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ᐅ Hausbau nur mit Fördermitteln KfW und Landesbank möglich?


Erstellt am: 27.03.24 13:24

ypg27.03.24 23:22
gerrard87 schrieb:

also der eine sagt es geht auf keinen Fall und dann kommst du und es geht.
Das liegt daran, dass ein Forum von Menschen lebt, die entweder aus eigener Erfahrung sprechen, vom Hörensagen, Querlesen bzw. sich selbst Wissen angelesen haben, was ggf regional unterschiedlich ist, ggf bankenunterschiedlich oder auch Fachleute hier sind, die aber auch verschieden arbeiten und regeln unterliegen.
gerrard87 schrieb:

Unser Netto Haushaltseinkommen beträgt ca 4000 Euro (+500 Euro Kindergeld).
Ich sage plump: das ist zu wenig, um ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung zu finanzieren.
Ein Einfamilienhaus mag möglich sein, denn eine Einliegerwohnung gibt es nicht geschenkt, man zahlt trotz Förderung drauf. Mieter gibt es auch nicht wie Sand am See.
gerrard87 schrieb:

Eigenkapital: 25.000
Ein abbezahltes Grundstück ist auch Eigenkapital!
HausNummer 928.03.24 00:11
gerrard87 schrieb:


Wir stellen uns allgemein die Frage ob möglich wäre nur mittels Fördermittel+Eigenkapital zu bauen?
KfW 300: 170.000 €
ISB (Mainz): 175.000 €
Eigenkapital: 25.000 €

Somit insgesamt 575.000 € möglich.

Jetzt die Frage wie profitiert eine Bank durch diese Rechnung? Das ganze würde ja über kfW Kredite laufen und quasi kein eigener direkter Bankkredit oder? Ist die Bank gezwungen das zu machen? Die Bank hat ja Interesse ihre eigenen Kredite zu vergeben und an Zinsen zu verdienen. ich hoffe ihr wisst was ich damit meine. Oder ist die Bank nur zur Übermittlung/Einreichung für kfW notwendig?

Letzte Frage ist der Hausbau mit 4000 Netto + 500 Euro Kaltmiete (Annahme 65m2 * 7,75 €/m2) überhaupt stemmbar? Ich lese immer von mindestens 5-6k Netto Haushaltseinkommen.

Vielen Dank.

Hallo,

ich kann euch aus erster Hand sagen, dass es möglich ist. Wir bauen unser Haus auch mit ISB und KFW300 und Eigenkapital und nichts von der Bank. Die Bank erhält hier wohl einen kleinen Anteil an "Provision" wenn auch nur sehr wenig. Wie die Kombination der KfW Kredite aussieht kann ich allerdings nicht sagen. Unser Einkommen sieht ähnlich aus nur hatten wir viel mehr Eigenkapital.
Vanman161028.03.24 07:00
gerrard87 schrieb:

Darf ich fragen wie die Finanzierung hierzu aussah?, wie hast du das gesucht/gefiltert bei Interhyp bzw. Dr. Klein?

Unsere Finanzierung sieht aufgerundet wie folgt aus:
Haushaltsnettoeinkommen 4.800 zzgl. 500 Euro Kindergeld (bei 28 Std. und 39 Std)
Abbezahltes Grundstück 19.300
500.000 Finanzierungssumme zum Umbau und Kernsanierung eines Bauernhauses von 1857 (wir bauen Haus im Haus, sodass es einem Neubau nahe kommt). QM-Zahl nach Umbau 170 ohne DG, 200 mit DG

15.000 bezahlte Rechnungen (Architekt, Statik, Baugenehmigung etc.)
55.000 Eigenleistung/Muskelhypothek
152.500 KfW 261 zu 2,14 %
285.500 NRW.Bank Nachhaltig wohnen zu 1,74 %

Man kann auch mit einem Einkommen unter 5.000 und wenig Eigenkapital ein Haus bauen. Allerdings werden unsere tatsächlichen Eigenleistungen die 55.000 übersteigen, da sonst das Budget tatsächlich nicht reichen wird.

In einem Termin mit der Interhyp haben wir der Beraterin einfach unser gewünschtes Konstrukt beschrieben und sie hat dann versucht es umzusetzen. Die wissen aus Erfahrung welche Bank das mitmacht und welche nicht. Einfach anrufen, Termin vereinbaren und besprechen. Die Beratung kostet nichts, Interhyp erhält die Provision bei Vertragsabschluss von der Bank.
Vanman161028.03.24 08:28
gerrard87 schrieb:


Letzte Frage ist der Hausbau mit 4000 Netto + 500 Euro Kaltmiete (Annahme 65m2 * 7,75 €/m2) überhaupt stemmbar? Ich lese immer von mindestens 5-6k Netto Haushaltseinkommen.

