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ᐅ Garagenboden sanieren - Zementfliesestrich hat Risse


Erstellt am: 28.02.18 21:39

W
wolfist
28.02.18 21:39
Hallo

Ich habe mal ne frage wir haben wo wir gebaut haben einen zementfliesestrich in die Garage gelegt ca 7 cm stark nun ist dieser nach 14 Jahren gerissen und das Wasser ist eingedrungen und der Estrich wölbt sich nach oben.

Ich möchte jetzt einen neuen Boden machen was würdet ihr machen

Danke für eure Antwort anbei auch die Bilder

Am schlimmsten ist es vorne beim Garagentor


Außenbereich: blau gestrichener, rissiger Betonboden; im Hintergrund ein Fahrrad angelehnt.

Grauer Betonboden mit Rissen; links Pflasterkante, unten rechts schwarzer Müllsack.



Blaue Wand mit Rissen über grauer Steinmauer; Moos und Pflanzen wachsen zwischen Fugen.



Rissige blaue Betonfläche mit Gehwegplatten, Schuh am rechten Rand.
K
KlaRa
05.03.18 15:06
Hallo Fragesteller.
Bist Du sicher, dass es ein Fließestrich ist?
Da es nur ein zementgebundener Estrich sein kann und Fließestriche auf Zementbasis aufgrund ihrer fast unbeherrschbaren Eigenspannungen immer rissgefährdet waren und sind, da vermute ich einmal, dass es ein erdfeucht eingebauter und verdichteter Verbundestrich sein wird.
Wie auch immer: die Verbundzone zwischen Betonoberfläche und Estrich hat die Kräfte aus welchem Grund auch immer nicht halten können.
Die erste Frage vor jeder Sanierungsmaßnahme lautet: WARUM ist das so? Eine entscheidende Frage, bevor man auf einem nicht beseitigten systematischen Fehler weiter aufbaut.
Vorgehensweise:
Du benötigst für die ersten Feststellungen, welcher Bereich nun betroffen ist, einen mittelgroßen Hammer und ein Stück Kreide.
Der Hammerkopf wird über die Estrichoberfläche gezogen, Ablösungen des Verbundestrichs erkennt (hört) man am Klang.
Mit der Kreide wird nun der Grenzverlauf zwischen lose und fest auf die
Estrichoberfläche gezogen. Am Besten nimmt man eine Ölkreide, die einige Wochen hält.
Nach ca. 3 - 4 Wochen (die Garage soll zwischenzeitlich genutzt werden) prüft man erneut, um zu erkennen, ob sich der Grenzverlauf noch mit der Zeichnung deckt.
Falls JA: den losen Estrich + 10 30cm in den "gesunden Bereich hinein" zurückbauen.
Dazu zuerst mit der Flex den Estrich über die Dicke seines Querschnitts dort einschneiden, wo der "gesunde Bereich" beginnt.
Du wirst dann möglicherweise an den Rückseiten der Estrichschollen den Grund erkennen, warum es sich dort abgelöst hatte.
Untergrund gut anschleifen (60-er Korn), absaugen, mit Wasser vornässen und eine Haftschlämme aufbringen.
Nass in nass den neuen Estrich einbauen, dann kehrt für die Zukunft zumindest auf diesem erneuerten Stück "Ruhe" ein.
-----------------------
Gruß: KlaRa
W
wolfist
06.03.18 21:36
KlaRa schrieb:
Hallo Fragesteller.
Bist Du sicher, dass es ein Fließestrich ist?
Da es nur ein zementgebundener Estrich sein kann und Fließestriche auf Zementbasis aufgrund ihrer fast unbeherrschbaren Eigenspannungen immer rissgefährdet waren und sind, da vermute ich einmal, dass es ein erdfeucht eingebauter und verdichteter Verbundestrich sein wird.
Wie auch immer: die Verbundzone zwischen Betonoberfläche und Estrich hat die Kräfte aus welchem Grund auch immer nicht halten können.
Die erste Frage vor jeder Sanierungsmaßnahme lautet: WARUM ist das so? Eine entscheidende Frage, bevor man auf einem nicht beseitigten systematischen Fehler weiter aufbaut.
Vorgehensweise:
Du benötigst für die ersten Feststellungen, welcher Bereich nun betroffen ist, einen mittelgroßen Hammer und ein Stück Kreide.
Der Hammerkopf wird über die Estrichoberfläche gezogen, Ablösungen des Verbundestrichs erkennt (hört) man am Klang.
Mit der Kreide wird nun der Grenzverlauf zwischen lose und fest auf die
Estrichoberfläche gezogen. Am Besten nimmt man eine Ölkreide, die einige Wochen hält.
Nach ca. 3 - 4 Wochen (die Garage soll zwischenzeitlich genutzt werden) prüft man erneut, um zu erkennen, ob sich der Grenzverlauf noch mit der Zeichnung deckt.
Falls JA: den losen Estrich + 10 30cm in den "gesunden Bereich hinein" zurückbauen.
Dazu zuerst mit der Flex den Estrich über die Dicke seines Querschnitts dort einschneiden, wo der "gesunde Bereich" beginnt.
Du wirst dann möglicherweise an den Rückseiten der Estrichschollen den Grund erkennen, warum es sich dort abgelöst hatte.
Untergrund gut anschleifen (60-er Korn), absaugen, mit Wasser vornässen und eine Haftschlämme aufbringen.
Nass in nass den neuen Estrich einbauen, dann kehrt für die Zukunft zumindest auf diesem erneuerten Stück "Ruhe" ein.
-----------------------
Gruß: KlaRa

