ᐅ Elektrische Flächenheizung (Thermoheld) in KFW 40 Bungalow mit 80qm?
Erstellt am: 01.10.23 13:42
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eenuep1
Ich bin aktuell im Austausch mit einem regionalen Hausbauunternehmen namens "Ziegerhaus". Dieses Unternehmen ist seit 2019 im Hausbau aktiv und hat im Jahr 2022 eine Produktionsstätte in meiner Nähe für 220 Mio. € aufgebaut. Erwähnenswert ist, dass die "Ziegler Group", zu der das Unternehmen gehört, auch Tochterfirmen für viele Gewerke wie Holzbearbeitung, Küche und Heizsystem besitzt.
Mein Fokus liegt auf einem 80 qm großen Holzständer-Bungalow (L-förmig, 13x10m) mit einem 18° Satteldach. Als Standard wird ein KFW 40-Standard mit Photovoltaikanlage und Speicher angeboten.
Da ich im Homeoffice arbeite und täglich rund um die Uhr zuhause bin, und weil ich in einem Massivhaus bei 22°C fröstle, hatte ich den Gedanken, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (Luft-Wasser-Wärmepumpe) mit wassergeführter Fußbodenheizung zu installieren. (Es geht hier jedoch um ein Holzständerhaus.) Standardmäßig bietet das Unternehmen allerdings ihre elektrische Fußbodenheizung "Thermoheld" an, die trotz der Werbung für ihre beworbene Innovativität aus der Medizin/Robotik letztlich sicherlich einen Effizienzfaktor von weniger als 1 aufweist.
Laut dem Hausbauunternehmen würde sich eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem so kleinen und gut isolierten Haus erst nach 36 Jahren amortisieren. Ich den genauen Mehrpreis für die Luft-Wasser-Wärmepumpe und die wassergeführte Fußbodenheizung jedoch noch klären.
Ich habe versucht, die Kosteneinsparung durch die Luft-Wasser-Wärmepumpe manuell zu berechnen:
Mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (Effizienzfaktor 4) wäre der Heizenergieverbrauch nur ein Viertel, also ca. 1.100 kWh/a. Das bedeutet, dass ich während der Heizperiode etwa 2.500 kWh ins Netz einspeisen könnte, was bei einer Einspeisevergütung von 8,2 ct/kWh einer Einnahme von 205€ pro Jahr entspricht.
Die jährliche Ersparnis durch die Luft-Wasser-Wärmepumpe würde also zwischen 350 und 500€ liegen, was bedeutet, dass sich die Investition (z.b. 14 T€ Aufpreis zur elektrischen Fußbodenheizung) nach 28-40 Jahren amortisiert hätte (ohne Inflation und Opportunitätskosten berücksichtigt). Wenn man die möglichen Renditen aus einer Anlage in einen MSCI World-ETF als Opportunitätskosten berücksichtigt, würde sich die Amortisationszeit wahrscheinlich noch verlängern.
Ich hoffe, bald konkrete Zahlen zum Heizenergiebedarf zu erhalten. Aber ich frage mich, ob meine Annahmen und Berechnungen korrekt sind. Oder hat das Bauunternehmen vielleicht recht, und die elektrische Fußbodenheizung ist in diesem speziellen Fall die wirtschaftlich sinnvollere Option?
Natürlich basiert meine Kalkulation auf einigen Annahmen, wie z.B. dass ich nicht doch mit Holz aus meinem eigenen Wald heize, dass ich tatsächlich ganztags auf 23°C heize, und dass sich Strompreise oder Einspeisevergütungen nicht ändern.
Vielleicht habe ich auch einen Denkfehler in der geschätzten Stromerzeugung während der Heizperiod bei der 9.1 kWp Anlage?
Mein Fokus liegt auf einem 80 qm großen Holzständer-Bungalow (L-förmig, 13x10m) mit einem 18° Satteldach. Als Standard wird ein KFW 40-Standard mit Photovoltaikanlage und Speicher angeboten.
