ᐅ Strategie beim Hausverkauf - wie gehe ich am besten vor?
Erstellt am: 19.11.20 19:18
Yaso2.020.11.20 14:53
Tolentino schrieb:
Insgesamt würde ich wohl eher nicht jetzt schon inserieren, sondern noch ein wenig warten.Vielen Dank für deinen aufschlussreichen Beitrag!
Mein Mann und ich haben uns heute auch noch lange darüber Gedanken gemacht. Es läuft darauf hinaus, dass wir das Haus erst nach Baubeginn inserieren werden.
11ant20.11.20 15:01
Yaso2.0 schrieb:
Ich habe ihm vor 20 min. auf seine von vor 4 Tage E-Mail geantwortet, dass er mir gerne seine Preisvorstellung mitteilen soll.
5 min. später hatte ich schon ne Antwort mit einer Preisvorstellung, bei der ich ihm nicht mal mehr antworten werdeDoch, nur (inhaltlich) nicht jetzt. Emotionen - und seien sie noch so verständlich und berechtigt - sollte man von Geschäftlichem trennen. Er hat Dir mit seinem Verhalten einen sehr wertvollen Tipp gegeben, welches Gebaren nach seiner Ansicht okay ist - das solltest Du nutzen:Im ersten Schritt meldest Du Dich (jetzt zeitnah) bei ihm zurück, bedankst Dich für sein Angebot (völlig ohne auf dessen Höhe einzugehen) und versprichst ihm, dieses "gerne zu berücksichtigen".
Dann bietest Du das Objekt an. Dabei nennst Du eine Preisbasis "Verhandlungsbasis" - meine Empfehlung wären 115% des Preises, den Du nach den Schätzungen für angemessen hältst, (ab)gerundet auf die nächst erreichbaren XX9.000. Wichtig ist dabei, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, etwa á la "Kontaktieren Sie mich bitte erst, wenn Sie mit ihrer Bank gesprochen haben. Wasistletztepreiskollegas empfehle ich ein anderes Lokal." Zur Kontaktaufnahme verwendest Du eine separate Handynummer für diesen Zweck, die Interessenten sollen zunächst nur eine SMS mit [Preisvorstellung], [Name], [ihrer_E-Mail-Adresse] schicken.
In Schritt drei würde ich dem Nachbarn mitteilen: "Ich habe einige Angebote erhalten, die deutlich über Ihrem ersten Angebot liegen. Jedoch möchte ich mich auch Ihnen gegenüber fair verhalten und Ihnen bis in 14 Tagen die Gelegenheit geben, mit einem angemessen erhöhten Angebot Ihr Festhalten an Ihrem Interesse zu bekunden." Sofern er Deine übliche Diktion kennt, formulierst Du das natürlich nicht so 11antös.
Anschließend würde ich an Deiner Stelle sein letztes Angebot bevorzugen, soweit es nicht um deutlich mehr als fünf Riesen unter denen der bislang fremden Interessenten liegt.
Pecunia non olet, und Du sollst den Käufer ja nicht heiraten wollen.
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Steffi3320.11.20 15:04
Vielleicht könnte man im Inserat dazuschreiben „...frei ab Frühjahr 2022..“. Haben wir so gemacht und allen Interessenten war klar, dass sie nicht „morgen“ einziehen können.
Yaso2.020.11.20 15:17
11ant schrieb:
Doch, nur (inhaltlich) nicht jetzt. Emotionen - und seien sie noch so verständlich und berechtigt - sollte man von Geschäftlichem trennen. Er hat Dir mit seinem Verhalten einen sehr wertvollen Tipp gegeben, welches Gebaren nach seiner Ansicht okay ist - das solltest Du nutzen:Ich hatte innerlich mit ihm abgeschlossen 😀 aber ich lerne gerne dazu! Danke 🙂Steffi33 schrieb:
Vielleicht könnte man im Inserat dazuschreiben „...frei ab Frühjahr 2022..“. Haben wir so gemacht und allen Interessenten war klar, dass sie nicht „morgen“ einziehen können.Wie viel Zeit Stand denn bei euch im Raum und habt ihr euren Interessenten dann ein Entgegenkommen beim Preis/Miete angeboten?
Altai20.11.20 15:32
Mein Bruder hatte sich mal für ein Haus interessiert, da war seinerseits mit einem Umzug auch kein Stress (er wohnt mit Familie schon in einer großzügigen ETW). Die Verkäufer wollten das Geld "gleich", um damit dann ein altersgerechtes Objekt zu bezahlen. Jedoch blieben da die Zeiträume so offen - es war ja nun gar nicht absehbar, wann sie vielleicht ein solches Objekt finden würden - das war dann Russisch Roulette. War einer der Punkte, an denen es am Ende gescheitert ist.
Je nachdem, wie knapp die Objekte sind, findet man vielleicht auch einen Käufer, der wartet. Euer Investor war da eigentlich ideal, dem hättet ihr halt Miete gezahlt und bleiben können, so lange euer Bau dauert. Dass der aber nicht zahlt wie ein "Selbstnutzer", ist eben auch zu erwarten. Hier steht "Stressfreiheit" gegen Erlös. Muss man selbst abwägen, was einem das wert ist. Wird sicher deutlich mehr kosten, als die vom ins Spiel gebrachten 5 Riesen.
Je nachdem, wie knapp die Objekte sind, findet man vielleicht auch einen Käufer, der wartet. Euer Investor war da eigentlich ideal, dem hättet ihr halt Miete gezahlt und bleiben können, so lange euer Bau dauert. Dass der aber nicht zahlt wie ein "Selbstnutzer", ist eben auch zu erwarten. Hier steht "Stressfreiheit" gegen Erlös. Muss man selbst abwägen, was einem das wert ist. Wird sicher deutlich mehr kosten, als die vom ins Spiel gebrachten 5 Riesen.
11ant20.11.20 15:45
Yaso2.0 schrieb:
Ich hatte innerlich mit ihm abgeschlossenJa, aber bei Emotionen nehme ich als Kaufmann mein Portemonnaie nie in Sippenhaft ;-)Altai schrieb:
Hier steht "Stressfreiheit" gegen Erlös. Muss man selbst abwägen, was einem das wert ist. Wird sicher deutlich mehr kosten, als die vom @11ant ins Spiel gebrachten 5 Riesen.Ich sprach von der m.E. tolerablen Differenz zum ansonsten attraktivsten Angebot eines "bislang völlig fremden" Interessenten.https://www.instagram.com/11antgmxde/
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