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ᐅ Welche Heizungsanlage ist aktuell am Besten?


Erstellt am: 10.09.12 23:49

€uro16.10.12 15:33
EarlGrey schrieb:
... Und soviel habe ich verstanden, erst die Bauweise klären, dann den wirklichen Bedarf/Verbrauch prüfen lassen und danach folgt die Auswahl der Heizungsanlage.
Korrekt!
EarlGrey schrieb:
...Die Idee einer solarthermischen Anlage + ein wenig Photovoltaik im Verbund mit einer Kontrollierte-Wohnraumlüftung+Wärmerückgewinnung finde ich aktuell am besten.
Warum?

v.g.
EarlGrey16.10.12 17:04
Also Euro, du fragst Sachen.

Naja, mein Hauptgedanke ist die Unabhängigkeit. Da erhoffe ich mir recht viel von der Solaranlage, die das ganzes Brauch- und Heizungswasser (für eine geplante Fußbodenheizung) erhitzt.

Zusätzlich eben noch Photovoltaik damit ich eigenen Strom nutzen kann und weniger beziehen muss.

Naja, und die Wärmepumpe soll eben als Heizung ihren Dienst in dem ganzen System leisten. Eine Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist ja fast schon ein muss, wenn ich mit einem Passiv- oder Niedrigenergiehaus plane.

Ich bitte (mal wieder) um die Korrektur meiner in diesem Thema wirklich stark begrenzten Ansicht. Oder sollte ich dieses Mal wirklich alles bedacht haben?^^

Gruß Earl
€uro16.10.12 17:58
EarlGrey schrieb:
...Naja, mein Hauptgedanke ist die Unabhängigkeit. Da erhoffe ich mir recht viel von der Solaranlage, die das ganzes Brauch- und Heizungswasser (für eine geplante Fußbodenheizung) erhitzt.
Ein Irrtum, gerade wenn hoher Bedarf vorhanden, liefert die Solarthermieanlage nichts bzw. kaum etwas (Heizbetrieb)! Ist dann der Investment hierfür gerechtfertigt?
Solarthermieanlage - Warmwasser: Eine reine Mogelpackung bei "normalen" Nutzungsgewohnheiten im Einfamilienhaus!
EarlGrey schrieb:
...Zusätzlich eben noch Photovoltaik damit ich eigenen Strom nutzen kann und weniger beziehen muss.
Eine vollkommen andere Liga! Wärmepumpe + Photovoltaik => ein sehr sinnvolles Konzept für Heizung u. Warmwasser!

v.g.
EarlGrey17.10.12 07:37
€uro schrieb:
Ein Irrtum, gerade wenn hoher Bedarf vorhanden, liefert die Solarthermieanlage nichts bzw. kaum etwas (Heizbetrieb)! Ist dann der Investment hierfür gerechtfertigt?
Solarthermieanlage - Warmwasser: Eine reine Mogelpackung bei "normalen" Nutzungsgewohnheiten im Einfamilienhaus!
Eine vollkommen andere Liga! Wärmepumpe + Photovoltaik => ein sehr sinnvolles Konzept für Heizung u. Warmwasser!

v.g.

Ok, dann ist es also deiner Meinung nach besser auf eine Wärmepumpe (Luft-Wasser-Wärmepumpe) und eine gute Photovoltaikanlage zu setzen. Richtig? Und warum?

Ist denn der Wirkungsgrad einer Solarthermieanlage wirklich so dermaßen außer acht zu lassen? Soll ich deiner Meinung nach die Solarthermieanlage ganz weglassen oder nur unterstützend einplanen?

