ᐅ Interessierte an Doppelhaushälften: Howto und mit wem lieber nicht
Erstellt am: 27.02.26 18:32
In meiner Antwort https://www.hausbau-forum.de/threads/time-planung-e-k-erfahrungen.d5i1i6/page-12/#s9k9z2 wollte ich einen Absatz anfügen, der jedoch vom Volumen her zu einem eigenständigen Beitrag angewachsen ist, daher habe ich ihn hierhin ausgegliedert.
Ich rate zur grundsätzlichen Abstandnahme von Doppelhausprojekten auf kleinen Campi, die von Bauträgern (oder solchen, die es gerne wären) initiiert werden: das kann prinzipbedingt nur unter phantastischen Glücksbedingungen gelingen. Es gibt im Grunde nur zwei Formen von Doppelhausprojekten (und fast nichts dazwischen):
Modell A
ist dafür geeignet, Wohneigentumsprojekte für junge Familien zu verwirklichen. Für eine wirtschaftliche Durchführung und Abwicklung wird ein Campus benötigt, der sich wie ein Kuchenblech mit je Bauabschnitt und Ort mindestens zehn bis zwölf gleichförmigen Doppelhäusern (also 20 bis 24 Hälften) bestücken läßt. Auch eine ungerade Zahl von Einheiten ist möglich, indem man Dreierriegel von Reihenhäusern einstreut (ein Doppelhaus ist ja vom Konzept her nichts anderes als zwei Reihenendhäuser ohne Mittelhaus aneinandergebaut). Reihenmittelhaus stoßen jedoch auf eine signifikant schwächere Nachfrage, und auch die REH werden weniger nachgefragt als Doppelhaushälfte ohne dritten Nachbarn dazwischen. Solche Projekte laufen am Markt gut und drehen schnell, zudem sie häufig bereits mit einer Warteliste (der leer ausgegangenen Interessenten benachbarter Projekte) starten. Dabei ist ein sehr hilfreiches weiß_Gott_nicht_Detail, daß die Häuser denen dieser Nachbarprojekte wie ein Ei dem anderen ähneln – daraus entsteht die weitgehende Konvertierbarkeit der Interessenten.
Modell B
ist die Variante für „Selbsthilfegemeinschaften“ und gleichzeitig eine attraktive Alternative für diejenigen Interessenten, die sich den Rahmen der Individualisierung weiter gesteckt wünschen, als es bei den geklonten Weihnachtsplätzchen möglich ist. Die einzelnen Einheiten können sich stärker unterscheiden (und müssen dies auch, da die einzelnen Bauplätze ungleichmäßiger parzellierbar sind). Statt C- oder Katzentischchenrandlagen größerer Campi geht es hier um deutlich kleinere Gesamtgrundstücke. Regelmäßig handelt es sich um bestehende Baulücken oder solche, die erst durch den Abriss eines freistehenden EFH herzustellen sind. Eine typische Gesamtzahl der möglichen Hauseinheiten liegt dabei zwischen 2 und 7, was selbst bei gleichförmigen Einheiten deutlich unterhalb des „günstigen Drehzahlbereiches“ für serielle Bebauung liegt. Meist ist hier der erste Interessent der „Finder“ des Gesamtgrundstückes, dem es jedoch an finanzieller Potenz mangelt, auch „Founder“ des Gesamtprojektes sein zu können, und der sich dann eine Partnerfamilie als gewissermaßen „zweiten Mann zum Skat“ suchen muß, um sich miteinander zu einer „Selbsthilfegruppe“ zusammenzufinden. Soweit betrifft das zumindest diejenigen Grundstücke, die bestehende Baulücken oder mit einem abrißreifen EFH oder DH bestanden sind.
Grundstücke, die sich für eine Schaffung von drei oder mehr Bauplätzen eignen, kommen typischerweise garnicht in das Suchfenster einzelner bauwilliger Familien. Sondern sie werden dann meist von Maklern an Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, Bauunternehmer oder ambitionierte Bauträgerchen vermittelt. Nach meiner Wahrnehmung handelt es sich auch bei den Grundstücken der Time-Planung-Projekte um solche dieser Kategorie (die aus den genannten Gründen für professionelle Bauträger unwirtschaftlich sind und wo es annähernd aussichtslos ist, einen abgesprungenen Interessenten durch einen Nachrücker aus der Warteschlange zu ersetzen).
Interessierten an Doppelhaushälfte sei daher geraten, Bauträgerchen zu meiden, die Wege A oder B zu gehen und jedwede Hoffnung fahren zu lassen, wahrscheinlicher als einen Lottosechser einen dritten Weg zu finden !
