ᐅ Altbaukernsanierung; Vorstellungen, Budgetplanung u.W.
Erstellt am: 02.08.16 15:15
Hallo zusammen,
wir tragen uns mit dem Gedanken einen Altbau zu erwerben und daher möchte ich mal ein paar Gedanken/Vorstellungen, die wir uns bisher gemacht haben, aufzeigen und hoffe auf Unterstützung, Anregungen und Kritiken oder auch Veränderungsvorschlägen!
Erstmal zu den Eckpunkten:
- Grundstück ca. 1120m² (Bodenrichtwert 20€/m²)
- Haus ca. 180 m² Wohnfläche auf 2 Etagen, Dachboden könnte noch (später?) ausgebaut werden.
Als Kaufpreis haben wir 40.000€ angepeilt, das Haus befindet sich in einem 300 Seelendorf und Erfahrungsgemäß ist die Anzahl der Interessenten für dort befindliche Immobilien sehr überschaubar! Des Weiteren wurden seit mindestens 40 Jahren keine Grundlegenden Investitionen mehr in Renovierungen o.ä. getätigt. Allerdings haben wir noch keinen Verhandlungen mit dem Verkäufer geführt!
Zu unseren Vorstellungen:
- Dach: komplette Isolierung + neue Dachziegeln (nur Materialkosten)
- Fassade: komplette Fassadendämmung. (nur Materialkosten, ca. 1/6 derzeit mit Eternitplatten bedeckt ---> höherer Entsorgungsaufwand!)
- Fenster: komplett neu, ggf. zusätzliche Fenster, Bodentiefe Fenster im Wohnbereich nachrüsten, 2- oder 3-fach Verglasung?
- Heizung: keine Heizung vorhanden! Fußbodenheizung nachrüsten. Heizungsenergieträger Öl oder Pellet/Hackschnitzel? Solarthermie? (Verlegung/Installation Fußbodenheizung nur Materialkosten)
- Elektroinstallation: komplett neu. (nur Materialkosten) KNX?
- Leitungen: Wasser + Abwasser komplett neu (nur Materialkosten)
- Fußböden: komplett neu, Bäder + Küche Fliesen, Rest ---> Parkett (Parkettverlegung nur Materialkosten)
- Inneneinrichtung: 1 Hauptbad + 1 Gästebad, Küche und Türen etc. komplett neu
- Garage: keine vorhanden, ggf. Doppelgarage + Hofeinfahrt neu pflastern und vergrößern (teilweise Eigenleistungen)
- Außenbereich: Garten gut gepflegt, Grabeland wird eingesät. Neuer Zaun. (nur Materialkosten)
- Keller: voll unterkellert, ggf. renovieren falls Budget übrig, ansonsten später
Photovoltaikanlage mit Eigenverbrauch und ggf. (später?) Speicher? (separate Finanzierung ggf. mit Kfw o.ä.?)
Budget (angepeilt): 185.000€, mehr wollen wir eigentlich nicht ausgeben. Interessant finde ich, dass man bei dieser Summe nach 10 Jahren (Ende der Zinsbindung) aus der Nummer raus sein kann!
Ich freue mich über jegliche Rückmeldung, gerne auch über Anregungen, Erfahrungen oder auch Kritik! Vor allem würde ich mich aber zu euren Erfahrungen zu den Kosten einzelner, oben aufgeführten, Gewerke freuen!
Danke im Voraus!
Gruß
wir tragen uns mit dem Gedanken einen Altbau zu erwerben und daher möchte ich mal ein paar Gedanken/Vorstellungen, die wir uns bisher gemacht haben, aufzeigen und hoffe auf Unterstützung, Anregungen und Kritiken oder auch Veränderungsvorschlägen!
Erstmal zu den Eckpunkten:
- Grundstück ca. 1120m² (Bodenrichtwert 20€/m²)
- Haus ca. 180 m² Wohnfläche auf 2 Etagen, Dachboden könnte noch (später?) ausgebaut werden.
Als Kaufpreis haben wir 40.000€ angepeilt, das Haus befindet sich in einem 300 Seelendorf und Erfahrungsgemäß ist die Anzahl der Interessenten für dort befindliche Immobilien sehr überschaubar! Des Weiteren wurden seit mindestens 40 Jahren keine Grundlegenden Investitionen mehr in Renovierungen o.ä. getätigt. Allerdings haben wir noch keinen Verhandlungen mit dem Verkäufer geführt!
Zu unseren Vorstellungen:
- Dach: komplette Isolierung + neue Dachziegeln (nur Materialkosten)
- Fassade: komplette Fassadendämmung. (nur Materialkosten, ca. 1/6 derzeit mit Eternitplatten bedeckt ---> höherer Entsorgungsaufwand!)
- Fenster: komplett neu, ggf. zusätzliche Fenster, Bodentiefe Fenster im Wohnbereich nachrüsten, 2- oder 3-fach Verglasung?
- Heizung: keine Heizung vorhanden! Fußbodenheizung nachrüsten. Heizungsenergieträger Öl oder Pellet/Hackschnitzel? Solarthermie? (Verlegung/Installation Fußbodenheizung nur Materialkosten)
- Elektroinstallation: komplett neu. (nur Materialkosten) KNX?
