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ᐅ Ökologisch gebautes Haus mit Holzfassade Besonderheiten

Erstellt am: 29.01.22 22:22
H
Hausbaufaehig
Hallo zusammen,

ich lese schon eine ganze Weile hier im Forum mit, Danke an dieser Stelle an alle Mitglieder für die guten Tipps und konstruktive Kritik!
Nun ist es plötzlich auch bei uns so weit und es besteht die Möglichkeit einer Grundstück mit Haus zu erwerben.
Da es sich um ein nicht ganz alltägliches Objekt handelt, wollte ich mich einmal umhören, was die Foristen davon halten.
Vielleicht könnt ihr mir helfen, besser abzuschätzen auf was ich mich das einlasse bzw. was alles auf mich zu kommt.
Infos zum Haus:
  • Baujahr 1996
  • Holzständerbauweise
  • Holzfassade, Douglasie unbehandelt
  • Holzfenster doppelt verglast, keine Rollläden
  • Dielenboden, auch Küche/Badezimmer
  • Ölheizung, wird von Verkäufer noch durch Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt
  • Endenergieverbrauch laut Ausweis: 94 kWh/(m²a)
Im Anhang finden sich noch Diagramme mit Wand/Boden/Dachaufbau.

Vielleicht hat jemand mit den u.g. Punkten Erfahrung und kann etwas dazu sagen:
  • Hat eine Holzfassade neben Optik und evtl. Pflegebedarf noch andere Konsequenzen? Wäre das für jemanden ein Ausschlußkriterium?
  • Kann der Wand/Dachaufbau mit heutigen Standards halbwegs mithalten? Im Vergleich mit modernen Fertighäusern scheint deutlich weniger Dämmmaterial verbaut,
  • außerdem gibt es keine Installationsebene. Ist solch eine Wand aber trotzdem besser/wertiger als eine Massivhaus-Wand aus den 90ern?
  • Der Dielenboden im ganzen Haus macht mir etwas Sorgen; Wenn man da mal ein Glas Milch in der Küche verschüttet hat man direkt einen größeren Schaden, oder?
  • Hat jemand Erfahrung, wie es sich im Alltag mit einem (unversiegelten) Dielenboden lebt?
  • Bei den doppelt verglasten Fenster fehlen mir die Rollläden/Jalousien schon sehr, bin mir aber nicht sicher ob eine nachträgliche Anbringung bei dem
  • Baujahr noch Sinn ergibt oder ob neue Fenster inkl. Sonnen/Insektenschutz vernünftiger sind.
  • Die geplante Luft-Wasser-Wärmepumpe hat eine hohe Vorlauftemperatur (70°C) und sollte somit auch mit den vorhandenen Plattenheizkörpern zusammen arbeiten.
  • Spricht etwas dagegen? Es gibt zur Unterstützung noch einen Holzofen im Wohnzimmer (nicht wasserführend o.ä.)
Lage und Größe passen soweit, Preis dürfte etwas niedriger sein, aber heutzutage fällt es ja sowieso schwer festzustellen was ein Objekt kosten darf/sollte 😉

Freue mich über jegliche Antworten und versuche auf Rückfragen schnell zu reagieren,
LG und schönen Abend,
- Hausbaufaehig

Querschnitt Dachaufbau: Sparren, Dämmung (Isofloc 200 mm), Dampfbremse, Latten, Dachdeckung.


Querschnitt eines Bodenaufbaus mit Dielen, Fliesen, Fermacell, Dämmung, Balken und Kalksandstein.


Querschnitt einer Wand: Holzständer, Dämmung, Dampfbremse, Fermacellplatte
G
Gudeen.
31.01.22 16:32
taschenonkel schrieb:

Versteh mich nicht falsch: Ich finde die Wärmepumpe eine faszinierende Technik und hätte auch gerne eine, wenn die Umgebung stimmt. Das ist bei uns mit BJ83 und 400m2 Fläche leider nicht gegeben, trotz KFW100EE-Sanierung. Der Unterschied zur Erdwärmepumpe mit 4 Bohrungen und Pelletanlage betrug vor Förderung mehr als 20k Euro. Da ergibt die Pelletanlage als "kleinstes Klimaübel" einfach mehr Sinn. Ein Großteil des Altbaubestands in DE ist nicht ohne weiteres für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe geeignet. Punkt. Außer man möchte sich dumm und dämlich zahlen.

Kann sein, dass für dich Pellets am wirtschaftlichsten waren, aber was soll das Gerede über einen Großteil des Altbaubestandes, wenn es konkret um ein Haus von 1996 geht, das mit ein paar neuen Fenstern schon ordentlich gedämmt wäre?
Niemand behauptet, das es sinnvoll sei, WPs in unsanierte Altbauten zu bauen. In Kombination mit entsprechender Dämmung und Umbau auf Flächenheizung ist es aber meist die beste Alternative.
H
Hausbaufaehig
31.01.22 18:54
Danke nochmals für die rege Diskussion, das gibt mir einiges zu Denken (und Hausaufgaben).
Neben der Arbeit gab es heute nochmal einen anderen Besichtigungstermin, deswegen die späte Antwort.
Außerdem haben sich die Schwiegereltern mit einem etwas kuriosen Grundstücks/Hausbau-Vorschlag eingeschaltet.
Falls sich daraus etwas ergibt, würde ich wahrscheinlich auch hier im Forum um Rat fragen 😉
altoderneu schrieb:

es wäre aber ziemlich blöd, wenn ERST der Verkäufer aus dem vor 25 Jahren vermutlich gut durchdachten Haus die funktionierende Heizung rausreißen und ersetzen lässt

statt das stornieren und den Preis entsprechend etwas runterzusetzen ...

