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ᐅ Wieviel reale Einsparungen durch bessere Wand

Erstellt am: 09.12.16 10:46
J
Judyyy
Hallo liebe Gemeinde,

wie einige bereits wissen, plane ich einen Neubau nach KFW 55, wobei ich mir das als Mindestanforderung stelle und gerne auch besser haben würde wollen.

Wir wollen gerne monolithisch bauen mit Ytongg.
Fenster wollen wir sowieso so gute wie möglich haben.
Bei der Boden und Dachdämmung bin ich der Meinung, dass der Sprung von Kfw 55 zu 40, den Kohl auch nicht mehr fett macht. Ich habe im Internet mal ein Bautagebuch gesehen, wo der Bauherr insgesamt gerade mal ~2500 € (+ 5000 € Tilgungszuschuss) Aufpreis hatte, für verbesserte Dach- und Bodendämmung. Er hatte aber sowieso eine sehr gute Holzrahmenwand.
Bei Ytongg gehen die Preise aber ganz schön auseinander und meine Frage ist natürlich, welcher Stein rechnet sich auch.

Beispielhaft kostet für mein Haus ein...

- 36,5cm, Lambda 0,09, U-Wert 0,23 ~ 19 500 €
- 42,5cm, Lambda 0,09, U-wert 0,20 ~ 22 700 €
- 42,5cm, Lambda 0,08, U-wert 0,18 ~ 26 800 €
- 48,0cm, Lambda 0,08, U-wert 0,16 ~ 30 300 €
- 48,0cm, Lambda 0,07, U-wert 0,14 ~ 42 400 €

Preise sind aus Preislisten, die im Internet zu finden sind.

Ich denke mal der letzte Stein mit U-Wert 0,14 und einem Aufpreis con ~ 12 000 € fliegt schon einmal hochkantig raus.

Mir stellt sich 2 Fragen...

1. Wenn wir wirklich bei KfW 55 bleiben, bis zu welchem Stein rechnet sich der Mehrpreis?
Bei der Zeitspanne bin ich mal großzügig und veranschlage 30 Jahre. Bis dahin sollte das Haus abbezahlt sein. Ziel ist abe 25 Jahre.

2. Kann man mit dem Stein, mit U-Wert 0,16, Kfw 40 erreichen?


Kurz zum Haus.

- 180 m² Wohn und Nutzfläche
- wahrscheinlich Solepumpe mit Grabenkollektoren
- wahrscheinlich Photovoltaik
- wahrscheinlich Kontrollierte-Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
- Mindestens KfW 55


Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.


Mit besten Grüßen
Judyyy
T
Tego12
10.12.16 18:21
Überschlagsmäßig kann man das meiner Meinung nach so rechnen. Inflation lässt man genau wie Zinsaufschlag für den Investment einfach außen vor, passt pi-mal-Daumen.
Die 800€ Heizkosten sind mit einer Sole-Wärmepumpe und Grabenkollektor wohl sogar noch eher zu hoch gerechnet, lässt die Rechnung noch schlechter aussehen....

Die Verbesserung der Wände wird sich niemals Amortisieren. Wohnqualität nimmt auch nicht mehr zu... -> mach es für dein ökologisches Gewissen oder lass es 😉
A
Alex85
10.12.16 21:36
Tego12 schrieb:
Die Verbesserung der Wände wird sich niemals Amortisieren

Zumindest nicht, wenn sich die Energiepreise nicht signifikant ändern. Aber das ist Glaskugel lesen bzw. pure Spekulation.
Ich würde nicht darauf setzen.
Judyyy10.12.16 22:50
Mein ökologisches Gewissen würde es natürlich liebend gerne umsetzen aber nicht mein finanzielles Bauchgefühl 😀

Puuh da muss ich echt noch einmal eine Nacht drüber schlafen 😕

Ich plane parallel eine Photovoltaikanlage und am liebsten so groß wie möglich 😀
Und in Verbindung mit einer Wärmepumpe und einem möglichst hohen Eigenverbrauch, rentiert sich eine bessere Wand wahrscheinlich noch weniger 🙁
T
toxicmolotof
11.12.16 04:46
Eine Photovoltaikanlage, sei sie so groß wie möglich, rechnet sich sowohl mit Blick auf die Sole-Wasser-Wärmepumpe als auch auf einen hohen Eigenverbrauchsanteil ebenfalls überhaupt nicht.

Mit etwas Glück bist du nach 10-15 Jahren bei einer schwarzen 0. Dann dürfte aber auch das Ende der Lebensdauer von Modulen und/oder Wechselrichter so langsam erreicht sein.

Und mit Speicher wird selbst dieser Fall nicht eintreten.

Das hilft ebenfalls nur dem ökologischen (cooler Tippfehler) Gedanken, wenn man die Herstellung und Entsorgung gewissenlos ignoriert. ;-)
P
Peanuts74
12.12.16 11:03
toxicmolotow schrieb:
Eine Photovoltaikanlage, sei sie so groß wie möglich, rechnet sich sowohl mit Blick auf die Sole-Wasser-Wärmepumpe als auch auf einen hohen Eigenverbrauchsanteil ebenfalls überhaupt nicht.

Mit etwas Glück bist du nach 10-15 Jahren bei einer schwarzen 0. Dann dürfte aber auch das Ende der Lebensdauer von Modulen und/oder Wechselrichter so langsam erreicht sein.

Und mit Speicher wird selbst dieser Fall nicht eintreten.

Das hilft ebenfalls nur dem ökologischen (cooler Tippfehler) Gedanken, wenn man die Herstellung und Entsorgung gewissenlos ignoriert. ;-)

Die Module dürften schon länger halten, jedoch die Wechselrichter wären bei 15 Jahren schon eher im Bereich Juppi Heesters angesiedelt. Der ganze Ökodämmwahn wird sich in den meisten Fällen kaum auszahlen. Und selbst zumindest mein grünes Gewissen wäre nicht beruhigt, wenn man sich mal den Rest der Welt anschaut. In den USA die Holzhäuser haben Einscheibenverglasung und sind so luftig, da kann man den Finger zwischen Rahmen und Schiebefenster durchstecken.
Im Winter wird einfach Vollgas geheizt.
Umgedreht sind die Kühlschränke vor allem groß, sind aber derart schlecht isoliert, dass sie 80-90% laufen. Autos werden zum Teil getunt, damit sie möglichst viel rußen, ansonsten nur Pickups (Benziner V8), die kaum unter 20L verbrauchen.
Auf der Ladefläche sieht man so gut wie nie etwas liegen. Afrika, China, Indien usw. sämtliche Umweltauflagen ein Witz oder gar nicht vorhanden.
Und da meint die deutsche Regierung die Erde retten zu können, indem wir uns 20cm und mehr Styropor auf die Häuser kleben???
Nur zur Info, auch ich versuche Strom, Benzin etc. zu sparen und mir liegt viel an der Umwelt, jedoch müsste an ganz anderen Dingen angesetzt werden.
wärmepumpesolephotovoltaikanlagewechselrichter