Liebes Forum,
ich habe schon einige Beiträge hier gelesen und viel lernen können, allerdings sind - trotz einiger sehr ähnlicher Themen, die ich mir auch angeschaut habe - bei mir einige Fragen zu einem relativ abstrakten Anliegen offen geblieben, für deren Klärung ich mich über Denkanstöße freuen würde. Zunächst zum grundsätzlichen Hintergrund:
Als Gruppe mehrerer potentieller Bauherren sind wir auf der Suche nach (idealerweise benachbarten) Baugrundstücken für EFHs bzw. größerer Grundstücke, die zu solchen geteilt werden könnte. Der Zeithorizont ist eher langfristig (Größenordnung >=3-5 Jahre). Es handelt sich um die Region Köln/Düsseldorf. Der gangbarste (übliche) Weg eine solche Konstellation zu erreichen scheint mir über einen Projektierer mehrere Einheiten zu erwerben, das ist aufgrund der Nachteile bzgl. der Planungsfreiheit nicht unbedingt erwünscht.
Mir ist bewusst, dass bereits ein einzelnes (bezahlbares) Bau-Grundstück zu finden problematisch ist bzw. viel (Fleiß-)Arbeit erfordert, allerdings habe ich mich gefragt ob man sich nicht auch manche Skaleneffekte zu Nutze machen kann?
Bei einer ersten Suche sind uns immer mal wieder Grundstück untergekommen, die augenscheinlich im Innenbereich der jeweiligen Gemeinden liegen (i. S. v. durch Wohnbebauung umschlossen) und gem. Flächennutzungsplan als Wohngebiete (ohne Bebauungsplan) ausgezeichnet sind, in den Katasterdaten und Bodenrichtwerten (TIM-Online, BORIS) aber als Grünland o. Ä. ausgewiesen sind. Bevor ich nun Bauämter abtelefoniere, Eigner ausfindig mache, etc., würde ich gerne wissen ob ein solcher Vorgang mit hinreichend langem Atem für Privatpersonen überhaupt Erfolg haben kann:
- Kauf von Nicht-Bauland/Bauerwartungsland, dass im Innenbereich über den Flächennutzungsplan als Wohngebiet ausgezeichnet ist
- Einholung von Baugenehmigungen, Teilung, Erschließung etc. pp auf eigene Kosten
Falls so etwas grundsätzlich funktionieren kann, was wären die wichtigsten Stolpersteine die zu beachten wären?
Ich freue mich über alle Anregungen, aber auch ehrliche Einschätzungen falls das ganze Unterfangen an sich Quatsch ist.
ich habe schon einige Beiträge hier gelesen und viel lernen können, allerdings sind - trotz einiger sehr ähnlicher Themen, die ich mir auch angeschaut habe - bei mir einige Fragen zu einem relativ abstrakten Anliegen offen geblieben, für deren Klärung ich mich über Denkanstöße freuen würde. Zunächst zum grundsätzlichen Hintergrund:
Als Gruppe mehrerer potentieller Bauherren sind wir auf der Suche nach (idealerweise benachbarten) Baugrundstücken für EFHs bzw. größerer Grundstücke, die zu solchen geteilt werden könnte. Der Zeithorizont ist eher langfristig (Größenordnung >=3-5 Jahre). Es handelt sich um die Region Köln/Düsseldorf. Der gangbarste (übliche) Weg eine solche Konstellation zu erreichen scheint mir über einen Projektierer mehrere Einheiten zu erwerben, das ist aufgrund der Nachteile bzgl. der Planungsfreiheit nicht unbedingt erwünscht.
Mir ist bewusst, dass bereits ein einzelnes (bezahlbares) Bau-Grundstück zu finden problematisch ist bzw. viel (Fleiß-)Arbeit erfordert, allerdings habe ich mich gefragt ob man sich nicht auch manche Skaleneffekte zu Nutze machen kann?
Bei einer ersten Suche sind uns immer mal wieder Grundstück untergekommen, die augenscheinlich im Innenbereich der jeweiligen Gemeinden liegen (i. S. v. durch Wohnbebauung umschlossen) und gem. Flächennutzungsplan als Wohngebiete (ohne Bebauungsplan) ausgezeichnet sind, in den Katasterdaten und Bodenrichtwerten (TIM-Online, BORIS) aber als Grünland o. Ä. ausgewiesen sind. Bevor ich nun Bauämter abtelefoniere, Eigner ausfindig mache, etc., würde ich gerne wissen ob ein solcher Vorgang mit hinreichend langem Atem für Privatpersonen überhaupt Erfolg haben kann:
- Kauf von Nicht-Bauland/Bauerwartungsland, dass im Innenbereich über den Flächennutzungsplan als Wohngebiet ausgezeichnet ist
- Einholung von Baugenehmigungen, Teilung, Erschließung etc. pp auf eigene Kosten
Falls so etwas grundsätzlich funktionieren kann, was wären die wichtigsten Stolpersteine die zu beachten wären?