Bis hierhin ersteinmal das, was an o.g. Stelle ein weiterer Absatz werden sollte :-)
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
Ich rate zur grundsätzlichen Abstandnahme von Doppelhausprojekten auf kleinen Campi, die von Bauträgern (oder solchen, die es gerne wären) initiiert werden: das kann prinzipbedingt nur unter phantastischen Glücksbedingungen gelingen. Es gibt im Grunde nur zwei Formen von Doppelhausprojekten (und fast nichts dazwischen):
Modell A
ist dafür geeignet, Wohneigentumsprojekte für junge Familien zu verwirklichen. Für eine wirtschaftliche Durchführung und Abwicklung wird ein Campus benötigt, der sich wie ein Kuchenblech mit je Bauabschnitt und Ort mindestens zehn bis zwölf gleichförmigen Doppelhäusern (also 20 bis 24 Hälften) bestücken läßt. Auch eine ungerade Zahl von Einheiten ist möglich, indem man Dreierriegel von Reihenhäusern einstreut (ein Doppelhaus ist ja vom Konzept her nichts anderes als zwei Reihenendhäuser ohne Mittelhaus aneinandergebaut). Reihenmittelhaus stoßen jedoch auf eine signifikant schwächere Nachfrage, und auch die REH werden weniger nachgefragt als Doppelhaushälfte ohne dritten Nachbarn dazwischen. Solche Projekte laufen am Markt gut und drehen schnell, zudem sie häufig bereits mit einer Warteliste (der leer ausgegangenen Interessenten benachbarter Projekte) starten. Dabei ist ein sehr hilfreiches weiß_Gott_nicht_Detail, daß die Häuser denen dieser Nachbarprojekte wie ein Ei dem anderen ähneln – daraus entsteht die weitgehende Konvertierbarkeit der Interessenten.
Modell B
ist die Variante für „Selbsthilfegemeinschaften“ und gleichzeitig eine attraktive Alternative für diejenigen Interessenten, die sich den Rahmen der Individualisierung weiter gesteckt wünschen, als es bei den geklonten Weihnachtsplätzchen möglich ist. Die einzelnen Einheiten können sich stärker unterscheiden (und müssen dies auch, da die einzelnen Bauplätze ungleichmäßiger parzellierbar sind). Statt C- oder Katzentischchenrandlagen größerer Campi geht es hier um deutlich kleinere Gesamtgrundstücke. Regelmäßig handelt es sich um bestehende Baulücken oder solche, die erst durch den Abriss eines freistehenden EFH herzustellen sind. Eine typische Gesamtzahl der möglichen Hauseinheiten liegt dabei zwischen 2 und 7, was selbst bei gleichförmigen Einheiten deutlich unterhalb des „günstigen Drehzahlbereiches“ für serielle Bebauung liegt. Meist ist hier der erste Interessent der „Finder“ des Gesamtgrundstückes, dem es jedoch an finanzieller Potenz mangelt, auch „Founder“ des Gesamtprojektes sein zu können, und der sich dann eine Partnerfamilie als gewissermaßen „zweiten Mann zum Skat“ suchen muß, um sich miteinander zu einer „Selbsthilfegruppe“ zusammenzufinden. Soweit betrifft das zumindest diejenigen Grundstücke, die bestehende Baulücken oder mit einem abrißreifen EFH oder DH bestanden sind.
Grundstücke, die sich für eine Schaffung von drei oder mehr Bauplätzen eignen, kommen typischerweise garnicht in das Suchfenster einzelner bauwilliger Familien. Sondern sie werden dann meist von Maklern an Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, Bauunternehmer oder ambitionierte Bauträgerchen vermittelt. Nach meiner Wahrnehmung handelt es sich auch bei den Grundstücken der Time-Planung-Projekte um solche dieser Kategorie (die aus den genannten Gründen für professionelle Bauträger unwirtschaftlich sind und wo es annähernd aussichtslos ist, einen abgesprungenen Interessenten durch einen Nachrücker aus der Warteschlange zu ersetzen).
Interessierten an Doppelhaushälfte sei daher geraten, Bauträgerchen zu meiden, die Wege A oder B zu gehen und jedwede Hoffnung fahren zu lassen, wahrscheinlicher als einen Lottosechser einen dritten Weg zu finden !
Bis hierhin ersteinmal das, was an o.g. Stelle ein weiterer Absatz werden sollte :-)
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ypg schrieb:
... falsches Forum... und das richtige wäre dann welches ?
[Beim Verschieben bitte die Verlinkung im "Ursprungsthema" beachten]
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https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
11ant schrieb:
.. und das richtige wäre dann welches ?
[Beim Verschieben bitte die Verlinkung im "Ursprungsthema" beachten]Ist nicht Dein ernst, oder? Das geht jetzt aber mit Dir etwas zu weit. Wenn ich etwas in einem falschen Thread poste und dann korrigiere, dann geht es hier jmd oder Dich einen Sch** an.
ypg schrieb:
Ist nicht Dein ernst, oder? Das geht jetzt aber mit Dir etwas zu weit. Wenn ich etwas in einem falschen Thread poste und dann korrigiere, dann geht es hier jmd oder Dich einen Sch** an.Aus Deiner Reaktion reime ich mir nun zusammen, was Du mit "... falsches Forum" gemeint haben magst. Vermutlich hattest Du hier etwas ganz anderes geschrieben und es wieder gelöscht und durch "... falsches Forum" ersetzt. Ja, siehst Du, deshalb mahnte meine Deutschlehrerin immer "sprecht bitte in ganzen Sätzen". Ohne Zusammenhang mußte ich natürlich annehmen, Du fändest meinen Eröffnungsbeitrag in diesem Forum falsch rubriziert. Das mußte mich natürlich höchst verwundert zurückfragen lassen, wo er denn sonst wohl hingehören sollte.
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