Hallo danke für deine Antwort
Es ist echt fliessestrich der wurde flüssig hineingegossen und ist schwimmend auf der Betonplatte dazwischen ist eine Folie.
Soll ich nur den schadhaften entfernen und dann neu giessen oder alles raus und mit vollbeton aufbetonieren.
K
KlaRa
07.03.18 08:50
Hallo Fragesteller,
diese (wie die vorhergehenden) Zeilen schreibe ich nicht nur um des Schreibens willen, sondern Du darfst unterstellen, dass ich etwas von dem Fachbereich verstehe (dies nur als ein führender Hinweis, anderes wurde ja auch Deinerseits nicht behauptet).
Der Aufbau als Fließestrich und auch als Estrich auf Trennlage ist für eine Garage sehr ungewöhnlich und ist als Exotenlösung zu bewerten.
Dies zum einen, da Fließestriche auf zementärer Basis auch heute noch als hoch rissgefährdet einzustufen sind, des weiteren werden Estriche als Garagenfußböden in der Praxis nur als ca. 35 mm dicke Verbundkonstruktionen eingesetzt, nicht jedoch als Estrich auf Trennlage.
Von der von Dir angegebenen Estrichdicke her gesehen (70 mm) sollte das Ganze zumindest theoretisch über die zu unterstellenden Bruchkraft funktionieren.
Den Schadensbildern entsprechend möchte ich fast andere Gründe als Schadensursache ausschließen.als handwerkliche Fehlleistungen.
Wenn Du den Estrich zurückbauen wirst werden wir wahrscheinlich auf rückseitige Folienfaltungen stoßen, welche genau in den (auf den Fotos erkennbaren) Bruchkanten in den Querschnitt des Estrichs hineinragen und dadurch das erheblich Gefüge schwächen.
Diese Schadensursache hat aus meiner Sicht die größte Wahrscheinlichkeit des Zutreffens.
Ob noch andere Schadensursachen zu den Schadensbildern geführt haben, kann man nur vor Ort bewerten.
Soweit Du noch eine Gewährleistungsanspruch auf die Estricharbeiten hast lege auf keinen Fall selbst Hand an das Gewerk sondern formuliere eine schriftliche Mängelrüge an den Bauträger bzw. an Deinen Vertragspartner mit Fristsetzung zur Mangelbeseitigung.
------------------------
Gruß (und informiere uns bitte über den weiteren Verlauf): KlaRa
B
Benutzer 1003
26.03.18 09:48
Hallo Forum,

bei dem vorliegenden Schadensbild ist zuerst Feuchtigkeit in den Estrich eingedrungen und im Laufe der Zeit in den Frostperioden hochgefroren. Die Feuchtigkeit im Estrich konnte nur im Torbereich frieren, so dass auch nur hier Schäden vorliegen.

Wenn der gesamte Estrich mangelhaft wäre, dann müßten sich auch auf der gesamten Fläche Schäden zeigen.

Heutzutage baut man üblicherweise eine Entwässerungsrinne vor dem Tor ein, um anfallende Feuchtigkeit wirksam abzuführen.

Eine Sanierung, ohne zumindest den beschädigten Bereich des Estrichs auszutauschen, ist nicht möglich. Daher würde ich den Estrich komplett erneuern.

Den Abbruch würde ich selber machen. Da der Boden auf einer Trennlage liegt, sollte der Rückbau recht leicht gehen.

Ob Du den neuen Estrich im Verbund, oder auf Trennlage einbaust, ist bei 7,00 cm Aufbau egal. Allerdings ist das Schadensrisiko bei Verlegung im Verbund immer am geringsten.

Viel wichtiger ist es jedoch, durch weitere Maßnahmen das Eindringen von Feuchtigkeit zukünftig zu verhindern. Dies könnte durch die o.g. Entwässerungsrinne, erreicht werden.

Hilfsweise kann man auch den Torwinkel nach außen abdichten und den gesamten Estrich durch eine geeignete Beschichtung vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen. Dass ist allerdings eine Sonderkonstruktion und muss extra geplant werden.

Viele Grüße

Kristof
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