Ich freue mich über alle Anregungen, aber auch ehrliche Einschätzungen falls das ganze Unterfangen an sich Quatsch ist.
Ok, die Notwendigkeit der Bauvoranfrage und die Anekdote sind ernüchternd, aber auch nicht allzu überraschend.
Bei diesem Ansatz ist mir noch nicht so klar, wie ich das in die Praxis bringe. Außenbereichsflächen, die die Anforderungen des §13b erfüllen, gibt es ja vmtl. deutlich öfter als Baulücken. Spreche ich also zunächst mit in Frage kommenden Kommunen und versuche grundsätzlich herauszufinden, ob sie "grundsätzlich" offene Ohren für das Anliegen habe und schaue dann nach Grundstück in den Kommunen? Oder suche ich zunächst (willkürlich?) konkrete Grundstücke (von denen es uU einige gibt), spreche mit den Eigentümern und dann mit der Kommune, nur um festzustellen, dass diese kein Interesse hat einen Bebauungsplan "für uns" aufzustellen?
Escroda schrieb:
Nicht unbedingt. Zwar rate ich dringend von der eigenen Entwicklung eines Bebauungsplanes ab, aber im Juni wurde die Verlängerung des §13b Baugesetzbuch beschlossen, der den Kommunen unter bestimmten Voraussetzungen die Aufstellung von BPlänen erleichtert. Mit etwas Glück trifft eine Gruppe Bauwilliger vielleicht auf offene Ohren.
Bei diesem Ansatz ist mir noch nicht so klar, wie ich das in die Praxis bringe. Außenbereichsflächen, die die Anforderungen des §13b erfüllen, gibt es ja vmtl. deutlich öfter als Baulücken. Spreche ich also zunächst mit in Frage kommenden Kommunen und versuche grundsätzlich herauszufinden, ob sie "grundsätzlich" offene Ohren für das Anliegen habe und schaue dann nach Grundstück in den Kommunen? Oder suche ich zunächst (willkürlich?) konkrete Grundstücke (von denen es uU einige gibt), spreche mit den Eigentümern und dann mit der Kommune, nur um festzustellen, dass diese kein Interesse hat einen Bebauungsplan "für uns" aufzustellen?
pkiensch schrieb:
Oder suche ich zunächst (willkürlich?) konkrete Grundstücke (von denen es uU einige gibt), spreche mit den Eigentümern und dann mit der Kommune, nur um festzustellen, dass diese kein Interesse hat einen Bebauungsplan "für uns" aufzustellen?Nein, nicht willkürlich - und ich würde auch eher nach Brachen als in Noch-Außenbereichen schauen. Du bist hier leider noch nicht per PN anschreibbar (aber kannst ja mal unter "Informationen" in meinem Profil schauen, wie man dennoch in Kontakt treten kann).https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
11ant schrieb:
ich würde auch eher nach Brachen als in Noch-Außenbereichen schauen.Wo wir - für mich - zum Problem kämen eine Brache (hinreichender Größe) vom Außenbereich im Innenbereich zu unterscheiden. Vielen Dank für das liebe Angebot, ich schreibe im Laufe des Tages eine Email.
pkiensch schrieb:
Spreche ich also zunächst mit in Frage kommenden Kommunen und versuche grundsätzlich herauszufinden, ob sie "grundsätzlich" offene Ohren für das Anliegen habe und schaue dann nach Grundstück in den Kommunen?Ja. Hier dürfte die größte Schwierigkeit darin liegen, den richtigen Menschen zu finden, der gleichzeitig bürgerfreundlich, einflussreich und fachkompetent ist. Das geht dann vom Ratsmitglied im Bauausschuss über Verwaltungsmenschen von Amtsleiterin bis Sachbearbeiter. Viel Arbeit - aber ohne Fleiß kein Preis.Vor zwei Jahren hätte ich noch "Vergiss' es" gesagt. Mit dem jüngst verabschiedeten Baulandmobilisierungsgesetz hat die Politik sich selbst ein Dilemma beschert zwischen Wohnungsknappheit und Beschränkung des Flächenverbrauchs. Bleibt abzuwarten, wie jede einzelne Kommune angesichts von Personal- und Finanzknappheit damit umzugehen gedenkt. Jedenfalls sehe ich eine kleine Chance für Dein Vorhaben.