Da ich im Homeoffice arbeite und täglich rund um die Uhr zuhause bin, und weil ich in einem Massivhaus bei 22°C fröstle, hatte ich den Gedanken, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (Luft-Wasser-Wärmepumpe) mit wassergeführter Fußbodenheizung zu installieren. (Es geht hier jedoch um ein Holzständerhaus.) Standardmäßig bietet das Unternehmen allerdings ihre elektrische Fußbodenheizung "Thermoheld" an, die trotz der Werbung für ihre beworbene Innovativität aus der Medizin/Robotik letztlich sicherlich einen Effizienzfaktor von weniger als 1 aufweist.
Laut dem Hausbauunternehmen würde sich eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem so kleinen und gut isolierten Haus erst nach 36 Jahren amortisieren. Ich den genauen Mehrpreis für die Luft-Wasser-Wärmepumpe und die wassergeführte Fußbodenheizung jedoch noch klären.
Ich habe versucht, die Kosteneinsparung durch die Luft-Wasser-Wärmepumpe manuell zu berechnen:
- Photovoltaikanlage: 45qm Fläche, ca. 9.1 kWp
- Jahreserzeugung bei 18° Dachneigung: ca. 8.000 kWh
- Stromerzeugung während der Heizperiode (Okt-Apr): ca. 4.600 kWh (überschätzt?)
- 15-40 kWh/m²a
- Für 80 qm: 1.200 - 3.200 kWh/a
- Bei 16 Stunden Heizdauer am Tag (anstatt 8 Stunden): +10-20%
- Bei einer gewünschten Temperatur von 23°C (anstatt der üblichen 20,5°C): +15-18%
- Das ergibt einen geschätzten Gesamtheizenergiebedarf von ca. 4.000-4.500 kWh/a.
Mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (Effizienzfaktor 4) wäre der Heizenergieverbrauch nur ein Viertel, also ca. 1.100 kWh/a. Das bedeutet, dass ich während der Heizperiode etwa 2.500 kWh ins Netz einspeisen könnte, was bei einer Einspeisevergütung von 8,2 ct/kWh einer Einnahme von 205€ pro Jahr entspricht.
Die jährliche Ersparnis durch die Luft-Wasser-Wärmepumpe würde also zwischen 350 und 500€ liegen, was bedeutet, dass sich die Investition (z.b. 14 T€ Aufpreis zur elektrischen Fußbodenheizung) nach 28-40 Jahren amortisiert hätte (ohne Inflation und Opportunitätskosten berücksichtigt). Wenn man die möglichen Renditen aus einer Anlage in einen MSCI World-ETF als Opportunitätskosten berücksichtigt, würde sich die Amortisationszeit wahrscheinlich noch verlängern.
Ich hoffe, bald konkrete Zahlen zum Heizenergiebedarf zu erhalten. Aber ich frage mich, ob meine Annahmen und Berechnungen korrekt sind. Oder hat das Bauunternehmen vielleicht recht, und die elektrische Fußbodenheizung ist in diesem speziellen Fall die wirtschaftlich sinnvollere Option?
Natürlich basiert meine Kalkulation auf einigen Annahmen, wie z.B. dass ich nicht doch mit Holz aus meinem eigenen Wald heize, dass ich tatsächlich ganztags auf 23°C heize, und dass sich Strompreise oder Einspeisevergütungen nicht ändern.
Vielleicht habe ich auch einen Denkfehler in der geschätzten Stromerzeugung während der Heizperiod bei der 9.1 kWp Anlage?
K
KarstenausNRW01.10.23 19:05Radfahrer schrieb:
Zunächst sollte man einmal die Normaußentemperatur abklären ich gehe da mal von -12 aus und das ist für die Luft-Luftwärmepumpe nicht so prickelnd.Ja, die Effizienz ist nicht überragend. Aber bei der Größe des Hauses und der Effizienz des Hauses ist das nicht tragisch. Das Mehrinvest von einigen 10.000€ für Wärmepumpe mit Fußbodenheizung wird sich nie ausgehen.eenuep1 schrieb:
Spannend, auf Luft-Luftwärmepumpe / Klimasplit bin ich bisher nicht gekommen, ich dachte immer, dass dadurch die Luft trocken wird, siehe Klimaanlagen wenn man mal reisen ist. Aber vermutlich ist die Haustechnik da weiter?
