ᐅ Außenwand, Innendämmung und danach Schiefer beim Neubau
Erstellt am: 06.03.11 10:25
Franka06.03.11 10:25
Hallo! Sorry,wenn ich ein Thema aufgreife, welches bestimmt schon häufig angesprochen wurde. Bei uns tritt jedoch noch eine weiteres Problem auf: die spätere Verschieferung der Giebel und der dazu benötigten Unterkonstruktion.
Zur Vorgeschichte:
Wir sind im Begriff ein 150 qm-Massivhaus erstellen zu lassen. Es soll ein "normales Haus", welches den Energieeinsparverordnung-Richtlinien 2009 entspricht, sein. Dieses soll mit einer Gas-Brennwerttherme mit Solaranlage und Fußbodenheizung erstellt werden. Das Haus soll weiß verputzt werden; die Giebel sollen verschiefert werden.
Uns ist von unserem Bauunternehmer eine 17,5er Außenwand (EG und DG) aus Porenbeton "Ytong". Zusätzlich die Innenwände (EG) aus Kalksandsteinmauerwerk als Planblock in der Stärke 17,5. Im DG sollen die Innenwände aus 11,5 Porenbetonstein erstellt werden.
Die Fassade soll ein 140mm Wärmedämm-Verbundstystem bekommen.
Die Fassadenbekleidung in Schiefer soll ebenfalls ein aufwendiges und kostspieliges Wärmedämmstystem erhalten.
Jetzt zu meiner Frage:
Ist es möglich, eine dickere Außenmauer (z.B. 24er oder 30er)mit weniger Dämmung zu nehmen? Kann die Verschieferung nicht auf einer Konterlattung mit geringer Zwischendämmung erfolgen?
Oder könnte man evtl. das Dachgeschoss in Holzständerweise errichten, um die mehrfachen Dämmungen und Unterkonstruktionen zu umgehen??
Wir sind völlige Laien und freuen uns über Eure Anregungen und Erfahrungen.
Zur Vorgeschichte:
Wir sind im Begriff ein 150 qm-Massivhaus erstellen zu lassen. Es soll ein "normales Haus", welches den Energieeinsparverordnung-Richtlinien 2009 entspricht, sein. Dieses soll mit einer Gas-Brennwerttherme mit Solaranlage und Fußbodenheizung erstellt werden. Das Haus soll weiß verputzt werden; die Giebel sollen verschiefert werden.
Uns ist von unserem Bauunternehmer eine 17,5er Außenwand (EG und DG) aus Porenbeton "Ytong". Zusätzlich die Innenwände (EG) aus Kalksandsteinmauerwerk als Planblock in der Stärke 17,5. Im DG sollen die Innenwände aus 11,5 Porenbetonstein erstellt werden.
Die Fassade soll ein 140mm Wärmedämm-Verbundstystem bekommen.
Die Fassadenbekleidung in Schiefer soll ebenfalls ein aufwendiges und kostspieliges Wärmedämmstystem erhalten.
Jetzt zu meiner Frage:
Ist es möglich, eine dickere Außenmauer (z.B. 24er oder 30er)mit weniger Dämmung zu nehmen? Kann die Verschieferung nicht auf einer Konterlattung mit geringer Zwischendämmung erfolgen?
Oder könnte man evtl. das Dachgeschoss in Holzständerweise errichten, um die mehrfachen Dämmungen und Unterkonstruktionen zu umgehen??
Wir sind völlige Laien und freuen uns über Eure Anregungen und Erfahrungen.
Bauexperte06.03.11 11:39
Hallo,
Freundliche Grüße
Franka schrieb:Also ein Kfw 85 Effizienzhaus.
Wir sind im Begriff ein 150 qm-Massivhaus erstellen zu lassen. Es soll ein "normales Haus", welches den Energieeinsparverordnung-Richtlinien 2009 entspricht, sein. Dieses soll mit einer Gas-Brennwerttherme mit Solaranlage und Fußbodenheizung erstellt werden.
Franka schrieb:Was für eine, entschuldige, idiotische Zusammensetzung. Materialmix an sich ist schon nicht der Weisheit letzter Schluss, weshalb aber Kalksandstein im EG und Porenbeton im DG erschließt sich mir überhaupt nicht. Wenn schon die Wahl dieser beiden Materialien, dann doch wohl Kalksandstein im DG und Porenbeton im EG => rund um die Schlafräume ist Schallschutz doch wichtiger, als im EG. Das gleiche Resultat erzielst Du auch, wenn Du die Außenhülle sowie die EG-Wände komplett in Porenbeton erstellen läßt und die Innenwände im DG in Leichtbauweise. Letzteres hat auch den Vorteil, dass Du leichter umbauen kannst, sofern erforderlich – bspw. wenn die Kinder aus dem Haus sind.
Uns ist von unserem Bauunternehmer eine 17,5er Außenwand (EG und DG) aus Porenbeton "Ytong". Zusätzlich die Innenwände (EG) aus Kalksandsteinmauerwerk als Planblock in der Stärke 17,5. Im DG sollen die Innenwände aus 11,5 Porenbetonstein erstellt werden.
