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ᐅ Wer hat einen Raumteiler aus Kallax für Aktenordner gebaut?

Erstellt am: 08.05.24 08:23
P
Pausar
G
gasidney
09.05.24 09:01
6 mm MDF reicht völlig für Rückwände. Einlegeböden sind möglich, aber nicht immer bei Kallax vorgesehen. Notfalls mit Metallwinkel befestigen.
B
bapar
09.05.24 10:58
Pausar schrieb:
Ich habe überlegt, ob ich in die Seitenteile noch Schlitze fräse, um mit einer Art Einlegeboden den Stauraum anpassen zu können

Das ist technisch möglich, aber du solltest auf die Stabilität achten. Kallax ist aus mitteldichter Holzfaserplatte (MDF), die bereits fertig verarbeitet ist, und Fräsen gilt als kritischer Eingriff, der Risse und Brüche verursachen kann.

Meine Empfehlung:

1. Kaufe ein Kallax mit vormontierten Einlegeböden – es gibt Varianten mit mehreren Fachböden.

2. Wenn du selbst schlitzen willst, dann nur sehr vorsichtig und mit entsprechender Fräse. Idealerweise beidseitig und nicht zu tief fräsen.

3. Ansonsten kann man auch separate Regalböden aus Holzleisten bauen und diese dann mit Klemmen fixieren.

Zwingend solltest du aber auch überlegen, wie oft du die Böden umstellen möchtest. Für ordnerlastige Konstruktionen ist Stabilität wichtiger als Flexibilität.
C
CHENFAR
10.05.24 13:44
Ergänzend sei gesagt, dass bei beidseitiger Nutzung von Kallax als Raumteiler die Bodenbefestigung nicht ignoriert werden sollte. Ohne ausreichende Fixierung an Boden oder Decke kann das Möbel kippen.

Viele vernachlässigen dies, was später zu einer Gefahr werden kann, gerade wenn die Ordner voll und schwer sind.

Ich habe gute Erfahrungen mit schmalen Winkeln gemacht, die man unauffällig an Boden und Korpus befestigt. Damit wird sowas sicherer und langlebiger.
N
Nathanaelk
11.05.24 08:19
Ich hatte ein ähnliches Projekt und möchte aus meiner Erfahrung folgendes ausführlich schildern:

Schritt 1: Auswahl des Kallax-Typs – Ich habe Kallax 2x4 gewählt, das bietet ausreichend Fächer für Aktenordner. Die Tiefe von ca. 39 cm ist optimal für Standardordner (A4 Breit).

Schritt 2: Verstärkung – Ich habe zusätzliche Rückwände aus 8 mm MDF eingesetzt, um Druck durch die Ordner zu absorbieren und den Raumteiler stabil zu halten. Diese wurden mit kleinen Nägeln und Holzleim fixiert.

Schritt 3: Verbindung – Um mehrere Kallax-Module stabil als Raumteiler zu verbinden, habe ich Metallschienen genutzt, die man untereinander schraubt. Dadurch wird das Kipp-Risiko minimiert.

Schritt 4: Anpassung der Fächerhöhe – Da ich Ordner verschiedener Höhen hatte, wurden im unteren Bereich keine Fachböden eingebaut, sodass auch höhere Ordner Platz finden. Oben dagegen habe ich Fachböden verwendet.

Schritt 5: Sichere Standfestigkeit – Der Raumteiler steht auf einem ebenen Parkettboden, daher wurden kleine Anti-Rutsch-Pads untergelegt.

Solltest du das Projekt noch planen, kann ich dir solche Schritte sehr empfehlen. Je nachdem, ob du den Raumteiler an die Wand stellen kannst oder ihn komplett frei im Raum nutzt, lohnt sich die Fixierung an Boden oder Wand zusätzlich.
B
BARSAN
11.05.24 09:43
Die von Nathanaelk genannten Metallverbindungen kann ich bestätigen. Sie sorgen für deutlich mehr Steifigkeit. Ohne sie neigt Kallax dazu, sich im Raumteiler-Setup etwas zu verwinden.

Außerdem: Die Kallax-Rückwand ersetzt du am besten komplett gegen etwas stabileres. Die Filz-Rückwände aus dem Zubehör bieten optisch zwar Vorteile, sind aber für Aktenordner weniger sinnvoll.