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ᐅ Garten und Katzenkot (Grundstücks- / Rechtsfrage)

Erstellt am: 08.10.23 11:51
K
kati1337
Moin,

Wir haben von einer Nachbarpartei eine Beschwerde erhalten, unsere Katzen würden auf ihr Grundstück koten. Direkt vor ihre Haustür / neben das Auto. Und es würde jetzt immer nach Kot riechen. Das sei nicht der Fall gewesen bevor wir hier gewohnt hätten.

Eigentlich mag ich die Leute ganz gerne, aber hier weiß ich nicht was ich tun soll. Wir wurden aufgefordert das zu unterbinden / dagegen was zu unternehmen. Ich wüsste aber nicht, was ich dagegen unternehmen soll? Die Katzen ( 2 Stück) sind seit über 10 Jahren Freigänger, ich kann die nicht plötzlich einsperren. Die bekommen eine Katzentoilette angeboten (auch draußen), gehen aber draußen vermutlich eher nicht auf die Katzentoilette.
Ich kann mir im konkreten Fall auch nicht vorstellen, dass das unsere Katzen waren. Die haben vor der Haustür und neben den Autos Schotter, außerdem ist das direkt an der Straße gelegen. So verhalten sich Katzen üblicherweise nicht? Unsere haben in der Vergangenheit immer eher uneinsehbar ihre Notdurft verrichtet (sind ja Tiere, die wollen dabei nicht angreifbar sein), und eher Gärten / Erde genutzt wo sie ihr Zeug verbuddeln konnten. Der Nachbar behauptet unsere Katzen seien gesehen worden. Belege dafür habe ich keine bekommen. Selbst wenn's unsere gewesen wären, wäre das glaube ich rechtlich nicht mal relevant.

Nun haben die ärgerlicherweise eine größere Menge Kot direkt vor unserer Garage auf die Zuwegung geschmissen.
Darüber ärgern wir uns jetzt wirklich sehr. Zum einen da keineswegs nachgewiesen ist, dass das unsere Katzen waren. Das was da auf dem Brett liegt sieht mMn nicht mal aus wie Katzenkot, zumindest nicht wie der von unserer Katze. Das ist viel zu viel, hat die falsche Farbe und ist auch irgendwie zu groß.
Und ich finde es wirklich unverschämt, direkt eine solche passiv-aggressive Maßnahme zu ergreifen, basierend auf reinen Vermutungen.

Die rechtliche Seite scheint hier ziemlich klar zu sein. Wir wohnen ländlich, hier im Wohngebiet laufen diverse Katzen frei (auch auf unserem Grundstück) und koten alle wo sie wollen. Es gibt zahlreiche Gerichtsurteile die besagen, dass so etwas im ländlichen Raum zu dulden ist. Ich glaube beschränkt auf bis zu 2 Katzen pro Grundstück.

Ich habe sie jetzt aufgefordert das Abladen von Kot auf unserem Grundstück zukünftig zu unterlassen. Ich könnte das natürlich, sollte es nochmal vorkommen, jetzt anwaltlich per Unterlassungserklärung zu unterbinden versuchen. Das wäre aber dem nachbarschaftlichen Verhältnis sicher nicht zuträglich.
Mit dieser Partei gab es leider im Vorfeld schonmal Scherereien. Damals haben wir die "Kröte geschluckt", um des lieben Friedens willen. Damals hatten sie sich beschwert, unsere Bauleute hätten sie zugeparkt. Ich hab's meinem BU weitergegeben, der hat sich fürchterlich aufgeregt weil das wohl völlig übertrieben gewesen sei - keine Ahnung ich war nicht vor Ort an dem Tag. Jedenfalls hat er's dann unterbunden, damit war gut. Interessant fand ich aber damals schon, dass die kurz nach ihrer Beschwerde über die einmalige Parkerei, ohne uns zu fragen, eine Palette auf unser Grundstück abgestellt haben welche dort mehrere Wochen stand. Ich hab' nichts dazu gesagt - wollte keinen Stress mit denen haben - fand es aber im Kontext ihrer eigenen Kleinlichkeit schon ziemlich frech.
Nun dachte ich das sei ausgestanden und man grüßt sich immer freundlich, und dann kam heute diese Beschwerde über die Katzen. Wie würdet ihr vorgehen?
Edit: Hier noch ein Foto - Exhibit A:

Holzbrett auf Kiesboden mit Schmutzklumpen und Baustoffresten drumherum


Was ich nicht möchte:
- Dass die weiter Kot unbekannter Herkunft auf unserem Grundstück abladen
- Das nachbarschaftliche Verhältnis zerstören
- Meine Katzen einsperren / abgeben
H
hanghaus2023
08.10.23 13:47
Bei mir rennen ständig Katzen durchs Grundstück. Nicht oft aber ab und zu findet man auch Kot unbekannter Herkunft (könnten Igel, Marder oder Katzen die Verursacher sein).

