ᐅ Einschätzung Neubau 2025/2026 - BW ländlicher Raum
Erstellt am: 02.08.25 13:08
Papierturm03.08.25 19:53
Unsortierte Gedanken:
1. Es sind die Anbieter nicht genannt. Das macht es für Kenner schwer einzuschätzen, was wohl absehbar noch oben drauf kommt.
Es ist ja so: Mit manchen Anbietern kann man günstig bauen, wenn man nicht aufmustert - hat aber von Anfang an einen recht niedrigen Standard.
Andere Anbieter rechnen sich selbst günstig, das böse Erwachen kommt dann bei den Baunebenkosten oder anderen Sachen.
Andere Anbieter rechnen von Anfang an recht treffend und rufen bereits von Beginn an eine höhere Summe aus.
Hier weiß ich jetzt nicht, was hier Sache sein könnte.
2. In der Auflistung sind mir folgende Sachen aufgefallen:
- Erdbau kann schnell erheblich teurer werden. Weiß man vorher nicht (außer es sind schon alle Fakten bekannt, was am Anfang des Projekts selten der Fall ist). Ich würde das von Anfang an höher ansetzen und mich freuen, wenn es günstiger wird.
- Genehmigungen wüsste ich nicht, dass die irgendwo inklusive sind. Wir durften für den Bauantrag zahlen. Und ich kenne niemanden, der nicht dafür zahlen musste. Sind jetzt keine riesigen Summen, aber na ja. Bodengutachten habe ich nicht gefunden.
- Technisch wirkt das Haus mit ungewöhnlichen Prioritäten. Kamin ja, Lüftung nein? Insektenschutzgitter für 10 000€?
- Vermesser kann auch schnell teurer werden. Da muss nur mal ein Grenzstein neu gesetzt werden, und man hat da ganz andere Werte stehen. Auch ohne das wird die Kombi aus Notar und Vermesser schnell teurer als hier von ausgegangen wurde.
Ich gehe davon aus, dass hier gute 50 000€ (je nach Anbieter) noch oben drauf kommen werden - dann wäre der Puffer schon weg. (Diese ganzen kleinen Posten, die hier mit inkl. oder recht gering geschätzt wurden, summieren sich.)
3. Was mich wirklich überrascht der Unterschied aus Sparquote und Eigenkapital.
Das macht mich extrem stutzig.
Eigentlich ("eigentlich" ist der kleine Bruder von "ja, aber") wirkt die Finanzsituation ja erstmal solide und ich halte per se das Projekt auch für machbar, sofern es in Sachen Familienplanung so läuft wie angenommen. Wenn auch etwas knapp genäht. (Wie andere schon schrieben würde ich hier das Haus eher kleiner planen und priorisieren.)
Aber: Sofern nicht vorher alles Eigenkapital ins Grundstück geflossen ist, passt für mich das Eigenkapital nicht zur Sparrate. Und das halte ich für eine Gefahr.
1. Es sind die Anbieter nicht genannt. Das macht es für Kenner schwer einzuschätzen, was wohl absehbar noch oben drauf kommt.
Es ist ja so: Mit manchen Anbietern kann man günstig bauen, wenn man nicht aufmustert - hat aber von Anfang an einen recht niedrigen Standard.
Andere Anbieter rechnen sich selbst günstig, das böse Erwachen kommt dann bei den Baunebenkosten oder anderen Sachen.
Andere Anbieter rechnen von Anfang an recht treffend und rufen bereits von Beginn an eine höhere Summe aus.
Hier weiß ich jetzt nicht, was hier Sache sein könnte.
2. In der Auflistung sind mir folgende Sachen aufgefallen:
- Erdbau kann schnell erheblich teurer werden. Weiß man vorher nicht (außer es sind schon alle Fakten bekannt, was am Anfang des Projekts selten der Fall ist). Ich würde das von Anfang an höher ansetzen und mich freuen, wenn es günstiger wird.
- Genehmigungen wüsste ich nicht, dass die irgendwo inklusive sind. Wir durften für den Bauantrag zahlen. Und ich kenne niemanden, der nicht dafür zahlen musste. Sind jetzt keine riesigen Summen, aber na ja. Bodengutachten habe ich nicht gefunden.
- Technisch wirkt das Haus mit ungewöhnlichen Prioritäten. Kamin ja, Lüftung nein? Insektenschutzgitter für 10 000€?
- Vermesser kann auch schnell teurer werden. Da muss nur mal ein Grenzstein neu gesetzt werden, und man hat da ganz andere Werte stehen. Auch ohne das wird die Kombi aus Notar und Vermesser schnell teurer als hier von ausgegangen wurde.
Ich gehe davon aus, dass hier gute 50 000€ (je nach Anbieter) noch oben drauf kommen werden - dann wäre der Puffer schon weg. (Diese ganzen kleinen Posten, die hier mit inkl. oder recht gering geschätzt wurden, summieren sich.)
3. Was mich wirklich überrascht der Unterschied aus Sparquote und Eigenkapital.
Das macht mich extrem stutzig.
