Hallo zusammen, ich beschäftige mich aktuell mit dem Thema, wie man IKEA Brimnes Möbel im DIY-Stil umbauen kann. Konkret geht es mir um Möglichkeiten, wie man diese oft etwas schlichten Möbelstücke funktional und optisch aufwerten kann, ohne komplett neue Möbel zu kaufen. Mich interessieren sowohl einfache Anpassungen wie neue Griffe oder Farbanstriche als auch komplexere Umbauten, z.B. die Integration von Beleuchtung, zusätzlichen Stauraumlösungen oder auch baulichen Veränderungen wie das Ausschneiden von Fronten oder die Kombination mehrerer Module. Falls jemand Erfahrungen oder Tipps speziell für das Brimnes-Programm hat - sei es von der Materialbeschaffenheit, den Möglichkeiten zur Umgestaltung oder gängigen Tricks - wäre ich sehr dankbar für eure Beiträge. Was hat bei euch gut funktioniert, wo gab es Hürden? Und welche Werkzeuge und Materialien haben sich bewährt? Danke schon mal für eure Einschätzungen!
riteo50 schrieb:
Mich interessieren sowohl einfache Anpassungen wie neue Griffe oder Farbanstriche als auch komplexere Umbauten, z.B. die Integration von Beleuchtung, zusätzlichen Stauraumlösungen oder auch baulichen Veränderungen wie das Ausschneiden von Fronten oder die Kombination mehrerer Module.Das kann ich total nachvollziehen – Brimnes ist ja super praktisch, aber trotzdem ein bisschen langweilig im Standard. Ich habe selbst mal die Schubladenfronten meiner Brimnes-Kommoden abgeschliffen und mit Kreidefarbe neu gestrichen, was schon enorm viel ausgemacht hat. Man muss allerdings darauf achten, dass die Oberfläche recht glatt ist, damit die Farbe auch haftet. Beim Ausschneiden von Fronten hatte ich ehrlich gesagt ein wenig Angst, weil die Pressspanplatten doch schnell ausfransen können. Hier empfehle ich Schablonen benutzen und mit einem Oberfräser langsam zu arbeiten.
Gerade bei Beleuchtung finde ich es toll, LED-Streifen an der Innenseite der Regale oder im Schrankinnenraum anzubringen. Das gibt so einen schönen Effekt und verbessert die Übersicht. Bei Brimnes ist wichtig zu wissen, dass die Rückwände oft nur mit dünnem Material gearbeitet sind, man muss also vorsichtig bohren oder kleben, damit nichts kaputtgeht.
Ich würde also zunächst mit kleineren Umgestaltungen starten und die größeren Dinge gut planen, vor allem wenn du mehrere Module zusammenbringen möchtest.
Lisele schrieb:
Beim Ausschneiden von Fronten hatte ich ehrlich gesagt ein wenig Angst, weil die Pressspanplatten doch schnell ausfransen können.Genau das ist eines der größten Probleme beim Brimnes-Möbelumbau. Die Verwendung von MDF- oder Spanplatten mit Kunststofffolie ist zwar für den Preis praktisch, aber für anspruchsvolle Holzarbeiten weniger geeignet. Wenn du Fronten schneiden oder Aussparungen einarbeiten möchtest, empfehle ich unbedingt eine Feinsäge oder einen Oberfräser mit einem glatten Schneidblatt zu benutzen.
Darüber hinaus finde ich die modularen Elemente gut geeignet, um sie zusammenzubauen und so größere Möbelstücke zu schaffen. Hier meine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die sich bei meinen DIY-Projekten bewährt hat:
- Planung: Zeichne genau auf, welche Module du kombinieren möchtest und welche Funktionen sie erhalten sollen.
- Demontage: Zerlege die Teile vorsichtig, um Veränderungen besser durchführen zu können.
- Oberflächenbearbeitung: Schleife eventuelle Kanten an, trage Grundierung auf, wenn du streichst.
- Verbindungen: Verwende Holzdübel oder stabile Schrauben, um Module dauerhaft zu verbinden.
- Zusätzliche Features: Für die Integration von LED-Beleuchtung empfehle ich Kabelkanäle aus Kunststoff, um die Optik sauber zu halten.
Ich persönlich habe für zusätzliche Stabilität oft Metallwinkel im Innenbereich verbaut – gerade wenn die Möbel durch Umbau mehr Gewicht tragen oder größer werden. Hast du denn bestimmte Projekte mit Brimnes im Kopf?
glamo schrieb:
Hast du denn bestimmte Projekte mit Brimnes im Kopf?Ja, danke für die ausführlichen Infos, das hilft schon sehr. Konkret plane ich, mehrere Brimnes-Kommoden nebeneinander zu stellen und quer zu verbinden, um daraus ein längeres Sideboard zu schaffen. Dabei möchte ich gerne:
- Die Schubladen separat nutzbar halten, aber die optische Trennung durch ein umlaufendes Rahmenprofil aufheben.
- LED-Beleuchtung in die obere Kante integrieren, möglichst mit Dimmer.
- Die Oberflächen mit einem matten, farbigen Lack statt Weiß gestalten.
Besonders bei der Verbindung der Kommoden mache ich mir Sorgen, weil es ja keine dafür vorgesehenen Bauteile gibt. Hier wäre interessant, ob man mit speziellen Schrauben oder Beschlägen arbeiten sollte, um einerseits eine hohe Stabilität zu gewährleisten, andererseits aber die Möbel eventuell später wieder trennen zu können. Was meint ihr, wie man das am besten umsetzt? Für Beleuchtung finde ich gut, dass bereits mehrere vorgeschlagen haben, LED-Streifen in die Innenseiten einzusetzen – wie befestigt ihr die am besten, damit sie sicher halten und Kabel unsichtbar bleiben?
riteo50 schrieb:
Besonders bei der Verbindung der Kommoden mache ich mir Sorgen, weil es ja keine dafür vorgesehenen Bauteile gibt. Hier wäre interessant, ob man mit speziellen Schrauben oder Beschlägen arbeiten sollte, um einerseits eine hohe Stabilität zu gewährleisten, andererseits aber die Möbel eventuell später wieder trennen zu können.Für dein Vorhaben empfehle ich Klappverbinder oder sogenannte Verbindungswinkel aus Metall, die du von innen an den Seiten der Kommoden anbringst. Diese geben dir mehr Flexibilität, weil sie einfach zu verschrauben und auch wieder zu lösen sind. Alternativ sind auch Flachverbinder geeignet, die manchmal bei Möbeln zur Modulverbindung benutzt werden. Achte darauf, dass die Schrauben selbst mit passender Länge gewählt werden, damit die Platten nicht auf der Baustoffseite ausreißen.
Zur LED-Befestigung:
- Nutze selbstklebende LED-Streifen mit einem Silikonüberzug, die bieten guten Halt und sind etwas wasserfest.
- Für eine ordentliche Kabelführung empfehle ich schmale Kabelkanäle, die du innen an den Kanten oder Rückwänden befestigen kannst.
- Wenn du einen Dimmer nutzen möchtest, schau darauf, dass er kompatibel mit deinen LEDs ist und am besten ferngesteuert wird, damit die Bedienung bequem bleibt.
Wichtig ist, vor dem Lackieren die Oberfläche entsprechend zu schleifen und mit einem geeigneten Haftgrund zu behandeln, sonst kann die Farbe abblättern. Es lohnt sich, hier auf Qualitätsprodukte zu setzen, damit der Lack lange hält.