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ᐅ iSFP erhöht KfW 261 Zuschuss um 5 %?


Erstellt am: 14.02.26 18:28

S
Stiwa23
14.02.26 18:28
Guten Abend,

nachdem ich zwei Energieberater kontaktiert hatte und zwei unterschiedliche Aussagen hierzu bekommen habe, bin ich doch etwas irritiert.

Es geht um die vollumfängliche Kernsanierung eines Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung aus 1970 in Holztafelbauweise zu einem KfW 55 EE bzw KfW 70 EE, zumindest so meine Vorstellung. Den Energieberatern hatte ich es auch so kommuniziert, dass es um den BzA für KfW 261 geht. Einer hat einen iSFP empfohlen, mit dem Argument, dass bei KfW 261 der Zuschuss um 5% erhöht werden kann. Der andere meinte, dass für den BzA der iSFP Voraussetzung wäre, es aber keinen Extra Zuschuss gibt. 

In der aktuell gültigen Version der KfW des Merkblattes "BEG Wohngebäude Kredit Effizienzhaus" wird der iSFP überhaupt nicht mehr erwähnt, in vorherigen Versionen war dem so. beim Anruf bei der KfW hat man auf den Energieberater verwiesen und gar keine Aussage hierzu getroffen. Ich bin der Meinung, dass es keinen extra Zuschuss für KfW 261 gibt und der iSFP auch keine Voraussetzung für den BzA ist, ich könnte mich aber auch irren.

Wie ist es denn tatsächlich im Jahr 2026?
1
11ant
14.02.26 19:05
Stiwa23 schrieb:
vollumfängliche Kernsanierung eines Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung aus 1970 in Holztafelbauweise zu einem KfW 55 EE bzw KfW 70 EE

Bist Du sicher, daß vor diesem Hintergrund ein gescheiter Sanierungsfahrplan seinen hauptsächlichen Sinn bei der Optimierung des Zuschüßchens entfaltet ?
Ein "Fertig"haus aus 1970 ist schon kein Spaziergang zu sanieren, selbst wenn der Hersteller noch in der gleichen Hand sein sollte.

https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
S
Stiwa23
14.02.26 20:50
Mir ist die Problematik des Fertighauses und dessen Sanierung bewusst. Es gibt ein massives Untergeschoss mit guter Statik das damals bauseits errichtet worden ist, kein 1970er "Fertighauskeller" mit wenig bzw. keiner Lastreserve und einen massiven Anbau aus 1980. Günstig wird es nicht, aber definitiv günstiger im Vergleich zum Neubau. Kostenplanung liegt aktuell bei 2.400 €/m². Wärmepumpe mach ich selbst und Fußbodenheizung sowie Estrich wird vergeben.

Eine vollumfängliche Sanierungsplanung finde ich dagegen deutlich wichtiger und ist der Grundpfeiler der vollumfänglichen Sanierung.

Ich sehe den Sinn des iSFP nicht, zumindest im KfW 261 spielt er keine Rolle meiner Meinung nach oder bist da anderer Meinung? Unnötige Kosten brauche ich nicht unbedingt bezahlen.
S
Stiwa23
14.02.26 21:10
Den Energieberater brauche ich für den BzA und ggf. für die Eigenleistungen, aber da hätte ich im Bereich Wärmepumpe noch einen Heizungsbauermeister.

Architekt ist auch so eine Sache, hinterm Bildschirm und am Telefon stark, aber auf der Baustelle irgendwie nicht. Mit Fachwissen haben die bisherigen Kandidaten nicht geglänzt, echt schwierig mit den Architekten.

Komplett neuer Dachstuhl mit insgesamt 300mm Dämmung, um auch die nächsten Jahre einen kühlen Kopf zu bewahren und den vorgegebenen U-Wert deutlich zu unterschreiten, ebenso beim Wandaufbau. Hier gibt es zwei Versionen, entweder Holzständer mit zusätzlicher Dämmung und Vorsatzschale oder "massive" Holzwand mit Holzfaserdämmung und Vorsatzschale. 