Wie kommst du auf die 30-35€/m Heizkosten?Hausgröße in Verbindung mit KfW 40 wird irgendwo 1.500-maximal 2.000kWh Stromverbrauch geben. Das sind bei aktuellen Strompreisen von ca. 25 Cent kWh zwischen 375€ und maximal 500€. Erträge aus der Photovoltaik unberücksichtigt.Deshalb mein Einwand, dass die Heiztechnik sich finanziell nicht besonders auswirkt. 20% Mehrverbrauch, also 100€ im Jahr, summieren sich auch nur auf 2.000€ in 20 Jahren (ohne Strompreissteigerungen). Ist zu verkraften, wenn die Wärmepumpe+Fußbodenheizung vielleicht 20.000€ mehr als die Luft-Luftwärmepumpe kostet.
Du hast dann noch geschrieben, dass sich die wassergeführte Fußbodenheizung schnell aufheizt. Das ist ein Trugschluss. Wassergeführte Fußbodenheizung im Estrich ist mega träge. Da merkst Du Änderungen in der Raumtemperatur erst nach einigen Stunden/über Nacht. Zumindest wenn Du nur maximal 30 Grad im tiefsten Winter als Vorlauftemperatur hast. Das ist trägste Heizungsform, die Du wählen kannst. Im KfW 40 Hause verlierst Du aber auch nur 1 Grad über Nacht, wenn die Heizung mal ausfällt.
KarstenausNRW schrieb:
Hausgröße in Verbindung mit KfW 40 wird irgendwo 1.500-maximal 2.000kWh Stromverbrauch geben. Das sind bei aktuellen Strompreisen von ca. 25 Cent kWh zwischen 375€ und maximal 500€. Erträge aus der Photovoltaik unberücksichtigt.Danke für die Berechnungsdetails!
Ich muss mich jetzt erst einmal informieren, was die Luft-Wasser-Wärmepumpe und (falls möglich) Luft-Luftwärmepumpe kosten würden & welcher Energiebedarf vorliegt.
Wie gesagt, der Anbieter verbaut normal nur seine eigenen elektrischen Flächenheizungen (siehe Bild)
und wassergeführte Fußbodenheizung i.d.R. nur wenn Fernwärme vorliegt (aufgrund des geringen Energiebedarfs?).
Deren Heiz-System wäre im Preis inklusive - daher muss ich schauen, ob sich der Auspreis selbst nur zu Luft-Luftwärmepumpe lohnt, wenn das System auch nicht soviel effizienter ist.
Unabhängig davon habe ich leider keine Erfahrungen mit Luft-Luftwärmepumpe/Klimasplitgerät und kann somit nicht einschätzen kann, ob ich das System von der Raumluft her mag (z.B. trocken oder Zugluft). Ich bin was beides angeht eher empfinglich (Schleimhäute & Augen).
Geräuschtechnisch wäre die Infrarot/Elektroflächenheizung natürlich ein Pluspunkt.
Unabhängig davon habe ich leider keine Erfahrungen mit Luft-Luftwärmepumpe/Klimasplitgerät und kann somit nicht einschätzen kann, ob ich das System von der Raumluft her mag (z.B. trocken oder Zugluft). Ich bin was beides angeht eher empfinglich (Schleimhäute & Augen).
Geräuschtechnisch wäre die Infrarot/Elektroflächenheizung natürlich ein Pluspunkt.
Mir ist noch ein Gedanke gekommen: Neben Varianten A (Luft-Wasser-Wärmepumpe) und B (Luft-Luftwärmepumpe) noch
C (Elektr.Flächenheizung, im Preis inkl.) aber größere Photovoltaikanlage:
- 3.000 kWh Energiebedarf in der Heizperiode (2.000 kWh Heizenergiebedarf + 1.000 kWh Nutzenergiebedarf)
- Dachfläche des Haues nach Süden: 58-77 qm (ergibt 2.500-3.400 kWh Ertrag in der Heizperiode)
- Kosten laut Haushersteller für Photovoltaik + Speicher bei 11,7 bzw. 15.6 kWp Photovoltaikanlage: 22.5 T bzw. 27 T€
D.h. anstatt, dass ich das Upgrade auf ein anderes Heizsystem wähle könnte ich einfach die ca. 7 T€ Aufpreis zur 9.1 kWp Anlage zahlen und meinen Heizenergiebedarf komplett selbst decken, habe kein Problem mit möglicherweise trockener Luft/Zugluft (Luft-Luftwärmepumpe?), und nicht die Geräuschemision der Luft-Wasser-Wärmepumpe für insgesamt weniger Mehrinvestition.
