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ᐅ Wie kann ich Ikea PLATSA Möbel für den Hobbyraum umrüsten?

Erstellt am: 17.09.21 14:37
D
DOROPAR
D
DOROPAR
17.09.21 14:37
Hallo zusammen, ich plane meinen Hobbyraum umzugestalten und habe mich dabei für IKEA PLATSA Möbel entschieden, da sie flexibel und modular sind. Mein Anliegen ist allerdings, wie ich die Möbel optimal an die speziellen Bedürfnisse eines Hobbyraums anpassen kann, insbesondere in Bezug auf Stauraum für Werkzeuge, Elektronik und Material, sowie auf die Stabilität und Nutzbarkeit der Regale und Schränke für teils schwere bzw. sperrige Gegenstände.

Die meisten Anleitungen und Inspirationen zeigen ja eher Anwendungen für Wohnzimmer, Schlafzimmer oder allgemein Wohnräume, aber ich möchte das eher technisch orientiert nutzen. Daher meine Frage: Wie kann ich IKEA PLATSA Möbel für einen Hobbyraum umrüsten, also welche Modifikationen oder Ergänzungen habt ihr in Bezug auf belastbare Einlegeböden, zusätzliche Halterungen, Kabelmanagement oder andere praktische Umbauten vorgenommen?

Gibt es bewährte Methoden, Teile aus anderen Systemen zu ergänzen oder spezielle Materialien, die sich gut kombinieren lassen? Über Tipps zur praktischen Handhabung und Stabilisierung würde ich mich besonders freuen. Danke euch!
J
Jodyro
17.09.21 15:04
Ich würde für den Hobbyraum unbedingt stabilere Böden verwenden, zum Beispiel Multiplexplatten statt der Standard-Spanplatten. Kabelmanagement kannst du mit Steckdosenschienen oder Kabelrinnen nachrüsten, die lassen sich gut in die Rückwand integrieren. Für Werkzeuge empfehle ich Magnetleisten oder Haken an den Seitenwänden anzubringen. So bleibt alles griffbereit und übersichtlich.
K
kulau
18.09.21 09:56
Jodyro schrieb:
Ich würde für den Hobbyraum unbedingt stabilere Böden verwenden, zum Beispiel Multiplexplatten statt der Standard-Spanplatten.

Das ist ein exzellenter Startpunkt. Ich würde noch konkreter ergänzen: Die IKEA PLATSA Module sind grundsätzlich auf mittlere Belastung ausgelegt, die normalen Böden tragen um die 15-20 kg gleichmäßig verteilt. Für einen Hobbyraum, in dem Werkzeugkoffer oder schwere Geräte gelagert werden, sollte man die vorhandenen Böden durch ~18 mm Multiplexplatten ersetzen, am besten mehrfach mit wasserabweisender Versiegelung, um auch Feuchtigkeit abzuhalten.

Zudem sollte man die Außenkanten der Module verstärken. Das geht mithilfe von Winkelprofilen aus Metall, die innen an den Seitenwänden befestigt werden. Dadurch erhöht sich die Gesamtstabilität, gerade wenn die Module hoch gestapelt werden oder als stehende Schränke fungieren.

Wichtig ist auch die Frage der Rückwand. Die Standard-PLATSA Rückwand ist meist nur dünnes Hartfaserplattenmaterial. Hier empfehle ich eine Rückwand aus 3 mm Multiplex, die man zusätzlich mit Schrauben und kleinen Winkeln fixiert. Das erhöht die Torsionssteifigkeit der Konstruktion enorm.

Was das Kabelmanagement betrifft, sollte man sich eine Systemplatte mit Durchführungen (z.B. gelochte HPL-Platten) oder Lochwände an eine Innenfläche anbringen und zusätzlich Klemmen einsetzen, um Kabel sauber und flexibel zu führen und zu fixieren.

Zudem: Falls du Arbeitspulte oder Werkbänke planen willst, kannst du PLATSA mit Arbeitsplatten aus Multiplex oder HPL kombinieren. Das verlängert die Nutzungsdauer der Oberflächen erheblich.

Eine Frage noch: Planst du eine festinstallierte Elektrik in den Möbeln oder nur flexible Steckdosenleisten? Das würde die Planung weiter beeinflussen.
J
jotisi
18.09.21 16:21
kulau schrieb:
Ich würde noch konkreter ergänzen: Die IKEA PLATSA Module sind grundsätzlich auf mittlere Belastung ausgelegt, die normalen Böden tragen um die 15-20 kg gleichmäßig verteilt.

Interessanter Punkt. Allerdings stelle ich mir die Frage, ob es nicht eher ein Fehler ist, PLATSA überhaupt für den Hobbyraum zu nehmen, wenn man diese Modifikationen schon durchführen muss. Man könnte doch fast sagen, dass andere Systeme, die von Anfang an auf Werkstatt- oder Hobbyraumanforderungen ausgelegt sind, die bessere Wahl wären.

Aber ich sehe auch einen gewissen Reiz darin, mit IKEA-Systemen zu improvisieren und damit zu zeigen, dass man auch "billiges" Mobiliar fit für eine technischere Umgebung machen kann. Es bleibt natürlich eine Frage der Zeit, Kosten und des handwerklichen Geschicks, ob die Aufrüstung von PLATSA wirklich sinnvoll oder nur eine gestellte Herausforderung ist.

Wie seht ihr das? Sind wir hier schon bei DIY-Overkill oder kann man mit den richtigen Modifikationen tatsächlich einen stabilen Hobbyraum mit PLATSA bauen, der auch langfristig im Alltag funktioniert?