Ich räume das weg und gut ist.

Ich kann Dich verstehen. Ich habe mich auch anfangs über jeden Hundhalter aufgeregt, dessen Liebling auf mein Grundstück ge... hat. Auf Meinungsäusserungen wurde man noch beleidigt.

Nutze die Zeit, an Stelle sich mit so Leuten auseinanderzusetzen wegen jeden Sch... , lieber hier im Forum. 😉
kati133708.10.23 14:44
hanghaus2023 schrieb:

Bei mir rennen ständig Katzen durchs Grundstück. Nicht oft aber ab und zu findet man auch Kot unbekannter Herkunft (könnten Igel, Marder oder Katzen die Verursacher sein).

Ich räume das weg und gut ist.

Ich kann Dich verstehen. Ich habe mich auch anfangs über jeden Hundhalter aufgeregt, dessen Liebling auf mein Grundstück ge... hat. Auf Meinungsäusserungen wurde man noch beleidigt.

Nutze die Zeit, an Stelle sich mit so Leuten auseinanderzusetzen wegen jeden Sch... , lieber hier im Forum. 😉

Also quasi einfach weiterhin alles, was die einsammeln und uns vor die Tür legen, in den Müll schmeißen und gut sein lassen? Oder würdest du dagegen vorgehen, dass die uns das Zeug rübertragen?
Die erste "Deponierung" fand quasi direkt auf dem Zugang zum Haus statt. ich vermute, sobald wir draußen fertig sind legen sie's uns dann vor die Haustür. (?)

Edit: Bei uns rennen natürlich auch diverse Katzen auf dem Grundstück rum und koten hier auch rum. Neben unseren eigenen auch noch 6 andere Freigänger, oder mehr. Ich hab' sie nicht gezählt. ^^ ist mir ehrlicherweise auch egal.
Nicht mehr egal ist es mir bloß, wenn die Nachbarn anfangen alles was auf ihrem Grundstück anfällt zu uns rüberzutragen, egal wer der Verursacher war.
Y
ypg
08.10.23 15:52
kati1337 schrieb:

Ich finde es auch schade, dass das direkt so eskaliert,
Direkt eskalieren kann man es ja nicht nennen, wenn schon vorher etwas gewesen ist. Du erzähltest von dem Zuparken, und wenn der GU sagt, dass die Reaktion von denen „völlig übertrieben“ war, dann war da ja etwas, wo Du zwar nicht dabei warst, es aber wahrscheinlich auch nicht entschuldigt habt - zumindest nicht so, dass die Negativ-Erfahrung bei denen gelöscht wurde, sondern dass sie argwöhnischer auf Euch reagieren.
Ich kann mir auch vorstellen, dass sie sich jetzt nicht das zweite Mal erst über „die Neuen“ ärgern, da kann Krach-und-Baustaub-ertragen-müssen dazu beitragen, dass sie jetzt genau hinschauen, und zwar mit einer negativen Haltung. Die Situation wird auch nicht einfacher, wenn sie selbst keine Tiere haben oder Katzen nicht mögen. Oder wenn sie selbst nicht so ein Ventil für ihre Probleme haben wie Du es hier im Forum findest.
Fuchsbau35 schrieb:

Sollten der Kot aber nicht von deinen Katzen stammen, dann könntest du deinem lieben Nachbarn sämtlichen Wind aus den Segeln nehmen.
Das bringt aber sehr wahrscheinlich nicht viel. Da muss man wohl schon ordentliche Pluspunkte sammeln, um die wenigen Negativen zu kompensieren oder neutralisieren. Es könnte sogar mit solchen Untersuchungen, die unverhältnismäßig gesehen werden, so richtig nach hinten losgehen.
kati1337 schrieb:

Also quasi einfach weiterhin alles, was die einsammeln und uns vor die Tür legen, in den Müll schmeißen und gut sein lassen?

Ich würde es wie @hanghaus2023 es sagt, auch einfach entsorgen. Wenn es der Nachbar nicht kann, dann eben Ihr. Denn schließlich könnt ihr nicht ausschliessen, dass sie auf Nachbars Grund, in welchem Beetstück auch immer, bei welchem Nachbarn auch immer, also irgendwo als Freiläuferkatzen hinkoten. Und somit tut ihr da irgendwo Euren Ausgleich, egal um welche Wurst es genau geht.

