ᐅ Altes Haus kaufen, Grund behalten, Haus verkaufen, Haus bauen
Erstellt am: 01.10.16 12:03
M
mustermann12301.10.16 12:03Hallo Hausbau Community,
nun muss ich versuchen mich kurz zu fassen da es sich um ein relativ komplexes Vorhaben handelt. Wir (Meine Familie und ich) möchten ein Haus kaufen, den Grund teilen, das bestehende Gebäude mit einem Teil des Grundstücks wieder verkaufen und dann auf den Rest des Grundstücks neu bauen.
Die Doppelhaushälfte steht in einem Vorort südlich von Kempten soll 280.000 + Makler kosten, ist Baujahr 1968, hat ca. 100m² Wohnfläche, 475m² Grundstück, Fenster von 1980, Gasheizung von 1997, ist teilweise mit Eternitplatten verkleidet, Bäder müssen neu, Dach ist amateurhaft gedämmt und ausgebaut worden.
Dass man auf das Grundstück bauen darf ist bereits klar, das sollte passen.
Probleme und Unsicherheiten sind nun:
- Wir haben (noch) kein Wertgutachten des Hauses
- Was kommen da für zusätzliche Kosten auf uns zu (Steuer beim Verkauf, Grundsteuer beim Kauf (obwohl nur ein Teil behalten wird), Spekulationssteuer?, Teilungskosten, etc)
- Wir haben einen Berater, dieser hat bereits abgeklärt ob ein Bau auf dem "Restgrundstück" möglich ist aber er konzentriert sich jetzt schon viel zu sehr auf den Neubau, obwohl wir uns erst dem Neubau widmen können wenn wir die Doppelhaushälfte wieder verkauft haben.
- Wie sollen/können wir den "kurzzeitigen Besitz" des Hauses finanzieren (flexibles Darlehen und dann die Umwandlung in eine "normale" Hausfinanzierung)
- Wo sind noch Kosten versteckt die wir nicht auf der Liste haben?
- Wenn wir weiter fortschreiten kommen bereits erhebliche Kosten auf uns zu... (Reservierungsgebühren, Beratergebühren, Notarkosten für Vertragsentwürfe etc.) das wäre alles weg wenn wir uns zu einem späteren Zeitpunkt gegen das "Modell" entscheiden.
Ein zusätzliches Problem ist dass die Verkäufer uns das Ganze natürlich nur zeitlich begrenzt reservieren UND wir fliegen Übermorgen in unseren Jahresurlaub, von dem wir erst kurz vor "Fälligkeit" der Unterschrift beim Notar wieder hier wären.
Ihr seht, ziemlich verzwickt. Wenn wir nicht schon so lange suchen würden (Haus, Huashälfte, Grundstück, irgendwas) dann würden wir sicher sofort abblasen. Es ist unsere erste einigermaßen realistische Chance hier zu bauen... (Grundstücke gibts hier ganz einfach keine)
Anbei...
Ich höre jetzt mal auf...
Über eure Meinungen, Empfehlungen, Einschätzungen freue ich mich!
Grüße aus dem Allgäu
Florian

nun muss ich versuchen mich kurz zu fassen da es sich um ein relativ komplexes Vorhaben handelt. Wir (Meine Familie und ich) möchten ein Haus kaufen, den Grund teilen, das bestehende Gebäude mit einem Teil des Grundstücks wieder verkaufen und dann auf den Rest des Grundstücks neu bauen.
Die Doppelhaushälfte steht in einem Vorort südlich von Kempten soll 280.000 + Makler kosten, ist Baujahr 1968, hat ca. 100m² Wohnfläche, 475m² Grundstück, Fenster von 1980, Gasheizung von 1997, ist teilweise mit Eternitplatten verkleidet, Bäder müssen neu, Dach ist amateurhaft gedämmt und ausgebaut worden.
Dass man auf das Grundstück bauen darf ist bereits klar, das sollte passen.
Probleme und Unsicherheiten sind nun:
- Wir haben (noch) kein Wertgutachten des Hauses
- Was kommen da für zusätzliche Kosten auf uns zu (Steuer beim Verkauf, Grundsteuer beim Kauf (obwohl nur ein Teil behalten wird), Spekulationssteuer?, Teilungskosten, etc)
- Wir haben einen Berater, dieser hat bereits abgeklärt ob ein Bau auf dem "Restgrundstück" möglich ist aber er konzentriert sich jetzt schon viel zu sehr auf den Neubau, obwohl wir uns erst dem Neubau widmen können wenn wir die Doppelhaushälfte wieder verkauft haben.
