ᐅ Wandaufbau auf Kalkzementputz (wohngesund / mineralisch)
Erstellt am: 27.11.24 11:39
nordanney17.01.25 21:18
CornforthWhite schrieb:
Warum man sich dafür aktiv entscheiden würde, ist mir nicht klar. Geringere Kosten, weniger Aufwand und leichter zu verarbeiten, nehme ich an.Objektiv ist es dem Raumklima egal, ob ein Vlies eingespachtelt oder drauf geklebt wird. Wenn es ordentlich gemacht wird, bekommst du mit Malervlies perfekt glatte Wände.
in der Verarbeitung ist beides relativ ähnlich.
Tolentino17.01.25 21:22
Also für den Laien, der das in Eigenleistung macht, ist Malervlies viel einfacher (behaupte ich, der beides probiert hat).
Eine ganze Wand völlig glatt und wellenfrei zu Spachteln (und zu schleifen und wieder zu spachteln und wieder zu schleifen) habe ich nicht hingekriegt.
Malervlies ist einmal schleifen, einmal grundieren einmal kleben und dann streichen. Fertig, Babypopowand.
Eine ganze Wand völlig glatt und wellenfrei zu Spachteln (und zu schleifen und wieder zu spachteln und wieder zu schleifen) habe ich nicht hingekriegt.
Malervlies ist einmal schleifen, einmal grundieren einmal kleben und dann streichen. Fertig, Babypopowand.
Christadoreen17.01.25 21:32
Ich danke euch allen für die interessante Diskussion. Wie Latexwände aussehen weiss ich nicht, habe noch nie damit gearbeitet. Gut das ihr mich davor gewarnt habt, ich hätte mich wahrscheinlich im nachhinein darüber geärgert. Ich habe mich jetzt für Dispersionssilikatfarbe entschieden.
CornforthWhite17.01.25 22:14
nordanney schrieb:
Objektiv ist es dem Raumklima egal, ob ein Vlies eingespachtelt oder drauf geklebt wird.
Wenn es ordentlich gemacht wird, bekommst du mit Malervlies perfekt glatte Wände.
in der Verarbeitung ist beides relativ ähnlich.Tolentino schrieb:
Also für den Laien, der das in Eigenleistung macht, ist Malervlies viel einfacher (behaupte ich, der beides probiert hat).
Eine ganze Wand völlig glatt und wellenfrei zu Spachteln (und zu schleifen und wieder zu spachteln und wieder zu schleifen) habe ich nicht hingekriegt.
Malervlies ist einmal schleifen, einmal grundieren einmal kleben und dann streichen. Fertig, Babypopowand.Sehe ich etwas anders, aber habe das in meinem Post zu ungenau ausgedrückt. Wir haben Glasfasergewebe als Rissarmierung auf verputzte Wände und Decken in einer Altbauwohnung eingespachtelt. Da sind 3-5mm Feinspachtel drüber und das Gewebe ist viel grobmaschiger als Malervlies und da kommt am Ende eben eine IMO hochwertiger anmutende Optik raus als bei der - für mich - tapetenartigen Anmutung von Malervlies. Neben dem Raumklima stört mich bei dem in der aktuellen Mietwohnung geklebten Malervlies, dass man halt genau sieht, wo schon mal gebohrt (und dann natürlich wieder zugespachtelt und gestrichen) wurde oder wo mal jemand hart an der Wand entlang geschrammt ist, weil die Textur der Spachtelstelle halt nicht die gleiche wie die des Malervlieses ist. Ist bei eingespachteltem feinen Vlies wahrscheinlich anders, aber bei geklebt dürfte das doch immer ein potenzielles Problem sein, oder nicht? Habe diesen Kritikpunkt jedenfalls auch schon von anderen Leuten gehört. Da ist schliesslich kein "Fleisch" an der Oberfläche vorhanden, so dass man nach dem Schließen von Löchern nicht ordentlich Schleifen kann.
Ja, Spachteln und Schleifen ist natürlich mehr Arbeit und etwas anspruchsvoller - das war ja auch meine Vermutung, warum sich viele Leute für Malervlies entscheiden. Wir fanden es aber auch in Eigenleistung mit der richtigen Ausrüstung (die großen tollen Parfait Spachtel und eine Planex sind Gold wert) nicht so schwierig. Nach dem ersten Raum hat mein Mann das ziemlich perfekt hinbekommen (und ich schaue jetzt plötzlich überall hyperkritisch auf die in vielen Häusern von angeblichen Profis erschreckend schlecht gespachtelten Wände - so ein "can't unsee it"-Phänomen). Werden wir im geplanten Neubau sicher auch wieder so machen, aber klar, ein bisschen Übung braucht man und vergnügungsteuerpflichtig ist es auch nicht unbedingt.
CornforthWhite17.01.25 22:21
Christadoreen schrieb:
Ich danke euch allen für die interessante Diskussion. Wie Latexwände aussehen weiss ich nicht, habe noch nie damit gearbeitet. Gut das ihr mich davor gewarnt habt, ich hätte mich wahrscheinlich im nachhinein darüber geärgert. Ich habe mich jetzt für Dispersionssilikatfarbe entschieden.Gute Entscheidung, Latexfarbe ist optisch wirklich ein Ärgernis (und auch unangenehm, wenn man sie reumütig wieder von der Wand entfernen möchte). Unsere Katze hat übrigens mal als sie sehr krank war unsere Wände im Flur mit Erbrochenem und sehr dünnflüssigem Kot verunreinigt und beides konnte man von der dort gestrichenen Dispersionssilikatfarbe mit einem nassen Mikrofasertuch rückstandslos entfernen. Also sollte "normaler" Dreck vom nassen Hund o.ä. eigentlich kein Problem sein.
Tolentino17.01.25 22:22
Ich glaube man redet da oft aneinander vorbei, da Malervlies ja leider als Begriff für so viele verschiedene Dinge (ist ja sogar das Bodenabdeckvlies damit bezeichnet) benutzt wird. Ich rede von richtig schwerem (150g/m² aufwärts) zellulosebasiertem Vlies, das diffusionsoffen ist und Babypopo glatt. Das sieht nach meinem dafürhalten nach dem streichen einfach nur nach glatter Wand aus. jegliche Oberflächenstruktur ist dann von der Malerrolle.
Also unbeabsichtigte Schrammen etc. kommen bei solchem Malervlies eigentlich nicht rein. Ich pflege in meinem Haus auch nicht so oft Löcher in die Wände zu bohren um dann doch nichts dort an der Wand zu haben.
Aber ja ich denke, dann siehst du so eine gespachtelte Stelle vermutlich eher, als bei einer eh schon komplett gespachtelten Wand. Käme aber auch auf einen Versuch an, ob man dann nicht großflächig ein Stück Malervlies ausschneiden, neu verkleben und wieder überstreichen kann. Jedenfalls sieht man die Bahnennähte ja auch nicht nach dem streichen.
Also unbeabsichtigte Schrammen etc. kommen bei solchem Malervlies eigentlich nicht rein. Ich pflege in meinem Haus auch nicht so oft Löcher in die Wände zu bohren um dann doch nichts dort an der Wand zu haben.
Aber ja ich denke, dann siehst du so eine gespachtelte Stelle vermutlich eher, als bei einer eh schon komplett gespachtelten Wand. Käme aber auch auf einen Versuch an, ob man dann nicht großflächig ein Stück Malervlies ausschneiden, neu verkleben und wieder überstreichen kann. Jedenfalls sieht man die Bahnennähte ja auch nicht nach dem streichen.
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