Vielen Dank.

Das kann man so pauschal gar nicht sagen. Wie groß soll das Haus sein? Gibt es schon Entwürfe? Warum braucht ihr die Einliegerwohnung (die sehe ich in dem finanziellen Rahmen übrigens auch nicht)? Wie viel Eigenleistung könnt ihr zeitlich und fachlich einbringen? Aufgrund der niedrigen Zinsen haben die Leute in den letzten Jahren relativ groß bauen können. Das darf man nicht mehr als das Maß der Dinge nehmen.

Habt ihr denn mal ausgerechnet bei was für eine Rate ihr mit den ganzen Förderkrediten raus kommt? Nur weil die Zinsen niedrig sind, bedeutet es nicht, dass auch die Rate passt, da man sich die Tilgungsrate bei Förderkrediten meist nicht aussuchen kann.
Odyssee7728.03.24 11:16
gerrard87 schrieb:

Letzte Frage ist der Hausbau mit 4000 Netto + 500 Euro Kaltmiete (Annahme 65m2 * 7,75 €/m2) überhaupt stemmbar? Ich lese immer von mindestens 5-6k Netto Haushaltseinkommen.

Ich würde die Fragestellung, ob das Projekt machbar ist, nicht von der Förderung oder Kombination der Förderprogramme abhängig machen, sondern das Projekt insgesamt betrachten:
  • Baukosten
  • Wenn Ihr eine 65 qm Einliegerwohnung einplant, dürften noch mindestens 135 qm für den Eigenbedarf hinzukommen, macht zusammen 200 qm. Bei niedrig gegriffenen 3.000 € / qm sind das schon 600.000 € zuzüglich Baunebenkosten, zuzüglich Außenanlagen, zuzüglich Küche, Inventar etc.
  • Kredit
  • Nehmen wir einmal an, es würden 550.000 € Finanzierung reichen (wenn wir o.a. Ziffer 1 ernsthaft betrachten, sind das min. 100.000 € zu wenig) und wir kalkulieren mit einem Mischzinssatz von 2,5% ( Förderprogramme liegen zwischen 0,01% und 3,72%) und einer Rückzahlung von 20 Jahren ( vgl. Alter des Threadstellers) so bedeutet dies eine monatliche Annuität von 3.145,83 €
  • Machbarkeit / Liquidität
  • Die Frage dürfte sich bei einem Vergleich von Einnahmen 4.500 € (abzüglich evtl. Mietausfall) zu Ausgaben von 3.145,83 € ohne Instandhaltung ganz von alleine beantworten.
gerrard8728.03.24 11:33
Vanman1610 schrieb:

Unsere Finanzierung sieht aufgerundet wie folgt aus:
Haushaltsnettoeinkommen 4.800 zzgl. 500 Euro Kindergeld (bei 28 Std. und 39 Std)
Abbezahltes Grundstück 19.300
500.000 Finanzierungssumme zum Umbau und Kernsanierung eines Bauernhauses von 1857 (wir bauen Haus im Haus, sodass es einem Neubau nahe kommt). QM-Zahl nach Umbau 170 ohne DG, 200 mit DG

15.000 bezahlte Rechnungen (Architekt, Statik, Baugenehmigung etc.)
55.000 Eigenleistung/Muskelhypothek
152.500 KfW 261 zu 2,14 %
285.500 NRW.Bank Nachhaltig wohnen zu 1,74 %

Man kann auch mit einem Einkommen unter 5.000 und wenig Eigenkapital ein Haus bauen. Allerdings werden unsere tatsächlichen Eigenleistungen die 55.000 übersteigen, da sonst das Budget tatsächlich nicht reichen wird.

In einem Termin mit der Interhyp haben wir der Beraterin einfach unser gewünschtes Konstrukt beschrieben und sie hat dann versucht es umzusetzen. Die wissen aus Erfahrung welche Bank das mitmacht und welche nicht. Einfach anrufen, Termin vereinbaren und besprechen. Die Beratung kostet nichts, Interhyp erhält die Provision bei Vertragsabschluss von der Bank.
Danke für diese Information.
Darf ich fragen was die monatliche Rate bei ihnen ist (40% vom netto Haushaltseinkommen?)


Einliegerwohnung ist angedacht damit der Hang als Keller und Einliegerwohnung genutzt wird, durch die Mieteinnahmen dann vielleicht auch eher tragbar.
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