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ᐅ Wie gestaltet sich eine Architektensuche


Erstellt am: 28.05.16 20:04

S
Saarschwabe
28.05.16 20:04
Hallo zusammen,

wir stehen derzeit an dem Punkt, dass wir ein Grundstück reserviert und eine relativ konkrete Vorstellung von dem Haus haben, das wir darauf bauen lassen wollen. D.h. wir haben (natürlich laienhafte) Grundrisse gezeichnet und würden diese gerne einem Architekten zeigen, um in Erfahrung zu bringen, ob unser Bauvorhaben
1.so oder so ähnlich durchzuführen ist und
2. was es ungefähr kosten wird

Ein erstes Gespräch mit einem Architekten

Nun hatten wir am Freitag ein solches erstes Gespräch mit einem Architekten, der uns Zuhause besucht hat. In dem eineinhalbstündigen Gespräch hat er einen kurzen Blick auf den Grundriss und das Bild eines ähnlichen Hauses geworfen. Seiner Meinung nach ist das Ganze machbar. Frage: Müssen wir dafür nun schon mehrere hundert Euro an Geld bezahlen? Wird uns dieses Gespräch in Rechnung gestellt?

Er hat uns jedenfalls vorgeschlagen in einem ersten Schritt mithilfe unserer Grundrisse einen Vorentwurf zu zeichnen und damit eine Kostenaufstellung zu machen, sodass wir (dann auch natürlich nur ungefähr) sehen wo wir landen. Dafür möchte er 4000, eher 5000€ (!!!!!!!!!).

Unsere Gedanken

- der Architekt sprach in einer ersten Schätzung von 700.000€, evtl. mehr, evtl. weniger. Wir können uns 600.000€ mit gutem Gewissen leisten und würden gerne nicht über diese Summe gehen. Konkreter werden könnte der Architekt aber erst nach der Erstellung des Vorentwurfs.
-Dieser Vorentwurf ist uns mit 5000€ aus zwei Gründen viel zu teuer, denn erstens arbeitet der Architekt (70 Jahre alt) ohne ein modernes Computerprogramm. Er zeichnet laut eigenen Aussagen viel von Hand. Für 5000€ würden wir erwarten, dass man einen wirklich modernen Entwurf erwarten kann (mit Querschnitten, 3D Ansichten, spielen mit den Sonnenständen etc. etc.)
- zweitens haben Bauchweh, wenn wir daran denken, dass der Architekt einen Oldschool-Vorentwurf mit ein paar Strichen auf Papier entwirft, der tatsächlich bei 700.000€ und mehr liegt (und damit zu weit über unserem Budget) und uns darüber hinaus evtl. nicht einmal zusagen wird. Was macht man dann? Sagen: "Sorry, aber uns gefällt das nicht und abgesehen davon ist es sowieso zu teuer?" und dann ist man 5000€ (!!!) los?

Unser Wunsch
- wir fänden es okay, 500€, von mir aus auch 1000€ für einen Vorentwurf zu zahlen, aber wir können ja jetzt nicht bei jedem Architekten 5000€ für konkretere Angaben bzw. Einsichten in dessen Arbeit bezahlen, nach denen wir erst entscheiden würden, ob eine Zusammenarbeit überhaupt zustande käme
- wir würden nun einfach gerne von wenigstens einem weiteren Architekten (gerne auch 2-3 weiteren) (in einem kostenlosen Erstgespräch (!) erfahren, wie sie unsere groben Gedanken zum Bauvorhaben bewerten, ob das Ganze auch mit 600.000€ machbar ist und wie sie mit uns arbeiten werden.


Bitte versteht das nicht falsch, wir sind gerne bereit für gute Arbeit gutes Geld in die Hand zu nehmen, aber wir haben irgendwie gerade das Gefühl man kauft auf diese Art und Weise die Katze im Sack.

Sind wir da viel zu naiv? Müssen wir bei jedem Erstgespräch bereits mit mehreren hunderten Euro an Kosten rechnen? Gehen wir das Ganze an der Realität vorbei an?

