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ᐅ Grundstücke selbst teilen und erschließen

Erstellt am: 03.08.21 14:51
P
pkiensch
Liebes Forum,

ich habe schon einige Beiträge hier gelesen und viel lernen können, allerdings sind - trotz einiger sehr ähnlicher Themen, die ich mir auch angeschaut habe - bei mir einige Fragen zu einem relativ abstrakten Anliegen offen geblieben, für deren Klärung ich mich über Denkanstöße freuen würde. Zunächst zum grundsätzlichen Hintergrund:

Als Gruppe mehrerer potentieller Bauherren sind wir auf der Suche nach (idealerweise benachbarten) Baugrundstücken für EFHs bzw. größerer Grundstücke, die zu solchen geteilt werden könnte. Der Zeithorizont ist eher langfristig (Größenordnung >=3-5 Jahre). Es handelt sich um die Region Köln/Düsseldorf. Der gangbarste (übliche) Weg eine solche Konstellation zu erreichen scheint mir über einen Projektierer mehrere Einheiten zu erwerben, das ist aufgrund der Nachteile bzgl. der Planungsfreiheit nicht unbedingt erwünscht.

Mir ist bewusst, dass bereits ein einzelnes (bezahlbares) Bau-Grundstück zu finden problematisch ist bzw. viel (Fleiß-)Arbeit erfordert, allerdings habe ich mich gefragt ob man sich nicht auch manche Skaleneffekte zu Nutze machen kann?

Bei einer ersten Suche sind uns immer mal wieder Grundstück untergekommen, die augenscheinlich im Innenbereich der jeweiligen Gemeinden liegen (i. S. v. durch Wohnbebauung umschlossen) und gem. Flächennutzungsplan als Wohngebiete (ohne Bebauungsplan) ausgezeichnet sind, in den Katasterdaten und Bodenrichtwerten (TIM-Online, BORIS) aber als Grünland o. Ä. ausgewiesen sind. Bevor ich nun Bauämter abtelefoniere, Eigner ausfindig mache, etc., würde ich gerne wissen ob ein solcher Vorgang mit hinreichend langem Atem für Privatpersonen überhaupt Erfolg haben kann:

- Kauf von Nicht-Bauland/Bauerwartungsland, dass im Innenbereich über den Flächennutzungsplan als Wohngebiet ausgezeichnet ist
- Einholung von Baugenehmigungen, Teilung, Erschließung etc. pp auf eigene Kosten

Falls so etwas grundsätzlich funktionieren kann, was wären die wichtigsten Stolpersteine die zu beachten wären?

Ich freue mich über alle Anregungen, aber auch ehrliche Einschätzungen falls das ganze Unterfangen an sich Quatsch ist.
P
pkiensch
05.08.21 13:32
11ant schrieb:

Ich meinte garnichts "kompliziertes", zum Beispiel kenne ich ein Projekt, wo ein Clübchen junger Rentner sich eine Handvoll Bungalows auf den Campus einer aufgegebenen Faltschachtel"fabrik" gebaut hat - das ist ein typisches "nichtstörendes Gewerbe" am Rand eines dörflichen §34-Stadteiles gewesen. Schau mal nach La Compostella Neuwied, die haben dafür eine GbR gegründet.
Sehr interessant, schaue ich mir an!
11ant schrieb:

Ich verstand es so, als daß kein Rottweiler eines externen Nachbarn gemeint sei, sondern eines Mitstreiter-Pärchens.
Ja, hatte ich auch so verstanden. Was ich meinte: Ob nun ein solches Projekt klappt und man sich dann Rottweiler-bedingt mit Mitstreitern streitet (( 🙂, oder man "normal" wohnt und dort mit fremden Nachbarn Probleme hat, macht für mich nicht den gravierenden Unterschied (einerseits kann man Fremde leichter ignorieren, ohne dass daran Freundschaften zerbrechen; andererseits teilen Freunde Grundwerte, die bei der Konfliktbewältigung helfen können). Nachbarschaft ist immer ein soziales Gefüge, das gut oder weniger gut funktionieren kann. Daran, bereits bevor irgendetwas passiert ist Streitereien herbeizuspekulieren, würde ich es nicht scheitern lassen wollen.