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ᐅ Wie teuer darf die Immobilie sein?


Erstellt am: 23.07.20 17:20

Peter Silie 24.07.20 08:57
Unsure schrieb:

Verstehe nicht warum manche auf biegen & brechen ihr grab bzw. Knast bauen wollen.

Wenn seine Frau noch ein paar Euro mit nach Hause bringt und das Einkommen der Mutter in keinem absoluten Missverhältnis zu den Kitagebühren steht, warum sollen sie es nicht wagen? Die haben inkl. Kindergeld fast 3500 € Haushaltseinkommen.
Wenn du so denkst, kommst du zu nichts. Genau aus diesen Gründen hat Deutschland eine solch niedrige Eigenheimquote, die Menschen trauen sich nichts mehr, zahlen lieber irgendwo 800 € Miete für nichts.

Schaut euch doch mal nach Bestandsimmobilien um, 50er...60er Jahre und rollt das Ding in Eigenleistung von hinten auf. Am Ende ne schöne Rate um die 1100..1200 €, wir reden hier auch nicht vom Rhein Main Gebiet, und so ein Traum ist realisierbar.

Natürlich solltet ihr mit eurem Einkommen verantwortungsvoll umgehen, aber lasst euch nicht einreden dass ein Eigenheim explizit den Akademikern dieses Landes vorbehalten ist. Ihr seid eine typische Mittelschichtlerfamilie und habt sehr nochmal das Recht euch für diese Thematik begeistern zu können, wer sollte denn sonst in ein Eigenheim ziehen können?

Führt mal Haushaltsbuch, macht eine faire Kostenaufstellung, gerne mit Puffer und rechnet das Ganze mal durch. Dann zieht ihr mit den Zahlen in den Krieg und schaut euch die verschiedenen Möglichkeiten mal an.

Lumpi_LE 24.07.20 09:03
Will immer keiner hören, aber versucht mal 2 Jahre, monatlich 1000€ zur Seite zu legen.
Gelingt das ohne Probleme könnt ihr einen Kredit für 400t€ tilgen und habt dann knapp 50t Eigenkapital.
Dann arbeitet deine Frau vlt auch wieder, und schon klingts besser.

Maschi33 24.07.20 09:10
Peter Silie schrieb:

Wenn seine Frau noch ein paar Euro mit nach Hause bringt und das Einkommen der Mutter in keinem absoluten Missverhältnis zu den Kitagebühren steht, warum sollen sie es nicht wagen? Die haben inkl. Kindergeld fast 3500 € Haushaltseinkommen.
Wenn du so denkst, kommst du zu nichts. Genau aus diesen Gründen hat Deutschland eine solch niedrige Eigenheimquote, die Menschen trauen sich nichts mehr, zahlen lieber irgendwo 800 € Miete für nichts.

Schaut euch doch mal nach Bestandsimmobilien um, 50er...60er Jahre und rollt das Ding in Eigenleistung von hinten auf. Am Ende ne schöne Rate um die 1100..1200 €, wir reden hier auch nicht vom Rhein Main Gebiet, und so ein Traum ist realisierbar.

Natürlich solltet ihr mit eurem Einkommen verantwortungsvoll umgehen, aber lasst euch nicht einreden dass ein Eigenheim explizit den Akademikern dieses Landes vorbehalten ist. Ihr seid eine typische Mittelschichtlerfamilie und habt sehr nochmal das Recht euch für diese Thematik begeistern zu können, wer sollte denn sonst in ein Eigenheim ziehen können?
Ein Eigenheim per se nicht, aber ein Neubau ist bei dieser Konstellation natürlich völlig unrealistisch. Selbst mit massenhaft Eigenleistung sehe ich das hier nicht. Dazu fehlt es an Einkommen und erst recht an Eigenkapital. Daran ändert leider auch der Beamtenstatus nichts.

