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Erstellt am: 04.08.21 18:34

11ant20.11.21 16:47
haydee schrieb:

Oder unternehme in Wien mal eine Stadtführung von der SPÖ.
Wieso - erzählen mir die Genossen da von Fertigteilen für Gemeindebau-Fassaden ?
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
haydee20.11.21 17:18
Nein. Die Bedingungen wie die normalen Arbeiter hinter den tollen Fassaden lebten.
Ich sag es mal so der Arme Rhönbauer lebte gut dagegen. Es war mal eine anderer Rundgang. Normal werden nur die Prachtbauten mit den schillernden Persönlichkeiten gezeigt.
Trocken Wohnen, die Enge, die Armut, irgendwann werden die Häuser fertig gestellt und die wohlhabenderen ziehen ein.

Jeder Wohneigentümer kann schöne Fassaden hinstellen, wenn er unter diesen Wohnverhältnissen vermietet.
Jeder Fabrikant kann sich eine tolle Villa leisten, wenn seine Arbeiter in Armut leben. Nennt sich Ausbeutung.
Zu der Landbevölkerung, in den Häusern wohnten mehrere Generationen, teilweise noch Ledige. Hände und Geschick waren vorhanden. In irgendeiner Generation fand sich schon einer der was zur Zierde herstellen kann.
Neben der Enge wurden die Häuser nicht abgerissen, sondern instand gehalten.
Keiner weiß wie alt das Haus ist. War schon immer alt. So heißt es nicht nur bei unserem Alten
haydee20.11.21 17:20
Ich bin politisch ja nicht gerade links, aber die Soziale Marktwirtschaft, unsere Sicherheit ist wichtig.
Das und unsere Lebenseinstellung ist der Preis. Was hier als Schrott, als Sozialbau usw hingestellt wird, dann noch bezugsfertig
RomeoZwo20.11.21 19:41
haydee schrieb:

Jeder Fabrikant kann sich eine tolle Villa leisten, wenn seine Arbeiter in Armut leben. Nennt sich Ausbeutung.

„Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle." (Robert Bosch, 1931)
hampshire20.11.21 20:55
haydee schrieb:

Bei uns waren die Häuschen schmucklos und klein. Die Leute mussten darum kämpfen satt zu werden.
Das Kämpfen um satt zu werden war im Rheinland und im Bergischen sicher nicht anders.
Sicherlich sind ganz viele alte Häuser sehr einfach gehalten. Allein die Handwerkskunst in den Basics lassen mein Herz höher schlagen - Holz wurde selbstverständlich verzapft, Türen und Zargen waren Handarbeit, Ziegel war echter Ziegel und kein heutiger schnieke-Klinker, Lichtschalter, wenn vorhanden waren aus Bakelit. Das sind alles Details, die früher auch beim einfachsten Haus so gemacht wurden, da das eben Stand der Technik war. Heute ist genau diese Handarbeit purer Luxus, denn sie ist viel teurer als industrialisierte Systemware. Manch Dachstuhl einer einfachen 200 Jahre alten Scheune sieht heute aus wie ein unbezahlbares Kunstwerk - und wäre mit demselben handwerklichen Aufwand heute purer Luxus im Vergleich zum heute üblichen Leimbinder-Abbund, der vor Or zusammengefügt wird.
haydee20.11.21 21:27

Gründerzeit war vor dem 1. WK vorbei. Die beiden Kriege haben für viele Veränderungen gesorgt.
Noch in den 20ern haben viele Stubenmädchen für Kost, Logie und etwas Geld gearbeitet.

Was 1931 ging waren 1880 utopische Hirngespinste.


Leim und Nägel waren teuer, dann wurde verzahnt. Konnte auf dem Land vermutlich in jedem Haushalt jemand. selbst mein Vater hatte es noch von seinem Opa gelernt. Vieles wurde auf Haltbarkeit getrimmt und nicht auf Konsum.
Wer kann noch Schindeln herstellen?

Wir haben Sandsteinmauern im alten Stil, sogar Doppelt gemauert. Wie früher halt. Einer kann es und der Rest hilft. Kommt nicht teurer wie L Steine, dauert nur länger, sehr viel länger. Sind immer noch nicht fertig.
fassadenziegel