Hallo zusammen,
Mein Mann und ich waren heute auf der Hausmesse eines Holzhausbauers aus der Region (Schleswig-Holstein) und haben dort die Vestaxx Fensterheizung kennengelernt.
Gibt es hier jemanden, der mit der Vestaxx Fensterheizung Erfahrungen hat?
Zunächst klingt es erstmal befremdlich, die Heizung in den Fenstern zu haben. Bei den 3-fach verglasten Fenstern wird auf der Rückseite der innersten Scheibe über Nanotechnologie irgendeine unsichtbare Schicht aufgebracht, die über Infrarot die Scheibe auf bis zu 40 Grad erwärmt und den Raum aufheizt. Die Wärme hat sich tatsächlich sehr angenehm angefühlt und die Fenster waren von außen (heute <10 Grad) tatsächlich eiskalt. Angeblich soll die Vestaxx Fensterheizung 92% der Wärme an den Raum abgeben und die TU Berlin hat dieses Vestaxx Fensterheizungs-System getestet und für gut befunden. Auf dem Markt ist das wohl erst seit kurzem.
Insgesamt finde ich das ganz interessant, deutlich günstiger als andere Heizsysteme, man kann jeden Raum individuell steuern und im Gegensatz zu einer Fußbodenheizung ist sie sehr agil.
Sinnvoll ist das ganze natürlich nur bei einem Niedrigenergiehaus (der Holzbauer baut bevorzugt 40+), da das ganze über Strom betrieben wird. In diesem Fall soll die Vestaxx Fensterheizung aber echt nicht viel Strom verbrauchen.
Soweit der Eindruck von der Messe, natürlich wollen die das auch verkaufen.
Was sind eure Vestaxx Erfahrungen? Habt ihr von dem System schon mal gehört? Ist das eine Alternative zu den herkömmlichen Heizungen? Hat das eine Zukunft?
Mein Mann und ich waren heute auf der Hausmesse eines Holzhausbauers aus der Region (Schleswig-Holstein) und haben dort die Vestaxx Fensterheizung kennengelernt.
Gibt es hier jemanden, der mit der Vestaxx Fensterheizung Erfahrungen hat?
Zunächst klingt es erstmal befremdlich, die Heizung in den Fenstern zu haben. Bei den 3-fach verglasten Fenstern wird auf der Rückseite der innersten Scheibe über Nanotechnologie irgendeine unsichtbare Schicht aufgebracht, die über Infrarot die Scheibe auf bis zu 40 Grad erwärmt und den Raum aufheizt. Die Wärme hat sich tatsächlich sehr angenehm angefühlt und die Fenster waren von außen (heute <10 Grad) tatsächlich eiskalt. Angeblich soll die Vestaxx Fensterheizung 92% der Wärme an den Raum abgeben und die TU Berlin hat dieses Vestaxx Fensterheizungs-System getestet und für gut befunden. Auf dem Markt ist das wohl erst seit kurzem.
Insgesamt finde ich das ganz interessant, deutlich günstiger als andere Heizsysteme, man kann jeden Raum individuell steuern und im Gegensatz zu einer Fußbodenheizung ist sie sehr agil.
Sinnvoll ist das ganze natürlich nur bei einem Niedrigenergiehaus (der Holzbauer baut bevorzugt 40+), da das ganze über Strom betrieben wird. In diesem Fall soll die Vestaxx Fensterheizung aber echt nicht viel Strom verbrauchen.
Soweit der Eindruck von der Messe, natürlich wollen die das auch verkaufen.
Was sind eure Vestaxx Erfahrungen? Habt ihr von dem System schon mal gehört? Ist das eine Alternative zu den herkömmlichen Heizungen? Hat das eine Zukunft?
E
EinHausfür513.11.21 22:46Durran schrieb:
was passiert wenn die Heizung im Fenster mal kaputt ist. Steht dann ein neues Fenster an?Bei Nachbarn von uns war damals kurz nach dem Einzug in der Fußbodenheizung ein Leck und das ganze EG unbewohnbar. Die wurden über mehrere Wochen ins Hotel ausquartiert und alles wurde neu gemacht. Da tausche ich lieber ein kaputtes Fenster aus. 😉Ohne Innovationen gibt es doch auch keine Weiterentwicklung. Warum darf es in diesem Bereich nichts neues geben? Ich jedenfalls finde das System erstmal sehr interessant und bin dem grundsätzlich offen gegenüber eingestellt. Ob es sinnvoll ist, damit ein ganzes Haus zu heizen, muss man dann sehen.
Benutzer200 schrieb:
Manko: Für Warmwasser benötigst Du ein zusätzliches Gerät, im Idealfall eine Brauchwasser Wärmepumpe.Genau, in diesem Fall kombiniert der Holzhausbauer die Heizung mit einer Brauchwasser Wärmepumpe. Die kommt dann zusätzlich dazu. Das Unternehmen fährt die Strategie, dass man die eingesparten Kosten in eine große Photovoltaikanlage investiert, damit man die Heizung und die Wärmepumpe dann möglichst durch selbsterzeugten Strom betreibt.
