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ᐅ Warum gehen die Baupreise nicht runter?


Erstellt am: 15.05.23 08:17

nordanney 10.07.24 08:51
bastel2109 schrieb:

Sehe ich nicht so. Ich kenne viele Handwerker die sich dadurch ein anständiges Leben leisten können. Jeder zusätzliche Euro für den Staat ist aktuell meiner Meinung nach einer zu viel.
Also befürwortest Du auch Ladendiebstahl, Raub, Einbruch und ähnliche Bagatelldelikte? Denn nur damit können sich viele ein "anständiges" Leben leisten?

bastel2109 10.07.24 09:13
nordanney schrieb:

Also befürwortest Du auch Ladendiebstahl, Raub, Einbruch und ähnliche Bagatelldelikte? Denn nur damit können sich viele ein "anständiges" Leben leisten?

Raub und Einbruch sind Bagatelldelikte?

Für mich ist es ein Unterschied ob ein "Einzelner" oder die vermeintliche "Gesellschaft" (aufgrund der fehlenden Steuereinnahmen) "geschädigt" wird. Ohne die Schwarzarbeit würden vielleicht viele Tätigkeiten überhaupt nicht ausgeführt werden, wird das auch in diesen Statistiken berücksichtigt?

nordanney 10.07.24 09:32
bastel2109 schrieb:

Raub und Einbruch sind Bagatelldelikte?
Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung sind es ja anscheinend. Warum dann nicht auch alles, was mit klauen zu tun hat?
bastel2109 schrieb:

Für mich ist es ein Unterschied ob ein "Einzelner" oder die vermeintliche "Gesellschaft" (aufgrund der fehlenden Steuereinnahmen) "geschädigt" wird.
Schade für diese Betrachtung. Also bei der Gesellschaft ist das keine Straftat und beim Einzelnen schon? Also ist Ladendiebstahl und Einbruchdiebstahl legitim, denn da wird auch der Einzelne nicht geschädigt, sondern die Gesellschaft in Form von Versicherungsgesellschaften?
bastel2109 schrieb:

Ohne die Schwarzarbeit würden vielleicht viele Tätigkeiten überhaupt nicht ausgeführt werden, wird das auch in diesen Statistiken berücksichtigt?
Das darf bei der Betrachtung keine Rolle spielen. Aber ja, sie würde bestimmt ausgeführt werden, denn ohne Schwarzarbeit gäbe es keine Alternativen.

HausiKlausi 10.07.24 09:33
bastel2109 schrieb:

Für mich ist es ein Unterschied ob ein "Einzelner" oder die vermeintliche "Gesellschaft" (aufgrund der fehlenden Steuereinnahmen) "geschädigt" wird

Woher kommt dieser Egoismus? Telegram? Internet? RTL II? Das ganze gesellschaftliche System beruht auf dem Vertrauen der Menschen untereinander. Aber das ist ohnehin gerade das Hauptproblem hier im Land. Viele denken bis zum eigenen Gartenzaun und können sich nicht vorstellen, dass individuelle Handlungen auch Folgen für die Mitmenschen haben. Das sind die gleichen Leute, die meinen, sie könnten einfach ohne Ticket in einen Zug steigen, der fährt ja ohnehin...

chand1986 10.07.24 09:39
bastel2109 schrieb:

Für mich ist es ein Unterschied ob ein "Einzelner" oder die vermeintliche "Gesellschaft" (aufgrund der fehlenden Steuereinnahmen) "geschädigt" wird.
Genau diese Unterscheidung ist ja per Definition asozial. Denn würde es jeder so sehen, wäre der Schaden für den Einzelnen wieder derselbe, als würde er direkt geschädigt.

Dass dem nicht so ist liegt an jener Mehrheit, die sich an die Regeln hält. Nur wegen denen könnte man überhaupt das "Argument" führen, verteilter Schaden sei lässlich.

Logisch geschlossen sind Schwarzarbeiter Trittbrettfahrer. Dann muss man sich auch gerade machen und dazu stehen.

Buchsbaum066 10.07.24 13:51
Also ich habe mal kurz gerechnet. Bitte mich jetzt nicht auf einen Döner genau festnageln. aber der Umfang der Schwarzarbeit in Deutschland wurde auf knapp 500 Milliarden laut Statista beziffert.

Anschaulich wäre es so, dass jeder Bundesbürger im Jahr 1000 Döner (6 € je Döner) essen müsste die auch schwarz verkauft werden würden. Es müsste also jeder von uns, Kleinkinder und Rentner eingeschlossen grob 3 Döner am Tag verspeisen. Unmöglich.

Also das halte ich in dieser Größenordnung für ausgeschlossen. Die Menge an Schwarzarbeit.

Wie erwähnt Schwarzarbeit ist eine Notwehr einem übergriffigen Staat gegenüber. Wir haben eine Steuer und Abgabenquote von mehr als 50 Prozent. Das geht nicht mehr. Mit indirekten Steuern dürften wir bei weit über 70 Prozent liegen.

Ich habe die Rechnung mal vor einiger Zeit für meine Kollegen in der Produktion gemacht. Der Chef ordnet Samstagsarbeit von 06 - 12.00 im Sommer für 4 Wochen an. Nehmen wir 13 Euro Stundenlohn Brutto. Ja, mehr hat der redliche Familienunternehmer in Bayern nicht bezahlt. Bleiben wegen der Steuerprogression Netto 7 Euro übrig. Das mal 6 Stunden sind genau 42 Euro Netto.

Viele Kollegen haben einen Fahrtweg von 40 km. Sind 80 km hin und zurück bei einem Nettoverbrauch von 6 Litern Sprit zu 1,70 € dann 10 Euro für Sprit. Bleiben dem Kollegen noch 32 Netto. übrig.

Auf dem Heimweg noch für 4 Euro einen Kaffee an der Tanke für 4 Euro und vielleicht eine Bockwurst für 3 Euro. Es ist Samstag und da will man sich auch mal was gönnen, immerhin arbeitet man hart. Bleiben effektiv 25 Euro für den Facharbeiter Netto übrig für einen Samstagjob.

Ja Freunde, so sieht die Realität für sehr viele Menschen in diesem Land einfach aus. Wer hat da noch Lust auf Leistung?
Da ist trotz einer 6 Tage Woche am Monatsende das Konto im Minus.

Aber laut Politik brauchen wir mehr Überstunden und die 8 Stunden Tage will man auch abschaffen. Wir müssen mehr arbeiten, so die Politik.
schwarzarbeit