Bekanntermaßen macht es ja immer Sinn "nahe" an der Standardausstattung des Hersteller zu bleiben, alles andere lässt er sich teuer bezahlen, da er die Planungskosten nicht auf eine Großzahl an Kunden (Modulbauweise) verteilen kann.
C (Elektr.Flächenheizung, im Preis inkl.) aber größere Photovoltaikanlage:
- 3.000 kWh Energiebedarf in der Heizperiode (2.000 kWh Heizenergiebedarf + 1.000 kWh Nutzenergiebedarf)
- Dachfläche des Haues nach Süden: 58-77 qm (ergibt 2.500-3.400 kWh Ertrag in der Heizperiode)
- Kosten laut Haushersteller für Photovoltaik + Speicher bei 11,7 bzw. 15.6 kWp Photovoltaikanlage: 22.5 T bzw. 27 T€
D.h. anstatt, dass ich das Upgrade auf ein anderes Heizsystem wähle könnte ich einfach die ca. 7 T€ Aufpreis zur 9.1 kWp Anlage zahlen und meinen Heizenergiebedarf komplett selbst decken, habe kein Problem mit möglicherweise trockener Luft/Zugluft (Luft-Luftwärmepumpe?), und nicht die Geräuschemision der Luft-Wasser-Wärmepumpe für insgesamt weniger Mehrinvestition.
Bekanntermaßen macht es ja immer Sinn "nahe" an der Standardausstattung des Hersteller zu bleiben, alles andere lässt er sich teuer bezahlen, da er die Planungskosten nicht auf eine Großzahl an Kunden (Modulbauweise) verteilen kann.
R
RotorMotor01.10.23 22:17Eine größere Photovoltaik ist oft eine gute Idee.
Dass die Heizung aber meist dann läuft, wenn die Sonne nicht (gut) scheint, bleibt aber als Grund-Problem weiter bestehen.
Kannst du ja auch Mal mit pvgis simulieren.
Also selbst mit großer Photovoltaik kann eine Wärmepumpe noch Vorteile ausspielen!
Dass die Heizung aber meist dann läuft, wenn die Sonne nicht (gut) scheint, bleibt aber als Grund-Problem weiter bestehen.
Kannst du ja auch Mal mit pvgis simulieren.
Also selbst mit großer Photovoltaik kann eine Wärmepumpe noch Vorteile ausspielen!
RotorMotor schrieb:
Dass die Heizung aber meist dann läuft, wenn die Sonne nicht (gut) scheint, bleibt aber als Grund-Problem weiter bestehen.
Kannst du ja auch Mal mit pvgis simulieren.
Also selbst mit großer Photovoltaik kann eine Wärmepumpe noch Vorteile ausspielen!Danke für den erneuten Hinweis auf PVGis, das hat geholfen um die geringe Energieerzeugung im Winter visuell zu sehen.Für den Zeitraum Nov-Feb sollte laut PVGIs eine 11,7-15,6 kWp Photovoltaikanlage 1.440 - 1.920 kWh bei mir + 18° Neigung liefern.
Heizenergiebedarf Nov-Feb KFW 40: ca. 1.400 der 2.000 kWh, Nutzenergiebedarf Nov-Feb 500 kWh.
D.h. ich brauche 1.900 Energiebedarf, sollte also zur 15,7 kWp Photovoltaikanlage + Speicher (27 T€) greifen.
Und nach einem Jahr, sobald ich Erfahrungswerte habe, könnte ich doch nachträglich eine Klimaanlage (=Luft-Luftwärmepumpe/Klimasplit?) einbauen lassen, für den Fall, dass mein Photovoltaik-Ertrag doch nicht für Heiz- + Nutzenergie reicht, oder?
Das Gute ist: Bei dem Grundriss (siehe Anhang) würde vermutlich eine Klimaanlage reichen mit der ich den Wohnraum + Bad (offener Tür) heizen könnte, denke ich - bzw. im Bad und überall habe ich ja zusätzlich noch die elektrische Decken-Flächenheizung.
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