- Wie sollen/können wir den "kurzzeitigen Besitz" des Hauses finanzieren (flexibles Darlehen und dann die Umwandlung in eine "normale" Hausfinanzierung)
- Wo sind noch Kosten versteckt die wir nicht auf der Liste haben?
- Wenn wir weiter fortschreiten kommen bereits erhebliche Kosten auf uns zu... (Reservierungsgebühren, Beratergebühren, Notarkosten für Vertragsentwürfe etc.) das wäre alles weg wenn wir uns zu einem späteren Zeitpunkt gegen das "Modell" entscheiden.
Ein zusätzliches Problem ist dass die Verkäufer uns das Ganze natürlich nur zeitlich begrenzt reservieren UND wir fliegen Übermorgen in unseren Jahresurlaub, von dem wir erst kurz vor "Fälligkeit" der Unterschrift beim Notar wieder hier wären.
Ihr seht, ziemlich verzwickt. Wenn wir nicht schon so lange suchen würden (Haus, Huashälfte, Grundstück, irgendwas) dann würden wir sicher sofort abblasen. Es ist unsere erste einigermaßen realistische Chance hier zu bauen... (Grundstücke gibts hier ganz einfach keine)
Anbei...
Ich höre jetzt mal auf...
Über eure Meinungen, Empfehlungen, Einschätzungen freue ich mich!
Grüße aus dem Allgäu
Florian
R
RobsonMKK02.10.16 10:17Und ganz ehrlich, wer kauft ein Grundstück das weit unter 300 qm hat?
Hallo Florian,
würde mich wundern, wenn die von Dir geplante Bebauung zulässig ist. Hat Haus# 10 zur Westseite keine Fenster/Öffnungen? Selbst wenn da alles zu ist - das Gebäude muss in aller Regel 3m Grenzabstand haben, erst danach kommt Deine Garage, also müsste alles 3m nach Westen verschoben werden. Oder Ihr baut direkt an Haus#10 an, wenn das technisch möglich ist.
Das Handtuchgrundstück mit dem dann "Reihenmittelhaus" wird natürlich stark an Wert verlieren. Zustand vom Haus und Bodenrichtwert wäre interessant.
Auf jeden Fall kein Kauf, den man zwischen Tür und Angel tätigen sollte. Das funktioniert aus meiner Sicht so nicht, also müsst Ihr Euch erst mal schlau machen, was an Bebauung überhaupt möglich ist.
MfG
Dirk Grafe
würde mich wundern, wenn die von Dir geplante Bebauung zulässig ist. Hat Haus# 10 zur Westseite keine Fenster/Öffnungen? Selbst wenn da alles zu ist - das Gebäude muss in aller Regel 3m Grenzabstand haben, erst danach kommt Deine Garage, also müsste alles 3m nach Westen verschoben werden. Oder Ihr baut direkt an Haus#10 an, wenn das technisch möglich ist.
Das Handtuchgrundstück mit dem dann "Reihenmittelhaus" wird natürlich stark an Wert verlieren. Zustand vom Haus und Bodenrichtwert wäre interessant.
Auf jeden Fall kein Kauf, den man zwischen Tür und Angel tätigen sollte. Das funktioniert aus meiner Sicht so nicht, also müsst Ihr Euch erst mal schlau machen, was an Bebauung überhaupt möglich ist.
MfG
Dirk Grafe
Evtl geht das nur mit WEG Teilung? Ich mache ein Fragezeichen dran, da ich keine Ahnung habe, wie sich das bei euch nun rechtlich verhält, denn euer "Berater" (Finanzberater? Bauberater? was anderes?) sagt zwar bauen sei möglich aber wie gebaut werden darf und wie die Teilung genau erfolgen soll, kommt hier jetzt nicht so deutlich rüber. Es ist aber ein gewaltiger Unterschied ob man eine Realteilung macht (hier zumindest sind dann aber Mindestgrößen für die Restgrundstücke vorgeschrieben und dann hat man wohl auch die Abstandsflächen einzuhalten) oder eine WEG-Teilung, was ich persönlich niemals kaufen würde und was wohl auch den Kaufpreis der Grundstücksanteile kräftig mindert, besonders wenn der Käufer erfährt, daß da noch gebaut werden wird.
Ich würde das so auf Teufel komm raus und auf Druck und mit diesen vielen Wenns und Abers (inkl. der unwägbaren Kostenfaktoren) nicht machen sondern gemütlich den Urlaub genießen und anschließend erholt und mit mehrfachem Drüber schlafen die Sache neu angehen.
Ich würde das so auf Teufel komm raus und auf Druck und mit diesen vielen Wenns und Abers (inkl. der unwägbaren Kostenfaktoren) nicht machen sondern gemütlich den Urlaub genießen und anschließend erholt und mit mehrfachem Drüber schlafen die Sache neu angehen.
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