Blavin schrieb:
Mit dieser Vorgehensweise habe ich sehr gute Haftung erzielt.Das sehe ich grundsätzlich auch so, möchte aber hinterfragen, wie nachhaltig die Lackierung in Bezug auf die Oberfläche wirklich ist. Es sind ja keine Massivholzplatten, sondern Spanplatten mit Dekorschicht. Wie lange hält der Lack wirklich bei starker Beanspruchung, z.B. in Wohnräumen mit täglicher Nutzung? Sollte man nicht besser alternative Oberflächenveredelungen wie Beschichtungsfolien in Betracht ziehen, die auch weniger aufwändig vorbereitet werden müssen? Zudem: Mit welchem Haftgrund genau arbeitest du? Reiniger und Schleifpapier sind bekannt – aber die Haftgrundwahl ist oft ausschlaggebend.
kasan schrieb:
Mit welchem Haftgrund genau arbeitest du?Ich habe bisher PU-Haftgrund von bekannten Lackherstellern verwendet, speziell jene mit expliziter Eignung für Kunststoffe und beschichtete Platten. Wichtig ist, dass der Haftgrund chemisch mit der Oberfläche reagiert und eine mikromechanische Verzahnung durch das Schleifen ermöglicht wird. Zur Haltbarkeit: Klar, bei starker mechanischer Beanspruchung muss man generell bei solchen Möbelsystemen Abstriche machen. Aber für den üblichen Wohngebrauch halten Oberflächen mit guter Vorbereitung und vernünftiger Lackierung deutlich länger als man denkt.
Blavin schrieb:
PU-Haftgrund von bekannten Lackherstellern verwendet, speziell jene mit expliziter Eignung für Kunststoffe und beschichtete Platten.Interessant. Hast du Vergleiche, ob 2K-PU-Grundierung besser hält als z.B. spezielle Haftvermittler auf Acrylbasis? Ich frage, weil der höhere technische Aufwand und die nötige Sicherheitsausstattung bei 2K-Produkten nicht für jeden das Richtige sind. Alternative, weil beim Lackieren von Möbeln oft abgestimmt auf Innenanwendung ohne besonders toxische Stoffe sein sollte.Ich möchte ergänzen, dass es auch Haftgrund-Primer auf Acrylbasis gibt, die mit der Beschichtung der BESTÅ gut funktionieren. Diese sind weniger giftig und einfacher in der Anwendung.
Wichtig: Damit die Lackierung langlebig ist, muss man aber wirklich überall gleichmäßig schleifen, damit der Haftgrund überall greifen kann. Das gilt auch für Kanten und schwer zugängliche Stellen.
Wenn du dir unsicher bist, würde ich mit einem kleinen Teststück starten, um die Reaktion von Haftgrund und Lack auf der Oberfläche zu prüfen.
Wichtig: Damit die Lackierung langlebig ist, muss man aber wirklich überall gleichmäßig schleifen, damit der Haftgrund überall greifen kann. Das gilt auch für Kanten und schwer zugängliche Stellen.
Wenn du dir unsicher bist, würde ich mit einem kleinen Teststück starten, um die Reaktion von Haftgrund und Lack auf der Oberfläche zu prüfen.
Hey, eine kleine Ergänzung von mir: Wenn du die Möbel ohnehin auseinandernehmen kannst (Rückwände, Türen), dann mach das. Das Schleifen und Lackieren wird viel einfacher, und du erreichst auch die Kanten sauber. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man daheim in der Ecke etwas übersieht und später die Farbe wieder abplatzt.
Und ja, Geduld ist die halbe Miete. Lass jede Schicht richtig durchtrocknen – auch wenn’s schwerfällt. So verhinderst du unschöne Blasen oder Rissbildungen. Dann wird das schön!
Und ja, Geduld ist die halbe Miete. Lass jede Schicht richtig durchtrocknen – auch wenn’s schwerfällt. So verhinderst du unschöne Blasen oder Rissbildungen. Dann wird das schön!
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