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ᐅ Kann man selbst erzeugten Strom an Mieter eines Mehrfamilienhauses verkaufen?


Erstellt am: 14.10.25 20:44

H
Heidi1965
14.10.25 20:44
Ich bin Eigentümerin eines Hauses (Baujahr 1994) mit 4 vermieteten Wohnungen. Heizung ist bisher über einzelne Gasthermen. Nun möchte ich dämmen, eine Photovoltaikanlage installieren und Umrüstung auf Wärmepumpe. Ein Energieberater hat alles vorbereitet. Jetzt habe ich erst verstanden, dass der mit der Photovoltaikanlage produzierte Strom nur für den Betrieb der Wärmepumpe genutzt werden kann. Alles, was (im Sommer) die Wärmepumpe nicht benötigt muss eingespeist werden (für 8ct/kwh). Bislang dachte ich, dass ich diesen überschüssigen Strom auch an die Mieter veräußern könne - z. B. für 15 oder 20 ct/kwh. Das wäre doch eine "win/win-Situation". Aber die Mieter behalten ihre eigenen Stromzähler und beziehen nach wie vor ihren Strom für ihren Haushalt von ihrem eigenen Anbieter.
Ich befürchte, dass letztendlich eine Menge Strom billig eingespeist wird, weil der Hauptstromertrag ja im Sommer ist, wenn die Wärmepumpe am wenigsten (nur für Warmwasser) gebraucht wird. Oder gibt es da eine andere Lösung?
N
nordanney
14.10.25 21:03
Natürlich geht das auch anders. Aber wie immer in Deutschland ist das sehr aufwändig und umständlich. Google nach Mieterstrommodellen.
H
Heidi1965
15.10.25 07:58
Die anderen Lösungen scheinen mir zu aufwändig zu sein. Ich frag mich ob die nach Westen ausgerichtete Photovoltaikanlage überhaupt Sinn macht, wenn kein Batteriespeicher vorhanden ist. Woher weiß die Wärmepumpe, dass sie am besten dann läuft wenn die Sonne scheint?
D
Dahlbomii
16.10.25 15:41
Ist möglich, aber mit etwas Aufwand verbunden und du wirst prüfen müssen, ob sich das ganze finanziell lohnt. Seit dem Solarpaket 2 (oder bereits 1) geht eine deutlich einfachere Form mit virtuellen Summenzählern: Es werden Bilanzen gebildet, statt alles doppelt zählen zu müssen. Am einfachsten zu nutzen wird das Messkonzept 13 sein.

[ATTACH type="full" width="478px"]93149[/ATTACH]

Problem: Alle Zähler müssen iMSys sein und die Messstellenbetreiber haben da oftmals keine Lust drauf, da es für sie Mehraufwand bedeutet. Grundsätzlich würdest du in dem Messkonzept im Innenverhältnis gemäß einem festgelegten Verteilerschlüssel den Strom vom Dach an alle Zähler zwischen Z1 und Z2 verteilen. Alles was übrig bleibt geht dann ins Netz. Dann wird per Software für die 15min Intervalle eine Bilanz gebildet und dementsprechend abgerechnet.

Lösung: Du brauchst in jedem Fall einen Elektrobetrieb, der von deinem Messtellenbetreiber akkreditiert ist. Eine Liste solltest du auf deren Homepage finden, davon einen aussuchen und beraten lassen. Je nach nötigem Umbau wirst du leider wie viele vor dir zum Schluss kommen, dass Direkteinspeisung noch wirtschaftlicher ist. Oder 4 getrennte Systeme erstellen und jeweils jeder Wohnung zuordnen, wie eine Art Balkonkraftwerk nur etwas größer und auf dem Dach.
H
Heidi1965
16.10.25 16:56
Dabei kann es sein, dass es nächstes Jahr gar kein Erlös mehr für die Einspeisung gibt
H
Heidi1965
17.10.25 08:44
Ich frag mich ob sich das alles überhaupt noch lohnt.

Mietshaus, 4 Wohnungen à ca. 75 qm, Baujahr 1994.

Möglichkeit A: Weiter Wärmeversorgung über einzelne Gasthermen und Dämmung der Außenwand, Kostenaufwand: ca. 10.000,-- €

Möglichkeit B: Einbau einer zentralen Wärmepumpe, ohne Photovoltaikanlage, Kostenaufwand abzügl. Förderung ca. 75.000,-- €

Möglichkeit C: Einbau einer zentralen Wärmepumpe, Photovoltaikanlage mit ca. 9 kwp, Ausrichtung nach Westen, Kostenaufwand abzügl. Förderung: ca. 90.000,-- €

Wie würdet ihr euch entscheiden?
wärmepumpestromeingespeistmieter