Hallo liebe Forums-Mitglieder,
wir stehen momentan vor der Entscheidung, gemeinsam ein Haus zu kaufen. Da dieses Szenario nicht ganz so häufig ist, findet man leider nur wenige Beispiele im Netz, daher hoffe ich sehr, ihr könnt mir weiterhelfen.
Folgende wichtige Eckdaten für Euch zur besseren Einschätzung:
Wohnung 1:
-ca. 40% der Gesamtwohnfläche
-Zustand: Renovierungs-und sanierungsbedürftig (Stand 50er Jahre)
Wohnung 2:
-ca. 60% der Gesamtwohnfläche
-Zustand: DG 1983 ausgebaut, OG einzugsbereit-aber 80/90er-Jahre-Flair (Kunststofffenster, EBK aus 2008)
-Soll also auch renoviert werden, ist aber erst mal einzugsbereit im Gegensatz zu Wohnung 1
Grundstück:
>2.000m³ (aufgeteilt auf verschiedene Flurstücke), allerdings zu 90% Landschaftsschutzgebiet in Hanglage und fand daher auch laut Makler kaum Berücksichtigung im Kaufpreis
Teilungserklärung ist nicht vorhanden, aber das wollen wir natürlich irgendwann nachholen
Angedacht war im Kaufvertrag nur eine Aufteilung der Wohnfläche im Verhältnis 60:40, die restlichen Flächen sollten 50:50 geteilt werden.
Laut Rückmeldung des Notars ist das scheinbar nicht möglich sondern wir können nur 60:40 kaufen und zusätzlich ein gemeinsames Nutzungsrecht vereinbaren. Die einzige Möglichkeit wäre, alle Flurstücke rauszurechnen und dann 50:50 aufzuteilen- mit der Folge, dass damit auch der anteilige Kaufpreis für Wohnung 1 steigen würde.
Die Aufteilung 50:50 war für uns aber der Ausgleich dazu, dass wir keinen Gutachter bestellen, um den geringeren Werte der Wohnung 1 zu beziffern sondern den Kaufpreis strikt nach Wohnfläche aufzuteilen. Aus verschiedenen Gründen drängt die Zeit, weshalb Kauf und Finanzierung möglichst schnell abgewickelt werden soll. Notartermin steht schon, Finanzierung erfolgt gesamtschuldnerisch.
Eine faire Abwicklung ist für uns die oberste Prämisse. Daher nun die Fragen:
-Fällt der Zustand der Wohnung Eurer Meinung nach stark ins Gewicht oder seht ihr die reine Aufteilung nach Wohnfläche als korrekt an?
-Ist es Eurer Einschätzung nach korrekt, die gesamte Grundstücksfläche nach 60:40 aufzuteilen, obwohl diese kaum berücksichtigt wurde? Müsste dann zumindest ein anderer m²-Preis zugrunde gelegt werden?
-Welche Ideen hättet ihr noch?
Vielen Dank vorab für Eure Einschätzungen. Wir tun uns wirklich schwer.
wir stehen momentan vor der Entscheidung, gemeinsam ein Haus zu kaufen. Da dieses Szenario nicht ganz so häufig ist, findet man leider nur wenige Beispiele im Netz, daher hoffe ich sehr, ihr könnt mir weiterhelfen.
Folgende wichtige Eckdaten für Euch zur besseren Einschätzung:
Wohnung 1:
-ca. 40% der Gesamtwohnfläche
-Zustand: Renovierungs-und sanierungsbedürftig (Stand 50er Jahre)
Wohnung 2:
-ca. 60% der Gesamtwohnfläche
-Zustand: DG 1983 ausgebaut, OG einzugsbereit-aber 80/90er-Jahre-Flair (Kunststofffenster, EBK aus 2008)
-Soll also auch renoviert werden, ist aber erst mal einzugsbereit im Gegensatz zu Wohnung 1
Grundstück:
>2.000m³ (aufgeteilt auf verschiedene Flurstücke), allerdings zu 90% Landschaftsschutzgebiet in Hanglage und fand daher auch laut Makler kaum Berücksichtigung im Kaufpreis
Teilungserklärung ist nicht vorhanden, aber das wollen wir natürlich irgendwann nachholen
Angedacht war im Kaufvertrag nur eine Aufteilung der Wohnfläche im Verhältnis 60:40, die restlichen Flächen sollten 50:50 geteilt werden.