Franka schrieb:Wenn Du einen 36,5er Porenbeton für die Außenhülle verbaust, benötigst Du überhaupt kein WDVS
Ist es möglich, eine dickere Außenmauer (z.B. 24er oder 30er)mit weniger Dämmung zu nehmen?...
Freundliche Grüße
Franka06.03.11 11:47
Bauexperte schrieb:
Hallo,
Also ein KfW 85 Effizienzhaus.
Was für eine, entschuldige, idiotische Zusammensetzung. Materialmix an sich ist schon nicht der Weisheit letzter Schluss, weshalb aber Kalksandstein im EG und Porenbeton im DG erschließt sich mir überhaupt nicht. Wenn schon die Wahl dieser beiden Materialien, dann doch wohl Kalksandstein im DG und Porenbeton im EG => rund um die Schlafräume ist Schallschutz doch wichtiger, als im EG. Das gleiche Resultat erzielst Du auch, wenn Du die Außenhülle sowie die EG-Wände komplett in Porenbeton erstellen läßt und die Innenwände im DG in Leichtbauweise. Letzteres hat auch den Vorteil, dass Du leichter umbauen kannst, sofern erforderlich – bspw. wenn die Kinder aus dem Haus sind.
Wenn Du einen 36,5er Porenbeton für die Außenhülle verbaust, benötigst Du überhaupt kein WDVS
Freundliche GrüßeHallo! Danke für die Antwort! Wir haben keine Ahnung und vertrauen somit auf den Bauunternehmer. Aber diese doppelten Dämmungen und die dann noch bevorstehende Dämmung und Unterkonstruktion für die Verschieferung kam uns sehr komisch vor. Vor allem wegen der hohen Kosten.blurboy07.03.11 08:04
Hallo Franke:
1. Wieso die Innenwände im EG Kalksandsteine und im DG Gasbeton/Porenbeton werden soll, ist mir auch völlig schleierhaft-> wenn dann wenigstens alle Innenwände mit Kalksandstein, aber sicherlich hat deine Bauunternehmer dann wohl scheinbar Probleme mit der dünnen Außenwand...
2.. die ich eh dicker wählen würde, sicher ist 17.5er + Dämmung günstig, aber wenn dann sollte man sich eher für 36,5er Gasbeton einschaligen Mauerwerk entscheiden.
3. vom Trockenbau allgemein halte ich nichts, ist aber Einstellungssache
4." Wir haben keine Ahnung und vertrauen somit auf den Bauunternehmer."
Ja dann mal viel Glück beim Bau, ich hoffe du nimmst dir wenigstens ein unabhängigen Bauüberwacher
1. Wieso die Innenwände im EG Kalksandsteine und im DG Gasbeton/Porenbeton werden soll, ist mir auch völlig schleierhaft-> wenn dann wenigstens alle Innenwände mit Kalksandstein, aber sicherlich hat deine Bauunternehmer dann wohl scheinbar Probleme mit der dünnen Außenwand...
2.. die ich eh dicker wählen würde, sicher ist 17.5er + Dämmung günstig, aber wenn dann sollte man sich eher für 36,5er Gasbeton einschaligen Mauerwerk entscheiden.
3. vom Trockenbau allgemein halte ich nichts, ist aber Einstellungssache
4." Wir haben keine Ahnung und vertrauen somit auf den Bauunternehmer."
Ja dann mal viel Glück beim Bau, ich hoffe du nimmst dir wenigstens ein unabhängigen Bauüberwacher
€uro07.03.11 09:27
Bauexperte schrieb:
....Wenn Du einen 36,5er Porenbeton für die Außenhülle verbaust, benötigst Du überhaupt kein WDVS Schon mal eine Energiebilanz gemacht? Vermutlich nicht! Die moderne Baukonstruktion benötigt Spezialisten sowohl für den Lastabtrag, als auch die Wärmedämmung, dann bleiben auch die Kosten überschaubar
@ Franka:
Pass mal schön auf, dass Dein Vertrauen nicht missbraucht wird. Eine externe Kontrolle beginnt schon bei den Planungsunterlagen!
v.g.
€uro07.03.11 11:02
Hallo Bauexperte,
Aber, bei Deinen "Spezialisten" scheint es ja einige Defizite zu geben.
U-Werte zukunftsfähiger Wandkonstruktionen sollten schon <= 0,16 W/m²K sein, andernfalls hat man die Zeichen der Zeit nicht erkannt
v.g.
Bauexperte schrieb:Mit "Spezialisten" meinte ich eigentlich die Baukonstruktion, keine Personen.
....Mehr als eine machen lassen - dafür gibt es Spezialisten - ansonsten hätte ich diese Aussage nicht getätigt
Aber, bei Deinen "Spezialisten" scheint es ja einige Defizite zu geben.
U-Werte zukunftsfähiger Wandkonstruktionen sollten schon <= 0,16 W/m²K sein, andernfalls hat man die Zeichen der Zeit nicht erkannt
v.g.
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