B
barfly66605.08.21 09:04Spannendes Projekt oder Abenteuer .... :-)
8 Pärchen sind 16 individuelle Persönlichkeiten mit 16 verschiedenen Wünschen, Meinungen, Vorlieben, etc.. Diese 16 Leute stehen wiederum zueinander in Interaktion, obwohl sich vermutlich alle lieb haben, kann das eine Pärchen bissle besser mit diesen und jenen Pärchen, ein Pärchen hat den Kinderwunsch 5 Stk., das andere hat damit bereits abgeschlossen und möchte lieber einen Rottweiler im Garten haben, das nächste bekommt Krampfanfälle bei Kindergeschrei ....
Und das bei einem Planungszeitraum von mehreren Jahren. Da wette ich 1:1000, dass in dieser Zeit das ein oder andere Pärchen abspringt, weil es
1. irgendwo eine super Gelegenheit bekommen hat
2. sich trennt
3. sich mit eins der 7 anderen Pärchen nicht mehr grün ist
4. sich bei der Planung und Teilung übergangen fühlt
5. doch keinen Rottweiler haben möchte
6. 1/2 des Pärchen ein super Jobangebot in Wanne-Eickel angeboten bekommen hat
usw usw usw.
Dann kommt dann noch die Trägheit der Eintscheidungen hinzu, 100 % der Stimmen werden für jede Entscheidung benötigt. Und da man ja davon ausgehen kann, das bei einem Grundstückskauf jedes Pärchen sofort mit flüssigen Mitteln einsteigen muss ....
Ach und dann solls noch Köln/Düsseldorf sein. München vielleicht noch als Alternative? :-)
Bei 8 Pärchen zu vielleicht 350 qm Grundsücksflächenbedarf, ist das mal locker ein Grundstück zu 2.800 qm. Solch große Grundstücke sind sicherlich noch viel begehrter als kleine Nieschendinger, jeder Bauunternehmer pflastert da 8 Stadtwürfel hin und freut sich über 8 x 700 T€.
Ne, ich halte das Projekt für nicht durchführbar.
8 Pärchen sind 16 individuelle Persönlichkeiten mit 16 verschiedenen Wünschen, Meinungen, Vorlieben, etc.. Diese 16 Leute stehen wiederum zueinander in Interaktion, obwohl sich vermutlich alle lieb haben, kann das eine Pärchen bissle besser mit diesen und jenen Pärchen, ein Pärchen hat den Kinderwunsch 5 Stk., das andere hat damit bereits abgeschlossen und möchte lieber einen Rottweiler im Garten haben, das nächste bekommt Krampfanfälle bei Kindergeschrei ....
Und das bei einem Planungszeitraum von mehreren Jahren. Da wette ich 1:1000, dass in dieser Zeit das ein oder andere Pärchen abspringt, weil es
1. irgendwo eine super Gelegenheit bekommen hat
2. sich trennt
3. sich mit eins der 7 anderen Pärchen nicht mehr grün ist
4. sich bei der Planung und Teilung übergangen fühlt
5. doch keinen Rottweiler haben möchte
6. 1/2 des Pärchen ein super Jobangebot in Wanne-Eickel angeboten bekommen hat
usw usw usw.
Dann kommt dann noch die Trägheit der Eintscheidungen hinzu, 100 % der Stimmen werden für jede Entscheidung benötigt. Und da man ja davon ausgehen kann, das bei einem Grundstückskauf jedes Pärchen sofort mit flüssigen Mitteln einsteigen muss ....
Ach und dann solls noch Köln/Düsseldorf sein. München vielleicht noch als Alternative? :-)
Bei 8 Pärchen zu vielleicht 350 qm Grundsücksflächenbedarf, ist das mal locker ein Grundstück zu 2.800 qm. Solch große Grundstücke sind sicherlich noch viel begehrter als kleine Nieschendinger, jeder Bauunternehmer pflastert da 8 Stadtwürfel hin und freut sich über 8 x 700 T€.
Ne, ich halte das Projekt für nicht durchführbar.
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