Hallo zusammen,
ich lese schon eine ganze Weile hier im Forum mit, Danke an dieser Stelle an alle Mitglieder für die guten Tipps und konstruktive Kritik!
Nun ist es plötzlich auch bei uns so weit und es besteht die Möglichkeit einer Grundstück mit Haus zu erwerben.
Da es sich um ein nicht ganz alltägliches Objekt handelt, wollte ich mich einmal umhören, was die Foristen davon halten.
Vielleicht könnt ihr mir helfen, besser abzuschätzen auf was ich mich das einlasse bzw. was alles auf mich zu kommt.
Infos zum Haus:
Vielleicht hat jemand mit den u.g. Punkten Erfahrung und kann etwas dazu sagen:
Freue mich über jegliche Antworten und versuche auf Rückfragen schnell zu reagieren,
LG und schönen Abend,
- Hausbaufaehig


ich lese schon eine ganze Weile hier im Forum mit, Danke an dieser Stelle an alle Mitglieder für die guten Tipps und konstruktive Kritik!
Nun ist es plötzlich auch bei uns so weit und es besteht die Möglichkeit einer Grundstück mit Haus zu erwerben.
Da es sich um ein nicht ganz alltägliches Objekt handelt, wollte ich mich einmal umhören, was die Foristen davon halten.
Vielleicht könnt ihr mir helfen, besser abzuschätzen auf was ich mich das einlasse bzw. was alles auf mich zu kommt.
Infos zum Haus:
- Baujahr 1996
- Holzständerbauweise
- Holzfassade, Douglasie unbehandelt
- Holzfenster doppelt verglast, keine Rollläden
- Dielenboden, auch Küche/Badezimmer
- Ölheizung, wird von Verkäufer noch durch Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt
- Endenergieverbrauch laut Ausweis: 94 kWh/(m²a)
Vielleicht hat jemand mit den u.g. Punkten Erfahrung und kann etwas dazu sagen:
- Hat eine Holzfassade neben Optik und evtl. Pflegebedarf noch andere Konsequenzen? Wäre das für jemanden ein Ausschlußkriterium?
- Kann der Wand/Dachaufbau mit heutigen Standards halbwegs mithalten? Im Vergleich mit modernen Fertighäusern scheint deutlich weniger Dämmmaterial verbaut, außerdem gibt es keine Installationsebene. Ist solch eine Wand aber trotzdem besser/wertiger als eine Massivhaus-Wand aus den 90ern?
- Der Dielenboden im ganzen Haus macht mir etwas Sorgen; Wenn man da mal ein Glas Milch in der Küche verschüttet hat man direkt einen größeren Schaden, oder? Hat jemand Erfahrung, wie es sich im Alltag mit einem (unversiegelten) Dielenboden lebt?
- Bei den doppelt verglasten Fenster fehlen mir die Rollläden/Jalousien schon sehr, bin mir aber nicht sicher ob eine nachträgliche Anbringung bei dem Baujahr noch Sinn ergibt oder ob neue Fenster inkl. Sonnen/Insektenschutz vernünftiger sind.
- Die geplante Luft-Wasser-Wärmepumpe hat eine hohe Vorlauftemperatur (70°C) und sollte somit auch mit den vorhandenen Plattenheizkörpern zusammen arbeiten. Spricht etwas dagegen? Es gibt zur Unterstützung noch einen Holzofen im Wohnzimmer (nicht wasserführend o.ä.)
Freue mich über jegliche Antworten und versuche auf Rückfragen schnell zu reagieren,
LG und schönen Abend,
- Hausbaufaehig
nervt den Verkäufer nicht mit zu vielen technischen Fragen.
Der hat nicht mit technischen Datenblättern gebaut, sondern Öko und schön und viele Dinge bewusst anders gemacht.
Zeigt ihm, das ihr das Haus zu schätzen wisst und lange danach gesucht habt.
Andere potentielle Käufer fragen ihn schon zu viel nach COP, kWh, und andere für ihn unwichtige Dinge.
Der hat nicht mit technischen Datenblättern gebaut, sondern Öko und schön und viele Dinge bewusst anders gemacht.
Zeigt ihm, das ihr das Haus zu schätzen wisst und lange danach gesucht habt.
Andere potentielle Käufer fragen ihn schon zu viel nach COP, kWh, und andere für ihn unwichtige Dinge.
D
Daniel-Sp31.01.22 00:38Wenn die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit den vorhanden Heizkörpern nicht so gut läuft, kann man die später noch tauschen. Eine fehlende Installationsebene sollte auch kein großes Momentum sein. Es ging auch 30 Jahre ohne.
Und das statt Gipskarton Fermacell verwendet wurde spricht ebenso wie die hinterlüftete Fassade für einen Blick auf höherwertige Bauweise.
Wenn Lage und Raumangebot passen, sollte das doch die Entscheidung bestimmen.
Und das statt Gipskarton Fermacell verwendet wurde spricht ebenso wie die hinterlüftete Fassade für einen Blick auf höherwertige Bauweise.
Wenn Lage und Raumangebot passen, sollte das doch die Entscheidung bestimmen.
H
Hausbaufaehig31.01.22 08:22Vielen Dank für die vielen positiven Kommentare, inzwischen denke ich auch dass man mit dem Haus nicht so viel falsch machen kann.
Außerdem würden wir vor dem Kauf würden sowieso noch den Bausachverständigen einen Blick drauf werfen lassen.
Jetzt heißt es erstmal abwarten bis sich die Verkäufer entscheiden, melde mich wieder sobald es Neuigkeiten gibt!
