ᐅ Sondertilgung oder Bausparvertrag 2036: Lohnt sich die Anschlussfinanzierung?
Erstellt am: 10.01.26 22:10
Hallo zusammen,
ich überlege gerade, wie ich meine Anschlussfinanzierung 2036 am besten vorbereite. Mein aktueller Kredit läuft mit 1,4 % Zins, die Restschuld wird voraussichtlich bei ca. 232.000 € liegen. Ich habe ein monatliches Budget von 400 €, das ich entweder in Sondertilgungen oder einen Bausparvertrag (BSV) investieren könnte.
Hier mein Vergleich der beiden Szenarien über die kommenden Jahre:
Bis 2036
Option A – Sondertilgung:
Lohnen sich die ca. 6.000–10.000 € Zinsersparnis, wenn man dafür die Flexibilität der Sondertilgung aufgibt und sich ab 2036 auf eine hohe Rate festlegt?
Hat jemand Erfahrung mit einem ähnlichen Modell (BSV als „Zinsversicherung“)? Würdet ihr es wieder machen?
Danke schon mal für eure Tipps!
ich überlege gerade, wie ich meine Anschlussfinanzierung 2036 am besten vorbereite. Mein aktueller Kredit läuft mit 1,4 % Zins, die Restschuld wird voraussichtlich bei ca. 232.000 € liegen. Ich habe ein monatliches Budget von 400 €, das ich entweder in Sondertilgungen oder einen Bausparvertrag (BSV) investieren könnte.
Hier mein Vergleich der beiden Szenarien über die kommenden Jahre:
Bis 2036
Option A – Sondertilgung:
- 4.800 € pro Jahr direkt in den Kredit
- Restschuld 2036: ca. 184.000 €
- 400 € monatlich in einen BSV (100.000 €, 1,56 % Darlehenszins)
- Restschuld sinkt langsamer
- Netto-Restschuld nach Verrechnung des Guthabens: ca. 187.000 €
- Nachteil: ca. 3.600 € höhere Zinsen in der Ansparphase
- Bei 3,5 % Marktzins: Vorteil BSV ca. 6.100 €, monatliche Rate BSV 1.565 € vs. Sondertilgung 1.315 €
- Bei 4,5 % Marktzins: Vorteil BSV ca. 10.500 €, monatliche Rate BSV 1.655 € vs. Sondertilgung 1.405 €
- Zinswette: Der BSV lohnt sich rechnerisch erst bei höheren Zinsen (ab ca. 4 %). Bei 3,5 % ist der Vorteil über 25 Jahre eher gering (ca. 240 € pro Jahr).
- Liquidität: Ab 2036 muss man beim BSV deutlich mehr zahlen (ca. 250 € mehr/Monat).
- Flexibilität:
- Sondertilgung = Zahlungen lassen sich jährlich anpassen
- BSV = Bindung an Sparplan und hohe Tilgungsraten
Lohnen sich die ca. 6.000–10.000 € Zinsersparnis, wenn man dafür die Flexibilität der Sondertilgung aufgibt und sich ab 2036 auf eine hohe Rate festlegt?
Hat jemand Erfahrung mit einem ähnlichen Modell (BSV als „Zinsversicherung“)? Würdet ihr es wieder machen?
Danke schon mal für eure Tipps!
Elias85 schrieb:
Bis 2036
Option A – Sondertilgung:
- 4.800 € pro Jahr direkt in den Kredit
- Restschuld 2036: ca. 184.000 €
Hast du Option A mit 10 Jahren je 4800 Euro Sondertilgung zahlen gerechnet? Dann ist die Restschuld 2036 geringer als 184000 Euro.Der Flexibilität der Sondertilgung und der freien Gestaltung der Restschuld in 10 Jahren würde ich den Vorzug geben.
Elias85 schrieb:
Option B – Bausparvertrag:
- 400 € monatlich in einen BSV (100.000 €, 1,56 % Darlehenszins)
- Restschuld sinkt langsamer
- Netto-Restschuld nach Verrechnung des Guthabens: ca. 187.000 €
- Nachteil: ca. 3.600 € höhere Zinsen in der Ansparphase
Verstehe das Konstrukt nicht, wie soll die Restschuld von 187000 € erreicht werden?R
RotorMotor11.01.26 09:30Leider sind beide Rechnungen falsch.
Bei Option A fehlt auf jeden Fall der gesparte Zins.
Option B verstehe ich gar nicht so richtig.
Sind sind die 3000 oder 3600 die Abschlussgebühren vom BSV?
Zinsen können es ja erstmal nicht sein.
Ich würde einen BSV immer als Versicherung gegen steigende Zinsen sehen.
Wenn du das brauchst um gut zu schlafen würde ich einen abschließen.
Leider weiß niemand, ob die Zinsen bei 3 oder 4 oder sogar wieder 1 oder vielleicht sogar 8% und höher liegen.
Bei Option A fehlt auf jeden Fall der gesparte Zins.
Option B verstehe ich gar nicht so richtig.
Sind sind die 3000 oder 3600 die Abschlussgebühren vom BSV?
Zinsen können es ja erstmal nicht sein.
Ich würde einen BSV immer als Versicherung gegen steigende Zinsen sehen.
Wenn du das brauchst um gut zu schlafen würde ich einen abschließen.
Leider weiß niemand, ob die Zinsen bei 3 oder 4 oder sogar wieder 1 oder vielleicht sogar 8% und höher liegen.
P
Papierturm11.01.26 10:11Wie @kbt09 und @RotorMotor schrieben ist die Rechnung falsch und deutlich zugunsten des BSV verzerrt.
Rechnet man den Zinseszins-Effekt ein, müsste man von sehr hohen Zinsen ausgehen (also geschätzt eher jenseits der 5%), damit sich der BSV lohnt.
Bei BSV verdient in aller Regel nur die Bausparkasse.
Rechnet man den Zinseszins-Effekt ein, müsste man von sehr hohen Zinsen ausgehen (also geschätzt eher jenseits der 5%), damit sich der BSV lohnt.
Bei BSV verdient in aller Regel nur die Bausparkasse.
H
HuppelHuppel11.01.26 10:14Solange der EZB Zins bei zwei Prozent liegt, 200€ aufs Trade Republic Konto und 2% kassieren, 200€ -> ETF.
N
nordanney11.01.26 11:17HuppelHuppel schrieb:
Solange der EZB Zins bei zwei Prozent liegt, 200€ aufs Trade Republic Konto und 2% kassieren, 200€ -> ETF.Würde bei dem Darlehenszins und einem Zeithorizont jenseits von gut und böse auch Alternativanlagen nehmen. Sondertilgungen sind wirtschaftlicher Unfug. So wenig tilgen wie möglich.Ähnliche Themen