Nachdem ich mich, seit meinem letzten Thread, ein bisschen mehr mit der Materie beschäftigt habe und die Planungen zum Haus selber schneller vorangehen als gedacht habe ich mich schon mit konkreteren Überlegungen zum Thema "Smarthome" entschieden. Ich möcht gerne meine Überlegungen/Pläne teilen aber auch noch Fragen zum Grundlegenden Verständnis stellen.
Das System soll mit KNX realisiert werden, für Funktionen die ich im Moment noch nicht will oder "brauche" will ich zumindest Leerrohre vorsehen. Die langfristige Erweiterung des Systems soll dann über besagte Leerrohre geschehen oder, wenn nicht vorhanden, mit einer Funklösung.
Zunächst mal ein paar Fragen bzw. Aussagen zu Grundlagen, nur damit ich nicht unter falschen Annahmen plane, bitte korrigieren wo ich falsch liege:
Den Auf- und Ausbau des Systems will ich in mehreren Phasen erledigen. Ich bin zwar technisch und handwerklich bewandert aber in Sachen Programmierung, Elektrik und Elektronik reichen meine Kenntnisse (noch) nicht aus um ein solches Projekt selber zu stemmen. Deshalb sollen die Elektro und KNX Installation und Einrichtung vom Elektriker/Systemintegrator vorgenommen werden. Hier sollen nur die Grundfunktionen, also z.B. Licht an/aus oder Rollladen hoch/runter an Taster xy vorgenommen werden, sodass das Haus erstmal "manuell" bedienbar ist. Die zwiete Phase beginnt dann nach Fertigstellung und beinhaltet die Erstellung einer Visualisierung inklusive Smartphone Bedienung, die Programmierung von Szenen und automatischen Abläufen mit einer Logik Engine (hab hier an Edomi gedacht), die Integration eines zentralen Bedienfeldes (Android Panel oder Touchdisplay mit Raspberry) und eines Homeservers (NUC oder Thin Client), die Einbindung anderer Komponenten wie z.B. einer IP-Türanlage oder Fernbedienungen. Die letzte Phase wird dann die Erweiterung des Systems nach Bedarf, etwa um eine Wetterstation, Außen- und Innenkameras, Feuchtigkeitssensoren und Lüftungssteuerung oder die Einbindung von Funkkomponenten (z.B. Fensterkontakte).....
Das Haus soll ein Bungalow ohne Keller aber mit Speicher mit ca. 140qm Wohnfläche und Angeschlossener Garage mit Technik- und Abstellraum werden. Die HV wäre somit in der Garage um keine klickenden Aktoren in der Wohnung zu haben. Ich habe mir mal für die einzelnen Räume überlegt was ich für die Grundinstallation gerne hätte:
Wohnen/Essen/Kochen:
Windfang/Gäste-WC/Diele:
Arbeitszimmer und Kinderzimmer:
Schlafzimmer und begehbarer Schrank:
Bad:
Hauswirtschaftsraum:
Abstellräume/Technik:
Garage:
Dann noch Vorbereitung für eine Wetterstation, Heizungs- und Lüftungssteuerung, das Wandpanel, u.ä.
Wo würde dieses System kostenmäßig wohl ungefähr liegen wenn wir durchschnittliche Komponenten annehmen?
Ziemlich langer Post, ich bin mir sicher es fehlt irgendwo was. Aber habe ich hier irgendwelche groben Unstimmigkeiten oder Unsinnigkeiten? Bitte korrigieren wenn nötig.
Das System soll mit KNX realisiert werden, für Funktionen die ich im Moment noch nicht will oder "brauche" will ich zumindest Leerrohre vorsehen. Die langfristige Erweiterung des Systems soll dann über besagte Leerrohre geschehen oder, wenn nicht vorhanden, mit einer Funklösung.
Zunächst mal ein paar Fragen bzw. Aussagen zu Grundlagen, nur damit ich nicht unter falschen Annahmen plane, bitte korrigieren wo ich falsch liege:
- ein KNX System kann komplett auf den Aktoren, komplett über eine Logik oder über einen Mix von beidem programmiert werden. Parametriert werden müssen die Komponenten aber immer und das geht nur mit ETS.
- Auf dem Homeserver liegt die Logikengine die über eine Schnittstelle mit dem BUS kommuniziert. Grundlage der Logik ist das ETS Projekt
- Jedes schaltbare Verbraucher oder Gruppe wird an eine eigene Stromleitung angeschlossen, die zum Schaltschrank läuft. Das heißt im extremfall eine Leitung von jeder Steckdose und Leuchte bis zum Schaltschrank.
- Können BUS-Leitungen abgezweigt werden oder brauche ich von jedem Sensor eine Leitung bis zum Schaltschrank? Reicht es also jeden Raum mit einer Leitung zu versorgen und für ggf. zukünftge Sensoren nur Leerrohre zu verlegen oder müssen direkt Kabel gezogen werden?
- Macht die Steuerung einer Fußbodenheizung und einer zentralen Kontrollierte-Wohnraumlüftung über KNX Sinn?
