ᐅ Versickerung berechnen, welche Regenmenge ist möglich?
Erstellt am: 11.02.15 16:30
Hallo zusammen,
eigentlich sind wir schon fertig mit allem. Haus steht, Zisterne ist auch angeschlossen. Jetzt gibt es aber wohl auch Gebühren über den Zisternenüberlauf, wenn dieser an die Kanalisation angeschlossen ist. Da ich noch mal einen Bagger für die Außenanlage brauchen, würde ich evtl. einen Versickerungschacht einbauen.
Die Frage ist nur, wie groß soll dieser werden?
Das Dach hat ca. eine Grundfläche von 100qm. Die Zisterne 4500l. Mit welcher Regenmenge müsste ich rechnen? Wie binde ich die Zisterne die überhaupt ein, oder muss ich damit rechnen, dass sie im worst case immer voll ist und überläuft?
Viele Grüße
eigentlich sind wir schon fertig mit allem. Haus steht, Zisterne ist auch angeschlossen. Jetzt gibt es aber wohl auch Gebühren über den Zisternenüberlauf, wenn dieser an die Kanalisation angeschlossen ist. Da ich noch mal einen Bagger für die Außenanlage brauchen, würde ich evtl. einen Versickerungschacht einbauen.
Die Frage ist nur, wie groß soll dieser werden?
Das Dach hat ca. eine Grundfläche von 100qm. Die Zisterne 4500l. Mit welcher Regenmenge müsste ich rechnen? Wie binde ich die Zisterne die überhaupt ein, oder muss ich damit rechnen, dass sie im worst case immer voll ist und überläuft?
Viele Grüße
G
Gartenfreund12.02.15 06:37Hallo hg6808
Wie groß die Fläche sein muss damit das Wasser versickern kann ist so einfach wohl nicht zu sagen da es darauf ankommt wie der Boden beschaffen ist. Also ob Wasser gut oder schlecht versickern kann. Dazu solltest du am besten mal einen Bodengutachter zu rate ziehen. Was die Regenmenge angeht so gibt es diverse Seiten im Netz wo du solche Infos erhältst. Habe mich selber mal vergangenes Jahr damit beschäftigt. Diese sind aber mit Vorsicht zu genießen da je nachdem auf welcher Seite man nachschaut für das gleiche Gebiet durchaus verschiedene Mengen angegeben sind. Kann es jetzt nicht mehr so genau sagen, habe auch keine Lust die Seiten zu suchen, aber wenn ich mich recht erinnere gab es für mein Gebiet angaben zwischen 700 und 1000 mm pro m² und Jahr.
Weiterhin solltest du dich bei deiner Gemeinde mal erkundigen ob eine Versickerung erlaubt ist bzw. was zu beachten ist. Bei mir ist es so das in solch einem Fall die Untere Wasserbehörde mit ins Boot geholt werden muss was auch noch Geld Kostet. Eine einfachere Möglichkeit war hier das Wasser ohne weitere Genehmigung einfach per Pumpe in den Garten zu leiten.
Schöne Gartenzeit noch
Wie groß die Fläche sein muss damit das Wasser versickern kann ist so einfach wohl nicht zu sagen da es darauf ankommt wie der Boden beschaffen ist. Also ob Wasser gut oder schlecht versickern kann. Dazu solltest du am besten mal einen Bodengutachter zu rate ziehen. Was die Regenmenge angeht so gibt es diverse Seiten im Netz wo du solche Infos erhältst. Habe mich selber mal vergangenes Jahr damit beschäftigt. Diese sind aber mit Vorsicht zu genießen da je nachdem auf welcher Seite man nachschaut für das gleiche Gebiet durchaus verschiedene Mengen angegeben sind. Kann es jetzt nicht mehr so genau sagen, habe auch keine Lust die Seiten zu suchen, aber wenn ich mich recht erinnere gab es für mein Gebiet angaben zwischen 700 und 1000 mm pro m² und Jahr.
Weiterhin solltest du dich bei deiner Gemeinde mal erkundigen ob eine Versickerung erlaubt ist bzw. was zu beachten ist. Bei mir ist es so das in solch einem Fall die Untere Wasserbehörde mit ins Boot geholt werden muss was auch noch Geld Kostet. Eine einfachere Möglichkeit war hier das Wasser ohne weitere Genehmigung einfach per Pumpe in den Garten zu leiten.
Schöne Gartenzeit noch
B
Bauexperte12.02.15 10:36Hallo,
Um die Rigole berechnen zu können, braucht es ein Hydrogeologisches Gutachten (hat nichts mit dem regulären Bodengutachten gemein). Darin untersucht der Gutachter die Bodenbeschaffenheit hinsichtlich Versickerungsfähigkeit etc. und gibt Empfehlungen, wie die Rigole auszuführen ist. Zuvorderst steht allerdings die Frage zu klären, ob die Stadt einer Rigole zustimmt oder Du gezwungen bist, an den Kanal anzuschließen.
Grüße, Bauexperte
hg6806 schrieb:Diese Frage kann Dir hier Niemand beantworten, noch Du selbst errechnen.
Die Frage ist nur, wie groß soll dieser werden?