- Leitungen: Wasser + Abwasser komplett neu (nur Materialkosten)
- Fußböden: komplett neu, Bäder + Küche Fliesen, Rest ---> Parkett (Parkettverlegung nur Materialkosten)
- Inneneinrichtung: 1 Hauptbad + 1 Gästebad, Küche und Türen etc. komplett neu
- Garage: keine vorhanden, ggf. Doppelgarage + Hofeinfahrt neu pflastern und vergrößern (teilweise Eigenleistungen)
- Außenbereich: Garten gut gepflegt, Grabeland wird eingesät. Neuer Zaun. (nur Materialkosten)
- Keller: voll unterkellert, ggf. renovieren falls Budget übrig, ansonsten später
Photovoltaikanlage mit Eigenverbrauch und ggf. (später?) Speicher? (separate Finanzierung ggf. mit Kfw o.ä.?)
Budget (angepeilt): 185.000€, mehr wollen wir eigentlich nicht ausgeben. Interessant finde ich, dass man bei dieser Summe nach 10 Jahren (Ende der Zinsbindung) aus der Nummer raus sein kann!
Ich freue mich über jegliche Rückmeldung, gerne auch über Anregungen, Erfahrungen oder auch Kritik! Vor allem würde ich mich aber zu euren Erfahrungen zu den Kosten einzelner, oben aufgeführten, Gewerke freuen!
Danke im Voraus!
Gruß
B
Bauexperte02.08.16 17:41ShawN46 schrieb:
Allerdings haben wir noch keinen Verhandlungen mit dem Verkäufer geführt!Mach das erstmal; über ungelegte Eier dazu diskutieren macht nicht wirklich Sinn ;-)Bauexperte
Schon mal über Abriss und Neubau nachgedacht?
Auch wenn ihr anscheinend viel selbst machen wollt/könnt, das ist schon eine Hausnummer. Letztendlich werdet ihr bei kosten landen, die von einem Neubau nicht weit entfernt sind. Zudem kommen immer unerwartete Kosten beim Umbau. Ich würde mit 20% Puffer planen.
Letztendlich bleibt es aber immer ein altes Haus. D.h. Niedrige kellerhöhen, teilweise lehmdecken, schiefe/unebene Wände. Kleine Küchen, Bäder, Fenster, etc. Das meiste davon kann man ändern, aber eben nur mit erheblichen Kosten. Das einzige was ihr verwenden könnt sind die außen und Innenmauern.
Der Wiederverkaufspreis dürfte zudem bei weitem nicht dem entsprechen, was ihr nun reinsteckt. Wenn ihr es also als Ruhesitz plant, ist es o.k. Falls aber die Gefahr besteht, dass ihr es evtl. mal verkaufen wollt, wird das sehr schwierig. Ihr plant ja jetzt auch nur knapp mehr als den Grundstückswert zu bezahlen.
Bevor ich final kauft, solltet ihr aber einen Gutachter/Statiker mitnehmen um zu sehen, ob die Bausubstanz überhaupt geeignet ist um zu Sanierungen und ob eure Vorstellungen realisierbar sind.
Auch wenn ihr anscheinend viel selbst machen wollt/könnt, das ist schon eine Hausnummer. Letztendlich werdet ihr bei kosten landen, die von einem Neubau nicht weit entfernt sind. Zudem kommen immer unerwartete Kosten beim Umbau. Ich würde mit 20% Puffer planen.
Letztendlich bleibt es aber immer ein altes Haus. D.h. Niedrige kellerhöhen, teilweise lehmdecken, schiefe/unebene Wände. Kleine Küchen, Bäder, Fenster, etc. Das meiste davon kann man ändern, aber eben nur mit erheblichen Kosten. Das einzige was ihr verwenden könnt sind die außen und Innenmauern.
Der Wiederverkaufspreis dürfte zudem bei weitem nicht dem entsprechen, was ihr nun reinsteckt. Wenn ihr es also als Ruhesitz plant, ist es o.k. Falls aber die Gefahr besteht, dass ihr es evtl. mal verkaufen wollt, wird das sehr schwierig. Ihr plant ja jetzt auch nur knapp mehr als den Grundstückswert zu bezahlen.
Bevor ich final kauft, solltet ihr aber einen Gutachter/Statiker mitnehmen um zu sehen, ob die Bausubstanz überhaupt geeignet ist um zu Sanierungen und ob eure Vorstellungen realisierbar sind.
Hi,
das ist schon recht sportlich. 180k mit einem Garagenneubau - in Hessen in der Pampa mit viel Eigenleistung? Ich würde mal ein paar Handwerker einen Kostenvoranschlag machen lassen, dann siehst Du klarer. Wir rechnen jetzt auch schon ein Jahr herum und sehen erst jetzt so langsam klarer. Angesichts der fallenden Zinsen nicht so tragisch...
das ist schon recht sportlich. 180k mit einem Garagenneubau - in Hessen in der Pampa mit viel Eigenleistung? Ich würde mal ein paar Handwerker einen Kostenvoranschlag machen lassen, dann siehst Du klarer. Wir rechnen jetzt auch schon ein Jahr herum und sehen erst jetzt so langsam klarer. Angesichts der fallenden Zinsen nicht so tragisch...
G
garfunkel07.08.16 21:51Würde bei einem ganze Haus auch über Abriss und Neubau nachdenken. Man kann zwar viel bei der sanierung vom Altbau machen aber das fertige Haus wird trotzdem wenig an den Neubau ran kommen.
Beim Altbau muss man immer den ein oder anderen Tod sterben, hilft alles nix.
Steht meiner Meinung nach dann alles in Relation zu den Kosten. Wird man am Ende nicht viel günstiger wie ein Neubau sein wieso dann Sanierung?
Beim Altbau muss man immer den ein oder anderen Tod sterben, hilft alles nix.
Steht meiner Meinung nach dann alles in Relation zu den Kosten. Wird man am Ende nicht viel günstiger wie ein Neubau sein wieso dann Sanierung?
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