... und dann nach einem Winter frieren NOCHMAL in die Heizung zu investieren

sind bei so einem "zweistufigen" Vorgehen nicht mal schnell 10.000 € oder mehr verbrannt?
Ja, da wäre in der Tat eine blöde Situation. Falls es soweit kommt, werde ich nochmal nachfragen wie weit die Bestellung der Luftwärmepumpe
bereits ist (wenn ich es richtig in Erinnerung habe ist die schon länger bestellt aber wegen Lieferverzögerung noch nicht eingebaut).
Will jetzt die Verkäufer aber nicht damit "aufschrecken".
Deliverer schrieb:

Dass die neue Wärmepumpe 70° können soll, spricht für eine moderne Wärmepumpe mit R290 als Kältemittel. Das ist schonmal die halbe Miete, die Dinger laufen echt gut. Noch eine maximal große Photovoltaik aufs Dach, irgendwann neue Fenster, dann wird das schon.
Habe jetzt erfahren, dass es sich um eine Wolf CHA-10 handelt, also wie vermutet mit R290 und für mich als absoluten Laien recht groß dimensioniert?
taschenonkel schrieb:

Gerne gebe ich hier meinen Senf dazu. Der Wandaufbau ist für das Baujahr absolut in Ordnung und wird auch heute noch größtenteils so gemacht. 60x160mm Rahmen mit Mineralwolle oder Zelluloseinblasdämmung ist auch heute noch Standard, alternativ kann man auch Holzfaserplatten nehmen.
[...]
Das einzige, was heute noch anders gemacht wird, ist die Installationsebene, (ca. 6 cm, die noch mal mit Holzfaser oder Steinwolle gedämmt wird. Meist wird dazu eine OSB-Platte als luftdicht verklebte Schicht (=Dampfsperre) von innen auf den Rahmen geschraubt und dort wird die Installationsebene aufgebracht.
Danke für die Infos, das hört sich doch gut an! Werde mir beizeiten den genannten Youtube-Kanal ansehen!
P
pagoni2020
31.01.22 19:45
Sofern es auch in Realität so ist, dass der Besitzer sich jeweils tiefgreifendere Gedanken gemacht hat kann ich mir nicht vorstellen, dass er sich irgendeinen Heizkram hätte einbauen lassen.
Würde ich mein Haus verkaufen bzw. als ich das habe konnte ich dem Interessenten genau erklären, aus welchen Gründen ich etwas so entschieden habe.
Das kann dem Interessenten dann gefallen oder auch nicht.
D
Deliverer
31.01.22 20:44
Hausbaufaehig schrieb:

Habe jetzt erfahren, dass es sich um eine Wolf CHA-10 handelt, also wie vermutet mit R290 und für mich als absoluten Laien recht groß dimensioniert?
Nö, unter den gegebenen Werten und da wahrscheinlich keine weiteren Anpassungen am Heizsystem vorgenommen worden sind und dann auch noch mit Heizkörpern, dürfte die schon passen. Die kleine 7er kommt auch nur 30% weiter runter.
L
leschaf
31.01.22 22:22
Ich kann dich bzgl des Dielenbodens beruhigen: Ich wohne jetzt seit fast 15 Jahren in verschiedenen Wohnungen mit Dielenboden. Von kotzenden Studenten über umgekippte Erdbeershakes und inzwischen 2 Jahre Dauerverwüstung von unserem kleinen Sohn beim Essen haben noch keine bleibenden Schäden hinterlassen. Was eher kritisch ist, sind so Sachen wie von draußen reingetragene Steinchen oder Schreibtischstühle ohne Unterlage.
T
taschenonkel
01.02.22 11:46
Gudeen. schrieb:

Kann sein, dass für dich Pellets am wirtschaftlichsten waren, aber was soll das Gerede über einen Großteil des Altbaubestandes, wenn es konkret um ein Haus von 1996 geht, das mit ein paar neuen Fenstern schon ordentlich gedämmt wäre?
Niemand behauptet, das es sinnvoll sei, WPs in unsanierte Altbauten zu bauen. In Kombination mit entsprechender Dämmung und Umbau auf Flächenheizung ist es aber meist die beste Alternative.

Ich habe doch gar nichts anderes gesagt? Die Wärmepumpe ist eine tolle Technik, die in vielen neuen Gebäuden super ist.

"Ein Großteil des Altbaubestands in DE ist nicht ohne weiteres für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe geeignet." Da kann man nicht dran rütteln. Also für mich ist der Austausch sämtlicher Glaselemente und der nachträgliche Einbau einer Fußbodenheizung + Luft-Wasser-Wärmepumpe kein Pappenstil, wenn man es nicht selbst machen kann (deshalb "nicht ohne weiteres"). Da kommen ganz schnell Kosten im höheren bis hohen fünfstelligen Bereich zusammen, um ein Haus bis ca. BJ 90er Jahre für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe vernünftig fit zu machen! Ich habe das ja gerade alles selbst durch für ein großes Einfamilienhaus BJ 83.
wärmepumpe