Den Auf- und Ausbau des Systems will ich in mehreren Phasen erledigen. Ich bin zwar technisch und handwerklich bewandert aber in Sachen Programmierung, Elektrik und Elektronik reichen meine Kenntnisse (noch) nicht aus um ein solches Projekt selber zu stemmen. Deshalb sollen die Elektro und KNX Installation und Einrichtung vom Elektriker/Systemintegrator vorgenommen werden. Hier sollen nur die Grundfunktionen, also z.B. Licht an/aus oder Rollladen hoch/runter an Taster xy vorgenommen werden, sodass das Haus erstmal "manuell" bedienbar ist. Die zwiete Phase beginnt dann nach Fertigstellung und beinhaltet die Erstellung einer Visualisierung inklusive Smartphone Bedienung, die Programmierung von Szenen und automatischen Abläufen mit einer Logik Engine (hab hier an Edomi gedacht), die Integration eines zentralen Bedienfeldes (Android Panel oder Touchdisplay mit Raspberry) und eines Homeservers (NUC oder Thin Client), die Einbindung anderer Komponenten wie z.B. einer IP-Türanlage oder Fernbedienungen. Die letzte Phase wird dann die Erweiterung des Systems nach Bedarf, etwa um eine Wetterstation, Außen- und Innenkameras, Feuchtigkeitssensoren und Lüftungssteuerung oder die Einbindung von Funkkomponenten (z.B. Fensterkontakte).....
Das Haus soll ein Bungalow ohne Keller aber mit Speicher mit ca. 140qm Wohnfläche und Angeschlossener Garage mit Technik- und Abstellraum werden. Die HV wäre somit in der Garage um keine klickenden Aktoren in der Wohnung zu haben. Ich habe mir mal für die einzelnen Räume überlegt was ich für die Grundinstallation gerne hätte:
Wohnen/Essen/Kochen:
- Multitaster für Licht und Jalousien, Taster in Küche für Unterbauleuchten
- Präsenzmelder/Lichtsensor in allen drei Bereichen
- Wohnen mehrere Lichtgruppen, Essen eine Lichtgruppe, Kochen Deckenspots und Schrank Unterbauleuchten je eine Lichtgruppe - alle dimmbar
- "Multimedia-Steckdosen" schaltbar, ggf. weitere Wohnzimmer Steckdosen dimmbar
- Lichtsensor außen unter Dachvorsprung Südseite
Windfang/Gäste-WC/Diele:
- Taster für Licht, im WC Multitaster für Rollladen und Licht
- Präsenzmelder/Lichtsensor
Arbeitszimmer und Kinderzimmer:
- Multitaster für Licht und Rollläden, Licht dimmbar
- "PC/Multimedia-Steckdosen" schaltbar, Rest ggf. dimmbar
- Präsenzmelder/Lichtsensor
Schlafzimmer und begehbarer Schrank:
- Schlafzimmer Multitaster für Lichter und Rollladen, Licht dimmbar
- Steckdosen schalt- und dimmbar
- Präsenzmelder/Lichtsensor in beiden Räumen
Bad:
- Multitaster für Licht und Rollläden
- Separate Lichtgruppen über Badewanne, Dusche und waschbecken, alle Leuchten dimmbar
- Präsenzmelder/Lichtsensor
- Steckdose für Spiegelbeleuchtung schalt- und dimmbar
Hauswirtschaftsraum:
- Taster für Licht und Rollladen
- Präsenzmelder/Lichtsensor
- Wassermelder und Absperrventil
- Steckdosen schaltbar
Abstellräume/Technik:
- Bewegungsmelder/Lichtsensor
Garage:
- Multitaster für Licht und Tor
- Bewegungsmelder/Lichtsensor
Dann noch Vorbereitung für eine Wetterstation, Heizungs- und Lüftungssteuerung, das Wandpanel, u.ä.
Wo würde dieses System kostenmäßig wohl ungefähr liegen wenn wir durchschnittliche Komponenten annehmen?
Ziemlich langer Post, ich bin mir sicher es fehlt irgendwo was. Aber habe ich hier irgendwelche groben Unstimmigkeiten oder Unsinnigkeiten? Bitte korrigieren wenn nötig.
N
nordanney11.03.21 14:51HansDampf1311 schrieb:
Ja da hast du wohl recht, mein Gedanke war eher der der Redundanz. Im Dunkeln auf den Pott sitzen sollte der Präsenzmelder spinnen ist halt doof.Und wenn Präsenzmelder und Taster mal spinnen? Dann zur Sicherheit noch einen zweiten Taster verbauen? 😉 Entweder auf Automation verlassen oder bei manuell bleiben.