Laut Rückmeldung des Notars ist das scheinbar nicht möglich sondern wir können nur 60:40 kaufen und zusätzlich ein gemeinsames Nutzungsrecht vereinbaren. Die einzige Möglichkeit wäre, alle Flurstücke rauszurechnen und dann 50:50 aufzuteilen- mit der Folge, dass damit auch der anteilige Kaufpreis für Wohnung 1 steigen würde.
Die Aufteilung 50:50 war für uns aber der Ausgleich dazu, dass wir keinen Gutachter bestellen, um den geringeren Werte der Wohnung 1 zu beziffern sondern den Kaufpreis strikt nach Wohnfläche aufzuteilen. Aus verschiedenen Gründen drängt die Zeit, weshalb Kauf und Finanzierung möglichst schnell abgewickelt werden soll. Notartermin steht schon, Finanzierung erfolgt gesamtschuldnerisch.
Eine faire Abwicklung ist für uns die oberste Prämisse. Daher nun die Fragen:
-Fällt der Zustand der Wohnung Eurer Meinung nach stark ins Gewicht oder seht ihr die reine Aufteilung nach Wohnfläche als korrekt an?
-Ist es Eurer Einschätzung nach korrekt, die gesamte Grundstücksfläche nach 60:40 aufzuteilen, obwohl diese kaum berücksichtigt wurde? Müsste dann zumindest ein anderer m²-Preis zugrunde gelegt werden?
-Welche Ideen hättet ihr noch?
Vielen Dank vorab für Eure Einschätzungen. Wir tun uns wirklich schwer.
P
pagoni202001.03.21 18:18Neuling2021 schrieb:
Das machen wir- wir wohnen bereits seit vielen Jahren im gleichen Haus zur Miete.
Genau deshalb wollen wir alle eine Lösung, die fair für alle Beteiligten ist.Ich verstehe den Grundgedanken absolut aber beim Eigentum gibt es andere Abhängigkeiten. Eine Miete könnte man jederzeit beenden und der Vermieter steht auf der anderen Seite.Würdest Du Details dirswr Idee hier zeigen würden Dir andere Leute mit Sicherheit reihenweise Fallstricke und Risiken benennen und nicht deswegen, weil Alle spießig denken, sondern weil diese real und nichtn unwahrscheinlich sind. Hinzu kommt, dass solche eine Fehleinschätzung Dein Leben komplett auf den Kopf stellen kann bzw. Du pleite gehen kannst, durch eine andere Person, all das geschieht bei eienr Miete nicht.
Habt ihr geklärt, ob man Grundstück und Wohnräume teilen lassen kann?
N
Neuling202101.03.21 18:29pagoni2020 schrieb:
Ich verstehe den Grundgedanken absolut aber beim Eigentum gibt es andere Abhängigkeiten. Eine Miete könnte man jederzeit beenden und der Vermieter steht auf der anderen Seite.
Würdest Du Details dirswr Idee hier zeigen würden Dir andere Leute mit Sicherheit reihenweise Fallstricke und Risiken benennen und nicht deswegen, weil Alle spießig denken, sondern weil diese real und nichtn unwahrscheinlich sind. Hinzu kommt, dass solche eine Fehleinschätzung Dein Leben komplett auf den Kopf stellen kann bzw. Du pleite gehen kannst, durch eine andere Person, all das geschieht bei eienr Miete nicht.
Habt ihr geklärt, ob man Grundstück und Wohnräume teilen lassen kann?Ja, da gebe ich Dir absolut recht - wir sind uns alle darüber bewusst, welche Risiken es gibt. Eine Garantie kann letztendlich keiner abgeben.
Wir haben zwar separate Finanzierungen, aber wie gesagt: Die Haftung erfolgt gemeinsam.
Grundsätzlich können wir eine Teilungserklärung machen, ja.
Wir suchen schon seit Jahren nach einem geeigneten Objekt und nun steht bei einer Beteiligten Elternzeit kurz bevor- und damit würde eine Finanzierungszusage für die nächsten 12 Monate erst mal rausfallen - daher der zeitliche Druck.
H
Hausbautraum2001.03.21 18:44Also die Aufteilung 60:40 des Grundstücks wäre für mich wahrscheinlich nicht okay, wenn die eine Wohnung in deutlich schlechterem Zustand ist.
Wer weiß wie sich die Landpreise in 30 Jahren entwickeln....
Kann man den entscheidenden Grundstücksteil 50:50 teilen und die Schutzgebiete nicht?
Die Alternativlösung des Notars verstehe ich leider nicht ganz.
