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ᐅ Fensterfirma liefert nicht die vereinbarten Rollladenkasten


Erstellt am: 03.01.21 08:58

Wolkensieben03.01.21 20:23
Mit Silicon und Schaum, kann man ganze Häuser baun *flööööt*
Hausbau081503.01.21 20:25
Wurstsemmel & Co. wurden aber auch von Fensterabdichter 1-3 gern genommen. Hat also nicht unbedingt positive Auswirkungen auf das Arbeitsergebnis. Aber es ist wirklich so, dass es viele nicht besser wissen. "Machen wir seit 30 Jahren so." Zu mir hat ein Fensterbauer gesagt, den ich auch mehrfach angefragt habe, ob er das nicht richten kann, dass ich ihn immer gerne anrufen kann und um Rat fragen, aber nur solange wie er nicht meine Fenster macht. Er übernimmt ja damit nach deutschem Gesetz die Gewährleistung für Fenster und Rollläden, die er nicht geliefert hat (aufgehendes Gewerk) und damit ist der Ärger vorprogrammiert. Und selbst wenn der Bauherr schriftlich bescheinigt, dass er diese Ansprüche nicht geltend macht, zählt das vor Gericht nicht und der gutmütige Fensterbauer hat die A....Karte und muss dafür geradestehen.
Kann ich natürlich voll verstehen, dass er dann die Finger davon lässt.
Schlenk-Bär03.01.21 21:06
11ant schrieb:

Genau das Nichtfinden einer überzeugenden befriedigenden Antwort darauf war ein sehr wesentlicher Grund für mich, mich aus der Fensterbranche einstweilen wieder auszuklinken. Im Grunde muß man als Bauherr nämlich die ganze Chose umkehren, d.h. erst einen guten Einbauer suchen und den die Fenster auch liefern lassen. Aber auch die Kunden müssen ihren Beitrag dazu leisten, daß dieser kranke Markt wieder in die Schiene zurück findet - denn die Kunden lassen sich ihre Preisvorstellungen zu stark von den Inklusive-Pfuscheinbau-Billigheimern verderben. Daher kennt jeder gute Einbauer Horrorgeschichten, möchte verständlicherweise aber aus Gewährleistungsgründen nicht in den Genuß "den Retter beißen die Hunde" kommen. Zusammengefaßt, was man als Kunde tun kann:
1. sich (auch preislich) bewußt sein, daß der Einbau ein wesentlicher Teil des "Gesamtproduktes Qualität" ist;
2. Verständnis dafür haben, daß der Einbauer nicht für Leute tätig werden mag, die ihm die Handelsmarge nicht gönnen;
3. zur Sicherheit selber ein wenig herumlesen, was beim Einbau beachtet werden sollte (wie auch zum WDVS gibt es allerlei Gutachter-Videos über Beispiele des Grauens);
4. (auch in anderen Bereichen, z.B. Kücheneinbau nicht minder) einen großen Bogen um den Handwerkertypus machen, der wie ein Actionheld mit einem ganzen Patronengürtel voller Silikon- und Bauschaumspritzen daherkommt - der setzt die nämlich in der Regel "one Gun fits all" für alles ein, was nicht bei "Drei" auf dem Baum ist;
5. Urlaubstage dafür einplanen, Präsenz auf der Baustelle zu zeigen - dafür siehe 3., denn den Erbsenzählkontrolletti zu spielen, der dann aber peinlich die falsche Norm zitiert, bringt außer seine Autorität zu zerlegen natürlich nichts.
6. Erst wenn man 1. bis 5. positiv abhaken kann (weil es sonst wenig nützt) ! auch mal ein bißchen mit Wurstsemmel Catering & Co zum Arbeitsklima auf der Baustelle beitragen.
Super, ganz herzlichen Dank für Deine Mühen. Hast Du vielleicht einen Tipp, wie ich Handwerker möglichst höflich bzw. freundlich dazu bringen kann, eventuelle Ratschläge von mir anzunehmen? Ich stelle mir das schon nicht ganz einfach vor. Eher die Art Fragen stellen, ob dieses und jenes nicht besser so und so sein sollte? Oder klare Forderungen stellen? Das muss so und so sein? Danke!
knalltüte03.01.21 21:23
11ant schrieb:

