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ᐅ Neue Balkenköpfe im Altbau Mauerwerk - Luftumpült oder gedämmt, Anschlüsse?


Erstellt am: 18.03.26 07:47

L
Lupus23
18.03.26 07:47
Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zu einem Detail bei einer Altbausanierung.

Situation:
Altbau von ca. 1890
Ziegelmauerwerk, außen mit 5 cm EPS gedämmt
neue Holzbalkendecke wurde zwischen EG und OG eingezogen
neue Balkenköpfe liegen in Mauerwerksauflagern
Balkenköpfe seitlich und oben luftumspült
zugänglich sind diese Hohlräume aktuell noch aus dem OG, dort ist noch rohbau. Das EG ist bereits fertig.
Jetzt habe ich die Baufotos vom letzten Jahr gesichtet. Ich denke, dass der Anschluss der Balken im EG wahrscheinlich nicht wirklich luftdicht ausgeführt wurde.

Meine Frage ist jetzt:

Sollte ich die seitlichen und oberen Hohlräume an den Balkenköpfen locker mit Glaswolle füllen, oder besser offen lassen?

Meine Überlegung:

Wenn aus dem EG tatsächlich warme Raumluft in den Deckenrand gelangen kann, würde diese an den kälteren Balkenköpfen kondensieren. Wenn Dämmwolle drin ist, wäre dort weniger Wärmebrücke und kondensation, aber dafür kann es schlechter trocknen.

Offen lassen oder mit Mineralwolle füllen?
Ist hier das Hauptproblem eher die fehlende Luftdichtheit am Wand-Decken-Anschluss als der Hohlraum am Balkenkopf selbst?

Es handelt sich um neue, trocken eingebaute Balkenköpfe, aktuell ohne sichtbare Feuchteprobleme.

Danke euch für Einschätzungen.
Fotos anbei, von verschiedenen baustadien im EG wo man die balkenauflager und anschlüsse teilweise sieht, sowie Fotos aus dem OG in die auflager hinein.




W
wpic
18.03.26 09:40
Keine Mineralwolle + keine synthetisch-organischen Fugenfüller/Acryl-/Silikon-Dichtmassen verwenden. Die Fugen zwischen Balkenkopf und Mauerwerk in voller Tiefe mit Hanf-Kalfaterfaser ausstopfen und zum Raum hin mit einem Lehm-Fugenfüller/Lehmkleister/Spritzkork luftdicht verschließen.
N
Nauer
18.03.26 16:53
Hi,

du denkst schon in die richtige Richtung, auch wenn’s ein bisschen nach „entweder oder“ klingt, obwohl das eigentliche Problem woanders sitzt. Der Hohlraum am Balkenkopf ist selten der Auslöser, sondern eher der Empfänger von dem, was aus dem EG unkontrolliert nachströmt. Und genau diese Luftdichtheit am Wand-Decken-Anschluss ist der Knackpunkt, nicht die Frage ob da jetzt Glaswolle drin liegt oder nicht.

Wenn warme Raumluft hochzieht, reichen schon ein paar Liter pro Stunde, und du hast bei winterlichen Bedingungen schnell Tauwasser an den kühleren Ziegeln oder am Holz. Mit Mineralwolle reduzierst du die Temperaturdifferenz etwas, ja, aber du verhinderst nicht die Konvektion. Im Gegenteil, wenn die Luft weiter rein kann, „versteckst“ du das Problem eher, weil es langsamer austrocknet.

Offen lassen ist bauphysikalisch ehrlicher, aber halt nur dann unkritisch, wenn wirklich keine warme Luft nachkommt. Und da wäre meine Frage: Hast du irgendeine Chance, den Anschluss nachträglich luftdicht zu bekommen, z.B. über eine saubere Anarbeitung im OG bevor der Aufbau zu ist?

EPS außen mit 5cm ist im Altbau übrigens so eine Sache, das verschiebt dir die Temperaturzone schon merklich nach innen, was die Balkenköpfe sensibler macht als früher. Ganz dramatisch ist das nicht, aber es verzeiht weniger.

Ich würde also weniger über „füllen oder nicht“ nachdenken, sondern wie du die Leckage minimierst. Dämmung kann man ergänzen, Luftdichtheit nicht so einfach ignoriern.
L
Lupus23
18.03.26 22:06
Hallo,

Danke euch für eure Antworten.
Ja die sauberste Lösung wäre vermutlich luftdichtigkeit herstellen. Vermutlich wäre es von oben möglich, wenn man die Decke lokal nochmal etwas öffnet. Aber schon recht aufwändig. Wir würde man das am besten abarbeiten - kompriband o.ä. Um den Balken und dann anputzen?

Die Frage ist, was passiert wenn ich das jetzt nicht mache. 
Habe mal rechnen lassen - taupunkt (außen -5, innen 20, rLF innen 50%j läge außerhalb in der Dämmung. Bei 60% auch noch. 
Allerdings ist die Situation bei deutlichen Leckagen Ja komplexer als das und vermutlich kritischer? 
Gehen mir dann echt die Köpfe rasch kaputt? Wird das regelhaft so gemacht mit luftdichtigkeit im Auflager ? 

Viele Grüße 
N
Nauer
19.03.26 14:34
Also, das mit der Luftdichtheit ist in Altbauten immer so eine Sache, besonders, wenn man sich im Nachhinein mit der Thematik auseinandersetzt. Ich verstehe schon, dass du denkst, es könnte zu aufwändig werden, aber wenn du den Riss im Balken als Symptom einer tieferliegenden Baustelle siehst, wäre eine saubere Lösung an der richtigen Stelle tatsächlich der langfristige Weg.

Kompriband ist in solchen Fällen tatsächlich eine gängige Option. Der Trick ist, es richtig zu verarbeiten – das heißt, die Anschlüsse müssen wirklich dicht gemacht werden, ohne dass du die Wandstruktur weiter beschädigst. Diese Lösung wird oft unterschätzt, gerade wenn’s darum geht, den Luftaustausch wirklich zu stoppen. Sonst kommst du da in den Bereich, wo du das Tauwasser auf Dauer einfach nicht in den Griff bekommst. Und das führt dann dazu, dass die Balkenköpfe schneller angegriffen werden, als dir lieb ist.

Die Frage, ob das „regelhaft so gemacht“ wird, ist in Altbaugeschichten immer schwierig zu beantworten. Gerade beim Auflager von Balken sieht man oft keine perfekte Luftdichtheit – und das rächt sich manchmal bei längeren und strengeren Wintern. In deiner Situation ist das Risiko, dass du ohne entsprechende Abdichtung die Bausubstanz auf Dauer beeinträchtigst, real. Ob’s wirklich „die Köpfe rasch kaputtgehen“ – das weiß man leider erst dann, wenn es zu spät ist.

Wenn du ehrlich bist: Hast du das Gefühl, dass sich der Riss über die Zeit verändert oder wächst? Oder ist er momentan eher ein Schattenspiel des schlechten Bauklimas? Vielleicht lässt sich dann auch abschätzen, wie dringend das Thema wird.
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