LG,
Hausbaufaehig
Außerdem würden wir vor dem Kauf würden sowieso noch den Bausachverständigen einen Blick drauf werfen lassen.
Jetzt heißt es erstmal abwarten bis sich die Verkäufer entscheiden, melde mich wieder sobald es Neuigkeiten gibt!
LG,
Hausbaufaehig
A
altoderneu31.01.22 11:30Daniel-Sp schrieb:
Wenn die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit den vorhanden Heizkörpern nicht so gut läuft, kann man die später noch tauschen. es wäre aber ziemlich blöd, wenn ERST der Verkäufer aus dem vor 25 Jahren vermutlich gut durchdachten Haus die funktionierende Heizung rausreißen und ersetzen lässt Hausbaufaehig schrieb:
Im Kaufpreis ist die neue Heizung inkl. Montage bereits inbegriffen. statt das stornieren und den Preis entsprechend etwas runterzusetzen ...
... und dann nach einem Winter frieren NOCHMAL in die Heizung zu investieren
sind bei so einem "zweistufigen" Vorgehen nicht mal schnell 10.000 € oder mehr verbrannt?
D
Deliverer31.01.22 12:41Benutzer200 schrieb:
In diesem Bereich arbeitet eine Wärmepumpe schon fast wie ein Tauchsieder - Energie geht 1:1 in die Heizung. Die Frage ist eher, ob nicht 35-40 Grad ausreichen. Als Maximum. 50 ist ein KO-Kriterium für eine (effiziente) Wärmepumpe.Das ist falsch. Bis 55° Vorlauftemperatur verliert eine Wärmepumpe weniger als 20% Effizienz im Vergleich zu 35° Vorlauftemperatur. Darüber wirds dann langsam teuer.TROTZDEM sollte man natürlich darauf achten, soweit wie möglich runter zu kommen. Dazu ist die erste Maßnahme, ALLE Heizkörper IMMER voll aufzudrehen und die Vorlauftemperatur so lange zu senken, bis es irgendwo zu kalt wird. Erst dann in den zu warmen Bereichen die HK leicht drosseln (nicht am Thermostatkopf!). Und natürlich keine Nachtabsenkung.
Dass die neue Wärmepumpe 70° können soll, spricht für eine moderne Wärmepumpe mit R290 als Kältemittel. Das ist schonmal die halbe Miete, die Dinger laufen echt gut. Noch eine maximal große Photovoltaik aufs Dach, irgendwann neue Fenster, dann wird das schon.
T
taschenonkel31.01.22 13:51Gerne gebe ich hier meinen Senf dazu. Der Wandaufbau ist für das Baujahr absolut in Ordnung und wird auch heute noch größtenteils so gemacht. 60x160mm Rahmen mit Mineralwolle oder Zelluloseinblasdämmung ist auch heute noch Standard, alternativ kann man auch Holzfaserplatten nehmen. Die hinterlüftete Fassade mit Boden/Deckelschalung ist auch heute noch gängig, das ist aber nur eine Frage persönlicher Vorliebe. Da gibts verschiedene Möglichkeiten. Wenn die Douglasie unbehandelt ist, wird sie schon ausgegraut sein. Wenn Dir die silbergraue Färbung gefällt, musst Du da nichts mehr pflegen und kannst es so lassen.
Das einzige, was heute noch anders gemacht wird, ist die Installationsebene, (ca. 6 cm, die noch mal mit Holzfaser oder Steinwolle gedämmt wird. Meist wird dazu eine OSB-Platte als luftdicht verklebte Schicht (=Dampfsperre) von innen auf den Rahmen geschraubt und dort wird die Installationsebene aufgebracht.
Wenn Du keine Fußbodenheizung hast, würde ich den Verkäufer fragen, ob er die Luft-Wasser-Wärmepumpe sein lässt und Dir das Haus mit Ölheizung für einen geringeren Preis überlässt. Bei so einem Haus könntest Du auch über eine Pelletheizung nachdenken (passt oft in den alten Heizungsraum mit Öltanks und gibt bei Ölheizungstausch 45-50% als Förderung) oder uU sogar einen Speckstein/Dauerbrandofen zusätzlich im EG einbauen, das passt super zum Konzept des Hauses.
Ich empfehle Dir zum Thema Holz/Rahmenbau den Youtube-Kanal der Zimmerei Meik Ehrath, da findest Du alles Wissenswerte zu dem Thema.
Das einzige, was heute noch anders gemacht wird, ist die Installationsebene, (ca. 6 cm, die noch mal mit Holzfaser oder Steinwolle gedämmt wird. Meist wird dazu eine OSB-Platte als luftdicht verklebte Schicht (=Dampfsperre) von innen auf den Rahmen geschraubt und dort wird die Installationsebene aufgebracht.
Wenn Du keine Fußbodenheizung hast, würde ich den Verkäufer fragen, ob er die Luft-Wasser-Wärmepumpe sein lässt und Dir das Haus mit Ölheizung für einen geringeren Preis überlässt. Bei so einem Haus könntest Du auch über eine Pelletheizung nachdenken (passt oft in den alten Heizungsraum mit Öltanks und gibt bei Ölheizungstausch 45-50% als Förderung) oder uU sogar einen Speckstein/Dauerbrandofen zusätzlich im EG einbauen, das passt super zum Konzept des Hauses.
Ich empfehle Dir zum Thema Holz/Rahmenbau den Youtube-Kanal der Zimmerei Meik Ehrath, da findest Du alles Wissenswerte zu dem Thema.
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