So ganz unbedarft bin ich nicht, nur eben beim BzA, iSFP und Förderdschungel.

1
11ant
14.02.26 23:35
Stiwa23 schrieb:
Es gibt ein massives Untergeschoss mit guter Statik das damals bauseits errichtet worden ist, kein 1970er "Fertighauskeller" mit wenig bzw. keiner Lastreserve

Stiwa23 schrieb:
Komplett neuer Dachstuhl mit insgesamt 300mm Dämmung,

Viele Fertighäuser sind damals auf gewöhnliche gemauerte Keller gestellt worden, die keineswegs auf explizit leichte Gebäude ausgelegt waren. Allerdings sind die "Fertig"häuser aus dieser Zeit nicht selten schwachbrüstig, was die Dachstühle bzw. die Wände im Hinblick auf schwerere neue Dachstühle anbelangt.

Stiwa23 schrieb:
Ich sehe den Sinn des iSFP nicht, zumindest im KfW 261 spielt er keine Rolle meiner Meinung nach oder bist da anderer Meinung?

Ich habe zu Sanierungsfahrplänen im Hinblick auf Förderprogramme überhaupt keine Meinung, halte nur grundsätzlich ein um so strukturierteres Vorgehen (einschließlich der Planung langjähriger und/oder mehrabschnittiger Maßnahmenkataloge) für ratsamer, je jetztzeitferner die Urstruktur des Gebäudes ist.

Stiwa23 schrieb:
Architekt ist auch so eine Sache, hinterm Bildschirm und am Telefon stark, aber auf der Baustelle irgendwie nicht. Mit Fachwissen haben die bisherigen Kandidaten nicht geglänzt, echt schwierig mit den Architekten.

Fähige Architekten mit Erfahrung im Bauen im Bestand sind generell Mangelware, speziell betreffend Holzrahmengebäuden potenziert sich das nochmals. Mit Neubauarchitekten, teils noch "grün hinter den Ohren", kann man so etwas kaum durchziehen. Viele Architekten können heute kaum noch Erfahrung gewinnen, weil es Mode geworden ist, sie nur bis zum Genehmigungsstempel zu mandatieren. Aber ohne Bauleitung und Abrechnung bleibt der Anfänger auch in der "Praxis" ewig ein unfertiger Student.
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S
Stiwa23
15.02.26 14:08
11ant schrieb:
Viele Fertighäuser sind damals auf gewöhnliche gemauerte Keller gestellt worden, die keineswegs auf explizit leichte Gebäude ausgelegt waren. Allerdings sind die "Fertig"häuser aus dieser Zeit nicht selten schwachbrüstig, was die Dachstühle bzw. die Wände im Hinblick auf schwerere neue Dachstühle anbelangt.

Ist mir bekannt und das Fertighaus kann den neuen Dachstuhl nicht tragen, daher gibt es auch zwei Lösungsvorschläge zum Wandaufbau und zur Statik. Mit dem Statiker habe ich noch einen Vorort Termin, um die Details zu besprechen. 

11ant schrieb:
Fähige Architekten mit Erfahrung im Bauen im Bestand sind generell Mangelware, speziell betreffend Holzrahmengebäuden potenziert sich das nochmals. Mit Neubauarchitekten, teils noch "grün hinter den Ohren", kann man so etwas kaum durchziehen. Viele Architekten können heute kaum noch Erfahrung gewinnen, weil es Mode geworden ist, sie nur bis zum Genehmigungsstempel zu mandatieren. Aber ohne Bauleitung und Abrechnung bleibt der Anfänger auch in der "Praxis" ewig ein unfertiger Student.

Im Zweifel mach ich es lieber ohne Neubauartisten oder Eierschalenträger. Es gibt noch einen Plan B vom Statiker.

Habe zwar zwei Architektenempfehlungen bekommen, aber die sind beide rund 80 - 150 km entfernt. Umkreis 20 - 30 km wäre mir lieber, aber für Bauen im Bestand echt Mangelware, der Statiker will noch sein Netzwerk befragen.
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