Gruß Earl
€uro17.10.12 10:28
EarlGrey schrieb:
Ok, dann ist es also deiner Meinung nach besser auf eine Wärmepumpe (Luft-Wasser-Wärmepumpe) und eine gute Photovoltaikanlage zu setzen. Richtig? Und warum?
Korrekt, Wärmepumpe + Photovoltaik. Welche Art von Wärmepumpe sinnvoll ist, liefern die Ergebnisse einer vorab durchgeführten Grundlagenermittlung (tatsächlicher Bedarf (Leistung, Energie) für Heizung u. Warmwasser). Bei höherem Bedarf wird z.B. eine Solewärmepumpe mit Vertikal-Sonde(n), Flächen- oder Grabenkollektor zielführend sein. Bei mäßigem bis geringen Bedarf, steht die bessere Jahresarbeitszahl einer Solewärmepumpe nicht so sehr im Vordergrund, so dass hier durchaus eine Luftwärmepumpe hinreichend ist.
EarlGrey schrieb:
...Ist denn der Wirkungsgrad einer Solarthermieanlage wirklich so dermaßen außer acht zu lassen?
Wirkungsgrade sind leistungsbezogene "Momentaaufnahmen" und daher weniger interessant. Für den Betreiber ist eher der energiebezogene Jahresnutzungsgrad von Interesse.
Bsp.: Ein Wärmeerzeuger nach dem Verbrennungsprinzip hat einen feuerrungstechnischen bzw. Kesselwirkungsgrad von 95%. Der Jahresnutzungsgrad der Anlage beträgt dagegen gerade einmal 60%. 40% der eingesetzten (gekauften) Energie geht ohne jeglichen Nutzen verloren. Welche Werthaltigkeit besitzt nun dieser Wirkungsgrad?
Bsp Kontrollierte-Wohnraumlüftung: Der Hersteller gibt einen Wärmerückgewinnung von 80% an (leistungsbezogen). Der tatsächliche Nutzungsgrad liegt je nach Klimaregion jedoch nur bei ca. 30...40 %.
Bsp Solarthermieanlage-Warmwasser: Der Energieträger (Sonne) steht zwar kostenlos zur Verfügung, jedoch lassen sich hiervon nur Bruchteile tatsächlich praktisch nutzen. Probleme hierbei sind die "Speicherproblematik" sowie der Tagesgang des Leistungsangebotes der Sonne (nicht konstant). In einem Gewerbebetrieb, wo über den Tag verteilter Warmwasser-Verbrauch vorhanden ist, macht Solarthermieanlage durchaus Sinn, dagegen in einem Einfamilienhaus, wo die Bewohner dieses morgens verlassen und abends wieder "einfliegen" eher weniger! Sicherlich werden im Jahresverlauf einige kWh "geerntet", jedoch steht dieser Ertrag meist in keinem Verhältnis zum Bedarf bzw. der hierfür notwendigen Investitionen. Die theoretisch schöngerechnete Energieeffizienz steht überwiegend nur auf dem Papier (z.B. KfW Nachweis).
EarlGrey schrieb:
...Soll ich deiner Meinung nach die Solarthermieanlage ganz weglassen oder nur unterstützend einplanen?
Ganz weglassen und sich auf das Wesentliche konzentrieren! Anlagenbauer haben ohnehin mitunter Probleme selbst einfache Konfigurationen energieeffizient zu gestalten, da meist auf eine hinreichende Grundlagenermittlung, Planung/Dimensionierung der Anlage verzichtet wird. Je mehr Komponenten an der Wärmeerzeugung beteiligt sind, je schlechter der Gesamtnutzungsgrad, trotz der z.T. recht hohen Investitionen.

v.g.
kamnik23.10.12 12:27
€uro schrieb:
Die theoretisch schöngerechnete Energieeffizienz steht überwiegend nur auf dem Papier (z.B. KfW Nachweis).
.

welche Heizungsanlage ist aktuell die Beste?

Gasbrennwerttherme + Schwedenofen/Bullerjan/Chief-Ofen
Die Gasbrennwertgeräte haben sich bewährt; bieten sich auch als Etagenlösungen an.
Via Zentralheizung zu viel Verluste - da ist d. Brennwertgerät effizienter.



Thermische Solaranlagen kann man vergessen. Kaum Einsparmöglichkeiten ( < 15% Bereich ) Nach 15 Jahren = Abfall = Anatol Neuinvest.
Rausgeschmissenes Geld. Lieber das Geld sparen und in eine Photovoltaikanlage stecken? ( nur meine Meinung )

Generell: Alles, was mit zu viel Technik tut, ist nichts. Letztendlich ist es eine Komfortsache?
Hast du Probleme mit Hartholzbrikettschlepperei? Dann nimm einen Hackschnitzel-Ofen.

wir nutzen AEG eco Wasserboiler im Testlauf für die Dusche, Küche. Badewanne brauchen wird nicht.
Stromkosten f. den Duschboiler: rd. 100 Euro

Geheizt wird mit einer Gasbrennwerttherme bis 12 Grad Cels. Den Rest erledigen die Schwedenöfen.
Brennmaterial: eine Handvoll Pellets zum Anfeuern, sonst nur Hartholzbriketts. Reines Buchenholz, Fichtenholz war Gestern.



ps. letztendlich muss man den Taschenrechner in die Hand nehmen und rechnen.
Leider werden von sog. "Fachfirmen" ein Haufen Mist aufgeschwatzt, speziell auf Messen, weil Jeder hat das Beste.
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