Danke fürs Lesen und eure Antworten!
W
wpic
28.05.16 21:03
Grundlage der Honorarberechnung des Architekten ist die HOAI 2013 und die anrechenbaren Netto-Baukosten
- anrechenbare Bausumme brutto (Kostengruppe 300 + 400) : € 600.000
- anrechenbare Bausumme netto ca. € 500.000
- beauftragte Leistungsphasen 1+2 (Grundlagenermittlung + Vorentwurf) inkl. Kostenschätzung nach DIN 276 = 9% von 100 % des Honorars
- Honorarzone III Wohngebäude, normale Anforderungen
- Honorarsatz: Mittelsatz
- Nebenkostenzuschlag: 7%
- MwSt. 19%
- Honorar nach Honorarrechner: € 8.099,-

Ein ernstzunehmender Vorentwurf hat nichts mit ein paar Strichen zu tun, die genialisch beim Kaffetrinken auf eine Serviette geworfen werden. Lasst Euch die Vorgehensweise und die Arbeitsweise von ein paar Architekten in einem kostenfreien Vorgespräch erklären. Das ist absolut ok. Die Planungsarbeit wird allerdings zu diesen Honorarsätzen berechnet werden. Immerhin handelt es sich um ein Haus, dessen Baukosten i. d. R. für 2 bescheidene Häuser reichen würden. Aufwand und Honorar sollten in einem angemesseneren Verhältnis stehen.
M
merlin83
28.05.16 23:31
Ich würde bei der Sache folgende Punkte beachten:

I. Lasst Euch doch mal aus einem anderen Bauvorhaben zeigen, wie denn die Arbeit für die EUR 5.000 aussieht und was er dafür alles gemacht hat (Insbesondere wie er mit Details umgeht).

II. Wenn Ihr dann immer noch dieses ungute Gefühl habt bzw. dem Architekten nicht Euer vollstes Vertrauen schenken könnt, dann nehmt einen Anderen, mit dessen Praktiken Ihr besser zurecht kommt.

III. Es gibt auch Architekten die für weniger als HOAI Mittelgebühr arbeiten und deren gute Arbeit sich über Referenzen prüfen lässt. (Für mich war Abrechnung nach HOAI ein Deal-Breaker, weil da die ersten 20k bis 25k verborgen waren).

Viele Grüße und viel Erfolg.
L
Legurit
29.05.16 00:01
Eine Summe von 600-700 T€ lässt ja schon auf eine gewisse Exklusivität schließen.
Fragt den Herren doch einfach nach Referenzen... dann könnt ihr ja sehen, was es werden kann.
Ob nun 3D, 4D oder 1A mit Stern, was nutzt das wenn der Entwurf für die Tonne ist? Meint ihr, dass Leute vor 1990 nur hässlichen Mist gebaut haben, weil die EDV noch nicht so weit war?
Y
ypg
29.05.16 00:17
Ihr könnt froh sein, einen Architekten mit Oldschool kennen gelernt zu haben.
Wie man hier sieht: Programme kann jeder Laie bedienen, Zeichnen ist eine Begabung!
W
wpic
29.05.16 01:23
Die Architektenzeichnung ist das Medium der Darstellung; was zählt ist das gebaute Ergebnis. Dabei ist es vollkommen egal, ob die Ausführungspläne von Hand, mit Tusche-Rapidograf auf Transparentpapier gezeichnet worden sind, oder digital in 2D/3D. Eine digital erstellte Planung ist allerdings nicht per se moderner oder zeitgemäßer als die handgezeichnete Version, wenn die Ausgangsidee nicht trägt.

Ich darf YPG widersprechen: Architektenzeichenprogramme kann der Laie nicht "bedienen". Zeichnen ist zwar eine Begabung, bei der Planung und Durcharbeitung eines Bauvorhabens aber nicht mehr als eine nette Verzierung.
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