H
HansDampf131111.03.21 14:56nordanney schrieb:
Und wenn Präsenzmelder und Taster mal spinnen? Dann zur Sicherheit noch einen zweiten Taster verbauen? 😉
Entweder auf Automation verlassen oder bei manuell bleiben.Ja ja! Das Argument ist angekommen und aufgenommen :p Das gilt jetzt allerdings nur für Räume in denen man nicht "lebt" oder? Also Windfang, Gäste-WC, Abstellräume, kleiderschrank,...... im Schlafzimmer hätte ich dann doch schon gern die Option die Rollläden auch mal per Knopfdruck hoch oder runter zu lassen.HansDampf1311 schrieb:
Wie genau? Mehrere Sensoren?Nein, du denkst ja KNX. Da kannst du das Licht in deinem WC auch meinetwegen mit dem Taster draußen in der Garage schalten. Da es aber unpraktisch wäre(jedoch möglich und bei Bedarf auch noch von 50 weiteren Punkten). Legt man, wenn man es denn braucht das Licht außer per PM noch zusätzlich in die Visu und auch ggf. auf einen freien Taster in dem Flur von dem man ins WC kommt oder auch zusätzlich auf den Türkontakt oder auch an die fensterkontakte in dem WC. Also die Möglichkeiten sind schier endlos...und alles ohne den üblichen Taster/Schalter an der Tür.Aber ja auch mehrere Sensoren gehen, wenn man das Geld über hat.
HansDampf1311 schrieb:
"Dann haben wir nur noch einen Zentralen Schalter für alles im Wohn-/Ess-/Kochbereich" mit einem sehr skeptischen und verständislosen Blick reagiertHehe ja das ist die normale Reaktion. Hinterher gucken die gleichen Leute schief wenn man denen sagt man muss hier oder da doch was drücken, weil man es ja gewöhnt ist gar nichts mehr zu machen.HansDampf1311 schrieb:
meine ich also eine stabile DeckeAlso du baust ein normales Bungalow mit Spitzdach. Ok...ja da kannst du einiges drüberlaufen lassen und auch noch nach Jahren lassen sich so Kabel ohne großen Aufwand einziehen.HansDampf1311 schrieb:
Naja, Schalter und Wand-/Deckensensoren.Aus der Erfahrung werden Schalter entweder komplett wegrationalisiert mit der Zeit oder die Funktionen einfach erweitert indem man den alten Schalter abmacht und einen neuen anklemmt und parametriert. Bei den Sensoren dagegen, ja hier braucht/will man hin und wieder etwas an Position X/Y und hier hilft dann eine gute Planung für die Zukunft und ja es ist möglich vieles vorauszusehen trotz der geläufigen Meinung das wäre schier unmöglich.HansDampf1311 schrieb:
Das gilt jetzt allerdings nur für Räume in denen man nicht "lebt" oder? Also Windfang, Gäste-WC, Abstellräume, Kleiderschrank,......Diese Räume stellen aber eine nicht unerhebliche Anzahl in einem Haus dar und werden oft doch in Hinsicht auf Automatisation behandelt als wären es Räume in denen man "lebt". Aber dem ist natürlich nicht so und hier lässt sich dann der Rotstift gut ansetzen.H
HansDampf131111.03.21 15:28@Mycraft Danke für die ausführlichen Erläuterungen.
Das heißt in der Visu kann man dann auch virtuelle Sensoren bzw. Taster anlegen? Das hatte ich bisher noch gar nicht in Betracht gezogen und eröffnet ja noch mehr Möglichkeiten.
Komischerweise habe ich ja bei den Abstellräumen mit genau der Argumentation, dass da extra Taster überflüssig sind weggelassen.
Was hälst du, abgesehen von den überflüssigen Tastern, sonst im großen und ganzen von dem Plan, die relativ gute Nachrüstbarkeit durch die Decke mit einbezogen? Ist da noch was was keinen Sinn macht oder besser anders gelöst wäre?
Das heißt in der Visu kann man dann auch virtuelle Sensoren bzw. Taster anlegen? Das hatte ich bisher noch gar nicht in Betracht gezogen und eröffnet ja noch mehr Möglichkeiten.
Komischerweise habe ich ja bei den Abstellräumen mit genau der Argumentation, dass da extra Taster überflüssig sind weggelassen.
Was hälst du, abgesehen von den überflüssigen Tastern, sonst im großen und ganzen von dem Plan, die relativ gute Nachrüstbarkeit durch die Decke mit einbezogen? Ist da noch was was keinen Sinn macht oder besser anders gelöst wäre?
HansDampf1311 schrieb:
Das heißt in der Visu kann man dann auch virtuelle Sensoren bzw. Taster anlegen? Das hatte ich bisher noch gar nicht in Betracht gezogen und eröffnet ja noch mehr Möglichkeiten.Was hast du denn gedacht, was man mit einer Visualisierung macht? Dort kann man dann Dinge erledigen, die man z.B. selten nutzt. Thermostate kann man sich so z.B. sparen.H
HansDampf131111.03.21 15:59untergasse43 schrieb:
Was hast du denn gedacht, was man mit einer Visualisierung macht? Dort kann man dann Dinge erledigen, die man z.B. selten nutzt. Thermostate kann man sich so z.B. sparen.Das Vorhandene, physische KNX System virtuell abbilden. Irgendwie ist mir nie in den Sinn gekommen dass man damit auch Sensoren virtualisieren und damit Aktoren schalten kann 🙄Ähnliche Themen