Zusammengefaßt, was man als Kunde tun kann:
1. sich (auch preislich) bewußt sein, daß der Einbau ein wesentlicher Teil des "Gesamtproduktes Qualität" ist;
2. Verständnis dafür haben, daß der Einbauer nicht für Leute tätig werden mag, die ihm die Handelsmarge nicht gönnen;
3. zur Sicherheit selber ein wenig herumlesen, was beim Einbau beachtet werden sollte (wie auch zum WDVS gibt es allerlei Gutachter-Videos über Beispiele des Grauens);
4. (auch in anderen Bereichen, z.B. Kücheneinbau nicht minder) einen großen Bogen um den Handwerkertypus machen, der wie ein Actionheld mit einem ganzen Patronengürtel voller Silikon- und Bauschaumspritzen daherkommt - der setzt die nämlich in der Regel "one Gun fits all" für alles ein, was nicht bei "Drei" auf dem Baum ist;
5. Urlaubstage dafür einplanen, Präsenz auf der Baustelle zu zeigen - dafür siehe 3., denn den Erbsenzählkontrolletti zu spielen, der dann aber peinlich die falsche Norm zitiert, bringt außer seine Autorität zu zerlegen natürlich nichts.
6. Erst wenn man 1. bis 5. positiv abhaken kann (weil es sonst wenig nützt) ! auch mal ein bißchen mit Wurstsemmel Catering & Co zum Arbeitsklima auf der Baustelle beitragen.
Glaube mir , haben wir alles gemacht (denken wir zumindest), trotzdem ist das Ergebnis suboptimal.
Internorm Fenster vom zertifizierten (Internorm) Fachhändler mit Ausstellung und auf Empfehlung unseres Architekten zu (wir denken immer noch) fairem Paketpreis erworben. Hätte der gesagt: Ich möchte gerne Rahmenbreite Kompribänder einbauen (Mehrkosten 600€) und sauberes Abkleben erfordert 8 extra Stunden (a ~65€), dafür bekommt ihr das (was ihr sowieso erwartet nämlich ein sauber nach "DIN" eingebautes Fenster) dann wären wir die letzten gewesen die dazu nein gesagt hätten. Den Eindruck haben wir ganz bestimmt allein aufgrund der Auswahl unseres bauunternehmers nicht vermittelt.
Schwägerin war immer vor Ort und hat heissen Kaffee (es war saukalt) und Kuchen gebracht. Unser BU hat freundlicherweise den Fensterelemente (trotz anderslautender Absprache) ins OG gezogen (1/2 Tag auf unsere Kosten)

Ich kam, es wurde vom Schaum gesprochen (Einbauer alle mehr oder minder deutsch sprechend aber nicht deutschsprachig entgegen anders vermitteltem Eindruck beim Verkaufsgespräch!). Schwägerin hat auf Einbau von Kompriband bestanden, dann wurde ein 2cm schmales hervorgezaubert. Leider kam der Fensterbauer einen Tag später als angekündigt, ich hatte nicht verschiebbare Termine an dem Tag, da war es auch schon geschehen. Ob ich es hätte verhindern / Einbau verbessern können sei mal dahingestellt.
Der Chef war ja selbst dabei!

Im Nachhinein hätten wir die Fenster wohl besser zusammen mit den Türen bestellt. Der hat seine Arbeit extrem akkurat erledigt. Es geht also auch anders.

Geschätzter Mehraufwand für Einbau mit dem ich zufrieden gewesen wäre: ein paar Hunderter für die Rahmenbreiten Kompribänder (wie bei den Türen), saubere Abklebung auch bzw. vor Allem in den Ecken eventuell 4h. Also ca. 1K je Haushälfte. Ich hätte das bereitwillig bezahlt! Ja sicher. Ich hatte nur nicht die Wahl. 😡
Hausbau081503.01.21 22:07
superzapp schrieb:

Hätte der gesagt: Ich möchte gerne Rahmenbreite Kompribänder einbauen (Mehrkosten 600€) und sauberes Abkleben erfordert 8 extra Stunden (a ~65€), dafür bekommt ihr das (was ihr sowieso erwartet nämlich ein sauber nach "DIN" eingebautes Fenster) dann wären wir die letzten gewesen die dazu nein gesagt hätten.

Kennst du eine DIN für die Abdichtung von Fenstern?
susanne123403.01.21 22:19
Die unsachgemäße Abdichtung ist ja noch der geringste Mangel, die zu kleinen Rollladenkasten und die fehlende Last Abfangung am Mauerwerk ist viel schlimmer. Es ist kein doppelflügliges Fenster am Sturz befestigt und die Fenster senken sich schon ab.
internormdinfensterbauerschaumkompribändertürenabdichtung