die 1000€/qm wurden neulich geknackt...
Bauland bekommt man am ehesten in den eingemeindeten Dörfern. Eins dieser Dörfer läge für mich logistisch sinnvoll, auch nur 1km von der Endhaltestelle der Straßenbahn entfernt - jedoch kann man zu Fuß eigentlich nur die Landstraße entlang gehen. Der Bus (Stadtlinie!) fährt alle 3h bis 19:30 dann ist Schluss. Ich habe mit Grausen überlegt, dass ich (bin allein) dann permanent die Kinder dort abholen müsste, weil sie nicht nach Hause kommen. Vielen Dank, das wird nichts... Bin froh, dass ich in einem Dorf 800m neben meiner Arbeit (eingemeindet, ÖPNV, Stadt ist bis ran gewachsen) was "ergattert" habe. Hier gäbe es sicher auch noch ein paar bebaubare Flächen, flach, "im" Dorf... Privatbesitz und wird nicht rausgerückt...
C
Camille198414.05.19 17:37In der Stadt sehe ich das genauso. Ich möchte aber gar nicht in einem Ballungsraum wohnen, sondern am Rande einer Kleinstadt bzw. in einer kleinen ländlichen Gemeinde. Womit rechtfertigen diese ihre horrenden Grun`dstückspreise?
C
Camille198414.05.19 17:39@Altai: Das hört sich doch mal nach Stuttgart an... Dann sind wir gar nicht weit auseinander. Ich suche zwischen Schwäbisch Gmünd und dem Rand der Alb. Da sich in Stuttgart kein Normalo mehr etwas leisten kann, kommen die alle hier her wegen der Bahnstrecke. Somit ist alles entlang der B29 mit Bahnhof ebenfalls nicht mehr finanzierbar.