Insgesamt würde ich NIEMALS sowas gesamtschuldnerisch machen. Nichtmal mit meiner Schwester....
Ich verstehe auch nicht, warum ihr das macht?
Wer weiß wie sich die Landpreise in 30 Jahren entwickeln....
Kann man den entscheidenden Grundstücksteil 50:50 teilen und die Schutzgebiete nicht?
Die Alternativlösung des Notars verstehe ich leider nicht ganz.
Insgesamt würde ich NIEMALS sowas gesamtschuldnerisch machen. Nichtmal mit meiner Schwester....
Ich verstehe auch nicht, warum ihr das macht?
P
pagoni202001.03.21 18:44Also bekommt ihr meine Finanzierung weil es nicht geht, sonst würdet ihr sie ja bekommen.
Wenn ihr es teilt könnte es Jeder in seinem Tempo ausbauen und nach seinen Möglichkeiten.
Ohne Teilung würde ich es niemals machen, ich hatte Ähnliches vor 6 Monaten selbst, plörtzlich sollte es eine Bruchteilseigentümerschaft werden seitens des Besitzers und dann bin ich ausgestiegen.....zum Glück. Übrigens der Notar hat mir das zusäzlich noch erklärt, welche Risiken das mit sich bringen kann. Ihr lebt nicht zusammen wie jetzt, finanziell betrachtet verschmelzt ihr ein Stück weit und fällt der Eine fällt der Andere mit.
Wenn ihr es teilt könnte es Jeder in seinem Tempo ausbauen und nach seinen Möglichkeiten.
Neuling2021 schrieb:Wenn ihr das macht gibt es immer noch Risiken genug aber dann ist zumindest Jeder sein eigener Herr.
Grundsätzlich können wir eine Teilungserklärung machen, ja.
Neuling2021 schrieb:Versteh mich nicht falsch aber das glaube ich nicht. Erst wenn Du tatsächlich knietief drinstehst ist es Dir wirklich bewusst. Im Moment wirkt vlt. auch die Euphorie, das ist ja nicht schlimm, aber zum Hausprojekt bedarf es Sachlichkeit. Denn......man möchte auch Sicherheit mit einem Haus haben und genau das habt ihr dann nicht.
wir sind uns alle darüber bewusst, welche Risiken es gibt
Neuling2021 schrieb:Es ist doch aber die Frage, warum und mit welchem Risiko ich mich dieser Gefahr aussetze? Ich bin mir sicher, dass es andere Möglichkeiten gibt auch wenn sie nicht ganz so bequem sind aber sie sind tragfähiger.
Eine Garantie kann letztendlich keiner abgeben.
Neuling2021 schrieb:Das ist mMn nach das absolute KO-Kriterium. Ich bekomm echt Magenschmerzen, obwohl es mich Nichts angeht.
Die Haftung erfolgt gemeinsam.
Ohne Teilung würde ich es niemals machen, ich hatte Ähnliches vor 6 Monaten selbst, plörtzlich sollte es eine Bruchteilseigentümerschaft werden seitens des Besitzers und dann bin ich ausgestiegen.....zum Glück. Übrigens der Notar hat mir das zusäzlich noch erklärt, welche Risiken das mit sich bringen kann. Ihr lebt nicht zusammen wie jetzt, finanziell betrachtet verschmelzt ihr ein Stück weit und fällt der Eine fällt der Andere mit.
Da bin ich bei Pagoni. Du schreibst, ihr seid euch des Risikos bewusst. Damit meinst du, dass du davon gehört hast, dass es auch schief gehen kann. Das wird bei euch natüürlich nicht der Fall sein ;-) Würdest du bei euch in Erwägung ziehen, dass es Ernst wird, dann wäre die gemeinsame Haftung keine Option.
N
Neuling202101.03.21 19:01pagoni2020 schrieb:
Ihr tut Euch verständlicherweise schwer, weil das eine schwierige Situation mit vielen Risiken ist.
Meine Frage ist, ob das wirklich nicht in einzelne ETW geteilt werden kann, sodass Jeder seinen eigenen Teil verantwortet?
Eine evtl. Möglichkeit wäre noch eine Bruchteilseigentümerschaft aber auch diese birgt erhebliche Gefahren.
Dinge und vor Allem Menschen (auch man selbst) ändern sich.......so ein Projekt würde ich niemals machen, wäre es nicht klar teilbar, sodass ich bzw. meine Familie immer autark sein wird was auch immer auf der anderen Seite geschieht.Was wäre denn der Vorteil einer Bruchteilseigentümerschaft?
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