Eigentlich ("eigentlich" ist der kleine Bruder von "ja, aber") wirkt die Finanzsituation ja erstmal solide und ich halte per se das Projekt auch für machbar, sofern es in Sachen Familienplanung so läuft wie angenommen. Wenn auch etwas knapp genäht. (Wie andere schon schrieben würde ich hier das Haus eher kleiner planen und priorisieren.)
Aber: Sofern nicht vorher alles Eigenkapital ins Grundstück geflossen ist, passt für mich das Eigenkapital nicht zur Sparrate. Und das halte ich für eine Gefahr.
MachsSelbst03.08.25 20:22
Naja die beiden werden kaum in einem leeren Pappkarton wohnen und mit 3.800/3.000 Netto steigt man auch nicht ein.
Dann noch 2 Autos gekauft, möglicherweise Studienkredite zurückgezahlt, Möbel kaufen, ne Küche... was man so braucht für die gemeinsame Wohnung...
Dann noch 2 Autos gekauft, möglicherweise Studienkredite zurückgezahlt, Möbel kaufen, ne Küche... was man so braucht für die gemeinsame Wohnung...
Papierturm03.08.25 20:45
MachsSelbst schrieb:
Naja die beiden werden kaum in einem leeren Pappkarton wohnen und mit 3.800/3.000 Netto steigt man auch nicht ein.
Dann noch 2 Autos gekauft, möglicherweise Studienkredite zurückgezahlt, Möbel kaufen, ne Küche... was man so braucht für die gemeinsame Wohnung...Na ja, aber genau das ist ja Teil des Problems. Mobilitätskosten sind ja nicht plötzlich weg, nur weil man im Haus wohnt.Passte der Lebensstandard vorher zum Saldo? Oder wird sich der Saldo schöngerechnet?
Studienkredit erst kürzlich zurückgezahlt? Super, Saldo passt. Gehaltssteigerungen erst kürzlich? Saldo passt. Autos vergessen? Regelmäßige (aber nicht monatliche) Investitionen nicht in Ausgaben berücksichtigt? Wird schwierig.
Hier sollen weniger als 1,5 Jahre Saldo als Eigenkapital eingebracht werden. (Okay, 17,6 Monate...)
Da frage ich mich, wie verlässlich sind die Zahlen, oder wurde hier irgendwas vergessen?
Weiß ich ja nicht. Ist aber für mich hier die zentrale Frage, ob es machbar ist. Denn wenn das reale Saldo in den letzten zwei Jahren eher bei der Hälfte lag, dann würde ich empfehlen erstmal nen halbes Jahr zu sparen und Haushaltsbuch zu führen.
ypg03.08.25 22:06
Felix3000 schrieb:
Bauvorhaben finanziell realistisch? Wir würden gerne max. 2.400 € pro Monat an Rate bezahlen wollenWir können ja mal anders an die ganze Sache gehen.Felix3000 schrieb:
Perspektivisch (mit 1 Kind) - für mind. 3 Jahre
- Einnahmen gesamt: 6.000 €
- Ausgaben gesamt: 3.500 €
- Saldo: 2.500 €
In der Hoffnung, dass Du bei den Mobilitätskosten die 500€/Monat für die Sparrate des Neuwagens inkludiert hast, auch dass Du schon die Wohn- und Verbrauchsnebenkosten inklusive Grundsteuer und Gebäudeversicherung aufgestockt hast, sowie die Versicherungskosten für eine Familie stimmen und die RV Euch zusätzlich beide absichert, dann wäre ja mal diese Rechnung zu machen:Einkommen 6000€
monatliche mögliche Rate 2400€ und 80000€ Eigenkapital
ergibt bei zwei Online-Rechnern 560000€.
560000€
- Abrisskosten 30000€
- Baunebenkosten 50000€
- minus Außenanlagen in günstig (inkl. Carport) 30000€
verbleiben 450000€ (Zinsbindung auf 10 Jahre, Laufzeit 33 Jahre, Tilgung 1,5%, heute)
Bei einem Standard-Haus ohne Firlefanz, also auch keine Photovoltaik noch Fliegengitter für solide gerechnet 3000€/qm kannst Du Dir 150qm Haus leisten. Möbel und Küche müssen ab jetzt angespart werden. Bodenbeläge in EL auch.
Da darf aber auch ohne Puffer beim Hausbau sowie in den nächsten Jahren im weiteren Leben nichts passieren.
Aloha_Lars04.08.25 09:30
Felix3000 schrieb:
Die Aussagen, dass wir uns hier eine "übertriebene Bude" hinstellen kann ich nicht ganz nachvollziehen. - Garagen? Doppelgarage oder Garage + Carport
Zu deinem Puffer: Du hast noch nicht mal Anschlusskosten für die Versorger aufgeführt, schreibst nur "ggfs. inklusive". Diese sind aber nie inklusive und immer separat zu bezahlen. Auch die Kosten für die Genehmigungen hast du nicht drauf. Ich glaube du solltest dich ernsthaft damit auseinander setzen, was neben den reinen Baukosten noch auf dich zukommt. Dein Puffer ist da sehr optimistisch und wird meiner Meinung nach nicht reichen.
HuppelHuppel04.08.25 10:39
Warum 3500 für Notar und Grundbuch? Grundstück ist doch schon im Besitz.
Ähnliche Themen