Es ist halt immer so eine Sache mit der Toleranz. Ich versuche, mich dann immer in denjenigen des anderen hineinzuversetzen. Freunden lässt man einiges durchgehen, „Feinden“ nicht.
Man schiebt auch ganz gern mal den Buhmann in Richtung des anderen. Was wäre denn, wenn Ihr keine Katzen hättet, die Nachbarskatzen machen aber bei Euch hin. Dann würde es so aussehen, dass Du hier einen Post aufmachst, weil Du Angst hättest, dass Deine Kinder beim spielen mit dem Kot in Berührung kommen?!
.... wie @andimann - ich habe da mal die Suche benutzt und den hier gefunden:


https://www.hausbau-forum.de/threads/katzenkot-oder-wildtierlosung-achtung-haeufchenbild.28152/

Ein 43 Seiten langer Thread, wo viel ausgesprochen wird und auch die andere Seite gesehen wird.
Und ich kann spoilern: es löst sich noch auf, welches Tier die Ursache war.

Ich hätte da ehrlich gesagt auch keinen Bock drauf, Würste anderer Tiere wegzumachen oder in meinem Beet (Katzen)kot zu finden. Letzteres tue ich aber.
Ich räume auch im Vorgarten immer mal wieder ärgerliche Umverpackungen von Süssigkeiten und Eis weg. Da kommen auch nur unsere Nachbarn in Frage... finde es aber im Gegensatz zu Deinen Nachbarn affig, da ein Ding zu drehen, was meine Energien auffrisst und entsorge es halt und widme mich anderen Dingen.

Wenn bei uns auf einem Mal Hundekacke vor unserer Haustür liegen sollte, dann würde ich sie auch wegmachen, obwohl ich weiß, dass unser Hund im Umkreis von 200 Meter nicht kackt und weitere 20 Hunde dafür in Frage kommen können. Ich würde das auch nicht diskutieren.
Im Zweifel bin ich es, die für mein Tier verantwortlich ist - ich versuche alles, dass mein Tier meine Umgebung nicht stört. Wenn man einem quirligen Junghund, der der Wächter seines Anwesens und Besitzer ist, das Bellen abgewöhnen will und es nicht immer klappt, dann gehe ich offensiv bei den Nachbarn damit um: Schwäche zugestehen bringt Symphatie, Nachbarn mögen meinen Hund und ärgern sich nicht mehr über das kurze Gebell, was nun mal die Sprache der Hunde ist und auch nicht zu 100% eingedämmt werden soll.

Aber ja, jeder hat eine andere Frustationstoleranz. Da sollte man für sich abwägen, was schlimm oder schlimmer ist. Was thematisiert man, was macht man zum Mittelpunkt seines Alltags?
kati1337 schrieb:

Will heißen: Selbst wenn's meine Katze wäre die da hinmacht, müsste er's in seine Mülltonne tun, nicht in meine Garage.
Müsste... ja. Und was, wenn nicht? Du kannst andere nicht ändern, nur Deine Sichtweise. Es ist ja immer wieder etwas wahres an dem alten Spruch dran.
kati1337 schrieb:

Nicht mehr egal ist es mir bloß, wenn die Nachbarn anfangen alles was auf ihrem Grundstück anfällt zu uns rüberzutragen, egal wer der Verursacher war.
Da würde ich echt über den Dingen stehen.
kati133708.10.23 19:20
Jo, da ist was dran.
Mal schauen, wir haben die Häufchen von heute jetzt einfach weggemacht. Wenn ich sie das nächste mal sehe kann ich ja noch mal freundlich das Gespräch suchen. Meine Meinung bleibt aber bestehen, dass ich nicht glaube, dass es sich dabei ausschließlich um unsere Katzen handelt, und ich es nicht als gerechtfertig sehe, uns Häufchen rüberzutragen.
Trotzdem kann man ja vielleicht irgendwie nen Kompromiss finden. Ich will hier mit niemandem beef haben. Aber sich darüber aufregen bringt natürlich auch nichts.
OWLer08.10.23 20:08
Die "Bestandskatzen" in unserem Baugebiet waren auch über die Erschließung erbost und haben sich mit dem Kacken in die Sandkästen revanchiert.

Die Nachbarn, die es wirklich gestört hat, haben jetzt an den Sandkästen diese Ultraschall Marderschreck Geräte. Katzenhalter mit eigenem Sandkasten denken auch schon drüber nach das bei sich zu installieren....

Keine Ahnung wie gut das für die Viecher ist, aber helfen scheints wohl.

Wir haben auch 2 Katzen und Probleme wegen der Freilandhaltung von "Opfertieren" in der Nachbarschaft. Haben das kurz angesprochen und vorgewarnt, haben ein erschreckendes Echo bekommen und lassen seitdem keine Diskussionen mehr über das Thema aufkommen. Sämtliche Versuche in diese Richtung beenden wir mit: Artgerechte Haltung.
W
WilderSueden
08.10.23 20:37
Den Sandkasten deckt man am besten ab, damit er nicht zum Katzenklo wird. Und der Thread hat mich gerade dran erinnert, dass ich das vorhin vergessen habe 😉
Ansonsten befürchte ich, dass sich von den 3 Zielen nur 2 erreichen lassen. Wer das als Nachbar über den Zaun wirft, dürfte nicht an Deeskalation interessiert sein
grundstückhaustür