BackSteinGotik 24.07.20 09:18
Peter Silie schrieb:

Wenn seine Frau noch ein paar Euro mit nach Hause bringt und das Einkommen der Mutter in keinem absoluten Missverhältnis zu den Kitagebühren steht, warum sollen sie es nicht wagen? Die haben inkl. Kindergeld fast 3500 € Haushaltseinkommen.
Ja, was eben bedeutet, dass sie maximal einen Kredit um die 350.000€ stemmen können. Ihr 300!! m² Grundstück kostet schon 100.000€ - es sollte klar sein, das dort weder Bauen noch Bestand günstig sind. Bei 2000€ pro m² für vielleich 120m² Haus plus Nebenkosten sind wir da schon im roten Bereich. Kann man machen, ist aber nicht zwingend sinnvoll.
Peter Silie schrieb:

Wenn du so denkst, kommst du zu nichts. Genau aus diesen Gründen hat Deutschland eine solch niedrige Eigenheimquote, die Menschen trauen sich nichts mehr, zahlen lieber irgendwo 800 € Miete für nichts.
Mit "was trauen" hat das überhaupt nichts zu tun, sondern mit sehr gutem Schutz für Mieter und geringeren Kosten beim Mieten gegenüber dem Kaufen. Ein Kennzeichen in all den Boom-Gebieten, dass die Kaufpreise den Mietpreisen enteilen. Wie hier - das Einkommen mag zwar okay klingen, im (Blasen-)Rennen ist es aber schon längst hinten runtergefallen.

Peter Silie schrieb:

Natürlich solltet ihr mit eurem Einkommen verantwortungsvoll umgehen, aber lasst euch nicht einreden dass ein Eigenheim explizit den Akademikern dieses Landes vorbehalten ist. Ihr seid eine typische Mittelschichtlerfamilie und habt sehr nochmal das Recht euch für diese Thematik begeistern zu können, wer sollte denn sonst in ein Eigenheim ziehen können?
Die Mittelschichtsfrage ist sehr akademisch - wie der TE übrigens auch - Bafög. Es fehlt eben das zweite Einkommen damit es passt. Und ohne Eigenkapital muss man flink wieder in Teilzeit arbeiten. Vor 30 Jahren war das sicher anders, aber heute gibt es für Gutverdiener auch nur noch ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte. Mag sich wieder ändern, aber man sollte sich dessen bewusst sein. Selbst vor 5 Jahren hätte er zu etwas höheren Zinsen zu deutlich geringeren Preisen etwas kriegen können. Fazit: aktuell knapp. Wirklich sparen, Schulden tilgen und Arbeit für die Frau nach 1 Jahr, und das Projekt dann in 2-3 Jahren begonnen werden.

Tolentino 24.07.20 09:22
BackSteinGotik schrieb:

Ein Kennzeichen in all den Boom-Gebieten, dass die Kaufpreise den Mietpreisen enteilen.
Das war in Berlin zumindest bis zum Mietendeckel (und ob der Bestand hat bleibt ja noch abzuwarten) aber anders. Da sind die Mieten (bei Neuvermietungen) auch ins Deckellose gestiegen.
Jetzt mit Mietendeckel ist es so, dass man erstmal an ein geeignetes Objekt überhaupt rankommen muss, bzw. erstmal muss es überhaupt auf dem öffentlichen Markt ankommen.

Naja, bin mal gespannt, wie es weitergeht.

Ybias78 24.07.20 09:36
Peter Silie schrieb:

Wenn du so denkst, kommst du zu nichts. Genau aus diesen Gründen hat Deutschland eine solch niedrige Eigenheimquote, die Menschen trauen sich nichts mehr, zahlen lieber irgendwo 800 € Miete für nichts.

Also lieber wie in den USA mit 3-4 Kreditkarten die voll belastet sind leben? Hauptsache man hat ein Haus und schönes Auto.

Das Problem ist das bei so einer engen Kiste die Kosten mir sehr gering/nixht richtig kalkuliert vorkommen:
1. 100k fürs Grundstück inkl. Erschließung. Was ist mit den Nebenkosten wie: Grunderwerbsteuer, Notar, Ämter,...?
2. 800 € sonstige Lebenskosten. Also Kleidung, Internet, Versicherungen, Auto, Rücklagen. Bei drei Leuten werden es eher 1.500 € - 1.800 € sein. Wir selbst kalkulieren mit über 2.000 €.
3. PKV als Beamter bereits berücksichtigt? Was ist mit Kind/Frau?
4. Wohnen. Ist das die die Warm- oder Kaltmiete?

Es geht nicht darum ob der TE sich das Haus leisten kann. Mir persönlich geht es primär darum, dass wir es mit den vagen Angaben gar nicht beurteilen können.
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