Ich muss mich mit dem Thema noch ausführlicher beschäftigen. Ich fand es aber auf den ersten Blick sehr spannend, falls es wirklich so funktioniert, wie angepriesen. Und ob man es dann im ganzen Haus oder nur in einigen Räumen einsetzt, muss man sehen.
Wir sind heute extra noch durch das Bürogebäude gelaufen und haben ein Büro gesucht, in dem die Heizung an war. Die Räume waren zumindest alle schön warm.
EinHausfür5 schrieb:
Bei Nachbarn von uns war damals kurz nach dem Einzug in der Fußbodenheizung ein Leck und das ganze EG unbewohnbar.Gut man kann natürlich auch alles falsch machen. Ansonsten ist ein Leck meistens innerhalb weniger Tage repariert(das Meiste davon sind Trocknungszeiten also keine Arbeitszeit) Ohne die Bewohner auszuquartieren.H
hampshire14.11.21 00:06Die Idee über Fenster zu heizen bietet eine Kombination von Strahlungswärmequelle mit architektonischer und gestalterischer Freiheit. Ist sicher auch klasse zum Nachrüsten in aufgedämmten Bestandsimmobilien ohne wasserführende Infrastruktur.
Die Heizkosten dürften nicht optimiert günstig ausfallen, die Haltbarkeit schätze ich aufgrund der simplen bewegungsarmen Technik als lang ein, die Handhabung dürfte supersimpel ausfallen, dazu sicherlich wartungsarm.
Anders oder neu ist erstmal weder „besser“, noch „schlechter“, scheint aber manchmal als Bedrohung empfunden zu werden und provoziert oft reflexartige Ablehnung.
Die Heizkosten dürften nicht optimiert günstig ausfallen, die Haltbarkeit schätze ich aufgrund der simplen bewegungsarmen Technik als lang ein, die Handhabung dürfte supersimpel ausfallen, dazu sicherlich wartungsarm.
Anders oder neu ist erstmal weder „besser“, noch „schlechter“, scheint aber manchmal als Bedrohung empfunden zu werden und provoziert oft reflexartige Ablehnung.
R
RotorMotor14.11.21 08:13hampshire schrieb:
Die Heizkosten dürften nicht optimiert günstig ausfallen, Eine reine Stromheizung günstig?Wie das?
Was sagt denn der Energieausweis für die KFW zum Heizenergiebedarf?
Wenn ich meinen richtig lese, brauche ich bei meinem 55er Bau 11000kWh im Jahr. Beim COP von 4 sind das zwischen 3500-4000kWh Strom. Das hier Ist eine Stromdirektheizung. Muss man wirklich sehr gut durchrechnen für die nächsten Jahrzehnte. Auch das Risiko muss mit einberechnet werden, dass das Konzept am Markt nicht angenommen wird und es in 15 Jahren keine Ersatzteile gibt. Für eine Fußbodenheizung gibt es immer eine Wärmequelle zum ankoppeln.
Solar muss wirklich schon sehr groß dimensioniert sein. Gestern habe ich aus meinem Ost-West 10kWp ganze 1,412kWh rausbekommen. Das deckt nicht einmal meinen Standbybedarf im Haus ohne Heizbetrieb.
Wenn ich meinen richtig lese, brauche ich bei meinem 55er Bau 11000kWh im Jahr. Beim COP von 4 sind das zwischen 3500-4000kWh Strom. Das hier Ist eine Stromdirektheizung. Muss man wirklich sehr gut durchrechnen für die nächsten Jahrzehnte. Auch das Risiko muss mit einberechnet werden, dass das Konzept am Markt nicht angenommen wird und es in 15 Jahren keine Ersatzteile gibt. Für eine Fußbodenheizung gibt es immer eine Wärmequelle zum ankoppeln.
Solar muss wirklich schon sehr groß dimensioniert sein. Gestern habe ich aus meinem Ost-West 10kWp ganze 1,412kWh rausbekommen. Das deckt nicht einmal meinen Standbybedarf im Haus ohne Heizbetrieb.
RotorMotor schrieb:
Eine reine Stromheizung günstig? Wie das?genau!
Dies ist eine reine E-direkt-Heizung!
Hat also dieselbe Heizwirkung wie ein E-Heizer im Raum (thermoelektrisches WärmeÄquivalent)
E-DirektHeizer haben per Prinzip nahezu 100% Heizwirkungsggrad weil 100% "Verlustwärme"
Evtl in der Scheibe noch etwas schlechter, da - wie genannt - ca 8% der Wärme nach außen verloren gehen.
Nachteil ist (grundsätzlich) die quadratisch abnehmende Heizwirkung bei Strahlungshzg:
bei doppeltem Abstand ist die Heizwirkung nur 1/4.
Außer die Strahlung trifft auf Festkörper, die sich erwärmen und per Konvektion die Luft
heizen.
Derartige Heizmärchen bzgl E- Sparsamkeit werden schon seit 40 Jahren
von interessierter Seite verbreitet.
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