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ᐅ FOMO (Fear Of Missing Out) Wie umgehen?

Erstellt am: 20.03.22 22:54
C
CookingWithIce
Hi zusammen,

meine Partnerin und ich sind seit knapp 4 Jahren in der Schweiz zuhause und suchen seit etwa 1 Jahr nach einem Grundstück in der Heimat (RLP, Weinstraße). Besonders nach der Geburt unseres Sohnes zieht es aufgrund Freunde und Familie noch mehr zurück. Kürzlich haben wir die Reservierung/Zuschlag für ein Grundstück im Neubaugebiet erhalten und könnten uns für gut 350T€ ein Grundstück mit 470m² kaufen. Finanziell sind wir in der glücklichen Situation, dass wir etwa 300T€ selbst angespart haben, plus vorzeitiges Erbe/Schenkung von 300T€ bekommen und damit die Voraussetzungen wohl nicht viel besser sein könnten.

Objektiv betrachtet könnten wir uns das Grundstück und auch das Haus darauf leisten, aber jetzt wo es ernst wird und wir den Entwurf des Kaufvertrags bekommen haben sind wir doch sehr ins Grübeln gekommen. Ursprünglich wollten wir selbst bauen, damit wir keine Kompromisse von unseren Wünschen mit Bestandsimmobilien eingehen müssen, mittlerweile wollen/sollten wir uns aufgrund der wahnsinnigen Baupreise allerdings auch schon nicht mehr leisten was ursprünglich geplant war. Klar könnten wir uns ein simples Haus hinstellen, aber so viel Geld auszugeben und dann auf gewissen Komfort verzichten zu müssen weil die Preise gerade jenseits der 3000€/m² sind, fühlt sich komisch an. Man will ja auch nicht in einer Schuhschachtel wohnen.

Grundlegend haben wir also das beunruhigende Gefühl, dass die Entscheidung für den Grundstückskauf eher aus Angst getrieben wird. Geben wir uns jetzt schnell mit etwas zufrieden einfach nur damit wir Eigentum haben? Wie sehr ärgern wir uns, wenn wir weiter mieten und in 5 Jahren die Preise noch viel höher sind? Ist das unsere letzte Chance? Was bringt uns das ganze Geld, wenn wir weiterhin zur Miete leben und uns nie so entfalten könnten wie mit Eigentum? Das sind alles Fragen die uns gerade plagen und ehrlich gesagt auch schlaflose Nächte bereiten.

Ich vermute mal, dass wir mit solchen Gedanken nicht alleine sind. Wie seid ihr damit umgegangen? Habt ihr Tipps für uns?
O
Oetzberger
21.03.22 07:04
Machen. Wozu das angesparte Geld den Finanzmärkten überlassen, wenn man es auch für die eigenen vier Wände nutzen kann? Dann ist einem der Verkaufspreis den das am Markt erzielen würde für die nächsten 20 Jahre erstmal piepegal. Und wenn ihr eh nach Deutschland wollt, braucht ihr eine Bleibe. Politisch sind Einfamilienhaus Grundstücke in Deutschland nicht mehr gewollt, und die Nachfrage nach Wohnraum wird in den nächsten zwei Jahren dank Ukraine nochmal massiv zunehmen. Was mit den Preisen passiert, kann dir allerdings niemand sagen. Aber Anlage in Aktien kann genauso abstürzen, und im Haus lebt ihr immerhin.
O
Oetzberger
21.03.22 07:15
Habt ihr Bauzwang bei dem Grundstück? Falls nein, könntet ihr auch erstmal nur das Grundstück kaufen und dann mit dem Bau warten bis sich der aktuelle Irrsinn bissl normalisiert hat. Nicht unbedingt die Preise, aber immerhin die völlig verrückte Engpasssituation.
D
driver55
21.03.22 07:37
HausiKlausi schrieb:

Du weißt aber schon, dass du dann auch Schweizer Mieten und Preise zahlen musst. In einer Stadt zahlt man schnell mal 4000 CHF Miete. Lebensmittel kosten 30 bis 50 % mehr. Krankenkasse zahlt die Arbeitnehmer aus eigener Tasche. Usw.
Genau deswegen kann man 100 k€ im Jahr sparen. 😀
W
WilderSueden
21.03.22 08:34
HausiKlausi schrieb:

Du weißt aber schon, dass du dann auch Schweizer Mieten und Preise zahlen musst. In einer Stadt zahlt man schnell mal 4000 CHF Miete. Lebensmittel kosten 30 bis 50 % mehr. Krankenkasse zahlt die Arbeitnehmer aus eigener Tasche. Usw.
Deswegen kommt Samstags auch die halbe Ostschweiz nach Konstanz zum Einkaufen. Unter der Woche kommen dann diejenigen, die näher als Zürich wohnen 😉
Günstiger Wechselkurs + deutsche Preise + Mehrwertsteuer zurück (und der schweizer Zoll treibt die oft nicht ein)
Oetzberger schrieb:

Habt ihr Bauzwang bei dem Grundstück? Falls nein, könntet ihr auch erstmal nur das Grundstück kaufen und dann mit dem Bau warten bis sich der aktuelle Irrsinn bissl normalisiert hat. Nicht unbedingt die Preise, aber immerhin die völlig verrückte Engpasssituation.
Die Preise werden sich sicherlich nicht mehr deutlich senken. Insofern würde ich auch nicht mutwillig warten. Bis die Angebots- und Planungsphase durch ist, dauert es ja ohnehin noch eine Weile, dann muss man noch warten bis man eingetaktet wird und schwupps ist 2024 da. Entsprechend würde ich jetzt dann schon anfangen.
F
filosof
21.03.22 09:56
WilderSueden schrieb:

Die Preise werden sich sicherlich nicht mehr deutlich senken. Insofern würde ich auch nicht mutwillig warten. Bis die Angebots- und Planungsphase durch ist, dauert es ja ohnehin noch eine Weile, dann muss man noch warten bis man eingetaktet wird und schwupps ist 2024 da. Entsprechend würde ich jetzt dann schon anfangen.

Genau den Gedanken hatte ich auch. Wenn Ihr 2023/24 einziehen wollt, müsst Ihr sowieso jetzt aktiv werden.
D
däumchen11
21.03.22 09:58
Da hat jemand 600k auf der hohen Kante, spart im Jahr 100t eur, also bis umzug 800k und macht sich sorgen über das eigenheim? Bis 2024 könnt ihr das haus doch bar ablösen?
grundstück