Um die Rigole berechnen zu können, braucht es ein Hydrogeologisches Gutachten (hat nichts mit dem regulären Bodengutachten gemein). Darin untersucht der Gutachter die Bodenbeschaffenheit hinsichtlich Versickerungsfähigkeit etc. und gibt Empfehlungen, wie die Rigole auszuführen ist. Zuvorderst steht allerdings die Frage zu klären, ob die Stadt einer Rigole zustimmt oder Du gezwungen bist, an den Kanal anzuschließen.
Grüße, Bauexperte
Gebraucht wird der Bodenkennwert (kf-Wert, der sagt was über die Sickerfähigkeit des Boden aus, kann man -natürlich nicht ganz so professionell) selbst ermitteln, google das einfach mal...Belagsart des Daches, Dachfläche natürlich, deine örtliche Regenmenge (incl. dem 100jährigem Regen) den sollte man auch googeln können...entsprechend ergibt sich dann die nötige Größe der Sickerrigole (Flächenversickerung z. B. durch eine Rohrigole ist immer besser als eine Punktversickerung wie ein Sickerschacht) dort wird die Zisterne nicht berücksichtigt, denn ist diese voll (und das passiert öfters als man denkt, kenne ich aus eigener Erfahrung) schießt es so durch bzw. bei Starkregen schießt das Wasser (je nach eingebautem Intankfilter) eh über den Filter direkt in den Überlauf (außer man hat nur einen Laubfangkorb drin)
Wichtig ist entsprechendes Rückhaltevolumen zu schaffen, denn wenn die Zisterne voll ist kommt da eine Menge Wasser zusammen...Wir haben 150 qm an die Zisterne angeschlossen und eine 4800 Ltr. Zisterne, der Überlauf geht in eine Rohrrigole mit 6x DN 150 Vollsickerrohre die mit einem 30x30 cm Kieselpaket umfasst sind. Haben seinen Lemig-schluffigen Boden.
Wenn man dann in Live sieht bei einem starkem Regen was da an Wasser kommt und die Zisterne voll ist, fängt man schon an zu überlegen "ok Gott ist das viel Wasser" wenn man dann bedenkt wie langsam das Wasser versickert bekommt man schon bammel...aber alles gut
Geh am besten zu deinem Baustoffhändler vor Ort, gib ihm die Daten die du hast und er kann dann bei seinem Hersteller eine Bemessung in Auftrag geben (für eine Rohr oder Blockversickerung z. B. bei Hegler oder Fränkische, für Tunnelversickerung z. B. bei Graf usw) die machen das kostenlos in der Regel...war bei mir zumindest so...
Ich habe mir bei unserer Anlage übrigens einen Überlauf offen gehalten, wenn sich mal abzeichnet dass die Sickeranlage nicht mehr mithalten kann oder der Boden irgendwann nicht mehr soviel versickern lässt, dass man diese an die öffentliche Entwässerung anschließen kann (Leitung liegt schon, müsste im Garten nur ein 1,50 m tiefes Loch buddeln und die beiden Rohrenden verbinden)
Falls du doch ans öffentliche Netz gehst, vergesse bitte die Rückstauklappe nicht, wenn es mal zu einem Rückstau kommt würde ich nicht die Suppe in der Zisterne haben wollen
Ist bei uns im übrigen auch kompliziert mit der Niederschlagsgebühr, wäre der Anschluss ans Netz da würde ich trotz Sickeranlage voll zahlen abzgl.. der entnommenen cbm Wasser aus der Zisterne.
Wichtig ist entsprechendes Rückhaltevolumen zu schaffen, denn wenn die Zisterne voll ist kommt da eine Menge Wasser zusammen...Wir haben 150 qm an die Zisterne angeschlossen und eine 4800 Ltr. Zisterne, der Überlauf geht in eine Rohrrigole mit 6x DN 150 Vollsickerrohre die mit einem 30x30 cm Kieselpaket umfasst sind. Haben seinen Lemig-schluffigen Boden.
Wenn man dann in Live sieht bei einem starkem Regen was da an Wasser kommt und die Zisterne voll ist, fängt man schon an zu überlegen "ok Gott ist das viel Wasser" wenn man dann bedenkt wie langsam das Wasser versickert bekommt man schon bammel...aber alles gut
Geh am besten zu deinem Baustoffhändler vor Ort, gib ihm die Daten die du hast und er kann dann bei seinem Hersteller eine Bemessung in Auftrag geben (für eine Rohr oder Blockversickerung z. B. bei Hegler oder Fränkische, für Tunnelversickerung z. B. bei Graf usw) die machen das kostenlos in der Regel...war bei mir zumindest so...
Ich habe mir bei unserer Anlage übrigens einen Überlauf offen gehalten, wenn sich mal abzeichnet dass die Sickeranlage nicht mehr mithalten kann oder der Boden irgendwann nicht mehr soviel versickern lässt, dass man diese an die öffentliche Entwässerung anschließen kann (Leitung liegt schon, müsste im Garten nur ein 1,50 m tiefes Loch buddeln und die beiden Rohrenden verbinden)
Falls du doch ans öffentliche Netz gehst, vergesse bitte die Rückstauklappe nicht, wenn es mal zu einem Rückstau kommt würde ich nicht die Suppe in der Zisterne haben wollen
Ist bei uns im übrigen auch kompliziert mit der Niederschlagsgebühr, wäre der Anschluss ans Netz da würde ich trotz Sickeranlage voll zahlen abzgl.. der entnommenen cbm Wasser aus der Zisterne.
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